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Das Cushing-Syndrom [ˈkʊʃɪŋ-] ist ein nach dem Neurologen Harvey Williams Cushing benanntes Syndrom. Es können zwei Formen des Cushing-Syndroms unterschieden werden: Cushing-Syndrom Typ I und Typ II.
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Inhaltsverzeichnis |
| Klassifikation nach ICD-10 | ||
|---|---|---|
| E24 | Cushing-Syndrom | |
| ICD-10 online (WHO-Version 2011) | ||
Beim Cushing-Syndrom handelt es sich um körperliche Veränderungen, die durch einen hohen Cortisolspiegel im Blut (Hyperkortisolismus) verursacht werden. Typ I ist ein Symptomenkomplex, der durch das Überangebot von Glukokortikoiden im Organismus gekennzeichnet ist.
Die Ursachen eines Cushing-Syndroms können sein:
Die Symptome des Cushing-Syndroms sind durch die verstärkte hormonelle Wirkung der Kortikoide auf die Zielgewebe bedingt.
Eine spezielle Form des Cushing-Syndroms ist das Achard-Thiers-Syndrom.
Differenzierung hypophysär-adrenal-ektop 1. CRH-Test: 100µg Corticotropin Releasing Hormon als i.v. Bolus; ACTH und Kortisol vor CRH und nach 30, 60, 90 und 120 Minuten messen 2. Liddle Test: 2 Tage 0,5mg Dexamethason p.o. alle 6 Stunden, danach 2 Tage 2mg Dexamethason alle 6 Stunden. Täglich Kortisolausscheidung im Harn sowie im Serumkortisol-Konzentration an Tag 3 und 5 um 8 Uhr morgens 3. Sinus petrosus Sampling: Katheter in Sinus petrosus inferior beidseits. ACTH, Kortisol und eventuell Prolaktin gleichzeitig aus Sinus petrosus links und rechts sowie aus peripherer Vene vor und 2, 5 und 10 Minuten nach CRH
In der Fachliteratur wird die Cushing-Schwellendosis mit der Wirkungsstärke von 7,5 mg Prednison oder 30-40 mg (bei Männern), 15-30 mg (bei Frauen) Cortisol pro Tag angegeben. Dies beschreibt die tägliche Erhaltungsdosis, die gerade noch kein Cushing-Syndrom auslösen soll. Allerdings ist diese Angabe als grobe Richtlinie zu verstehen, da erhebliche inter-individuelle Unterschiede bestehen. Eine absolute Untergrenze, unter der die Glukokortikoidtherapie als sicher anzusehen ist, besteht nicht. Topisch (auf der Haut) angewandte Glukokortikoidpräparate verursachen mit höchster Wahrscheinlichkeit kein Cushing-Syndrom, da sie nur zu sehr geringem Teil die Hautbarriere durchdringen. Dennoch wird empfohlen, die Therapie auf maximal 20 % der Körperoberfläche zu beschränken und zurückhaltend bei der Anwendung im Gesicht oder am Auge zu sein.
Die Therapie richtet sich nach der Ursache des Cushing-Syndroms: Adenome der Hypophyse oder der Nebennieren werden operativ entfernt; die Therapie der Wahl bei einer Nebennierenrinden-Hyperplasie ist die Adrenalektomie und eine sich anschließende lebenslange Hormonsubstitution zur Vermeidung der Ausbildung eines Morbus Addison.
In der Veterinärmedizin wird die Therapie der Erkrankung meist nur mit Medikamenten vorgenommen, die die Aktivität der Nebennierenrinde senken. Mittel der Wahl ist hierbei Trilostan. Weiterhin ist eine Behandlung mittels des DDT-Abkömmlings Mitotan und auch über das Antimykotikum Ketoconazol möglich.
Typ II ist eine seltene Erkrankung, bei der ein Tumor im Bereich von Pons oder Cerebellum gleichseitige Schädigungen der Hirnnerven VI, VII und VIII hervorruft. Ausfallerscheinungen des Kleinhirns und Hirndruckzeichen sind im Rahmen dieser Erkrankung ebenfalls beschrieben. Die aktuelle Bezeichnung lautet Kleinhirnbrücken-Symptomatik.
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