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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Niedersachsen | |
| Landkreis: | Cuxhaven | |
| Höhe: | 2 m ü. NN | |
| Fläche: | 161,91 km² | |
| Einwohner: |
50.492 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 312 Einwohner je km² | |
| Postleitzahlen: | 27472, 27474, 27476, 27478 | |
| Vorwahlen: | 04721 … 04724 | |
| Kfz-Kennzeichen: | CUX | |
| Gemeindeschlüssel: | 03 3 52 011 | |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Rathausplatz 1 27472 Cuxhaven | |
| Webpräsenz: | ||
| Oberbürgermeister: | Ulrich Getsch (parteilos) | |
| Lage der Stadt Cuxhaven im Landkreis Cuxhaven | ||
Cuxhaven (plattdeutsch Cuxhoben) ist eine große selbständige Stadt und Kreisstadt des gleichnamigen Landkreises in Niedersachsen. Die Stadt liegt an der Mündung der Elbe in die Nordsee, gehört zu den Metropolregionen Bremen/Oldenburg sowie Hamburg und hat rund 50.000 Einwohner.
Cuxhaven hat einen wichtigen Fischereihafen. Es war bis Ende 2008 eine Schiffsmeldestation für Hamburg und für den Nord-Ostsee-Kanal. Daneben ist der Tourismus von großer Bedeutung. Die Hafensiedlung Cuxhaven und ihr Vorgänger, das Amt Ritzebüttel, gehörten vom 13. Jahrhundert bis 1937 zu Hamburg. Nordwestlich vor Cuxhaven liegen im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer die zu Hamburg gehörenden Nordseeinseln Neuwerk, Nigehörn und Scharhörn.
Das Wahrzeichen Cuxhavens ist die Kugelbake. Das hölzerne Seezeichen markiert an der Elbmündung den Übergang von der Unter- zur Außenelbe und damit die Grenze für die Binnenschifffahrt. Sie ist auch das Motiv des Wappens der Stadt.
Inhaltsverzeichnis
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Cuxhaven liegt an der nördlichsten Spitze Niedersachsens und ist an zwei Seiten von Wasser umgeben. Diese geographische Lage verleiht der Stadt für den Tourismus einen besonderen Reiz, beschert ihr aber hinsichtlich der wirtschaftlichen Verbindung zum Hinterland auch besondere Probleme.
Höchste Erhebung im Stadtgebiet ist die „Altenwalder Höhe“ (37,5 m ü. NN).
Bedingt durch die Randlage und die historische Zugehörigkeit der Stadt zu Hamburg, entwickelten sich zwei Wirtschaftsschwerpunkte: die Fischerei und der Tourismus. Cuxhaven umfasst neben der Kernstadt eine Reihe eingemeindeter Dörfer, die sich auf einer vergleichsweise großen Fläche verteilen. Während sich vom alten Cuxhavener Zentrum um das Lotsenviertel und Schloss Ritzebüttel ausgehend der Hafen entwickelte, bilden die westlich etwas abseitig von diesem Zentrum gelegenen, zum Stadtgebiet gehörenden Kurorte Döse, Duhnen und Sahlenburg den Schwerpunkt des Fremdenverkehrs.
Während Urnenfunde und ein auf 4.000 v. Chr. datiertes Großsteingrab eine lange Siedlungsgeschichte des Landstrichs belegen, ist die Stadt Cuxhaven im Vergleich zu anderen Städten Deutschlands noch relativ jung.
Der Name Cuxhaven geht auf das Wort koog zurück, eine niederdeutsche und skandinavische Bezeichnung für eingedeichtes Land: 1530 und 1570 wurden zwei Köge eingedeicht, die im 17. Jahrhundert noch erweitert wurden, dann aber durch den Elbstrom bis 1785 wieder völlig verloren gingen. Nach ihnen wurde der dort angelegte Hafen benannt.[2] Historische Namensformen waren Kuckshafen (1570), Kukeshaven (1577), Kuxhaven (1594), sowie um 1700 Koogshaven.
1394 traten die Herren Lappe das Schloss Ritzebüttel an Hamburg ab. In den folgenden Jahrhunderten war Ritzebüttel ein hamburgischer Stützpunkt gegen die Piraterie und ein Schutzhafen.
Der Flecken Ritzebüttel wurde am 4. Dezember 1872 mit der Hafensiedlung Cuxhaven zur hamburgischen Landgemeinde Cuxhaven vereinigt.
Nach der Reichseinigung wurde Cuxhaven auch militärisch bedeutsam. 1883 wurden die ersten Marineeinheiten stationiert, das Fort Kugelbake und weitere Küstenfestungen sollten die Zufahrt zum neuen Nord-Ostsee-Kanal kontrollieren.
In der zivilen Schifffahrt war ab 1889 eine Anlage der Hamburg-Amerika-Linie bedeutsam, von der nicht nur Linienverkehr über den Atlantik führte, sondern auch 1891 auf der Augusta Victoria die erste Kreuzfahrt der Welt startete.
Mit der Eingemeindung von Döse (1905) war eine Einwohnerzahl von 10.000 erreicht. Am 15. März 1907 erhielt Cuxhaven die Stadtrechte. (Zur Geschichte Ritzebüttels von 1394 bis 1937 siehe dort.)
Mit dem Groß-Hamburg-Gesetz von 1937 ging Cuxhaven von Hamburg an die preußische Provinz Hannover über. Hamburg behielt sich aber einige Rechte an den Häfen vor. So waren bis zum 1. Januar 1993 der Amerika-Hafen und das Steubenhöft hamburgisches Eigentum, obgleich sie zum Cuxhavener Stadtgebiet gehören. Eine Revierwache der Hamburger Wasserschutzpolizei befindet sich noch immer in Cuxhaven.
1969 gingen die Inseln Neuwerk und Scharhörn zusammen mit Wattflächen wieder in den Besitz der Freien und Hansestadt Hamburg über[3], die plante, dort einen Tiefwasserhafen anzulegen. Niedersachsen erhielt im Gegenzug kleinere Flächen für die Erweiterung des Cuxhavener Fischereihafens. Am 28. Oktober 2005 unterzeichneten der niedersächsische Wirtschaftsminister Walter Hirche und der Hamburger Wirtschaftssenator Gunnar Uldall im Hamburger Rathaus den Staatsvertrag zur Aufhebung der Containersperrklausel. Damit wurde der Weg für eine unbeschränkte Weiterentwicklung des Cuxhavener Hafens freigemacht.
Zwischen 1945 und 1964 wurden in der Nähe von Cuxhaven diverse Raketenexperimente durchgeführt (siehe auch: Raketenstarts in Cuxhaven). Ihre heutige Fläche von 162 km², mit ca. 21 km Ost-West- und 14,5 km Nord-Süd-Ausdehnung, erreichte die Stadt durch zahlreiche Eingemeindungen zwischen 1935 und 1972.
Bis 1977 war Cuxhaven eine kreisfreie Stadt; heute gehört sie zum neugebildeten Landkreis Cuxhaven und ist Sitz der Kreisverwaltung.
| Jahr | 1987 | 1992 | 1997 | 1998 | 1999 | 2000 | 2001 | 2002 | 2003 | 2004 | 2005 | 2006 | 2007 | 2008 | 2009 | 2010 |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Einwohner | 55.663 | 56.360 | 54.246 | 53.980 | 53.736 | 53.391 | 53.168 | 53.076 | 52.876 | 52.567 | 52.095 | 51.899 | 51.587 | 51.249 | 50.846 | 50.492 |
(jeweils zum 31. Dezember)[4]
| Sitzverteilung: Kommunalwahl |
CDU | SPD | Die Cuxhavener |
FDP | Grüne | Linke </br> | Fraktionslos | = | Gesamt |
| 9. September 2001 | 19 | 16 | 2 | 2 | 2 | – | 1 | = | 42 Sitze |
| 10. September 2006 | 16 | 14 | 3 | 3 | 3 | 1 | – | = | 40 Sitze |
| 11. September 2011 | 14 | 15 | 7 | 1 | 4 | 1 | – | = | 42 Sitze |
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Seit 1987 bestand eine Städtepartnerschaft mit Nuuk, der Hauptstadt von Grönland. Aufgrund einer Gebiets- und Verwaltungsreform in Nuuk wurde sie 2011 beendet.
Am Hafen findet sich die Alte Liebe sowie der sogenannte Windsemaphor. Dieses Gerät aus dem Jahr 1884 zeigt den in die Nordsee ausfahrenden Schiffen die jeweiligen Windrichtungen und -stärken auf den Inseln Borkum und Helgoland an. Das technische Denkmal wird täglich nach den aktuellen Wettermeldungen eingestellt.
Der Wasserturm (siehe Foto oben rechts), zwischen Kaemmererplatz und dem Bahnhof gelegen, gilt als das heimliche Wahrzeichen der Stadt. 1897 gebaut, versorgte er bis zum Jahr 2004 die Cuxhavener Haushalte mit dem nötigen Wasserdruck. Im Laufe der 1960er Jahre wurden in Döse und Sahlenburg immer höhere Häuser gebaut (Ferienappartements), die mit Druckerhöhungsanlagen ausgestattet werden mussten, da der Gefälle-Druck des Wasserturms für die oberen Etagen nicht ausreichte. 2004 wurde der Wasserbehälter vom Netz genommen. Seitdem wird das Wasser aus dem Neubau des Cuxhavener Wasserwerks am Drangstweg mit Pumpen durch das Leitungsnetz befördert. Im Wasserturm ist jetzt u. a. das Büro der Cuxhavener Verbraucherzentrale untergebracht.
In Cuxhaven befindet sich der 230 Meter hohe Friedrich-Clemens-Gerke-Turm, ein für die Öffentlichkeit nicht zugänglicher Fernmeldeturm der Telekom. Er dient dem Richt- und Mobilfunk, nicht aber der Verbreitung von Hörfunk- und Fernsehprogrammen.
Auf der Holter Höhe wurde von 1959 bis 1961 von der damaligen Deutschen Bundespost ein Sendemast für Richtfunkdienste und Seefunkdienste im UKW-Bereich errichtet, der am 1. April 1961 den Sendebetrieb aufnahm. 1963 erhielt dieser Sendemast einen Glasfaser-Zylinder für die Verbreitung des Fernsehprogramms des ZDF auf der Spitze, wodurch dieser Mast seine heutige Höhe von 119 Metern bekam.
1977 erwarb der Norddeutsche Rundfunk eine Teilparzelle auf dem Postgrundstück und stellte dort Sender für das Erste und Dritte Fernsehprogramm sowie für UKW-Hörfunkprogramme auf.
Im Hafengebiet befindet sich ein 120 Meter hoher Sendeturm des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA)[6], der als Fachwerkkonstruktion mit dreieckigem Querschnitt ausgeführt ist. Dieses Amt ist u.a. zuständig für die Seezeichen im Bereich der Außenelbe und im südlichen Teil des Nord-Ostsee-Kanals, für die genaue Positionierung von Schiffswracks sowie für die Weiterleitung diesbezüglicher Informationen durch gedruckte und per Langwelle gesendete Meldungen. Es besitzt ferner große eigene Schiffe, darunter die MS „Küstenwache“.
Im Stadtteil Duhnen findet seit über 100 Jahren regelmäßig im Sommer (Juli/August) das Wattrennen statt, ein Pferderennen auf dem Meeresgrund, das vom Verein für Pferderennen auf dem Duhner Watt e.V. organisiert wird. Der Termin variiert von Jahr zu Jahr, da die Veranstaltung nur an einem Sonntag stattfinden kann, an dem in den frühen Nachmittagsstunden (ca. 15 Uhr) Niedrigwasser herrscht. (Im Jahr 2000 wurden anlässlich der Expo in Hannover ausnahmsweise zwei Renntage (Samstag und Sonntag) veranstaltet.) Je nach Wetterlage kommen jedes Jahr 30.000 bis 40.000 Zuschauer, die sich dieses einmalige „Spektakel“ nicht entgehen lassen wollen. Zum Wetten steht ein elektronischer Totalisator bereit. Die Rennen – von Meeresgott Neptun persönlich eröffnet – werden von einem bunten Veranstaltungsprogramm begleitet. Zu den Höhepunkten dieses Beiprogramms gehört regelmäßig das Fallschirmspringen, der Überflug der Luftfahrzeuge des Marinefliegergeschwaders III Graf Zeppelin (MFG 3) sowie die Präsentation der Hengste aus dem niedersächsischen Landgestüt Celle.[8]
Auf verschiedenen Schiffen, wie etwa der 24 m langen, und 11 kn schnellen MS „Jan Cux” oder der neun Meter längeren MS „Jan Cux II” können Fahrten rund um Helgoland zum Hochseeangeln unternommen werden. Auf diesen Tagestörns kann Jagd auf Makrele, Dorsch oder Katzenhai gemacht werden.
In Cuxhaven beheimatet sind u. a. der Cuxhavener Shantychor, der Cuxhavener Lotsenchor, die Sohl’nborger Büttpedder und der Seemannschor Elbe 1. Alle Chöre treten im Sommer regelmäßig auf Kurkonzert-Veranstaltungen auf.
Seit 2005 wird in Cuxhaven jährlich das Rockfestival Deichbrand veranstaltet.
Die Hard-Rock Band Loz Tinitoz wurde 2006 in Cuxhaven gegründet.
Bedingt durch den Kurbetrieb gibt es in Cuxhaven zahlreiche Veranstaltungen, die jedes Jahr stattfinden:
Zu den kulinarischen Spezialitäten gehören die sogenannten Krabben, bei denen es sich tatsächlich um Garnelen handelt, die zunächst meist mühsam von Hand gepult werden müssen, sowie verschiedene Fischarten, die in der Nordsee gefischt werden und sowohl frisch als auch geräuchert in den Handel kommen, wie Makrele, Kabeljau, Schellfisch, Wittling, Seelachs, Scholle, Seeteufel und Zungen.
Der Tag der Niedersachsen mit mehr als 300.000 Gästen fand im Jahr 2007 vom 6. bis zum 8. Juli in Cuxhaven statt.[9]
Cuxhaven nimmt i. S. der regionalen Raumordnung eine Bedeutung ein, die über die Funktion eines herkömmlichen Mittelzentrums hinausgeht.
Die Fischwirtschaft kann in Cuxhaven auf eine lange Tradition zurückblicken. Nach kleinen Anfängen im Jahre 1885 wurde 1908 der Fischereihafen gegründet. Bis heute hat sich Cuxhaven neben Bremerhaven als bedeutender Fischereistandort in Deutschland gehalten. Trotz des Rückgangs der Fischerei sind 35 Fischverarbeitungsbetriebe mit ca. 1.000 Beschäftigten in Cuxhaven beheimatet.
Sehr wichtig für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Stadt Cuxhaven und ihres Umlandes ist der Tiefwasserhafen Cuxport, der 1997 in Betrieb genommen wurde. Das Gelände des neuen Hafens gehörte bis 1993 der Freien und Hansestadt Hamburg. Erst nach langen und zähen Verhandlungen mit den Hamburgern ging diese Fläche in den Besitz des Landes Niedersachsen über, das dann rund 140 Millionen Euro in den Bau der neuen Hafenanlagen investierte. Der Betreiber war die CuxPort Seehafen-Dienstleistungs GmbH, die sich aus einem Teil der Seefischmarkt Cuxhaven GmbH formte. Aktuell wird der Cuxhavener Mehrzweck-Terminal von der umfirmierten Cuxport GmbH, einer Tochtergesellschaft der Rhenus AG & Co. KG (74,9 %) und der HHLA (25,1 %), betrieben.
Die Hauptgeschäfte sind RoRo-Verkehre, Neufahrzeug-Lagerung und -Verschiffung Container-Umschlag, sowie die Lagerung und der Umschlag von Elementen von Offshore-Windkraftanlagen wie die Fundamentpfähle.
Im Seeverkehr wurden 2010 2,15 Mio. t Güter umgeschlagen, das sind 23,5 % mehr als im Krisenjahr 2009 (1,741 Mio. t).[10] Mit dazu beigetragen hat der verstärkte Umschlag von Kraftfahrzeugen u. a. aus Großbritannien (Import von Vauxhall/Opel). Stark ausgebaut wird auch der Bereich der Offshore-Infrastruktur, hierfür wurde und wird der Hafen im östlichen Bereich erweitert.
Der Fährverkehr nach Helgoland – sowohl Personenverkehr als auch Wirtschaftsverkehr – findet von einem eigenen Terminal statt.
Beim Wasser- und Schifffahrtsamt Cuxhaven (WSA) hat auch das Havariekommando seinen Sitz. Dies ist eine gemeinsame Behörde des Bundes und der fünf Küstenländer, die bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee ein koordiniertes gemeinsames Unfallmanagement gewährleistet. Das Havariekommando ist Bestandteil des Maritimen Sicherheitszentrums (MSZ), das am 1. Januar 2007 als optimiertes Netzwerk die Arbeit aufgenommen hat.
Eine wichtige Rolle in Cuxhaven spielte früher auch das Militär. Die ersten Minensucheinheiten der deutschen Marine wurden in Cuxhaven aufgestellt. Im Hafen erinnert ein Mahnmal an deren Einsätze im Ersten und Zweiten Weltkrieg.
Cuxhaven ist auch heute noch ein Bundeswehr-Standort. Allerdings wurden die schwimmenden Verbände 1968 aus strategischen Gründen nach Wilhelmshaven und Emden verlegt. Im Stadtteil Altenwalde befindet sich die Betreuungsstelle der Zivilberuflichen Aus- und Weiterbildung (ZAW) der Bundeswehr, in der länger dienende Soldaten eine handwerkliche oder kaufmännische Ausbildung zum Gesellen oder Meister erhalten.
Cuxhaven ist auch ein Standort der Bundespolizei.
Cuxhaven ist durch seine günstige Lage an der Elbmündung Standort für Umschlag-, Lager- und Logistikunternehmen sowie für einen Offshore-Basishafen (Windenergie).
Der Ausbau zur Offshore-Basis für Windenergie wird als große Chance zur ökonomischen Stärkung des Standorts Cuxhaven und der Umgebung gesehen. Für den Umschlag von komplett montierten Offshore-Anlagen oder Komponenten wurde im Hafen eine Schwerlastplattform gebaut. Eine weitere Besonderheit ist das Offshore-Windenergie-Testfeld an der Elbe, wo Offshore-Prototypen getestet und zertifiziert werden. Neben anderen Prototypen befinden sich dort auch die derzeit leistungsstärksten Windenergieanlagen der Welt (Enercon E126 und E112 mit jeweils 6 Megawatt) in der Erprobung.
Neben dem Seefischmarkt, den Hafen- und Fremdenverkehrsbetrieben und der Bundeswehr haben sich auch mehrere bedeutende Industrieunternehmen in Cuxhaven angesiedelt, etwa die PNE WIND AG, die 1995 gegründet wurde, 1998 als „Plambeck Neue Energien AG“ an die Börse ging und 2009 in PNE WIND AG umfirmierte.[11]
Die Ursprünge des Tourismus gehen auf das Jahr 1816 zurück, als in Cuxhaven ein Seebad gegründet wurde. Seit 1964 ist Cuxhaven ein staatlich anerkanntes Seeheilbad und Zentrum der sogenannten Ferienregion Cuxland. Mit jährlich über drei Millionen Übernachtungen liegt Cuxhaven heute an der Spitze aller Kurorte in Deutschland. Verantwortlich für die Abwicklung des Kurbetriebs ist die stadteigene Nordseeheilbad Cuxhaven GmbH (früher: Kurverwaltung), die ihren Sitz im Haus der Kurverwaltung in Duhnen hat. Aufgrund der Einrichtungen des Tourismus, der Sport- und Freizeitanlagen und des kulturellen Engagements der Stadt ist die Freizeit- und Wohnqualität für Einwohner und Besucher verhältnismäßig hoch.
Am 13. März 1973 ersetzte das Nordseeheilbad eine bis dahin als Maskottchen verwendete Nixe durch den vom ortsansässigen Grafikdesigner Kurt Moldenhauer entwickelten „Jan Cux“. Dies ist eine blonde Comic-Figur im blauen Matrosenanzug. Im Juli 1973 wurde dieser Figur ein weibliches Pendant mit dem Namen „Cuxi“ beigefügt, das ebenfalls blond, aber im roten Anzug gezeichnet ist. Jährlich werden ca. 250.000 Maskottchen-Aufkleber gedruckt und verteilt.
In Cuxhaven sind die Tourismus- und Kurbereiche räumlich klar von Industriegebieten getrennt. Der touristische Schwerpunkt findet sich im Westen des Stadtgebietes in den drei zu Cuxhaven gehörenden Kurorten Döse, Duhnen und Sahlenburg. Der Strandbereich dort ist kurtaxpflichtig. Darüber hinaus finden sich touristische Einrichtungen in der Cuxhavener Kernstadt, insbesondere im Bereich Grimmershörn, dem Lotsenviertel und in Ritzebüttel. Im Kur-Stadtteil Duhnen befindet sich das Erlebnisbad „Ahoi!“, das durch Umbau und Erweiterung des in den 1970er Jahren gebauten Meerwasser-Brandungsbades entstanden ist.
Im Bereich Cuxhaven mit seiner hohen Produktion an Windenergie wird im Rahmen des Modells „eTelligence“ die Steuerung von Stromnetzen mit hohen Anteilen an erneuerbaren Energien erforscht.[12]
Mit der Bahn ist Cuxhaven zu erreichen auf der Bahnstrecke Bremerhaven–Cuxhaven mit der Nordseebahn der EVB (täglich im 1-Stunden-Takt) und aus Richtung Hamburg-Harburg über Stade und Hemmoor mit der Niederelbebahn per Metronom (Mo–Sa im 1-Stunden-Takt, So im 2-Stunden-Takt).
Nach Cuxhaven führt aus Richtung Bremen–Bremerhaven die Bundesautobahn A 27, aus Richtung Hamburg die Bundesstraße B 73.
Ca. 10 km südlich von Cuxhaven liegt auf dem Gebiet der Gemeinde Nordholz der Fliegerhorst Nordholz. Der Landkreis Cuxhaven ist indirekter Anteilseigner des hier angesiedelten Sea-Airport Cuxhaven/Nordholz.
Bis Anfang November 2005 verkehrte als zuletzt einzige Fährschiffsverbindung von Deutschland nach England eine Fähre nach Harwich. Unter anderem als Folge des ruinösen Wettbewerbs mit den Billigfliegern wurde die Verbindung eingestellt.
Vom 6. Juli bis zum 2. August 1914 verkehrte in Cuxhaven eine Straßenbahnlinie, die so genannte „Kanonenbahn“, zwischen dem Hauptbahnhof und dem Fort Kugelbake. Heute ist Cuxhaven Ausgangspunkt für Regionalbusse. Den Stadtverkehr übernehmen mehrere Stadtbuslinien der KVG und Maass Reisen.
Das Steubenhöft ist eine Pier in Cuxhaven. Die ursprünglich für den Auswandererverkehr gebaute Anlage dient heute zahlreichen Kreuzfahrtschiffen als Anlegestelle und verfügt über einen eigenen Gleisanschluss, zusammen mit dem:
CuxPort: Hier werden Containerschiffe gelöscht, RoRo-Fracht abgefertigt und neue Kraftfahrzeuge umgeschlagen, die mit dem Zug an- bzw. abtransportiert werden; CuxPort ist ein Multifunktionsterminal.
Berufsbildende Schulen
Gymnasien
Realschulen
Hauptschulen
Grundschulen
Förderschulen
Fachschulen
Hochschulen
Sonstige Schulen
In Cuxhaven gibt es seit 2001 ein Studienseminar für das Lehramt an Grund-, Haupt- und Realschulen, an dem Lehrkräfte u.a. für o.g. Schulen ausgebildet werden.
Seit 2009 ist eine Außenstelle des Studienseminars Stade für das Lehramt an Gymnasien in Cuxhaven eingerichtet. Ausbildungsschulen für angehende Gymnasiallehrer befinden sich in Cuxhaven, Bad Bederkesa, Otterndorf, Bremerhaven und Hemmoor.
Die Rhön AG betreibt in Cuxhaven das Krankenhaus Cuxhaven. Hierbei handelt es sich um das vormalige Stadtkrankenhaus.
In Cuxhaven erscheint als führende Tageszeitung die Cuxhavener Nachrichten, sowie im benachbarten Otterndorf die Niederelbe-Zeitung. Beide Zeitungen sind durch den Verlag und in der Redaktionsgemeinschaft Nordsee eng mit der Bremerhavener Nordsee-Zeitung verbunden.
Weiterhin wird auch das Hamburger Abendblatt in Cuxhaven viel gelesen. Seit 1995 gibt es die eigenständige Wochenzeitung Elbe Weser aktuell, die regelmäßig mittwochs im gesamten nördlichen Teil des Landkreises Cuxhaven verteilt wird.
In Cuxhaven empfängt man alle niedersächsischen und auch schleswig-holsteinischen Programme des NDR. Auch die Hörfunkprogramme von Radio Bremen berichten über Cuxhaven und sind gut zu empfangen. Des Weiteren kann man die Privatsender Hitradio Antenne, Radio ffn, Radio Hamburg, Radio Schleswig-Holstein (R.SH), Oldie 95, Delta Radio, Alsterradio und Radio Nora empfangen.
Förderverein Cuxhaven e. V./Hans-Heinrich Eilers (Hrsg.): Cuxhaven – Eine Stadt im Jahre ihres Jubiläums 2007, Vechtaer Druckerei und Verlag, Vechta 2007, ISBN 978-3-88441-237-4.
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Männer vom Morgenstern: Hake Betken siene Duven: Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung ISBN 3-931771-16-4
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