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| DĂ€nische Krone | |
|---|---|
| Staat: | DĂ€nemark |
| Unterteilung: | 100 Ăre |
| ISO-4217-Code: | DKK |
| AbkĂŒrzung: | dkr., kr. |
| Wechselkurs: (16. MĂ€rz 2012) |
1 EUR = 7,4356 DKK 1 CHF = 6,1604 DKK |
Die DĂ€nische Krone (dĂ€nisch: im Singular Dansk krone, im Plural Danske kroner) ist seit dem 1. Januar 1875 die offizielle WĂ€hrung des Königreichs DĂ€nemark, einschlieĂlich der autonomen Provinzen Grönland und FĂ€röer. Sie unterliegt dem Wechselkursmechanismus II und ist somit seit der EinfĂŒhrung des Euro am 1. Januar 1999 an diesen gebunden. Die Krone wird von der DĂ€nischen Nationalbank in fĂŒnf verschiedenen Banknotenwerten und sechs verschiedenen MĂŒnzwerten in Kronen und Ăre ausgegeben. Dabei wird eine DĂ€nische Krone in 100 Ăre unterteilt, obwohl die derzeit kleinste MĂŒnze einen Wert von 50 Ăre hat. Anders als die grönlĂ€ndischen unterscheiden sich die fĂ€röischen Banknoten durch ihr landesspezifisches Design.
Inhaltsverzeichnis |
Im 10. Jahrhundert begann mit ihrer erstmaligen PrĂ€gung die Geschichte der dĂ€nischen WĂ€hrung. Die Ă€lteste SilbermĂŒnze stammt aus dem Jahr 995 und trĂ€gt das Bildnis des dĂ€nischen Königs Svend TveskĂŠg sowie den Namen seines Landes. Die etwa 20.000 MĂŒnzen dienten allerdings nicht nur zur Erhöhung des Vermögens DĂ€nemarks, sondern zudem als Hinweis auf die Bedeutung DĂ€nemarks als Teil Europas.[1] Der Wert der WĂ€hrung richtete sich fĂŒr lange Zeit nach dem Gegenwert des Materials, das zur PrĂ€gung genutzt wurde.[2] Papiergeld, in China seit der Song-Dynastie im 10. Jhr. in nennenswertem Umfang in Benutzung,[3] wurden in DĂ€nemark erst im 18. Jhd. eingefĂŒhrt. In der damals zu DĂ€nemark gehörenden Stadt Lund fand im Jahr 1020 die erste geregelte MĂŒnzprĂ€gung unter dem damaligen dĂ€nischen König Knut dem GroĂen statt. Damals dienten MĂŒnzen weniger als Zahlungsmittel, sondern mehr als Massenkommunikationsmittel, mit dem das Staatsoberhaupt seine SouverĂ€nitĂ€t unter Beweis stellte. Seither prĂ€gen dĂ€nische Könige ihre Namen und PortrĂ€ts auf die MĂŒnzen.[4]
Das MĂŒnzsystem in DĂ€nemark basierte auf dem Wert des Edelmetalls Silber. Um die Staatseinnahmen zu erhöhen, wurde der Metallwert schrittweise reduziert und stimmte nicht mehr mit dem Nennwert der MĂŒnzen ĂŒberein. Königin Margarethe I. befahl 1397 die Wiederherstellung des Silberstandards. Ungeachtet dessen wurde der Metallwert der MĂŒnzen immer wieder reduziert, was zum Austausch eines groĂen Teils der minderwertigen dĂ€nischen MĂŒnzen gegen auslĂ€ndische fĂŒhrte. WĂ€hrend der Regentschaft von Christian III. wurde 1541 das MĂŒnzwesen erneut reformiert. Der Wert der MĂŒnzen wurde fixiert und die PrĂ€gung nach Kopenhagen verlagert, wo in dortigen Klöstern die MĂŒnzprĂ€gung bis in das frĂŒhe 17. Jahrhundert stattfand.[4]
Zwischen 1713 und 1728, der Zeit des GroĂen Nordischen Krieges, erfolgte die EinfĂŒhrung der Banknoten.[4] Es wurden zunĂ€chst 120.000 Banknoten gedruckt, allerdings ohne zugewiesenen Wert, Seriennummer und Signatur, da diese Angaben erst spĂ€ter per Hand eingetragen wurden. Nach Ende der Auseinandersetzungen wurden die Banknoten aus dem Verkehr gezogen.[2]
1736 wurde die erste dĂ€nisch-norwegische Bank unter dem Namen âDen KĂžbenhavnske Assignations-, Veksel- og LĂ„nebankâ, auch Kurantbank[4] genannt, als Privatnotenbank gegrĂŒndet. Diese hatte das alleinige Recht, Banknoten zu drucken und auszugeben.[2] Auch der Tausch von SilbermĂŒnzen gegen Banknoten war möglich.[4] WĂ€hrend die Bank anfangs nur geringe Volumen an Banknoten herausgab, so steigerte sich das Volumen in den 40er Jahren deutlich. 1745 wurde die Bank von ihrer Einlösungspflicht der Banknoten vorĂŒbergehend per Gesetz entbunden. Mit dem Amtsantritt von Friedrich V. wurde die Bank veranlasst, umfangreiche Darlehen an den Staat zu geben und zur Finanzierung den Notenumlauf massiv zu erweitern. 1757 entfiel die Einlösepflicht endgĂŒltig, 1773 wurde die Bank verstaatlicht. Der Notenumlauf wurde weiter gesteigert (von 5 Millionen Taler 1773 auf 15 Millionen Taler 1790). Dementsprechend wurden die Noten mit einem zunehmenden Disagio gehandelt. 1791 wurde die DĂ€nische und Norwegische Speciesbank gegrĂŒndet. Die von dieser ausgegebenen Noten sollten die Noten der Kurantbank ersetzen. Aber auch die Noten der neuen Bank unterlagen einem starken Wertverlust. Ab 1799 wurden die Specieszettel aus dem Verkehr gezogen und der Staat selbst gab Kurantnoten aus.[5]
WĂ€hrend der Napoleonischen Kriege wurde DĂ€nemark von GroĂbritannien angegriffen. Schon wĂ€hrend der Kriegsjahre fĂŒhrten die dĂ€nischen RĂŒstungskosten zu einer Inflation, die sich in den Nachkriegsjahren weiter verstĂ€rkte und in einer Phase groĂer InstabilitĂ€t gipfelte. WĂ€hrend der Staat 1807 noch Noten fĂŒr 26 Millionen Taler ausgegeben hatte, stieg der Umlauf bis 1812 auf 142 Millionen (und der Kurs sank auf ein fĂŒnfzehntel). Im Januar 1813 wurde die WĂ€hrung erneut reformiert und dabei der von der Kurantbank eingefĂŒhrte Kurantbanktaler im VerhĂ€ltnis sechs zu eins gegen den Reichsbanktaler der neu gegrĂŒndeten DĂ€nischen Reichsbank eingetauscht. Allerdings wurden auch die dĂ€nischen Staatssicherheiten im gleichen VerhĂ€ltnis verringert, was dazu fĂŒhrte, dass DĂ€nemarks Verbindlichkeiten nicht mehr ausreichend gedeckt waren. Auf Grund dieser Ăberschuldung wird die WĂ€hrungsreform von 1813 auch als Staatsbankrott bezeichnet.[2][4]
1873 wurde ein neues MĂŒnzgesetz verabschiedet, das am 1. Januar 1875 in Kraft trat. Zu diesem Zeitpunkt wurden die DĂ€nischen Kronen und Ăre eingefĂŒhrt und ersetzten damit die vorher gĂŒltigen Reichstaler. Der DĂ€nische Reichstaler wurde dabei im VerhĂ€ltnis 1:2 getauscht.[4] Mit der EinfĂŒhrung der Krone erfolgte gleichzeitig die Umstellung auf die DezimalwĂ€hrung im Rahmen der Skandinavischen MĂŒnzunion.[6]
Die Skandinavische WĂ€hrungsunion wurde 1873 zwischen DĂ€nemark und Schweden als MĂŒnzunion gegrĂŒndet, der sich 1877 auch Norwegen anschloss. Die auch Nordischer MĂŒnzbund genannte Union wurde gegrĂŒndet, um gegenĂŒber den wichtigsten Handelspartnern England und Deutschland, die bereits 1819 beziehungsweise 1873 den Goldstandard eingefĂŒhrt hatten, keine wirtschaftlichen Nachteile befĂŒrchten zu mĂŒssen. Dabei löste der nun in den drei LĂ€ndern eingefĂŒhrte Goldstandard die vorher gĂŒltige Orientierung am Silber ab. Anfangs wurde in der WĂ€hrungsunion geregelt, dass einheitliche GoldmĂŒnzen, die sich nur durch die nationalen PrĂ€gestempel unterschieden, in allen drei LĂ€ndern genutzt werden konnten. Im Jahr 1894 wurde diese Regelung auch auf Banknoten ausgeweitet. Damit wurde aus der anfĂ€nglichen MĂŒnzunion eine vollwertige WĂ€hrungsunion.[7][8]
Am 1. August 1914 erreichten DĂ€nemark die ersten Nachrichten ĂŒber den Ausbruch des Ersten Weltkrieges, woraufhin die Bevölkerung begann, ihr Bargeld gegen Gold einzutauschen. Dabei entsprachen 2480 Kronen einem Kilogramm Gold. Am 2. August 1914 wurde das Recht zum Umtausch von Geld in Gold vorĂŒbergehend aufgehoben, da zu dieser Zeit bereits Banknoten im Wert von 5 Millionen Kronen getauscht wurden. Im Vergleich dazu betrug der gesamte Banknotenumlauf 146 Millionen Kronen. Wenige Tage spĂ€ter erfolgte auĂerdem der Stopp des Goldexports.[4] In den Jahren vor beziehungsweise wĂ€hrend des Ersten Weltkrieges kam es aber zur gewinnbringenden Ausnutzung von Wechselkursunterschieden in den LĂ€ndern der WĂ€hrungsunion, was dazu fĂŒhrte, dass dĂ€nische und norwegische Banknoten in Schweden zu einem höheren Kurs in Gold getauscht wurden. Als Schweden 1915 diese Banknoten nur noch mit einem Abschlag tauschte, wurde das Ende der WĂ€hrungsunion eingeleitet. Sie galt offiziell noch bis 1924, war aber bedingt durch die Goldexportverbote de facto auĂer Kraft gesetzt.[7][8]
Parallel zu den Ereignissen gab es zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Kopenhagen massive Spekulationen am Immobilienmarkt, deren Finanzierung hauptsĂ€chlich auf auslĂ€ndischen Krediten basierte. Im Jahr 1907 fĂŒhrten wirtschaftliche Turbulenzen im Ausland zu KreditrĂŒckforderungen und damit zu ZahlungsengpĂ€ssen, die zahlreiche Banken von Kopenhagen in Schwierigkeiten brachten. Zur gleichen Zeit erhöhte sich der Diskontierungsfaktor von 6 auf 8 %. 1908 kam es zu einer schwerwiegenden Bankenkrise, in deren Folge 1910 eine Kommission einberufen wurde, die Verordnungen fĂŒr Banken erstellte. Das Bankengesetz wurde allerdings erst im Jahr 1919 in Kraft gesetzt.[4]
Am 20. Dezember 1924 wurde ein Gesetz zur Anpassung des Wertes der DĂ€nischen Krone erlassen, da dieser zu Beginn des Jahres 1924 bei gerade einmal 60 % des Vorkriegswertes lag. Daher sollte der aktuelle Wert der DĂ€nischen Krone wieder auf den ursprĂŒnglichen Wert von 2480 Kronen fĂŒr ein Kilogramm Gold angenĂ€hert werden. Das Ziel, eine zehnprozentige Wertsteigerung in zwei Jahren, sollte mit VerĂ€nderungen in der Geld- und AuĂenhandelspolitik verwirklicht werden. Allerdings stieg der Wert innerhalb von sechs Monaten um 30 %, was zu schwerwiegenden Problemen fĂŒr die dĂ€nische Industrie fĂŒhrte. Der gesetzlich festgelegte Wertanstieg ermöglichte es auĂerdem, dass Spekulanten durch Investitionen in die WĂ€hrung erhebliche Gewinne generieren konnten. Im Jahr 1927 gelang es, den Vorkriegswert der DĂ€nischen Krone zu erreichen, was sich jedoch in Form einer Deflation negativ auf die Wirtschaft auswirkte. Das fĂŒhrte unter anderem zu einer Arbeitslosenquote von 21 % bis 22 %. Die Konsequenz der Krise war, dass der Goldstandard 1931 endgĂŒltig abgeschafft wurde.[9]
Die Banknoten, die zur groĂen WĂ€hrungsreform nach dem Zweiten Weltkrieg eingefĂŒhrt wurden, haben bis heute GĂŒltigkeit. Allerdings werden alte Scheine sukzessive aus dem Verkehr gezogen und durch die neue Serie von 1997 ersetzt.[2]
Die EuroeinfĂŒhrung in den LĂ€ndern der EuropĂ€ischen Union im Jahr 2002 wurde in DĂ€nemark durch einen Volksentscheid am 28. September 2000 verhindert. Der Wechselkurs der DĂ€nischen Krone ist jedoch mit einer maximalen Schwankungsbreite von 2,25 % an den Euro gebunden.[4]
Aktuell werden dĂ€nische MĂŒnzen von der DĂ€nischen Nationalbank in sechs verschiedenen Werten zu 50 Ăre sowie zu 1, 2, 5, 10 und 20 Kronen ausgegeben. Seit 1925 pflegt DĂ€nemark die Tradition, seine MĂŒnzen mit einem Loch in der Mitte zu kennzeichnen.[10] Die zwischen 1989 und 1993 eingefĂŒhrte aktuelle MĂŒnzserie hat diese Besonderheit bei den 1-, 2-, und 5-Kronen-MĂŒnzen. Vor Beginn der EinfĂŒhrung der neuen MĂŒnzen bestand ein umfangreicher Reformationsbedarf, da es keine logische Relation zwischen der physikalischen GröĂe und dem Wert der jeweiligen MĂŒnze gab. Daher werden die aktuellen MĂŒnzen mit jeder Nennwertsteigerung gröĂer und schwerer.[11]
Das ĂuĂere der MĂŒnzserie soll die Unterscheidbarkeit zwischen den MĂŒnzen erleichtern. Daher ist die aktuelle Serie in drei Teile unterteilt, wobei jeder Teil eine eigene Farbe aufweist. Die Farbunterteilung hat geschichtliche HintergrĂŒnde, da frĂŒher der Wert der MĂŒnzen identisch mit dem des Metalls war, aus dem sie geprĂ€gt wurden. Den höchsten Nennwert stellte Gold dar, darauf folgten Silber und Kupfer. Der Zusammenhang zwischen Farbe und Wert wurde in der gegenwĂ€rtigen MĂŒnzserie erneut aufgegriffen. Die 50-Ăre-MĂŒnze besteht aus kupferfarbener Bronze, die 1-, 2- und 5-Kronen-MĂŒnzen sind aus einer silberfarbenen Kupfernickel-Legierung. Die 10- und die 20-Kronen-MĂŒnze besteht aus goldfarbener Aluminium-Bronze. Des Weiteren gibt es glatte und geriffelte MĂŒnzrĂ€nder, die das Unterscheiden fĂŒr Blinde und Sehbehinderte erleichtern soll. Traditionell werden die gröĂten dĂ€nischen MĂŒnzen, die 10- und 20-Kronen-MĂŒnzen, mit dem PortrĂ€t des Staatsoberhauptes versehen. Um eine möglichst groĂe Ăhnlichkeit zu gewĂ€hrleisten, wurde das PortrĂ€t von Königin Margarethe bereits mehrfach neu gestaltet. Zuletzt geschah das im Jahr 2001. Im Jahr 2003 wurden die RĂŒckseiten der MĂŒnzen ĂŒberarbeitet und die vorher vorhandenen Ornamente entfernt.[11]
Das 50-Ăre-StĂŒck ist seit 2008 die kleinste dĂ€nische MĂŒnze. MĂŒnzen mit Nennwerten von 1 und 2 Ăre wurden zum 1. April 1973 ungĂŒltig, 5- und 10-Ăre-MĂŒnzen wurden mit der MĂŒnzreform zum 1. Juli 1989 abgeschafft.[12] Ausschlaggebend fĂŒr die Entscheidung war, dass die Kaufkraft der beiden MĂŒnzen vernachlĂ€ssigbar klein wurde und die Produktionskosten der MĂŒnzen deren Nennwert ĂŒberstiegen. Durchschnittlich kostete die Produktion einer 5-Ăre-MĂŒnze etwa 8 Ăre und die einer 10-Ăre-MĂŒnze betrug circa 20 Ăre. Weiterhin wurde die bis dato kleinste Kronenbanknote, der 20-Kronen-Schein, durch die 20-Kronen-MĂŒnze ersetzt, denn der 20-Kronen-Schein hatte einen vergleichsweise geringen Wert und der Umgang mit ihm erfolgte daher weniger sorgsam als bei gröĂeren Banknoten. Das hatte eine geringere Lebensdauer zur Folge, was sich wiederum in hohen Kosten fĂŒr die Nationalbank niederschlug.[4]
Mit Wirkung zum 1. Oktober 2008 wurde auch das 25-Ăre-StĂŒck abgeschafft, da auch hier die Kaufkraft zu gering und die Produktionskosten zu hoch waren. Bis 1. Oktober 2011 konnten 25-Ăre-MĂŒnzen in den Banken umgetauscht werden. Als Konsequenz der Abschaffung fanden neue Rundungsregeln Anwendung. Dabei werden BetrĂ€ge von 0,25 Kronen bis 0,74 Kronen auf 50 Ăre gerundet und die anderen BetrĂ€ge auf den nĂ€chstgröĂeren beziehungsweise kleineren vollen Kronenbetrag gerundet. Die neuen Rundungsregeln werden allerdings nur im Barzahlungsverkehr angewendet. Im bargeldlosen Zahlungsverkehr werden weiterhin exakte Summen ohne jegliche Rundungen verbucht.[11]
Die Ausgabe von GedenkmĂŒnzen fĂŒr besondere Ereignisse der königlichen Familie ist eine dĂ€nische Tradition. Solche Ereignisse sind beispielsweise Thronbesteigungen, JubilĂ€en, Hochzeiten und Geburtstage. So wurden MĂŒnzen zu Königin Margarethes 50., 60. und 70. Geburtstag, zur Hochzeit von Kronprinz Frederik und Mary Donaldson, zur Hochzeit von Prinz Joachim und Alexandra Manley, dem SilberjubilĂ€um von Königin Margarethe, der Silberhochzeit von Königin Margarethe und Prinz Henrik und dem 1000-Jahr-JubilĂ€um der ersten offiziellen dĂ€nischen MĂŒnze geprĂ€gt.[13]
AuĂerdem gibt die DĂ€nische Nationalbank auch thematische SondermĂŒnzen aus, die offizielle Zahlungsmittel sind und jederzeit bei der DĂ€nischen Nationalbank gegen den geprĂ€gten Nominalwert getauscht werden können. Alle SondermĂŒnzen werden in einer Auflage von 1,2 Millionen StĂŒck geprĂ€gt, so auch die MĂŒnzen mit den zehn Turmmotiven. Am 20. Juni 2007 wurde die letzte MĂŒnze dieser Serie ausgegeben, die das Rathaus von Kopenhagen als Motiv trĂ€gt. Die Serie zeigt TĂŒrme mit verschiedenen Funktionen in den unterschiedlichen Regionen DĂ€nemarks. Gezeigt werden die RathĂ€user von Aarhus und Kopenhagen, die alte Kopenhagener Börse, die Christiansborg und der GĂ€nseturm der Burg Vordingborg. Auch dem Wasserturm von Svaneke, der Dorfkirche von Landet, dem Leuchtturm von NĂłlsoy und dem Schloss Gravenstein wurde eine MĂŒnze gewidmet. Auf einer MĂŒnze wurde nicht ein Turm, sondern die âDrei BrĂŒderâ abgebildet. Das sind Steinpyramiden, die viele hundert Jahre den Navigatoren als Seezeichen fĂŒr eine sichere Schiffsroute an der WestkĂŒste Grönlands dienten.[13]
âDas hĂ€ssliche Entleinâ, âDie kleine Meerjungfrauâ, âDer Schattenâ, âDie Schneeköniginâ und âDie Nachtigallâ sind die Namen der MĂŒnzen, die 2005 in der MĂ€rchenmotivserie zu Ehren von Hans Christian Andersen erschienen sind.[13]
Zum internationalen Polarjahr 2007 gab die DĂ€nische Nationalbank MĂŒnzen mit Motiven der Polarregion aus. Motive waren dabei der PolarbĂ€r, die Polarlichter sowie der hellste Stern am Nachthimmel, der Sirius.[13]
Da DĂ€nemark eine Seefahrernation ist, wurde auch das Thema Schiffe von der Nationalbank ausgewĂ€hlt. Die MĂŒnzen stellen verschiedene Schiffstypen dar, darunter die VĂŠdderen, die Fregatte Jylland, die M/S Selandia, das Wikingerschiff Havhingsten, die königliche Yacht Dannebrog, das Feuerschiff Nr. XVII, das FĂ€röboot, das grönlĂ€ndische Robbenfellboot Umiak, die Containerschiffsklasse Emma-MĂŠrsk und das Binnendampfschiff S/S Hjejlen von 1861.[13][14]
In DĂ€nemark sind Banknoten in fĂŒnf verschiedenen Werten zu 50, 100, 200, 500 und 1000 Kronen im Umlauf. Die wenigen noch im Umlauf befindlichen alten Banknoten der Serie von 1945 sind weiterhin gĂŒltig, werden aber seit 1997 durch die neue Banknotenserie ersetzt.[15]
2008 gab die DĂ€nische Nationalbank bekannt, eine Serie mit neuen Sicherheitsmerkmalen auszugeben, da die WĂ€hrungsserie von 1997 nicht mehr die Anforderungen an die FĂ€lschungssicherheit erfĂŒllt, was im technologischen Fortschritt der FĂ€lscher begrĂŒndet ist. Das Entwerfen dieser Banknotenserie wurde bereits 2006 durch die DĂ€nische Nationalbank veranlasst. Am 11. August 2009 wurde als erste der neuen dĂ€nischen Serie die 50-Kronen-Banknote und am 4. Mai 2010 die neue 100-Kronen-Banknote ausgegeben. Es folgten am 19. Oktober 2010 die 200-Kronen-Note und am 15. Februar 2011 die 500-Kronen-Note. Mit der Ausgabe der 1000-Kronen-Note am 24. Mai 2011 wurden die Serie vervollstĂ€ndigt. Die Motive der neuen Banknoten wurden von der KĂŒnstlerin Karin Brigitte Lund entwickelt und beinhalten dĂ€nische BrĂŒcken und Landschaften sowie prĂ€historische Funde. Die KĂŒnstlerin hat die Motive auf zwei verschiedene Weisen interpretiert. Die BrĂŒcken sind einerseits die Verbindungen zwischen verschiedenen Teilen DĂ€nemarks und andererseits die Verbindung zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Dabei wird die Gegenwart durch die BrĂŒcken und die Vergangenheit durch fĂŒnf markante prĂ€historische Objekte dargestellt.[16] Als Motive wurden die BrĂŒcken Sallingsundbroen (50 DKR), Den Gamle LillebĂŠltsbro (100 DKR), Knippelsbro (200 DKR), Dronning Alexandrines Bro (500 DKR) und StorebĂŠltsbroen (1000 DKR) ausgewĂ€hlt.[17]
Im Interesse der Blinden und SehbeeintrĂ€chtigten sollen die 100- und 200-Kronen-Banknoten Erhöhungen haben, die das Unterscheiden erleichtern sollen. AuĂerdem werden die Banknoten weiterhin in ihrer GröĂe variieren.[16]
| Banknoten | BankmĂŒnzen | ||
|---|---|---|---|
| 1000 Kronen | 28,988 | 20 Kronen | 2,369 |
| 500 Kronen | 14,037 | 10 Kronen | 1,220 |
| 200 Kronen | 4,729 | 5 Kronen | 0,673 |
| 100 Kronen | 5,485 | 2 Kronen | 0,511 |
| 50 Kronen | 1,218 | 1 Krone | 0,508 |
| 50 Ăre | 0,167 | ||
| 25 Ăre | 0,162 | ||
| Summe | 54,456 | Summe | 5,610 |
| Angaben in Milliarden Kronen exklusive GedenkmĂŒnzen und FĂ€röische Kronen | |||
Zum Ende des Jahres 2009 waren insgesamt 60,1 Milliarden Kronen im Umlauf. Das waren 500 Millionen Kronen weniger als im Vorjahr. Die Summe im Umlauf befindlicher Banknoten fiel von 55,1 Milliarden Kronen im Jahr 2008 auf 54,5 Milliarden Kronen im Jahr 2009, und der MĂŒnzumlauf erhöhte sich im Jahr 2008 zum Jahr 2009 um 0,1 Milliarden Kronen auf 5,6 Milliarden Kronen.[18]
Im Gegensatz zu MĂŒnzen haben Banknoten eine beschrĂ€nkte Lebensdauer. Bevor sie abgenutzt und verschmutzt sind, mĂŒssen Banknoten ersetzt werden, um eine hohe QualitĂ€t im Umlauf zu gewĂ€hrleisten. Die Lebensdauer einer Banknote ist abhĂ€ngig von ihrem Nominalwert, da Banknoten mit hohen Nennwerten im Alltag weniger oft im Gebrauch sind. WĂ€hrend eine 50-Kronen-Banknote nach ungefĂ€hr 18 Monaten ausgetauscht werden muss, betrĂ€gt die Lebensdauer einer 1000-Kronen-Banknote etwa fĂŒnf Jahre.[18]
Die 500-Kronen-Note ist die meistgefĂ€lschte dĂ€nische Banknote.[19] Im Jahr 2009 wurden insgesamt 356 gefĂ€lschte Banknoten aus dem Geldkreislauf gezogen, was verglichen mit dem Jahr 2008 einen RĂŒckgang von 161 Banknoten bedeutet und im internationalen Vergleich einer sehr geringen FĂ€lschungsrate entspricht.[19] Beispielsweise wurden 2008 von der Englischen Nationalbank 686.000 gefĂ€lschte Banknoten aus dem Verkehr gezogen.[20]
GröĂere Mengen gefĂ€lschter MĂŒnzen tauchten nur selten im Zahlungsverkehr auf. Im Jahr 2002 wurde ein Fall bekannt, in dem 20-Kronen-MĂŒnzen mit einem Gesamtwert von etwa 100.000 Kronen beschlagnahmt wurden. Die gefĂ€lschten MĂŒnzen wurden nicht geprĂ€gt, sondern gegossen und waren daher von schlechter QualitĂ€t. Abgesehen von diesem Fall wurden seit 1996/97 keine gröĂeren Mengen gefĂ€lschter MĂŒnzen im Geldkreislauf gefunden.[19]
FĂ€lschen, versuchtes FĂ€lschen oder die Förderung und Beihilfe zur FĂ€lschung sind StraftatbestĂ€nde nach den §§ 166â170 des dĂ€nischen Strafgesetzbuches und werden mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwölf Jahren geahndet. Das gilt ebenso fĂŒr das FĂ€lschen auslĂ€ndischer Banknoten und MĂŒnzen. Durch die allgemeine VerfĂŒgbarkeit von Laserdruckern und hochauflösenden Scannern gelang es Kindern und Jugendlichen, Banknoten zu kopieren, von denen einige sogar in den Geldkreislauf gerieten. Da allerdings auch das FĂ€lschen âzum SpaĂâ eine Straftat darstellt, leitete die DĂ€nische Nationalbank im Jahr 1997 PrĂ€ventionsmaĂnahmen ein und versendete AufklĂ€rungsposter an Schulen sowie Kinder- und Jugendeinrichtungen. Man hoffte damit, die Zielgruppe vor Verwicklungen in Straftaten zu bewahren. Bisher wurde festgestellt, dass nur wenige Versuche unternommen wurden, die neuen Sicherheitsmerkmale zu kopieren.[19]
Am 4. Mai 2010 wurde die neue 100-Kronen-Banknote als die zweite der neuen fÀlschungssicheren Banknotenserie ausgegeben. Sie soll das FÀlschen und Kopieren originaler Banknoten erschweren, da insgesamt sechs Sicherheitsmerkmale in die Geldscheine integriert wurden:
Die am 1. August 1818 als private Gesellschaft gegrĂŒndete DĂ€nische Nationalbank mit Sitz in Kopenhagen wurde 1936 zu einer selbstverwalteten staatlichen Institution umstrukturiert.[2] Sie trĂ€gt die vollstĂ€ndige Verantwortung fĂŒr ihre Geldmarktpolitik und hĂ€lt die WĂ€hrungsreserven sowohl fĂŒr DĂ€nemark, als auch die FĂ€röer und Grönland bereit.[22]
Ziel der Zentralbank ist die GewĂ€hrleistung der StabilitĂ€t der DĂ€nischen Krone. Weiterhin unterstĂŒtzt und reguliert sie den Geldtransfer und die Kreditvergabe. DĂ€nemarks Nationalbank verfolgt primĂ€r drei GrundsĂ€tze:
Der Euro ist eine der wichtigsten auslĂ€ndischen WĂ€hrungen fĂŒr die DĂ€nen, denn viele von ihnen bevorzugen Urlaubsziele in Mitgliedsstaaten der EuropĂ€ischen Union. Auch DĂ€nemarks AuĂenhandelsbeziehungen mit Euro-MitgliedslĂ€ndern sind von zentraler wirtschaftlicher Bedeutung und machen die HĂ€lfte der Exportleistung des Landes aus. Ebenso besuchen zahlreiche auslĂ€ndische Touristen DĂ€nemark, und viele dĂ€nische GeschĂ€fte akzeptieren daher die Zahlung in Euro.[23]
Seit 1973 ist DĂ€nemark Mitglied in der EuropĂ€ischen Union. Im Rahmen eines Referendums von 1992 wurde der EU-Vertrag von Maastricht abgelehnt, in dem insbesondere die Bestimmungen zur EuropĂ€ischen Wirtschafts- und WĂ€hrungsunion geregelt werden. Ein Jahr spĂ€ter erfolgte die Zustimmung zum EU-Vertrag auf Grund mehrerer Opting-outs,[24] die es DĂ€nemark unter anderem ermöglichte, die Krone zu erhalten, wĂ€hrend andere Mitglieder der EuropĂ€ischen Union 1999 den Euro annahmen.[25] Im Jahr 2000 fand eine weitere Volksabstimmung ĂŒber die EinfĂŒhrung des Euro und die Abschaffung von Sonderregeln in der Zusammenarbeit mit der EuropĂ€ischen Union statt, in der die DĂ€nen mehrheitlich den Euro ablehnten.[26] Grund fĂŒr die Ablehnung der dĂ€nischen WĂ€hler war die Angst, die StabilitĂ€tskriterien der EuropĂ€ischen WĂ€hrungsunion nicht erfĂŒllen zu können. RĂŒckblickend betrachtet war DĂ€nemark jedoch oft wirtschaftlich besser aufgestellt als einige Staaten der Eurozone.[27] Vor dem Hintergrund der Finanzkrise 2008 wurde angekĂŒndigt, dass die DĂ€nen möglicherweise 2011 erneut ĂŒber den Beitritt des Landes zum Euroraum abstimmen können.[28]
Ziel der Geldmarktpolitik ist es, den Wert der Krone im Vergleich zum Euro stabil zu halten. Auf Grund des EuropÀischen WÀhrungssystems besteht seit 1999 eine enge Verbindung zwischen DÀnemark und dem Euroraum, obwohl sich das dÀnische Volk gegen den Euro ausgesprochen hat. Die DÀnische Krone unterliegt dem Wechselkursmechanismus II.[29]
Der Wechselkursmechanismus II ist eines der EU-Konvergenzkriterien zur EuroeinfĂŒhrung und legt eine maximale Schwankungsbreite des Wechselkurses der DĂ€nischen Krone zum Euro fest. Die Schwankung darf höchstens ± 2,25 % um den festgelegten Leitkurs von 1 Euro = 7,46038 DKK betragen.[30] Damit ist die DĂ€nische Krone stark an den Euro gebunden, was einen schwankenden Wechselkurs gegenĂŒber WĂ€hrungen, die nicht an den Euro gebunden sind, zur Folge hat. Dazu gehört zum Beispiel der US-Dollar.[29][31]
Eine starke Beeinflussung der Marktzinsen erfolgt durch die Ănderungen des Leitzinses durch die Zentralbank. Das heiĂt, dass die DĂ€nische Nationalbank ihren Leitzins anpasst, wenn die EuropĂ€ische Zentralbank den Refinanzierungszins Ă€ndert. In der Folge entsteht oft ein Kreislauf, weil auch die GeschĂ€ftsbanken die ZinssĂ€tze fĂŒr Konsumentenkredite, Hypotheken und die Guthabenzinsen fĂŒr Sparkonten anpassen.[32] Sollte es trotzdem Anzeichen fĂŒr eine Ăberschreitung der Bandbreite geben, muss die DĂ€nische Nationalbank reagieren.[33] Erfolgt keine VerĂ€nderung, schaltet sich zusĂ€tzlich die EuropĂ€ische Zentralbank ein.[31][34]
Ein Vorteil der Bindung an den Euro ist, dass die Krone einen gewissen Schutz vor spekulativen WĂ€hrungsgeschĂ€ften erhĂ€lt. Auch sind die Kurssicherungskosten bei GeschĂ€ften mit dem Euroraum niedrig, oder sie entfallen ganz. Bisher bedurfte es, mit Ausnahme der Zeit der Abstimmung ĂŒber die EinfĂŒhrung des Euro im September 2000, kaum MaĂnahmen zur Kursstabilisierung. Um den Abstand zwischen dem dĂ€nischen- und dem EZB-Leitzins anzupassen, wurden Phasen der KronenstĂ€rke genutzt. Anfang 2002 konnte durch starke FremdwĂ€hrungszuflĂŒsse eine Verringerung des Abstandes zwischen dem dĂ€nischen- und dem EZB-Leitzins herbeigefĂŒhrt werden.[24][31]
Zuletzt wurde im Januar 2010 der dÀnische Leitzins in zwei Schritten an den der EuropÀischen Zentralbank angenÀhert, der seit dem 7. Mai 2009 bei 1,00 % liegt. Durch den Kauf von FremdwÀhrungen auf dem Devisenmarkt konnte der dÀnische Leitzins zuerst um 5 Basispunkte auf 1,15 %[35] und am 14. Januar 2010 um weitere 10 Basispunkte auf 1,05 % gesenkt werden.[32]
Die FĂ€ringer haben eigene Banknoten, nutzen allerdings die MĂŒnzen der DĂ€nischen Krone. FĂ€röische Geldscheine gelten in DĂ€nemark als auslĂ€ndische WĂ€hrung, wie auch dĂ€nische Kronenscheine kein Zahlungsmittel auf den FĂ€röern sind.[36] DĂ€nische und fĂ€röische Banknoten können in allen Banken gebĂŒhrenfrei im VerhĂ€ltnis eins zu eins gewechselt werden.[37] Die FĂ€röische Krone ist keine eigenstĂ€ndige WĂ€hrung, sondern eine gesonderte Auflage der dĂ€nischen Banknote mit einem individuellen Design. Sie entspricht dem Format und Wert der dĂ€nischen Banknoten. Auf der Vorderseite sind auf den FĂ€röern beheimatete Lebewesen und auf der RĂŒckseite fĂ€röische Landschaften abgebildet.[38] Die DĂ€nische Nationalbank hat auch die Hoheit ĂŒber den Druck und die Ausgabe der FĂ€röischen Krone. Nach Zahlung eines Betrages in DĂ€nischen Kronen auf ein Konto der Nationalbank erhĂ€lt die FĂ€röische Landesregierung FĂ€röische Banknoten entsprechend dem eingezahlten Wert.[4] Am Ende des Jahres 2009 waren FĂ€röische Banknoten im Wert von 362 Millionen Kronen im Umlauf.[39]
WĂ€hrend der britischen Besetzung der FĂ€röer-Inseln im Zweiten Weltkrieg trat ein Engpass in der MĂŒnzversorgung auf, der die Briten zwang, 1-Ăre-, 2-Ăre-, 5-Ăre-, 10-Ăre- und 25-Ăre-MĂŒnzen zu prĂ€gen. Dabei bestanden die drei kleinsten Einheiten aus Bronze und die gröĂeren beiden aus Kupfernickel. Die PrĂ€gungen des Jahres 1942 sind identisch mit den VorkriegsmĂŒnzen. Es fehlt lediglich das kleine Loch als Erkennungsmerkmal fĂŒr MĂŒnzen der königlichen dĂ€nischen MĂŒnzstĂ€tte in Kopenhagen. Die MĂŒnzen wurden jedoch in DĂ€nemark nicht mehr ausgegeben, als das Land beschloss, seine MĂŒnzen aus Zink zu prĂ€gen.[4]
Die modernen fĂ€röischen Banknoten wurden in den 1950er-Jahren eingefĂŒhrt, und noch im Geldkreislauf befindliche alte Banknoten wurden aus dem Verkehr gezogen und entwertet. Die aktuelle fĂ€röische Banknotenserie beinhaltet Motive der landestypischen Flora und Fauna und wurde ĂŒber eine Periode von vier Jahren zwischen 2001 und 2005 ausgegeben. Die Vorderseite der Noten zeigt Fragmente fĂ€röischer Tiere und vermittelt das Leben und die Artenvielfalt auf den FĂ€röern. Eine besondere Leichtigkeit wird den Banknoten durch die Aquarelle des fĂ€röischen KĂŒnstlers Zacharias Heinesen verliehen. Auf Grund der verschiedenen Farben und Motive kann man die Banknoten leicht voneinander unterscheiden. Die Banknoten haben alle die gleiche Höhe, und ihre LĂ€nge vergröĂert sich mit jeder Nennwerterhöhung um einen Zentimeter. Zum Schutz vor FĂ€lschungen wurden diverse Sicherheitsmerkmale in die Banknoten integriert.[40]
Seit 1967 gilt die DĂ€nische Krone auch in Grönland als die offizielle WĂ€hrung.[6] Am 7. April 2006 wurde vom dĂ€nischen Staatsministerium bekanntgegeben, dass ein Projekt zur EinfĂŒhrung einer eigenen grönlĂ€ndischen Banknotenserie ins Leben gerufen wurde. Die Banknoten sollten wie die Banknoten der FĂ€röer das Format der dĂ€nischen Banknoten haben und in den Werten 50, 100, 200, 500 und 1000 Kronen in den Umlauf kommen. Auf den Banknoten sollten rein grönlĂ€ndische Motive sowie Text in grönlĂ€ndischer Sprache zu finden sein. Der KĂŒnstler Miki Jacobsen wurde beauftragt, die Banknotenserie zu entwerfen. Ein Entwurf dieses Projekts wurde am 18. August 2006 zur amtlichen Beratung eingereicht. Am 1. Juni 2007 startete das Projekt offiziell, und die Ausgabe der Banknoten sollte im Jahr 2008 beginnen. Sie waren allerdings auch 2009 noch nicht verfĂŒgbar, weshalb die geplante Ausgabe der Banknoten auf das Jahr 2011 verschoben wurde. Im Januar 2010 informierte die dĂ€nische Regierung die DĂ€nische Nationalbank, dass es der Wunsch des neuen Parlaments von Grönland sei, die Ausgabe eigener grönlĂ€ndischer Banknoten neu zu ĂŒberdenken. Als Konsequenz hat DĂ€nemarks Nationalbank das Projekt vorerst eingestellt. Aus diesem Grund sind dĂ€nische Banknoten weiterhin die rechtlichen Zahlungsmittel.[41]
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Dieser Artikel wurde am 10. Juni 2010 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |
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