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D─Öbno

D─Öbno
Wappen von D─Öbno
D─Öbno (Polen)
Dębno
D─Öbno
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Westpommern
Landkreis: My┼Ťlib├│rz
Fl├Ąche: format|19.50|format=dewiki}} km┬▓
Geographische Lage: 14,7|primary dim=10000 globe= name= region=PL-ZP type=city
  }}
Einwohner: format|13909|format=dewiki}} (31. Dez. 2009[1])
Postleitzahl: 74-400
Telefonvorwahl: (+48) 95
Kfz-Kennzeichen: ZMY
Wirtschaft und Verkehr
Stra├če: DK23 My┼Ťlib├│rz Ôćö Sarbinowo
DW 126 Osin├│w Dolny Ôćö D─Öbno
DW 127 Porzecze Ôćö D─Öbno
Schienenweg: nur G├╝terverkehr: Barn├│wkoÔÇôKostrzyn nad Odr─ů
N├Ąchster int. Flughafen: Stettin-Goleni├│w
Gemeinde
Gemeindeart: Stadt- und Landgemeinde
Gemeindegliederung: 18 Schulzen├Ąmter
Fl├Ąche: format|318.78|format=dewiki}} km┬▓
Einwohner: format|20711|format=dewiki}} (31. Dez. 2009[1])
Bev├Âlkerungsdichte: format|65|format=dewiki}} Einw./km┬▓
Verwaltung (Stand: 2012)
B├╝rgermeister: Piotr Downar
Adresse: ul. Pilsudskiego 5
74-400 D─Öbno
Webpr├Ąsenz: www.debno.pl

D─Öbno (deutsch Neudamm) ist eine Stadt in Polen. Sie liegt 17 Kilometer nord├Âstlich von Kostrzyn nad Odr─ů (K├╝strin) an der Kosa und geh├Ârt dem Powiat My┼Ťliborski an.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

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Erstmals erw├Ąhnt wurde das Dorf Damm in der Neumark, als es w├Ąhrend der gemeinsamen Regentschaft der Markgrafen Johann I. und Otto III. im Jahre 1261 an den Templerorden ├╝bergeben wurde. 1540 erwarb Markgraf Hans von C├╝strin den Ort im Tausch gegen andere L├Ąndereien von den Johannitern, die das Dorf seit 1337 besa├čen, zur├╝ck und machte ihn seiner Frau Katharina zum Geschenk.

Katharina von Braunschweig gestattete auf dem zum Gutshof geh├Ârigen Land holl├Ąndischen Tuchmachern, die wegen ihres protestantischen Glaubens die Heimat verlassen mussten, die Ansiedlung und lie├č eine Kirche und Schule errichten. 1562 erhielt die Exulantensiedlung Neudamm Stadtrechte verliehen, w├Ąhrend Damm ein eigenst├Ąndiges Dorf blieb. Christoph Runge gr├╝ndete eine Papierm├╝hle, zu deren Kunden Leonhard Thurneysser z├Ąhlte, und betrieb ab 1568 eine Buchdruckerei.

Neudamm besa├č drei Stadttore, jedoch keine Stadtmauer. Zum Schutz der Stadt dienten ein Wall und mehrere Gr├Ąben. W├Ąhrend des Drei├čigj├Ąhrigen Krieges wurde Neudamm stark zerst├Ârt. Seit 1731 war Neudamm Immediatstadt. Im Laufe des 18. Jahrhunderts nahm die Textilherstellung einen weiteren Aufschwung, neben der Tuchmacherei spielte auch die Wollweberei eine immer gr├Â├čere Rolle. 1794 waren in diesen Gewerbe 146 Meister in der Stadt ans├Ąssig.

Die Stadt geh├Ârte bis zu dessen Aufl├Âsung 1836 zum Landkreis C├╝strin, danach bis 1945 zum Landkreis K├Ânigsberg Nm. Die Kirche aus dem 16. Jahrhundert wurde 1845 abgerissen. 1852 wurde die Verkehrsanbindung durch den Bau einer Chaussee verbessert, 1882 erfolgte die Inbetriebnahme der Eisenbahn von K├╝strin ├╝ber Neudamm, Soldin nach Glasow bei Pyritz, die heute f├╝r den Personenverkehr geschlossen ist und lediglich zwischen Barn├│wko (Berneuchen) und Kostrzyn nad Odr─ů (K├╝strin) f├╝r G├╝terverkehr betrieben wird.

1880 entstand in der Stadt die erste Hutfabrik. Die Filzh├╝te aus Neudamm hatten einen guten Ruf und wurden auch au├čerhalb Deutschlands gern gekauft. 1927 arbeiteten f├╝nf Hutfabriken und neun Tuchfabriken. Ein bekanntes Unternehmen war auch der 1872 von Julius Neumann gegr├╝ndete Neumann Verlag.

W├Ąhrend des Zweiten Weltkrieges wurde in der Stadt ein Au├čenlager des KZ Sachsenhausen eingerichtet.

Anfang Februar 1945 besetzte die Rote Armee Neudamm. Auf sowjetische Anordnung mussten am 13. Februar die Einwohner die Stadt verlassen, die einen Geb├Ąudeverlust von etwa 35 % erlitten hatte. Nach einem Aufenthalt bei Soldin durften die Bewohner Anfang Mai wieder nach Neudamm zur├╝ckkehren, wo wichtige Betriebe demontiert waren und bereits unter polnischer Verwaltung die Ansiedlung von Polen begonnen hatte.

Am 23. Juni 1945 wurden alle deutschen Einwohner aus der in D─Öbno umbenannten Stadt vertrieben. Die Ansiedler waren gr├Â├čtenteils Angeh├Ârige der 1. Polnischen Armee. Zu mehr als der H├Ąlfte stammten sie aus den der Sowjetunion angeschlossenen Gebieten Vorkriegspolens und zu gut einem Viertel aus Zentralpolen, weniger als ein Zehntel waren R├╝ckwanderer aus Deutschland und Frankreich. Nur ein Drittel der Neub├╝rger hatte zuvor in einer Stadt gelebt.[2] Noch im Jahre 1945 funktionierte die st├Ądtische Infrastruktur und erste Betriebe konnten produzieren. Im November 1945 wurde der ehemalige preu├čische Landtagsabgeordnete Jan Baczewski B├╝rgermeister von D─Öbno.

Zwischen 1950 und 1975 war sie Kreisstadt in der ehemaligen Woiwodschaft Stettin, der Sitz des Powiats war jedoch in Chojna (K├Ânigsberg (Neumark)). Von 1975 bis 1998 geh├Ârte die Stadt zur Woiwodschaft Gorz├│w.

1996 wurden in den W├Ąldern nord├Âstlich von D─Öbno bei Barn├│wko und R├│┼╝a┼äsko eine gr├Â├čere Erd├Âl- und Erdgaslagerst├Ątte aufgefunden und die Stadt erhielt im Volksmund die Bezeichnung ÔÇ×Polnisches KuweitÔÇť.

Gemeinde

Einwohnerentwicklung seit 1790
Das Gebiet der Stadt- und Landgemeinde hat eine Fl├Ąche von 318,78 km┬▓, auf denen etwa 21.000 Einwohner leben. Sie umfasst die 18 Schulzen├Ąmter Barn├│wko (Berneuchen), Bogus┼éaw (Batzlow), Cychry (Zicher), Dargomy┼Ťl (Darrmietzel), Dolsk (D├Âlzig), Dyszno (Ringenwalde), Grzymiradz (Gr├╝nrade), Kr─Ö┼╝elin (Krummkavel), Krze┼Ťnica (Wilkersdorf), M┼éyniska (M├╝hlenf├╝nftel), Mostno-Wi─Öc┼éaw (Kerstenbr├╝gge-Sp├Ąning), Oborzany (Nabern), Ostrowiec (Wusterwitz), R├│┼╝a┼äsko (Rosenthal), Sarbinowo (Zorndorf), Smolnica (B├Ąrfelde), Suchlica (Neu Zicher) und Warnice (Warnitz).

In Berneuchen (Barn├│wko) entstand in der ersten H├Ąlfte des 20. Jahrhunderts die Berneuchener Bewegung, eine kirchliche Reformbewegung.

Bei Barn├│wko und R├│┼╝a┼äsko wurde 1996 ein Vorkommen von 64 Millionen Tonnen Erd├Âl und 29 Milliarden m┬│ Erdgas entdeckt. Wegen seines hohen Sulfatgehalts ist das Erdgas nur zur industriellen Verarbeitung nutzbar, seit 2004 wird es zum Betrieb einer Gasturbine im Heizkraftwerk Gorz├│w Wielkopolski genutzt.

St├Ądtepartnerschaften

S├Âhne und T├Âchter der Stadt

Verweise

Siehe auch

Literatur

  • Gustav Ehrich: Chronik der Stadt Neudamm nebst Mitteilungen aus alten Sch├Âppen-und Grundb├╝chern der Dorfschaften Wittstock, Nabern, Darrmietzel, Zicher, Damm und Batzlow. Neumann, Neudamm 1896. (Digitalisat)
  • Neudamm, N.-M. in: M├Âckel's Adre├č- und Auskunftsb├╝cher. Emil Reis, Leipzig 1894ÔÇô1898. (mit Karte.)
  • Magistrat der Stadt Neudamm: Neudamm, die Industrie- und Handelsstadt in der nordwestlichen Neumark. Neumann, Neudamm 1927.

Weblinks

Fu├čnoten

  1. ÔćĹ a b G┼é├│wny Urz─ůd Statystyczny, ÔÇ×LUDNO┼Ü─ć ÔÇô STAN I STRUKTURA W PRZEKROJU TERYTORIALNYMÔÇť, Stand vom 31. Dez. 2009 (WebCite)
  2. ÔćĹ Zur Herkunft der Siedler siehe Tadeusz Bia┼éecki (red.): Z Dziej├│w Ziemi Choje┼äskiej, Instytut Zachodniopomorski, Szczecin 1969, S. 226
  3. ÔćĹ http://www.debno.pl
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