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| DTA of Namibia (DTA) | |
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| Parteivorsitzender | Katuutire Kaura |
| Generalsekretär | McHenry Venaani |
| Stellvertretender Vorsitzender | Willem de Klerk |
| Ehrenvorsitzender | Clemens Kapuuo |
| Gründung | November 1977 |
| Gründungsort | Windhoek |
| Hauptsitz | Windhoek |
| Farbe(n) | blau-rot |
| Website | www.dtaofnamibia.org.na |
Die DTA of Namibia (kurz DTA; bis 1994 Demokratische Turnhallenallianz, englisch Democratic Turnhalle Alliance) ist eine politische Partei in der Republik Namibia. Sie war über einen längeren Zeitraum eine der größten Oppositionsparteien Namibias. Heute ist sie immer noch drittstärkste Kraft im Parlament, jedoch mit deutlich weniger Sitzen als in den vorigen Volksvertretungen.
Inhaltsverzeichnis |
Sie geht auf die Zeit vor der Unabhängigkeit Namibias von der Südafrikanischen Union (heute Republik Südafrika) zurück. Anders als die Regierungspartei SWAPO, vertrat sie einen gemäßigten Kurs gegenüber der kolonialen Apartheidregierung Südafrikas. Die DTA gründete sich in Folge der gescheiterten Turnhallenkonferenz im November 1977 als eine Allianz aus elf unterschiedlichen Parteien [1], wobei zumeist kleinere Parteien mit vorwiegend ethnischer Ausrichtung Bestandteil der Allianz waren. Ihr Name leitet sich von der Turnhalle in Windhoek ab, in der vor der Unabhängigkeit von Südafrika eine Verfassung ausgehandelt wurde. Wegen der Apartheidelemente und der Nichtbeteiligung der SWAPO wurde diese Verfassung nicht von den UN anerkannt. Die Turnhalle ist heute Sitz des höchsten Gerichtshofes der Südafrikanischen Entwicklungsgemeinschaft (SADC).
Ursprünglich gehörten sowohl die NUDO als auch die RP als Mitglieder der DTA an. In dieser Allianz waren sowohl europäischstämmige als auch schwarzafrikanischstämmige und farbige Namibier vertreten.
1991 trat die DTA erstmals als eigenständige Partei an kooperierte aber weiterhin mit der RP und NUDO. 2003 lösten sich dann sowohl die RP als auch NUDO aus dem Bündnis mit der DTA.
Parteipräsident ist Katuutire Kaura, sein Stellvertreter Phillimon Moongo. Gründungsvater ist Clemens Kapuuo. Johan C. de Waal war Grundüngsmitglied der DTA und zehn Jahre lang bis zum 28. März 2010 Parteivorsitzender. Er schied auf eigenen Wunsch aus dem Amt und der Partei aus.[2]
Wahlspruch ist Let us stop the rot (Lasst uns die Verrottung stoppen).
Auf Grund der eher konservativ geprägten Zusammensetzung der DTA bestimmen insbesondere mehr Dezentralisierung, mehr Markt und Vertrauen in die Privatwirtschaft sowie eine Verkleinerung der Regierung gehören zu ihren stärksten Forderungen. [3] Neben der Halbierung des Kabinetts fordert die DTA eine Senkung der Verteidigungsausgaben und eine Verwendung der frei werdenden Mittel für die Erhöhung staatlicher Grundrenten. Zudem betont die DTA das Vorhandensein von Frieden und Sicherheit für ein kontinuierliches Wachstum sowie die Beseitigung von Armut und Verbrechen als Folge von Arbeitslosigkeit, welche sich wiederum negativ auf die Sicherheit auswirkt. [1]
Die DTA setzt sich aus vier wesentlichen Beschluss- und Ausführungsorganen zusammen. Dem alle drei Jahre stattfindenden Parteikongress, dem Zentralkomitee (ZK), welches zwischen den Parteikongressen höchstes Beschlussorgan ist sowie dem Exekutivausschuss. Dieser Ausschuss übernimmt die Aufgabe eines Lenkungsausschuss des Zentralkomitees. In dringenden Angelegenheiten wird dem Exekutivausschuss der so genannte Managementausschuss, welcher sich aus der engeren Parteiführung zusammensetzt, zur Seite gestellt. Eine Besonderheit in der Organisationsstruktur der DTA stellt der Häuptlingsrat dar. Dieser Entsendet Delegierte zum Kongress und ist darüber hinaus im Zentralkomitee vertreten. Entsprechend der Struktur der Partei entsendet jeder der angeschlossenen Parteien vier Vertreter in das ZK. Die Vorsitzenden der Parteien sind im Exekutivausschuss vertreten.
Als ehemaliges Bündnis zwischen politisch gemäßigten Weißen und traditionellen Gruppierungen sollte die DTA nach südafrikanischen Vorstellungen vor allem als Gegengewicht zur SWAPO fungieren.[3] Dementsprechend trägt sie auch noch heute den Charakter einer Anti-Ovambo-Koalition, wobei dieser stark abnimmt. Zulauf findet die Parteien unter allen Minderheiten, mit Ausnahme der Damara, welche mit der UDF über ihre eigene ethnisch politische Vertretung verfügen.
Geografisch beschränkt sich ihre Wählerschaft stark auf die östlichen und zentralen Landesregionen sowie den dünn besiedelten Süden. Daneben wählen auch Unterstützer aus traditionellen weißen Geschäftswelt die DTA.
Da frühere DTA-Parteien verstärkt als eigene Fraktionen auftreten, verliert die DTA stark an Stimmen. Die Parlamentswahlen für die Nationalversammlung verdeutlichen dies:
| Parlamentswahl | Stimmenanteile | Sitze |
|---|---|---|
| 2009 | 3,13 % | 2 |
| 2004 | 5,10 % | 4 |
| 1999 | 9,40 % | 7 |
| 1994 | 20,45 % | 15 |
| 1989 | 28,59 % | 21 |
| Präsidentschaftswahl | Kandidat | Stimmen | Stimmenanteil |
|---|---|---|---|
| 2009 | Katuutire Kaura | 24.186 | 2,98 % |
| 2004 | Katuutire Kaura | 41.905 | 5,12 % |
| 1999 | Katuutire Kaura | 52.752 | 9,79 % |
| 1994 | Mishake Muyongo | 114.843 | 23,66 % |