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Das Dahrendorfhäuschen ist ein 1965 von Ralf Dahrendorf in seinem Buch „Gesellschaft und Demokratie in Deutschland“ entwickeltes Schichtungsmodell. Das Modell orientiert sich stark an dem von Theodor Geiger („Die soziale Schichtung des deutschen Volkes“) von 1932, wobei seine Gliederung auf Sozialmentalitäten und der Funktion im Wirtschaftssystem basiert und keine vertikale Anordnung im herkömmlichen Sinn erfolgt. Die abgrenzenden „Wände“ sind durchlässig und veränderbar.
Bei diesem Modell teilt Dahrendorf die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland in sieben Schichten ein, an deren Spitze die Elite (1 Prozent) steht. Darunter wohnen nebeneinander die beiden bürokratischen Helfer der Eliten, die Dienstklasse (12 Prozent) und der Mittelstand (20 Prozent). Darunter befinden sich der hauptsächlich im Dienstleistungssektor tätige „Falsche Mittelstand“ (12 Prozent), die vor allem aus Vorarbeitern und Meistern bestehende Arbeiterelite (5 Prozent), die Arbeiterschicht (45 Prozent) und die Unterschicht (5 Prozent).