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Daniel Ken Inouye (* 7. September 1924 in Honolulu, Hawaii-Territorium) ist ein US-amerikanischer Politiker und seit 1963 US-Senator für den Bundesstaat Hawaii. Er gehört der Demokratischen Partei an und ist seit 2009 als Vorsitzender des Investitionsausschusses einer der einflussreichsten Politiker im Senat.
Inouye wurde mit der Medal of Honor ausgezeichnet. Nach dem Tod von Robert Byrd aus West Virginia am 28. Juni 2010 ist er das dienstälteste Mitglied des Senats, womit er auch Byrds Nachfolge als Präsident pro tempore des Senats antrat. Er war außerdem der erste japanischstämmige Amerikaner in beiden Kammern des Kongresses, dem er seit 1959 angehört, als Hawaii zum Staat wurde.
Inhaltsverzeichnis |
Inouye wurde in Honolulu als Sohn japanischer Einwanderer der ersten Generation, Kame Imanaga und Hyōtarō Inouye, geboren.[1] Er wuchs im Bingham Tract auf, einer chinesisch-amerikanischen Enklave im von japanischen Einwanderern dominierten Stadtteil Moiliili. Beim Angriff auf Pearl Harbor war er ein freiwilliger Sanitäter.[2] Als die US Army 1943 das Dienstverbot für japanischstämmige Amerikaner aufhob, unterbrach Inouye seine medizinische Ausbildung und meldete sich bei der Army.[2] Er wurde dem 442nd Infantry Regiment zugeteilt, das aus asiatischen Amerikanern – überwiegend japanischen Nisei – bestand. Sie wurde im Laufe des Zweiten Weltkrieges die am höchsten ausgezeichnete Einheit der Army. Inouye erhielt für seinen Einsatz in Europa den Bronze Star und das Distinguished Service Cross, das später zur Medal of Honor aufgewertet wurde.
Während Inouye sich im Percy Jones Army Hospital von seinen Kriegsverletzungen erholte, traf er Bob Dole, der ebenfalls dort Patient war. Dole erwähnte ihm gegenüber, dass er plane, nach dem Krieg Mitglied des US-Kongresses zu werden. Inouye schaffte dies einige Jahre vor Dole. Obwohl die beiden verschiedenen Parteien angehörten, unterhielten sie eine lebenslange Freundschaft. Zu Ehren der Senatoren Dole, Inouye und Philip Hart, der ebenfalls dort behandelt worden war, wurde das Percy Jones Army Hospital 2003 in Hart-Dole-Inouye Federal Center umbenannt.
Obwohl Inouye im Krieg seinen rechten Arm verloren hatte, blieb er bis 1947 beim Militär; er wurde im Rang eines Captain entlassen. Wegen des amputierten Arms gab er seinen ursprünglichen Plan auf, Chirurg zu werden[2], und kehrte auf Grundlage der GI Bill aufs College zurück. 1950 schloss er sein Studium an der University of Hawaii in Manoa mit einem B.A. in Politikwissenschaften ab. Anschließend erwarb er einen J.D. an der George Washington University Law School, wo er in die Juristenverbindung Phi Delta Phi aufgenommen wurde.
Bald nach seinem Abschluss 1953 war Inouye zunächst Stellvertretender Bezirksstaatsanwalt der Stadt und des Kreises Honolulu. Von 1954 bis 1958 war er Mitglied des Abgeordnetenhauses des Territoriums Hawaii. Als Hawaii 1959 zum Staat erhoben wurde, wurde Inouye am 21. August Hawaiis erster vollberechtigter Abgeordneter im Repräsentantenhaus der Vereinigten Staaten. 1960 wurde er wiedergewählt.
Bei den Senatswahlen 1962 wurde Inouye als Nachfolger des demokratischen Senators Oren E. Long gewählt und seither achtmal, zuletzt 2010, bestätigt. Mit Ausnahme der Wahl von 1992, als die grüne Kandidatin Linda Martin rund 13 Prozent der Stimmen erhielt, wurde er immer mit über 70 Prozent der Stimmen wiedergewählt. Bei den Kongresswahlen 2016 will Inouye für eine weitere Amtszeit kandidieren.
Auf der Democratic National Convention in Chicago hielt Inouye 1968, in dem Jahr, in dem Martin Luther King und Robert F. Kennedy erschossen wurden, die keynote speech.[2] Fünf Jahre später erhielt er als Mitglied des Senate Watergate Committee erneut landesweite Aufmerksamkeit. Von 1975 bis 1979 war Inouye Vorsitzender des Select Committee on Intelligence, von 1987 bis 1995 und erneut von 2001 bis 2003 dann Vorsitzender des Committee on Indian Affairs. In den 1980er Jahren nahm er an den Untersuchungen zur Iran-Contra-Affäre teil.
Nach fast 57 Jahren Ehe verstarb Inouyes Frau Maggie am 13. März 2006. Im Mai 2008 heiratete er Irene Hirano, die Direktorin des Japanese American National Museum in Los Angeles.
Am 23. Mai 2005 war Inouye Teil der Gang of 14, einer Gruppe gemäßigter Senatoren, die sich im Streit zwischen Republikanern und Demokraten um den Filibuster auf einen Kompromiss einigten: Im Gegenzug für den Verzicht der Republikaner auf die „nukleare Option“, nach der ein Filibuster durch Mehrheitsbeschluss hätte beendet werden können, sollten die Demokraten die drei konservativsten Vorschläge von Präsident George W. Bush für das Appellationsgericht (Janice Rogers Brown, Priscilla Owen und William Pryor) bei der Abstimmung im Senat akzeptieren.
Die drei Richter wurden als Ergebnis der Vereinbarung bestätigt (Owen 53-43, Brown 56-43, Pryor 53-43). Da die Demokraten seit der Wahl von 2006 im Senat die Mehrheit stellen, ist der Einfluss der Gang of 14 nicht mehr zur Verhinderung der „Nuklearen Option“ nötig.
Langdon | Lee | Langdon | Izard | H. Tazewell | Livermore | Bingham | Bradford | Read | Sedgwick | Laurance | Ross | Livermore | Tracy | Howard | Hillhouse | Baldwin | Bradley | Brown | Franklin | Anderson | Smith | Bradley | Milledge | Gregg | Gaillard | Pope | Crawford | Varnum | Gaillard | Barbour | Gaillard | Macon | Smith | L. Tazewell | White | Poindexter | Tyler | W. R. King | Southard | Mangum | Sevier | Atchison | W. R. King | Atchison | Cass | Bright | Stuart | Bright | Mason | Rusk | Fitzpatrick | Bright | Fitzpatrick | Foot | Clark | Foster | Wade | Anthony | Carpenter | Anthony | Ferry | Thurman | Bayard | Davis | Edmunds | Sherman | Ingalls | Manderson | Harris | Ransom | Harris | Frye | Bacon | Curtis | Bacon | Gallinger | Bacon | Brandegee | Bacon | Gallinger | Bacon | Lodge | Bacon | Gallinger | Bacon | Gallinger | Bacon | Gallinger | Bacon | Gallinger | Bacon | Gallinger | Clarke | Saulsbury | Cummins | Moses | Pittman | W. H. King | Harrison | Glass | McKellar | Vandenberg | McKellar | Bridges | George | Hayden | Russell | Ellender | Eastland | Magnuson | Young | Magnuson | Thurmond | Stennis | Byrd | Thurmond | Byrd | Thurmond | Byrd | Stevens | Byrd | Inouye
Ständige Ausschüsse: Debbie Stabenow | Daniel Inouye | Carl Levin | Tim Johnson | Kent Conrad | Jay Rockefeller | Jeff Bingaman | Barbara Boxer | Max Baucus | John Kerry | Tom Harkin | Joe Lieberman | Patrick Leahy | Charles Schumer | Mary Landrieu | Patty Murray
Nichtständige Ausschüsse: Daniel Akaka | Barbara Boxer | Dianne Feinstein | Herb Kohl
Gemeinsame Ausschüsse: Bob Casey | Charles Schumer | Gregg Harper | David Lee Camp
Delegierte aus dem Hawaii-Territorium (1899–1959)
Wilcox |
Kalaniana’ole |
Baldwin |
Jarrett |
Houston |
McCandless |
King |
J. Farrington |
E. Farrington |
Burns
Abgeordnete aus dem Bundesstaat Hawaii (seit 1959)
1. Bezirk: Inouye |
Gill |
Mink |
Heftel |
Abercrombie |
Saiki |
Abercrombie |
Djou |
Hanabusa • 2. Bezirk: Matsunaga |
Akaka |
Mink |
Case |
Hirono
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Inouye, Daniel |
| ALTERNATIVNAMEN | Inouye, Daniel Ken (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | US-amerikanischer Politiker |
| GEBURTSDATUM | 7. September 1924 |
| GEBURTSORT | Honolulu, Hawaii |