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Datum – Seiten der Zeit ist ein österreichisches Magazin, das seit 2004 herausgegeben wird; seit Oktober 2009 wird Datum von der Datum Verlag GmbH herausgegeben. Das Heft erscheint zehn Mal jährlich, wobei für die Monate Juli/August und Dezember/Jänner eine Doppelausgabe herausgegeben wird. Aufgelegt werden 10.000 Stück.
Das Magazin erscheint im klassischen Zeitschriftenformat (21 mal 28 Zentimeter) in einem Umfang von 96 bis 116 Seiten und wird auf nicht-glänzendem Normalpapier gedruckt. Vertrieben wird das Magazin vom Distributionsunternehmen Morawa.
Datum wurde von Klaus Stimeder und Johannes Weyringer mit der Ambition gegründet, eine Alternative zu den bislang am Markt erhältlichen Blättern zu bieten. Mit seriösen Hintergrundinformationen, viel Platz für Text und „volksbildnerischem“ Anspruch will sich Datum von Zeitschriften wie News abheben. Seit Sommer 2010 ist Johannes Weyringer alleiniger Herausgeber des Magazins, Klaus Stimeder bleibt dem Blatt als Autor erhalten, Chefredakteur ist Stefan Kaltenbrunner.
Seit Juli 2010 ist DATUM für iPads erhältlich. Jede Ausgabe wird rund 10.000 Mal geladen (Stand Oktober 2011).
In beratender Funktion sind im Redaktionsbeirat der Zeitschrift bekannte Persönlichkeiten wie Michael Frank, Georg Sporschill, Peter Huemer, Barbara Coudenhove-Kalergi oder Anneliese Rohrer tätig.
Inhaltsverzeichnis |
Die inhaltliche Ausrichtung des Magazins ist multithematisch. Jede Ausgabe beinhaltet die Ressorts Republik (für österreichische Themen), Globus (für internationale Themen), Lebensarten, Medien, und Motorstorys. In den Ressorts wird besonderer Wert auf ausführliche Reportagen gelegt, außerdem gibt es in den Ressorts Republik und Globus in jeder Ausgabe eine Bildstrecke. Daneben hat das Magazin mehrere Kolumnen. Die bekanntesten regelmäßigen Kolumnisten der Zeitschrift sind der Wiener Aktionist Günter Brus und der Schriftsteller und Essayist Franz Schuh.
In der deutschen Presse wurde Datum insbesondere durch zwei Artikel bekannt: Durch das Interview mit dem Journalisten Arpad Hagyo, der für die Zeitung Österreich ein Interview mit einem Bankräuber führte, und durch die Aufdeckung einer Aktion der Künstlergruppe Haben wir denn keine anderen Sorgen, die mit einem fingierten Briefwechsel zu Gipfelkreuzen den Populismus in Österreich bloßstellen wollten.[1][2]
Das Branchenblatt „Der Österreichische Journalist“ wählt die DATUM-Redakteure Georg Eckelsberger und Benedikt Narodoslawsky in seiner April-Ausgabe 2011 unter die 30 besten Nachwuchsjournalisten in Österreich.
Der österreichische Autor Gerald Drißner erhält für seine Geschichte „Glücklich ist tot“ den Axel-Springer-Preis 2011 in der Kategorie „Print Wochen- und Monatstitel“. Damit stellt erstmals in der 20-jährigen Geschichte des Preises ein Artikel aus einem österreichischen Medium den Preisträger. Gerald Drißner, 33, ist in Wald am Arlberg in Vorarlberg aufgewachsen. Er hat Volkswirtschaftslehre in Innsbruck studiert und Arabisch an der Uni in Alexandria/Ägypten. Seit 2009 arbeitet er als freier Journalist abwechselnd in Frankfurt am Main und in Ägypten, wo er vor allem für das Magazin „DATUM“, den „Stern“ und die „Financial Times Deutschland“ schreibt.
In den Jahren 2005, 2006, 2007, 2009 und 2011 wurde das Magazin zum beliebtesten heimischen Magazin der FM4-Hörerschaft gewählt.
Im September 2005 bezeichnete der Gründer des Magazins Wallpaper*, Tyler Brûlé, in seiner Trend- und Reisekolumne Fast Lane der Wochenendbeilage der Financial Times das Magazin Datum als „best news magazine“.[3][4]
„Switzerland's Weltwoche was the first to pull off a radical redesign and now Austria's Datum is showing others how it should be done. With its slightly off, always iconic covers, matte paper stock and sharp lay-outs it's become a cult favourite among art directors around the world.“
Im Jahr 2005 zeichnete eine Jury aus österreichischen Chefredakteuren und Medienjournalisten für die Branchenzeitschrift Der österreichische Journalist das Magazin mit einem Sonderpreis für Innovation aus. Die Jury dabei in ihrer Begründung: „Klaus Stimeder, der Macher von Datum, steht für journalistische Innovation gemischt mit unternehmerischem Mut. (...) Mit Datum gibt es endlich ein neues Blatt, das nicht von Marketingfuzzis konzipiert wurde“. [5] 2009 wurde dem Magazin erneut der Sonderpreis für Innovation zugesprochen.
Der “Für Vielfalt. Gegen Diskriminierung.” JournalistInnenpreis 2005 der Europäischen Kommission für einen österreichischen Text ging an freien Journalisten Martin Langeder, der unter anderem für Datum schreibt, für seine Reportage „Constanze on air“, die in Welt der Frau erschien.[6]
Je einen Sports Media Austria (Standesvertretung der österreichischen Sportjournalisten) Preis für Journalisten in der Kategorie Print erhielten Gerald John für „Lichtgestalt“ (2006) und Helmut Neundlinger für „Wunderkind“ (2007).[7][8]
Im Oktober 2007 erhielt Lukas Kapeller den mit 3.000 Euro dotierten Förderpreises für Jungjournalisten der Südtirol Marketing Gesellschaft für seine Reportage „Land der Löcher“, die im Magazin Datum veröffentlicht wurde.[9][10]
Eine Jury des internationalen Magazinsymposiums Colophon in Luxemburg wählte Datum Ende des Jahres 2008 unter die 100 innovativsten Zeitschriften weltweit. In dieser Liste ist Datum eines der wenigen textlastigen Magazine.[11]
In regelmäßigen Abständen publiziert das Magazin von Meinungsforschungsinstituten erhobene Daten zur eigenen Leserschaft. Im September 2008 führte Datum zudem eine Leserbefragung durch. Demnach verfügen Datum-Leser über eine überdurchschnittliche Bildung, ein überdurchschnittliches Haushalts-Netto-Einkommen und leben zum Großteil im Urbanen Bereich (84 Prozent). Außerdem sind 64 Prozent der Leser männlich, 70 Prozent zwischen 20 und 39 Jahren alt und 47 Prozent werden als „Entscheidungsträger und Führungskräfte“ bezeichnet. Eine Besonderheit ist die hohe Verweildauer, also die Zeit, die mit dem Lesen des Magazins verbracht wird: Durchschnittlich liest der Datum-Konsument 3,8 Stunden in dem Magazin, wobei 73 Prozent angeben, fast alle Seiten eines Heftes durchzublättern.[12]