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David James McAllister (ˈdeɪvɪd dʒeɪmz məˈkæləstə, * 12. Januar 1971 in West-Berlin) ist ein deutscher Politiker der CDU. Er wurde am 1. Juli 2010 zum Niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt. Zuvor war er seit 2003 Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion; seit 2008 ist er auch Vorsitzender der Landes-CDU. In diesen drei Ämtern ging ihm Christian Wulff direkt voran, der 2010 Bundespräsident wurde.
McAllister hat eine deutsche Mutter und einen britischen Vater. Er ist der erste deutsche Ministerpräsident mit doppelter Staatsbürgerschaft.
Inhaltsverzeichnis |
David James McAllister wurde als Sohn einer Deutschen und eines Schotten geboren. Sein Vater, James Buchanan McAllister, stammt aus Glasgow und war seit 1955 als Zivilbeamter des Royal Corps of Signals während des Kalten Kriegs in Berlin stationiert. Er hatte zuvor im Zweiten Weltkrieg bei der 51st Highland Infantry Division bei den britischen Streitkräften gedient, u. a. auch in Deutschland.[1][2] Seine Mutter Mechthild war Deutsch- und Gesangslehrerin. David wuchs zusammen mit seinen beiden älteren Schwestern in der britischen Siedlung von Berlin auf. Er wurde zweisprachig in Deutsch und Englisch erzogen und besuchte zunächst eine britische Grundschule.[3]
Nachdem seine Eltern 1982 von Berlin nach Bad Bederkesa im Landkreis Cuxhaven umgezogen waren, bestand er 1989 sein Abitur am dortigen Niedersächsischen Internatsgymnasium. Von 1989 bis 1991 war er als Zeitsoldat (letzter Dienstgrad Obergefreiter[4]) bei der Bundeswehr im Panzerbataillon 74 in Cuxhaven. Von 1991 bis 1996 studierte er mit einem Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung Rechtswissenschaften an der Universität Hannover. 1996 absolvierte er das erste juristische Staatsexamen. Nach der Referendarzeit folgte 1998 das zweite Staatsexamen. Danach wurde er Rechtsanwalt.
McAllister ist seit August 2003 mit der Rechtsanwältin Dunja McAllister, geb. Kolleck, verheiratet. Das Paar hat zwei Töchter und wohnt in Bad Bederkesa.[5]
Von 1991 bis 1994 war McAllister Kreisvorsitzender der Jungen Union im Kreisverband Cuxhaven. Von August 2002 bis August 2003 war er Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Zunehmend versuchte McAllister, sich auch auf bundespolitischem Parkett zu profilieren. Er wurde für zwei Jahre stellvertretender Vorsitzender der Fraktionsvorsitzendenkonferenz von CDU und CSU und arbeitete am Grundsatzprogramm seiner Partei mit. 2005 wollte Angela Merkel ihn zum Generalsekretär der Bundes-CDU machen, was er jedoch ablehnte.[6]
Auf dem Landesparteitag der CDU in Niedersachsen am 14. Juni 2008 in Celle wurde McAllister mit 98,9 Prozent zum neuen Landesvorsitzenden als Nachfolger von Christian Wulff gewählt.[7] In diesem Amt wurde er am 27. August 2010 beim Landesparteitag in Lingen mit 97,0 Prozent bestätigt.[8]
Von 1996 bis 2010 war McAllister Abgeordneter im Cuxhavener Kreistag. Seit 1998 ist er Mitglied des Niedersächsischen Landtages, wo er vom 4. Februar 2003 bis zu seiner Wahl zum Ministerpräsidenten am 1. Juli 2010 das Amt des CDU-Fraktionsvorsitzenden bekleidete.
Für die Landtagswahl am 27. Januar 2008 platzierte ihn die CDU auf Platz 2 der Landesliste. In seinem Wahlkreis 57 (Hadeln-Wesermünde) gewann er, wie bereits 2003, das Direktmandat (52,64 Prozent der Erststimmen) mit großem Vorsprung vor den Direktkandidaten der anderen Parteien.
Von 2001 bis 2002 war er Bürgermeister von Bad Bederkesa.
Er wurde am 1. Juli 2010 zum Niedersächsischen Ministerpräsidenten gewählt. Er trat damit die Nachfolge von Christian Wulff an, der einen Tag zuvor von der 14. Bundesversammlung zum Bundespräsidenten gewählt wurde.[9]
Hinrich Wilhelm Kopf | Heinrich Hellwege | Hinrich Wilhelm Kopf | Georg Diederichs | Alfred Kubel | Ernst Albrecht | Gerhard Schröder | Gerhard Glogowski | Sigmar Gabriel | Christian Wulff | David McAllister
Winfried Kretschmann (Baden-Württemberg) | Horst Seehofer (Bayern) | Klaus Wowereit (Berlin) | Matthias Platzeck (Brandenburg) | Jens Böhrnsen (Bremen) | Olaf Scholz (Hamburg) | Volker Bouffier (Hessen) | Erwin Sellering (Mecklenburg-Vorpommern) | David McAllister (Niedersachsen) | Hannelore Kraft (Nordrhein-Westfalen) | Kurt Beck (Rheinland-Pfalz) | Annegret Kramp-Karrenbauer (Saarland) | Stanislaw Tillich (Sachsen) | Reiner Haseloff (Sachsen-Anhalt) | Peter Harry Carstensen (Schleswig-Holstein) | Christine Lieberknecht (Thüringen)
Präsidium des Bundesrats:
Horst Seehofer (Präsident) | Hannelore Kraft (Erste Vizepräsidentin) | Winfried Kretschmann (Zweiter Vizepräsident)
Baden-Württemberg: Thomas Strobl | Berlin: Frank Henkel | Brandenburg: Saskia Ludwig | Bremen: Rita Mohr-Lüllmann (kommissarisch) | Hamburg: Marcus Weinberg | Hessen: Volker Bouffier | Mecklenburg-Vorpommern: Lorenz Caffier | Niedersachsen: David McAllister | Nordrhein-Westfalen: Norbert Röttgen | Rheinland-Pfalz: Julia Klöckner | Saarland: Annegret Kramp-Karrenbauer | Sachsen: Stanislaw Tillich | Sachsen-Anhalt: Thomas Webel | Schleswig-Holstein: Jost de Jager | Thüringen: Christine Lieberknecht
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | McAllister, David |
| ALTERNATIVNAMEN | McAllister, David James (vollständiger Name) |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Politiker (CDU), MdL |
| GEBURTSDATUM | 12. Januar 1971 |
| GEBURTSORT | Berlin (West) |