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| DekaBank | |
|---|---|
| | |
| Staat | Deutschland |
| Sitz | Frankfurt am Main; Berlin |
| Rechtsform | Bundesunmittelbare Anstalt des öffentlichen Rechts |
| Gründung | 1918 |
| Website | www.dekabank.de |
| Geschäftsdaten 2010[1] | |
| Bilanzsumme | 130,3 Mrd. EUR (31. Dezember 2010) |
| Mitarbeiter | 3.683 (31.Dezember 2010) |
| Leitung | |
| Verwaltungsrat | Heinrich Haasis (Vorsitzender) |
| Vorstand | Franz S. Waas (Vorsitzender) |
Die DekaBank Deutsche Girozentrale ist ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Frankfurt am Main und Berlin. Sie ist der zentrale Asset Manager[2] der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe. Die DekaBank ging 1999 aus der Fusion der Deutsche Girozentrale Deutsche Kommunalbank und der DekaBank GmbH hervor. Sie hat unter anderem Tochterunternehmen in Luxemburg und der Schweiz. Die DekaBank beschäftigt rund 3700 Mitarbeiter[3] und verwaltet laut Branchenverband BVI aktuell ein Fondsvermögen von rund 176 Mrd. EUR.[4]
Inhaltsverzeichnis |
Die DekaBank ist der zentrale Asset Manager der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe. Private und institutionelle Anleger können aus einer breiten Palette an Aktien-, Renten-, Immobilien- und Mischfonds wählen. Die Vertriebspartner für die Fonds sind Sparkassen und Landesbanken in Deutschland. International ist die DekaBank mit Niederlassungen, Tochtergesellschaften und Repräsentanzen in elf Ländern vertreten. Die Gesellschaften des DekaBank-Konzerns verwalten in 637 Wertpapier-Publikumsfonds ein Volumen von 104 Mrd. EUR (Marktanteil: 16,7%)[4] sowie vier Offene Immobilien Publikumsfonds mit einem Volumen von 20,0 Mrd. EUR (Marktanteil: 23,3 %).[4] Des Weiteren verwaltet der DekaBank-Konzern 505 Wertpapier-Spezialfonds mit einem Volumen von 50,3 Mrd. EUR (Marktanteil: 6,4%)[4] und elf Offene Immobilien-Spezialfonds mit einem Volumen von 1,4 Mrd. EUR (Marktanteil: 4,5%).[4] Damit nimmt der DekaBank-Konzern in Deutschland bei den Wertpapier-Publikumsfonds den zweiten Platz hinter der DWS/Deutsche Bank-Gruppe ein und ist zudem größter Anbieter von Offenen Immobilienfonds in Deutschland.
Die DekaBank ist eine Anstalt des öffentlichen Rechts. Anteilseigner sind die regionalen Sparkassenverbände über ihre Mitgliedschaft im DSGV ö.K. und ihre Beteiligung an der Deka Erwerbsgesellschaft mbH & Co. KG. Organe der Bank sind der Vorstand und der Verwaltungsrat.
Der Vorstand der DekaBank besteht aus den fünf folgenden Mitgliedern:
Der Verwaltungsrat der DekaBank besteht aus den folgenden Mitgliedern:
| Geschäftsfeld Asset Management Kapitalmarkt | Geschäftsfeld Asset Management Immobilien | Geschäftsfeld Corporates & Markets | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Deka Investment GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | Deka Immobilien Investment GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | ETFlab Investment GmbH | München | 100,0% | ||||||
| DekaBank Deutsche Girozentrale Luxembourg S.A. | Luxemburg | 100,0 % | Deka Immobilien GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | DKC Deka Kommunal Consult GmbH | Düsseldorf | 100,0% | ||||||
| Deka International S.A. | Luxemburg | 100,0 % | Deka Grundstücksverwaltungsgesellschaft I (GbR) | Frankfurt am Main | 100,0% | Deka Beteiligungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | ||||||
| International Fund Management S.A. | Luxemburg | 100,0 % | Deka Vermögensverwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | LBG Leasing Beteiligungs-GmbH | Frankfurt am Main | 100,0% | ||||||
| Deka Treuhand GmbH, | Frankfurt am Main | 100,0 % | Deka Immobilien Luxembourg S.A. | Luxemburg | 100,0% | Global Format GmbH & Co. KG | München | 18,8 % | ||||||
| VM Bank International S.A. | Luxemburg | 100,0 % | Deka Immobilien k.k. | Tokio | 100,0% | True Sale International GmbH, 7,7 % | Frankfurt am Main | 7,7 % | ||||||
| Deka(Swiss) Privatbank AG, Zürich 80,0 % | Frankfurt am Main | 100,0 % | Deka Real Estate Lending k.k. | Tokio | 100,0% | RSU Rating Service Unit GmbH & Co. KG, | München | 6,5 % | ||||||
| Deka-WestLB Asset Management Luxembourg S.A. | Luxemburg | 51,0 % | Deka Immobilien Beteiligungsgesellschaft mbH | Frankfurt | 100,0% | SIZ Informatikzentrum der Sparkassenorganisation GmbH | Bonn | 5,0 % | ||||||
| S-Pensionsmanagement GmbH | Köln | 50,0 % | Gesellschaft für Mittelstandskreditfonds der Sparkassen-Finanzgruppe mbH | Frankfurt am Main | 100,0 % | Liquiditäts-Konsortialbank GmbH | Frankfurt am Main | 2,1 % | ||||||
| Sparkassen PensionsBeratung GmbH | Köln | 50,0 % | WestInvest Gesellschaft für Investmentfonds mbH | Düsseldorf | 99,7 % | |||||||||
| Sparkassen Pensionsfonds AG | Köln | 50,0 % | WIV GmbH & Co. Beteiligungs KG | Frankfurt am Main | 94,9 % | |||||||||
| Sparkassen Pensionskasse AG | Köln | 50,0 % | WIV Verwaltungs GmbH | Frankfurt am Main | 94,9 % | |||||||||
| Luxemburger Leben S.A. | Luxemburg | 50,0 % | Deka-S-PropertyFund No. 1 Beteiligungs GmbH & Co. KG | Frankfurt am Main | 12,5 % | |||||||||
| Deka Neuburger Institut für wirtschaftsmathematische Beratung GmbH | Frankfurt am Main | 50,0 % | HELICON Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Immobilien KG | Pullach | 8,3 % | |||||||||
| Dealis Fund Operations GmbH | Frankfurt am Main | 49,9 % | ||||||||||||
| Heubeck AG | Köln | 45,0 % | ||||||||||||
| S Broker AG & Co. KG | Wiesbaden | 30,6 % | ||||||||||||
| S Broker Management AG | Wiesbaden | 30,6 % | ||||||||||||
| DPG Deutsche Performancemessungs-Gesellschaft für Wertpapierportfolios mbH | Frankfurt am Main | 10,0 % | ||||||||||||
| Erste-Sparinvest Kapitalanlagegesellschaft mbH | Wien | 2,9 % | ||||||||||||
| 31. Dezember 2010 | 31. Dezember 2009 | Veränderung % | |
| Bilanzsumme Mio.€ | 130.304 | 133.283 | -2,2 |
| Assets under Management (AMK und AMI) | 155.222 | 151.243 | 2,6 |
| davon Asset Management Kapitalmarkt (AMK) | 132.471 | 130.115 | 1,8 |
| davon Asset Management Immobilien (AMI) | 22.751 | 21.128 | 7,7 |
| Depotanzahl in Tsd. | 4.596 | 4.817 | -4,6 |
| 1.1. - 31. Dezember 2010 | 1.1. - 31. Dezember 2009 | Veränderung % | |
| Nettovertriebsleistung (AMK und AMI) | 908 | 1 | (> 300) |
| davon Asset Management Kapitalmarkt (AMK) | - 793 | -2.478 | 68,0 |
| davon Asset Management Immobilien (AMI) | 1.701 | 2.479 | -31,4 |
| 1. Januar - 31. Dezember 2010 | 1. Januar - 31. Dezember 2009 | Veränderung % | |
| Summe Erträge Mio.€ | 1.758,0 | 1.499,9 | 17,2 |
| davon Zinsergebnis | 422,0 | 473,0 | – 10,8 |
| davon Provisionsergebnis | 1.061,7 | 980,8 | 8,2 |
| Summe Aufwendungen | 832,9 | 838,1 | – 0,6 |
| davon Verwaltungs- aufwendungen (inkl. Abschreibungen) | 835,9 | 806,0 | 3,7 |
| Wirtschaftliches Ergebnis | 925,1 | 661,8 | 39,8 |
| Ergebnis vor Steuern | 876,7 | 520,2 | 68,5 |
Zehn Jahre, nachdem Johann Christian Eberle bei den Sparkassen den Giroverkehr eingeführt hatte und mehrere regionale Giroverbände gegründet worden waren, wurde die Deutsche Girozentrale (DGZ) am 1. Februar 1918 als rechtlich unselbständige Bankanstalt des Deutschen Zentral-Giroverbands in Berlin eröffnet. Das Kapital in Höhe von 15 Millionen DM wurde von den regionalen Giroverbänden in solidarischer Haftung für den Zentralverband zur Verfügung gestellt.[11] Bereits zu Geschäftsbeginn übernahm die DGZ vielfältige Aufgaben. Sie pflegte den bargeldlosen Zahlungsverkehr (Giroverkehr) und sorgte für einen Geldausgleich zwischen den regionalen Girozentralen. Außerdem gehörte zu ihren Aufgaben, den Mitgliedsverbänden des Deutschen Zentral-Giroverbandes (ab 1924 Deutscher Sparkassen- und Giroverband) und sonstigen deutschen Kommunalverbänden kurzfristige Darlehen zu gewähren und von diesen verzinsliche Gelder entgegenzunehmen, Wechsel zu kaufen und zu verkaufen sowie Darlehen aufzunehmen. 1919 wurde die DGZ als wirtschaftlich selbständige, öffentliche Bankanstalt anerkannt und erhielt die Genehmigung, auch das langfristige Kommunalgeschäft zu betreiben und Kommunalanleihen aufzulegen. Deshalb wurde 1921 die Firmierung um „Deutsche Kommunalbank“ ergänzt. Mit der Neuordnung des kommunalen Bankwesens wurde die DGZ 1931 rechtlich selbständig und erhielt 1932 erstmals eine eigene Satzung. Unbeschränkter Haftungsträger blieb aber weiterhin der Deutsche Sparkassen- und Giroverband. Organe der Bank wurden die Hauptversammlung, der Verwaltungsrat und das Direktorium. Gleichzeitig ging die Aufsicht über die DGZ vom preußischen Innenministerium auf die Reichsregierung über. Das Kommunalkreditverbot von 1931 änderte das Geschäftskonzept. Die Verwaltung der Liquiditätsreserven nahm nach 1931[12] zu.
Die Nationalsozialisten instrumentalisierten das öffentlich-rechtliche Bankhaus nach 1933, um den stetig wachsenden Finanzbedarf für Aufrüstung und Kriegsführung decken zu können.[13] Nach der Besetzung Berlins durch die Alliierten wurde die im sowjetischen Sektor liegende Bank 1945 stillgelegt. 1949[14] wurde sie in Düsseldorf reaktiviert, allerdings beschränkt auf das kurzfristige Geschäft. Erst 1954 nahm die Deutsche Girozentrale ihre volle Geschäftstätigkeit wieder auf, ein Jahr später eröffnete sie eine Zweigstelle in Berlin (West), 1965 wurde der Hauptsitz nach Frankfurt am Main verlegt. Über die angestammten Aufgaben im Geld-, Wertpapier- und Kreditgeschäft verstärkte die DGZ ihr Konsortialgeschäft. Intensiviert wurde auch das Engagement bei den Kommunalkrediten und auf dem Sektor der Wohnungsbaufinanzierung.[15]
Am 17. August 1956 wurde die Deka Deutsche Kapitalanlagegesellschaft mbH mit Sitz in Düsseldorf gegründet. Mit ihr wurde der Grundstein für alle heutigen Investmentaktivitäten unter dem Dach des DekaBank-Konzerns gelegt. Der erste Investmentfonds – DekaFonds – wurde am 26. November 1956 mit einem Anlagevolumen von 8 Millionen DM aufgelegt. Anfang 1962 erfolgte die Auflegung des ersten internationalen Fonds, des AriDeka mit europäischen Aktien und festverzinslichen Wertpapieren.[16] 1965 erfolgte die Sitzverlegung nach Frankfurt am Main. Dem wachsenden Interesse an Offenen Immobilienfonds wird durch die Gründung der Deutsche Sparkassen-Immobilien-Anlage-Gesellschaft mbH (Despa) 1966 Rechnung getragen; sie legte 1967 mit DespaFonds ihren ersten Offenen Immobilienfonds auf. 1968 stieg die Deka Deutsche Kapitalgesellschaft mit der Auflage des RenditDeka in das Geschäft mit Rentenfonds ein. 1978 wurde mit DekaSpezial der erste weltweit anlegende Deka-Aktienfonds aufgelegt. 1988 wurde die Deka International S.A. als erste Auslandstochter mit Sitz in Luxemburg gegründet; 1995 folgte die Deka(Swiss) Privatbank AG (gegründet als Deka Bank (Schweiz) AG) mit Sitz in Zürich. Die DekaBank GmbH wurde 1996 als Management Holding der Deka-Gruppe gegründet. Sie fusionierte zum 1. Januar 1999 mit der Deutschen Girozentrale -Deutsche Kommunalbank- zur DGZ-DekaBank Deutsche Kommunalbank, die 2002 in DekaBank Deutsche Girozentrale umfirmierte.
Als Teil der Gesellschaft und in der Tradition der Sparkassen-Finanzgruppe ist das gesellschaftliche Engagement fest in der Unternehmenskultur der DekaBank verankert und eine strategische Entscheidung, die von Vorstand und Mitarbeiterschaft gleichermaßen begrüßt und getragen wird.
Das gesellschaftliche Engagement der DekaBank basiert auf zwei Säulen: Erstens sind es nationale Förderengagements der Sparkassen-Finanzgruppe, zweitens die Partnerschaften unter eigener Absenderschaft. Hier engagiert sich die DekaBank für die Förderung zeitgenössischer Kunst und Architektur, sozialer Projekte und der Wissenschaft.[3]
Des Weiteren ist die DekaBank Mitglied in folgenden Verbänden und Interessengruppen:[3]