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| Bethmann Bank AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 2004 |
| Sitz | Frankfurt am Main, Deutschland |
| Leitung | Horst Schmidt (Vorsitz), Walter Huber, Stephan Isenberg |
| Mitarbeiter | 353 (2010) |
| Branche | Banken |
| Produkte | Vermögensverwaltung, Vermögensberatung und Vermögensplanung |
| Website | www.Bethmannbank.de |
Die Bethmann Bank AG ist eine Privatbank mit Sitz in Frankfurt am Main. Sie ist eine Tochtergesellschaft der niederländischen Bank ABN AMRO und ging 2004 aus der Fusion des Bankhauses Delbrück & Co mit Bethmann-Maffei hervor und firmierte zwischenzeitlich als Delbrück Bethmann Maffei AG. Tätigkeitsschwerpunkte sind die Vermögensverwaltung, Vermögensberatung und Vermögensplanung.
Inhaltsverzeichnis |
Das noch junge Bankhaus Bethmann Bank repräsentiert mit den Gründungsgesellschaften des Vorläuferinstituts Delbrück Bethmann Maffei große Namen der deutschen Bankgeschichte. Jedes der drei Vorgängerinstitute kann auf bedeutende finanzielle Aktivitäten und visionäre Dienstleistungen über nahezu drei Jahrhunderte zurückblicken:
1976 übernahm die Bayerische Vereinsbank 50% der Bethmann-Bank, 1983 auch die restlichen Anteile. Die Bethmann-Bank wurde zu einer Tochtergesellschaft für die Vermögensverwaltung im Privatkundengeschäft. 2003 führte die mittlerweile selbst zur HypoVereinsbank fusionierte Muttergesellschaft das Haus mit der Münchner Maffei-Bank zusammen und verkaufte die Privatbank im Januar 2004 für 110 Mio. Euro[1] an die niederländische ABN AMRO. Diese führte daraufhin "Bethmann-Maffei" mit der bereits 2002 erworbenen Kölner Privatbank Delbrück & Co zum Bankhaus Delbrück Bethmann Maffei AG mit Sitz in Frankfurt am Main zusammen.
Im Zuge eines langwierigen Bieterwettstreits mit der britischen Barclays Bank, übernahmen 2007 die belgisch-niederländische Fortis Bank gemeinsam mit der britischen Royal Bank of Scotland und der spanischen Banco Santander den Konkurrenten ABN AMRO. Das Ziel der drei übernehmenden Banken war es, ABN AMRO untereinander aufzuteilen. Es war dabei vorgesehen, das Bankhaus "Delbrück Bethmann Maffei" der Fortis Bank zuzuschlagen. Diese geriet aber im Oktober 2008 in existenzbedrohende Schwierigkeiten. Um einen gänzlichen Kollaps zu verhindern, musste sie von den Staaten Belgien, Luxemburg und den Niederlanden in übernommen und im Rahmen der Sanierung zerlegt werden. In diesem Zusammenhang gelangte die ABN AMRO zusammen mit ihrer Tochter "Delbrück Bethmann Maffei" in den vollständigen Besitz der Niederlande. Deren Regierung muss nun entscheiden, was in Zukunft mit den unverhofft erlangten Bankbeteiligungen geschehen soll.
Am 29. September 2011 gab Delbrück Bethmann Maffei bekannt, das man von der LGT Group das Deutschlandgeschäft mit vermögenden Privatkunden übernehmen wird. Zum Preis wurden keine Angaben gemacht. Die Übernahme soll nach bis zum Jahresende 2011 abgeschlossen werden, womit die verwalteten Vermögen in Deutschland auf rund 20 Mrd. € ausgebaut werden.[2]
Am 4. Oktober 2011 gab das Unternehmen bekannt, künftig nur noch als Bethmann Bank AG zu firmieren[3][4]
Die Bethmann Bank konzentriert sich auf die Verwaltung, Beratung und Planung großer Privatvermögen. Daneben wird auch Unterstützung bei der Nachfolgeplanung von Familienbetrieben und bei der Gründung gemeinnütziger Stiftungen angeboten. Laut eigenen Aussagen zählt die Bethmann Bank heute zu den größten Privatbanken in Deutschland. 336 Mitarbeitern betreuen an zehn Standorten in Deutschland etwa 13.000 Kunden mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 16 Milliarden Euro (Stand 2010). Zum Start der fusionierten Privatbank im Jahr 2004 waren es lediglich zehn Milliarden Euro. Aus dem veröffentlichten Jahresabschluss für 2008 ergibt sich, dass ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der ABN AMRO (Holding) besteht. Diese ist auch zur Verlustübernahme verpflichtet. Die Bilanzsumme 2007 betrug 3.838 Mio. € (davon 3.503 Mio. € Einlagen) 2008 verringerte sich diese auf 3.529 Mio. € (davon 3.019 Mio. € Einlagen). siehe eBundesanzeiger
Auch das Vorläuferinstitut der Bethmann Bank, Delbrück Bethmann Maffei hatte 'Lehman-Zertifikate' verkauft. In diesem Zusammenhang verurteilte das Landgericht Hamburg im November 2009[5], Februar 2010[6], März 2010[7], April 2010[8] und Februar 2011[9], das Bankhaus zum Schadensersatz. Das Urteil vom November 2009 ist seit August 2010 [10] rechtskräftig, nachdem das Bankhaus seine Berufung zwei Tage vor der Urteilsverkündung durch das OLG Hamburg völlig überraschend zurücknahm. Die große Mehrzahl der vor Gericht verhandelten Lehman-Streitfälle wurde, so der Vorstandsvorsitzende in einem Interview, jedoch zugunsten von Delbrück Bethmann Maffei entschieden [11].