|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Deutsche Maschinenbau-Aktiengesellschaft | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| GrĂĽndung | 1910 |
| Auflösung | 1973 |
| Sitz | Duisburg |
| Branche | Maschinenbau RĂĽstungsindustrie Stahlindustrie |
Demag (Deutsche Maschinenbau-Aktiengesellschaft) war ein deutscher Industriekonzern, dessen Einzelunternehmen heute verstreut sind. Sie sind unter anderem mittlerweile in der SMS Siemag AG (Tochtergesellschaft der SMS GmbH) zu finden, aber auch bei Siemens und in einer Reihe anderer Gesellschaften.
Inhaltsverzeichnis |
Der Demag-Konzern entstand 1910 in Duisburg durch den Zusammenschluss der Märkischen Maschinenbau-Anstalt L. Stuckenholz AG, Wetter an der Ruhr, der Duisburger Maschinenbau AG, Duisburg, und der Benrather Maschinenfabrik GmbH, Benrath (1896 gegr.).
Die Märkischen Maschinenbau-Anstalt L. Stuckenholz AG geht auf die im Jahre 1819 gegründeten Mechanische Werkstätten Harkort & Co. in Wetter an der Ruhr zurück. Bereits 1840 begann man mit dem Bau von Kränen.
In diesem Bereich wurde Demag zu einem der führenden Unternehmen. So lieferte man 1908 den bis dato weltgrößten Schwimmkran (Höhe über 40m, Hebekraft ca. 150 t) für die Werft Harland & Wolff in Belfast, die diesen zum Bau der Passagierschiffe Olympic und Titanic benötigte und der bis in die 1970er Jahre eingesetzt wurde.[1] Das Nachfolgemodell („Langer Heinrich“, 250 t Hebekraft) dieses Krans, der von 1913 bis 1915 für die Kaiserliche Werft Wilhelmshaven gebaut wurde, existiert sogar noch heute (Standort: Genua). Zudem wurden auch Lokomotiven, Eisenbahn-Güterwaggons sowie - während des Zweiten Weltkriegs, von September 1942 bis April 1945 - im Werk DEMAG Fahrzeugwerk GmbH in Berlin-Staaken (Albrechtshof) bzw. Falkensee Panzerfahrzeuge (v.a. Bergepanther) produziert.
In Zusammenarbeit mit der Carlshütte wurde am Standort Duisburg 1907 ein „Kranschaufler“ gefertigt. Die Bezeichnung Bagger war damals noch den Schürfgeräten mit Eimerketten vorbehalten. Der eigentliche Bau von Seilbaggern für den Baustellen- und Industrieeinsatz begann 1925[2] in Duisburg, bevor 1939 die neue Baggerfabrik in Düsseldorf-Benrath den Betrieb aufnahm. Dort wurde 1954 auch der erste vollhydraulische Bagger entwickelt, der noch heute auf dem Betriebsgelände zu besichtigen ist.
Nachdem Demag auf dem Sektor der Baumaschinen und Fahrzeugkrane, der Fördertechnik (Hallenkrane, Regalförder- und -bediengeräte, Lager- und Kommissioniertechnik), der Hüttentechnik (komplette Hüttenwerke, aber speziell z. B. Stranggießanlagen), der Verdichter- und Drucklufttechnik sowie der Kunststofftechnik (Spritzgießmaschinen) technisch zu den weltweit führenden Herstellern gehörte, wurde die Firma 1973 durch den Mannesmann-Konzern mit Sitz in Düsseldorf übernommen.
1983 grĂĽndeten die Mannesmann-Demag AG und das US-Unternehmen Wean United Inc. aus Pittsburgh eine gemeinsame Tochtergesellschaft mit Namen Mannesmann Demag Wean Co fĂĽr den Stahlwerksbau.
Folgende Umstrukturierungen waren die wichtigsten der Demag innerhalb von Mannesmann:
Aktuell (11/2010) wird die Drucklufttechnik, insbesondere Druckluftwerkzeuge und -Motoren, von der Firma MD Drucklufttechnik GmbH & Co. KG, Stuttgart, unter dem Markennamen MANNESMANN DEMAG weitergefĂĽhrt.
Die Werkzeugfirma Strohm GmbH & Co. KG hat den Namen Mannesmann DEMAG (ca. 2009) gekauft und zunächst unter Mannesmann Demag Drucklufttechnik S.A.R.L. & Co. KG, Stuttgart, firmiert. Im Oktober 2009 erfolgte die Umbenennung in MD Drucklufttechnik GmbH & Co. KG.[3]
Die Kunststoffmaschinenaktivitäten von Mannesmann-Demag wurden später (1999) innerhalb des Mannesmann-Konzerns mit der Kunststofftechnikproduktion von Krauss-Maffei (ihrerseits ab 1989 durch Mannesmann erworben) zur Mannesmann Demag Krauss Maffei fusioniert und bildeten den einen Teil der Mannesmann Atecs, einer Holding, die alle nicht-Telecom Aktivitäten des Mannesmann Konzerns umfasste. Die allgemeinen Maschinenbauaktivitäten von Krauss Maffei und die Wehrtechnik gingen später an Linke/Hoffmann/Busch. Später hieß diese Holding „MPM“ (Mannesmann Plastics Machinery) mit den Haupttöchtern Demag Plastics und Krauss-Maffei.
Ab 1990 war Mannesmann, der sich schon vorher vom reinen Stahl- und Röhrenkonzern zu einem breit agierendem Technologie- und Maschinenbaukonzern entwickelt hatte, mit dem Erwerb der D2-Mobiltelefonlizenz in das dem Konzern bisher fremde Gebiet des Mobilfunks eingestiegen. Diese Konzernsparte wuchs in den Folgejahren dynamisch, provozierte aber die Übernahme durch den britischen Mobilfunkkonzern Vodafone, der Anteile an D2 besaß, mit dem Mannesmann aber über den Zukauf des Anbieters „orange“ in Großbritannien in Wettbewerb trat.
Nach der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone, die zwischen Oktober 1999 und Februar 2000 als wirtschaftsgeschichtlicher Krimi über die Bühne ging, wurden sämtliche Industrieaktivitäten von Mannesmann, die kurz vorher bereits als „Atecs“ - „advanced technologies“ zusammengefasst worden waren, um Mobilfunk und Industrieaktivitäten strategisch zu trennen, an ein Konsortium von Siemens und Bosch verkauft. Dieses Konsortium teilte die einzelnen Gesellschaften dann auf, gliederte sie jeweils in die neuen Muttergesellschaften Siemens und Bosch ein oder verkaufte sie, wie Teile von Sachs, vormals Fichtel & Sachs, an die ZF Friedrichshafen, gleich weiter. Die bei Atecs vorhandenen Demag-Sparten kamen zu Siemens. Es waren die Demag-Kunststofftechnik (mit Krauss-Maffei), die Demag-Verdichtertechnik und die Demag-Fördertechnik, zu der die Demag-Fahrzeugkrane und die Firma Gottwald gehörten.
Der weitausgehend größte Teil der bei Siemens verbleibenden ehemaligen Demag-Töchter wurden 2001 an den amerikanischen Finanzinvestor KKR weiterveräußert (siehe nächster Abschnitt). Die danach noch bei Siemens verbleibenden Aktivitäten wurden jedoch auch weitgehend restrukturiert und inzwischen fast vollständig veräußert:
Im Herbst 2001 verkaufte Siemens Kernaktivitäten der ehemaligen Demag (Demag Cranes, Gottwald und MPM) sowie ein Sammelsurium anderer ehemaliger Siemens-Sparten, im Fall Stabilus auch von Mannesmann stammend, an den Finanzinvestor Kohlberg Kravis Roberts & Co. (KKR), der sie in der in Luxemburg firmierenden Demag Holding S.à r.l. zusammenfasste. An dieser Gesellschaft hielt Siemens noch 19 %. Bis Anfang 2008 hatte diese Demag Holding alle wesentliche Unternehmensteile veräußern können:
Wirtschaftsgeschichtlich von Bedeutung ist die Restrukturierung der Demag Holding durch KKR, da sie neben anderen Fällen die von Franz Müntefering 2006 angestoßene „Heuschreckendebatte“ auslöste.
Besucherzentrum und Ankerpunkte (von West nach Ost): Museum der Deutschen Binnenschifffahrt | Innenhafen Duisburg | LVR-Industriemuseum Oberhausen | Landschaftspark Duisburg-Nord | Gasometer Oberhausen | Aquarius-Wassermuseum | Villa HĂĽgel | Nordsternpark | Welterbe Zeche Zollverein und Kokerei Zollverein | Zeche Ewald | Chemiepark Marl | Eisenbahnmuseum Bochum-Dahlhausen | HenrichshĂĽtte | Jahrhunderthalle Bochum | Umspannwerk Recklinghausen | Deutsches Bergbau-Museum | Zeche Nachtigall | Schiffshebewerk Henrichenburg | DASA | Kokerei Hansa | Zeche Zollern II/IV | Hohenhof | Freilichtmuseum Hagen | Lindenbrauerei Unna | Maximilianpark Hamm
Themenrouten (aufsteigend nach Nummern): 1. Duisburg: Stadt und Hafen | 2. Industrielle Kulturlandschaft Zollverein | 3. Duisburg: Industriekultur am Rhein | 4. Oberhausen: Industrie macht Stadt | 5. Krupp und die Stadt Essen | 6. Dortmund: Dreiklang Kohle, Stahl und Bier | 7. Industriekultur an der Lippe | 8. Erzbahn-Emscherbruch | 9. Industriekultur an Volme und Ennepe | 10. Sole, Dampf und Kohle | 11. Frühe Industrialisierung | 12. Geschichte und Gegenwart der Ruhr | 13. Auf dem Weg zur blauen Emscher | 14. Kanäle und Schifffahrt | 15. Bahnen im Revier | 16. Westfälische Bergbauroute | 17. Rheinische Bergbauroute | 18. Chemie, Glas und Energie | 19. Arbeitersiedlungen | 20. Unternehmervillen | 21. Brot, Korn und Bier | 22. Mythos Ruhrgebiet | 23. Historische Parks und Gärten | 24. Industrienatur | 25. Panoramen und Landmarken | per Rad
Landschaftspark Duisburg-Nord
|
Ratingsee-Siedlung |
Momentive / RĂĽtgers |
GrĂĽner Pfad |
Grillo-Werke AG |
Zeche Friedrich Thyssen Schacht 6 |
Dichter-Viertel |
Siedlung Bergmannsplatz |
Pumpwerk Schmidthorst |
Siedlung Wehofen |
Kleine Emscher |
Klärwerk Emschermündung |
Bergwerk Walsum |
Nordhafen Walsum |
Kraftwerk Walsum |
Pumpwerk Schwelgern |
Alsumer Berg
|
Pumpwerk Alte Emscher |
Haus-Knipp-EisenbahnbrĂĽcke |
König-Brauerei |
Alte Thyssen-Hauptverwaltung |
Eisenbahn und Häfen |
Schiffswerften: Meidericher Schiffswerft, Neue Ruhrorter Schiffswerft und Triton-Werft|
Hebeturm des Ruhrort-Homberger Trajektanstalt |
PlangemĂĽhle Homberg |
Siedlung Johannenhof |
Zeche RheinpreuĂźen Schacht 1/2 |
Siedlung RheinpreuĂźen
|
Sachtleben Chemie |
Rheinhausener Bergbausammlung e.V. |
Wasserturm Rheinhausen-Bergheim |
Brücke der Solidarität |
Duisburg-Hochfelder EisenbahnbrĂĽcke |
Margarethensiedlung |
Krupp HĂĽttenwerke Tor 1 |
Beamtensiedlung Bliersheim und Casino Krupp |
Wasserturm Rheinhausen-Friemersheim |
Innenhafen Duisburg
|
Museum der Deutschen Binnenschifffahrt
|
Kläranlage Kasslerfeld |
Rheinorange |
Sperrtor Marientor |
Wasserturm Hochfeld |
DEMAG (heute Siemens) |
HĂĽttenwerke Krupp Mannesmann (HKM) |
Werkshafens der HĂĽttenwerke Krupp Mannesmann |
Siedlung HĂĽttenheim |
Krefeld-Uerdinger BrĂĽcke |
Wasserwerk Bockum |
Eisenbahner-Siedlung Wedau |
Rangierbahnhof und Ausbesserungswerk Wedau |
Eisenbahner-Siedlung Bissingheim |
Dickelsbach-Siedlung |
Haus Hartenfels |
BrĂĽckenlandschaft Ruhraue |
Hauptbahnhof Duisburg