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Als Depot werden in einem Museum die Räumlichkeiten, in der die derzeit nicht ausgestellten Bestände gelagert und verwahrt werden, bezeichnet.
In der Frühzeit der Museumsgeschichte war es Praxis, möglichst alle vorhandenen Exponate gleichzeitig zu präsentieren. Später setzte sich die Erkenntnis durch, dass die damit verbundene Verdichtung nicht nur dem optischen Eindruck abträglich ist, sondern auch unter Sicherheitsgesichtspunkten problematisch sein kann. Heute befinden sich je nach Museumstyp 40–90 % der Bestände im Depot.
Im Zuge des Bewahrungsauftrags können sich hier auch Bestände befinden, die nie ausgestellt werden. Sie stehen aber analog zu den Archiven für schriftliches Kulturgut für die Forschung zur Verfügung.
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Staub ist eines der Hauptprobleme beim Lagern von Objekten. Hier hilft nur eine gute Verpackung. Hierbei ist jedoch Vorsicht geboten: verlässliche Langzeitstudien zu Verpackungsmaterialien und -methoden sind rar. Die verpackten Objekte müssen aufmerksam beobachtet werden, um mögliche Veränderungen zu registrieren und Lagerungsschäden zu vermeiden.
Licht ist für die meisten Exponate, von wenigen Ausnahmen wie z. B. Elfenbein abgesehen schädlich. Deshalb müssen die Depoträume möglichst abgedunkelt sein. Trotzdem müssen sie für Kontrollgänge und Arbeiten an den Objekten ausreichend beleuchtet werden können.
Schon aus Gründen der Klimatisierung bietet sich im Depot eine Lagerung nach Materialien an. Außerdem spielt die Größe und das Format der Objekte eine Rolle. Spezialanfertigungen von Regalen, Kartons, Kisten und Paletten sind oft notwendig.
Jedes Objekt besitzt in der Regel eine am Objekt angebrachte Inventarkarte, auf der wichtige Angaben wie Inventarnummer und Objektbezeichnung vermerkt sind. Oft ist die Inventarnummer auch noch einmal direkt auf dem Objekt angebracht.
In kleineren Museen mit überschaubarer Depotfläche wird manchmal auf eine Kennzeichnung der Standorte verzichtet. Ab einer gewissen Anzahl von Objekten wird das jedoch unübersichtlich. In größeren Depots besitzen alle Lagereinrichtungen wie Regale, Schränke und Rollregalanlagen eine eindeutigen Kennzeichnung. In Lagerhallen gibt es meist eine Unterteilung in Planquadrate, so dass auch große Objekte, z. B. Autos oder Druckmaschinen, einen eindeutigen Standort haben. Heute wird der Standort eines Objekts meist in einer Datenbank vermerkt (siehe auch: Museumsdokumentation).
In kleinen und mittleren Museen gehört die Verwaltung der Depots meist zum Alltagsgeschäft aller Beschäftigten. In größeren Museen gibt es Fachpersonal, meist Museologen, Restauratoren, Registrare oder Museumstechniker. Zu deren Aufgabe zählt oft neben der Depotverwaltung auch die Abwicklung des Leihverkehrs mit anderen Institutionen.
In einigen Museen werden auch Führungen durch das Depot angeboten, wodurch letztlich die Grenzen zum Ausstellungsbereich etwas verwischt werden.
Viele Museen bieten zu besonderen Anlässen (z. B. Tag des offenen Denkmals) Führungen durch ihre Depots an. Davon bleibt aber das Depot, was Aufstellung und Sicherheitstechnik betrifft, weitgehend unberührt.
Anders sieht das bei Museen aus, die regelmäßige Depotführungen anbieten (z. B. das Überseemuseum in Bremen) oder gar ganze Teile als Schaudepot ausgelegt haben (z. B. das Historische Museum Luzern). Hier stellen sich neben der Frage der Präsentation, Exponatsicherheit und Klimatisierung auch Fragen der Besucherführung und -sicherheit.
Siehe auch: Schaudepot Zentraldepot