|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Detroit Red Wings | |
| | |
| GrĂŒndung | 25. September 1926 |
| Geschichte | Detroit Cougars 1926 â 1930 Detroit Falcons 1930 â 1932 Detroit Red Wings seit 1932 |
| Stadion | Joe Louis Arena |
| Standort | Detroit, Michigan |
| Teamfarben | Rot, WeiĂ |
| Liga | National Hockey League |
| Conference | Western Conference |
| Division | Central Division |
| Cheftrainer | |
| MannschaftskapitÀn | |
| General Manager | |
| Besitzer | |
| Kooperationen | Grand Rapids Griffins (AHL) Toledo Walleye (ECHL) |
| Stanley Cups | 1935/36, 1936/37, 1942/43, 1949/50, 1951/52, 1953/54, 1954/55, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 |
| Conferencetitel | 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08, 2008/09 |
| Divisiontitel | 1933/34, 1935/36, 1936/37, 1987/88, 1988/89, 1991/92, 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1998/99, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2010/11 |
Die Detroit Red Wings (IPA: [diËtrÉÉȘt ÉčÉd wÉȘĆs]) sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Detroit im Bundesstaat Michigan. Es wurde am 25. September 1926 gegrĂŒndet und nahm zur Saison 1926/27 den Spielbetrieb auf. Die Red Wings sind das Nachfolgeteam der von 1926 bis 1930 bestehenden Detroit Cougars sowie der von 1930 bis 1932 bestehenden Detroit Falcons und gehören zu den sogenannten âOriginal-Sixâ-Teams der NHL. Die Teamfarben sind seit 1928 Rot und WeiĂ.
Die Red Wings tragen ihre Heimspiele in der Joe Louis Arena aus und sind mit insgesamt elf Stanley-Cup-Siegen das erfolgreichste aus den Vereinigten Staaten stammende Franchise der gesamten Liga. Die Franchise-Geschichte der Red Wings ist von Höhen und Tiefen geprĂ€gt. Nachdem das Team die schwierigste Zeit der Liga, als nur sechs Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, zwischen 1943 und 1967 schadlos ĂŒberstand, fiel das Franchise bis in die 1980er Jahre hinein in ein tiefes Loch. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Mannschaft jedoch unter den besten Teams der Liga etabliert.
Inhaltsverzeichnis |
1926 hatte eine Investorengruppe aus Detroit, angefĂŒhrt durch den Sportjournalisten Charles Hughes, die Idee eine Eishockeymannschaft in der Stadt zu installieren, die in der National Hockey League spielen sollte. Durch die Auflösung der Western Canada Hockey League (WCHL) konnten sie fĂŒr einen Kaufbetrag von 100.000 US-Dollar sowie weiteren 100.000 US-Dollar als LigagebĂŒhr die Rechte an den Victoria Cougars erwerben. Die Cougars waren das letzte Team, das nicht aus der NHL kam, das 1925 den Stanley Cup gewinnen konnte. In Anlehnung an diese Mannschaft wurde das Team Detroit Cougars genannt. Da es in Detroit kein Eisstadion gab, spielte man im ersten Jahr noch im kanadischen Windsor, Ontario in der Border Cities Arena.
Zur Saison 1927/28 konnte dann in Detroit im neu erbauten Detroit Olympia gespielt werden, das bis 1979 die Heimat des Teams bleiben sollte. Hinter der Bande stand Jack Adams, der als Trainer und General Manager in den kommenden 36 Jahren zur bestimmenden Person im Team werden sollte.
Sportlich taten sich die Cougars schwer und nach der ersten Playoff-Teilnahme 1928 gab es 1930 eine Zeitungsumfrage in der die Leser einen neuen Mannschaftsnamen bestimmen sollten. Die Wahl fiel schlieĂlich auf Detroit Falcons. Der sportliche Erfolg blieb aus und es stand aufgrund der Weltwirtschaftskrise auch sehr schlecht um die Finanzen. Neben der NHL hatte sich mit der AHL eine weitere Eishockeyliga etabliert. Um diese aus dem Weg zu rĂ€umen, vermittelte NHL-PrĂ€sident Frank Calder ein GeschĂ€ft mit James E. Norris, dem Besitzer der Chicago Shamrocks aus der AHL. Er ĂŒberzeugte die anderen NHL-Teams von seiner Idee, dass die Shamrocks und die Falcons fusionieren und in der NHL spielen sollten. Norris kaufte das bankrotte Team 1932 und fusionierte es mit seinen Shamrocks. Norris, der frĂŒher selbst mit der Montreal Amateur Athletic Association gespielt hatte, erinnerte sich an das Logo der MAAA, die auch Winged Wheelers genannt wurden und brachte es in Bezug zur Automobilstadt Detroit. Aus diesen Ăberlegungen entstand der neue Name Detroit Red Wings und auch das noch heute bekannte Logo.
Bereits im ersten Jahr konnten die Red Wings ihre erste Playoff-Serie gewinnen und kamen bis ins Halbfinale.
Die Saison 1933/34 konnte erstmalig die regulĂ€re Saison als TabellenfĂŒhrer der American Division abgeschlossen werden. Das Team schaffte es in die Finalspiele um den Stanley Cup, musste sich dort aber den Chicago Black Hawks geschlagen geben, die zum ersten Mal den Titel gewinnen konnten. Nach einer enttĂ€uschenden Saison schaffte man 1936 es dann doch, neben dem Sieg in der American Division, auch den Stanley Cup durch einen Finalsieg gegen die Toronto Maple Leafs, nach Detroit zu holen. Im Jahr darauf konnte das Team um Ebbie Goodfellow, Marty Barry und Larry Aurie den Titel verteidigen.
Es folgten wieder einige weniger erfolgreiche Jahre, bevor nach verlorenen Finalserien 1941 und 1942 die Ăra der âOriginal Sixâ eintrat.
Nachdem sich die Brooklyn Americans zurĂŒckgezogen hatten, spielten fĂŒr die kommenden 24 Jahre nur noch sechs Teams in der NHL. In diese Ăra starteten die Wings mit ihrem dritten Gewinn des Stanley Cups. Das Team um Sid Abel, Don Grosso und Mud Bruneteau besiegte die Boston Bruins in der Finalserie mit 4:0. Beeindruckend war hierbei die Leistung von TorhĂŒter Johnny Mowers, der bei beiden Spielen in Boston kein Gegentor zulieĂ. Auch in den kommenden Jahren konnte man sich stets fĂŒr die Playoffs qualifizieren. Zur Saison 1946/47 trat ein neuer Superstar auf die BĂŒhne der Red Wings: Gordie Howe, ein junger RechtsauĂen aus der kanadischen Provinz Saskatchewan, konnte in seinen ersten Jahren allerdings noch nicht vollends zeigen, was die Wings in den kommenden Jahren an ihm haben wĂŒrden. Dieses Jahr war auch das letzte Jahr von Jack Adams als Trainer. 15 Jahre hatte er diese TĂ€tigkeit ohne Vertrag ausgeĂŒbt. Nun konzentrierte er sich auf seine Arbeit als General Manager.
Ab der Saison 1947/48 bildete Gordie Howe mit Sid Abel und Ted Lindsay die âProduction Lineâ, eine der besten Sturmreihen ihrer Zeit. Die drei brachten die Wings zweimal in die Finalserie, doch beide Male war man gegen die Toronto Maple Leafs chancenlos. 1950 wurde dann der vierte Titel nach Detroit geholt. Sid Abel, der nach Chicago wechselte, wurde durch Alex Delvecchio ersetzt. Das Team, im Tor nun verstĂ€rkt durch Terry Sawchuk, war zu dieser Zeit mit das stĂ€rkste in der NHL. Die logische Folge waren die Stanley-Cup-Siege in den Jahren 1952, 1954 und 1955 bei denen man jeweils im Finale gegen die MontrĂ©al Canadiens gewinnen konnte. Ebenfalls 1955 ĂŒbernahm Bruce Norris die Red Wings von seinem Ă€lteren Bruder James.
Im nĂ€chsten Jahr unterlag man den Canadiens in den Finalspielen, die damit eine Serie von fĂŒnf Titelgewinnen in Folge starteten. 1957 half Ted Lindsay bei der GrĂŒndung der Spielergewerkschaft NHLPA und wurde dafĂŒr aus dem Team geworfen. Nach 21 Jahren wurden in der Saison 1958/59 erstmals wieder die Playoffs verpasst. Wenn auch ohne Titel, war die erste HĂ€lfte der 1960er Jahre weiterhin sehr erfolgreich. Im Tor wurde Sawchuk von Roger Crozier abgelöst, im Angriff waren mit Norm Ullman und Parker MacDonald zwei konstante TorschĂŒtzen hinzugekommen. 1963 trennte sich die Red Wings von General Manager Jack Adams.
Die Liga wuchs zuerst von sechs auf zwölf Teams und dann weiter bis auf 21, doch mit der Entscheidung um den Stanley Cup hatten die Wings ab den spĂ€ten 1960er Jahren nichts mehr zu tun. Von 1967 bis 1982 gelang nur zweimal der Einzug in die Playoffs. In dieser Zeit begannen die NHL-Teams bei ihrer Suche nach Spielern auch nach Europa zu schauen. Ein Vorreiter in Detroit war der in DĂ€nemark geborene Verteidiger Poul Popiel, der ab der Saison 1968/69 fĂŒr die Red Wings spielte. Bei seinem NHL-DebĂŒt war er jedoch schon amerikanischer StaatsbĂŒrger. 1971 beendete Gordie Howe seine Karriere, bevor er drei Jahre spĂ€ter in der WHA wieder anfing, um mit seinen Söhnen gemeinsam zu spielen und kehrte 1979 noch einmal in die NHL zurĂŒck. Junge talentierte Spieler wie Marcel Dionne schafften ihren Durchbruch erst als sie Detroit verlassen hatten. Die gröĂten Defizite hatten die Red Wings im Tor und in der Verteidigung.
Der erste Spieler im Trikot der Red Wings, der in Europa das Eishockeyspielen erlernt hatte war in der Saison 1972/73 der Schwede Thommie Bergman. 1977 kam mit VĂĄclav NedomanskĂœ der erste Tscheche nach Detroit. In der Saison 1978/79 gelang es ihm, bester Scorer im Kader der Red Wings zu sein. So sehr die ersten EuropĂ€er, zu denen auch der Schwede Dan Labraaten gehörte, ĂŒberzeugen konnten, bleiben diese Spieler eine Ausnahme. Bis 1980 waren nie mehr als drei Spieler aus Europa gleichzeitig im Kader.
Ein erstes Zeichen fĂŒr eine Trendwende war 1979 der Umzug vom Detroit Olympia, in dem ĂŒber 50 Jahre gespielt wurde, in die neue Joe Louis Arena und drei Jahre spĂ€ter wechselte auch der Besitzer des Teams. Mike Ilitch kaufte fĂŒr acht Millionen US-Dollar das Team von Bruce Norris und begann mit seinem Umbau. Wichtigster Mann an seiner Seite war dabei der neu verpflichtete General Manager Jim Devellano.
1983 stieĂ mit Steve Yzerman ein junger Spieler, den man erst kurz zuvor als allerersten Spieler unter dem neuen Besitzer Ilitch im NHL Entry Draft gezogen hatte, zum Team, der fĂŒr den erneuten Aufstieg der Red Wings stehen sollte. Gleich in seinem ersten Jahr war er bester Scorer seines Teams und die Red Wings erreichten zum ersten Mal in sechs Jahren wieder die Playoffs. Verteidiger Brad Park, der 1983 von Boston kam, war ebenfalls eine wichtige StĂŒtze in dieser Saison und erhielt nach der Spielzeit die Bill Masterton Memorial Trophy.
1985/86 ĂŒbernahm Park die Position als Cheftrainer, die er jedoch nach 45 Spielen wegen mangelndem Erfolg wieder abgab.
Bereits 1986 ĂŒbernahm Yzerman im Alter von 21 Jahren das Amt des MannschaftskapitĂ€ns. 1987, mittlerweile verstĂ€rkt durch Adam Oates, Petr KlĂma und Gerard Gallant, erreichten sie zum ersten Mal seit der Aufstockung der Liga Ende der sechziger Jahre das Halbfinale der Playoffs und wiederholten dies im Jahr darauf.
1988/89 spielte Yzerman die beste Saison seiner Karriere, erzielte 155 Punkte und wurde als bester Spieler der NHL von der NHLPA mit dem Lester B. Pearson Award ausgezeichnet. Danach kamen GerĂŒchte auf, dass Yzerman möglicherweise zu einem anderen Team transferiert wĂŒrde, doch dies wurde vom Coach der Red Wings, Jacques Demers, dementiert.
Anfang der neunziger Jahre verstÀrkten sich die Red Wings weiter und holten junge talentierte Spieler ins Team, wie Nicklas Lidström, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Koslow. Mit Wladimir Konstantinow, Paul Coffey, Dino Ciccarelli und Ray Sheppard wurden auch erfahrenere Spieler verpflichtet.
Im Jahr 1993 ĂŒbernahm Scotty Bowman, einer der erfolgreichsten NHL-Trainer aller Zeiten, den Posten als Cheftrainer. 1994 schieden die Red Wings noch im Viertelfinale der Conference aus. Sergei Fjodorow wurde nach der Saison mit der Hart Memorial Trophy als MVP und mit dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL geehrt.
Erfahrene Spieler wie Mike Vernon oder Igor Larionow schlossen sich dem Team an. 1995 erreichten sie endlich wieder das Finale um den Stanley Cup, konnten ihn jedoch nicht gewinnen. In der nĂ€chsten Saison scheiterten sie im Finale der Conference an Colorado. Die TorhĂŒter Mike Vernon und Chris Osgood kassierten in der Spielzeit die wenigsten Gegentore und erhielten gemeinsam die William M. Jennings Trophy.
Die Red Wings verstĂ€rkten, unter anderem mit Brendan Shanahan, weiter ihr Team und bewiesen eine Konstanz auf hohem Niveau und das sollte auch belohnt werden. 1997 konnten sie zum ersten Mal seit 42 Jahren wieder den Stanley Cup gewinnen. Goalie Mike Vernon wurde als wertvollster Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy geehrt, nachdem sie die Philadelphia Flyers deutlich in vier Spielen besiegt hatten. Doch nur wenige Tage nach dem Triumph verunglĂŒckte Verteidiger Wladimir Konstantinow bei einem Autounfall schwer. Er ĂŒberlebte zwar den Unfall, doch schwere Gehirnverletzungen fĂŒhrten dazu, dass er den gröĂten Teil seines Sprach- und Erinnerungsvermögens verloren hatte und sich die ersten Jahre nach dem Unfall nur mit einem Rollstuhl fortbewegen konnte.
In der Saison 1997/98 trugen die Red Wings auf ihren Trikots ein kreisförmiges Emblem mit dem Wort âGlaubenâ in englischer und russischer Sprache, sowie den Initialen von Konstantinow und einem Betreuer der Red Wings, der ebenfalls schwere Verletzungen bei diesem Unfall erlitten hatte.
Sie konnten trotzdem den Stanley Cup verteidigen und feierten mit ihrem ehemaligen Teamkollegen Konstantinow den wiederholten Titelgewinn. Diesmal war es âThe Captainâ Steve Yzerman, der als wertvollster Spieler der Playoffs geehrt wurde. Die Zeit vom Amtsantritt von Coach Scotty Bowman bis hin zum zweiten Cup-Gewinn wurde durch Spieler, wie Nicklas Lidström, Brendan Shanahan und den Russian Five um Larionow, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Fetissow, aber auch durch die Grind Line geprĂ€gt. Mit Uwe Krupp kam zu dieser Zeit auch ein deutscher Spieler zu den Red Wings. Allerdings war der erfahrene Verteidiger in seiner Zeit bei den Red Wings von vielen Verletzungen geplagt.
1999 und 2000 scheiterten sie im Halbfinale der Conference und 2001 nach langer Zeit sogar im Viertelfinale. Die Red Wings verstĂ€rkten sich in diesen Jahren vor allem mit Veteranen, wie Brett Hull, Chris Chelios, Luc Robitaille und Dominik HaĆĄek. Mit Pawel Dazjuk stieĂ ein junger Spieler aus Russland zum Team. Diese Verpflichtungen sollten sich fĂŒr das Team, zu dem der deutsche Spieler Uwe Krupp gehörte, lohnen und so konnte dieses 2002 erneut den Stanley Cup gewinnen. Nach der Saison gab Trainer Scotty Bowman das Ende seiner Karriere bekannt. Bowman gewann von 1973 bis 2002 insgesamt neun Stanley Cups, drei davon mit Detroit. Sein Nachfolger wurde Dave Lewis, der einst selber Spieler der Red Wings war und seit 1988 als Assistenztrainer fĂŒr das Team arbeitete.
Die erhoffte Titelverteidigung blieb 2003 aus und die Red Wings scheiterten ĂŒberraschend in der ersten Runde. 2004 drang die Mannschaft bis ins Conference-Halbfinale vor. Mit Curtis Joseph und Dominik HaĆĄek hatte diese in diesem Jahr eines der vielleicht prominentesten TorhĂŒterteams in der NHL-Geschichte.
Die Saison 2004/05 wurde abgesagt, da sich die Liga, die Teambesitzer und die Spieler nicht auf ein neues Collective Bargaining Agreement, eine Art Tarifvertrag in dem MindestgehÀlter, Gehaltsobergrenzen und weitere wirtschaftliche Regelungen festgehalten werden, einigen konnten. Es kam zum Lockout und die Parteien einigten sich erst im Juli 2005 auf ein neues Abkommen.
Die neuen Regelungen hatten Folgen. So wurde eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen US-Dollar festgelegt. Die Red Wings, die durch Gewinne aus den vergangenen Jahren viele Starspieler verpflichtet hatten, die dementsprechend verdienten, waren durch die Regelung klar benachteiligt und mussten sich von einigen Spielern trennen. So bezahlten sie Darren McCarty, Derian Hatcher und Ray Whitney ihre VertrĂ€ge aus, um sich von ihnen zu trennen. Die StartorhĂŒter Dominik HaĆĄek und Curtis Joseph erhielten keine neuen VertrĂ€ge, stattdessen wurde Chris Osgood als Goalie verpflichtet, der bis 2001 bereits acht Jahre in Detroit gespielt hatte und die finanziell billigere Lösung war. Mit Manny Legace, hinter HaĆĄek, Joseph und auch Osgood lange Zeit ErsatztorhĂŒter, sowie dem jungen Jimmy Howard hatten die Red Wings das gĂŒnstige TorhĂŒtergespann komplett. Mit Mike Babcock wurde auĂerdem ein neuer Trainer verpflichtet. Ex-Trainer Dave Lewis arbeitete weiter bei den Red Wings als Scout, ĂŒbernahm jedoch 2006 den Trainerposten in Boston.
Trotz der vielen AbgÀnge spielten die Red Wings 2005/06 herausragendes Eishockey und schlossen die regulÀre Saison auf dem ersten Platz der NHL ab. In der ersten Runde der Play-offs trat die Mannschaft gegen die Edmonton Oilers an. Nachdem die Serie nach vier Partien mit jeweils zwei Siegen ausgeglichen stand, sicherten sich die Oilers mit zwei weiteren Erfolgen in sechs Spielen den Einzug in die nÀchste Runde.
Am 21. November 2005 im Spiel gegen die Nashville Predators brach Verteidiger JiĆĂ Fischer mit einem Herzstillstand auf der Bank zusammen. Teamarzt Tony Colucci startete sofort WiederbelebungsmaĂnahmen, die Erfolg hatten. Fischer wurde ins Krankenhaus gebracht und das Spiel abgebrochen.
Nach 23 Jahren bei den Red Wings nahm Steve Yzerman im Sommer 2006 seinen Abschied. Yzerman war 20 Jahre lang KapitĂ€n des Teams und trug damit lĂ€nger als jeder andere Spieler in der Geschichte der NHL das âCâ auf seinem Trikot. Als Yzerman zur Mannschaft stieĂ, hatten sie gerade zum fĂŒnften Mal in Folge die Play-offs verpasst. In der Zeit, die Yzerman zum Team gehörte, wurde lediglich zweimal die Endrunde nicht erreicht. Yzerman wurde zum Symbol des Wiederaufstiegs der Red Wings und fĂŒhrte das Team aus den unteren Tabellenregionen bis hin zu drei Stanley Cups. Am 2. Januar 2007 wurde in einer feierlichen Zeremonie, an der auch viele ehemalige Teamkollegen und GröĂen des Eishockeysports teilnahmen, Steve Yzerman mit einem Banner geehrt, das an die Hallendecke der Joe Louis Arena gehĂ€ngt wurde. Auf dem Banner ist neben der Nummer 19 auch ein âCâ abgebildet.
Sein Nachfolger als MannschaftskapitĂ€n wurde der Schwede Nicklas Lidström, der damit als erster EuropĂ€er das âCâ der Red Wings trĂ€gt.
Das Gesicht des Teams Ă€nderte sich weiter. Neben Steve Yzerman verlieĂ mit Brendan Shanahan nach zehn Jahren eine weitere wichtige StĂŒtze das Team, dafĂŒr kehrte Dominik HaĆĄek nach Detroit zurĂŒck. AuĂerdem wurde die Defensive durch Danny Markow verstĂ€rkt.
In der Saison 2006/07 spielte das Team wieder an der Spitze der Liga mit. Im Angriff stachen besonders Henrik Zetterberg und Pawel Dazjuk hervor, die zusammen mit Tomas Holmström die erste Sturmreihe bildeten. Zudem bekamen die jungen Spieler um JiĆĂ Hudler und Valtteri Filppula die Chance sich zu beweisen. Doch die Saison war auch vom Verletzungspech der Red Wings gezeichnet. FĂŒr eine kurze Zeit mussten die jungen Jimmy Howard und Joey MacDonald das TorhĂŒtergespann bilden, als HaĆĄek und Osgood verletzt fehlten. Auf der Verletzungsliste standen auch Zetterberg, Daniel Cleary, Mathieu Schneider, Mikael Samuelsson und Niklas Kronwall, die allesamt als wichtige StĂŒtzen des Teams gelten, doch dank eines ausgeglichenen Kaders konnten die AusfĂ€lle zum gröĂten Teil kompensiert werden. Kurz vor dem Ende der Transferperiode im Februar 2007 wurden mit Kyle Calder und Todd Bertuzzi noch zwei weitere StĂŒrmer verpflichtet. WĂ€hrend sich Bertuzzis DebĂŒt noch auf Grund einer Verletzung verzögerte, konnte Calder gleich fĂŒr die Red Wings aufs Eis gehen. Am Ende der regulĂ€ren Saison konnten sie zum sechsten Mal in Folge den Gewinn der Central Division feiern und belegten zum dritten Mal hintereinander den ersten Platz in der Western Conference. Allerdings schwĂ€chelte das Team in der Chancenauswertung und brauchte im Schnitt mehr SchĂŒsse als jede andere Mannschaft um ein Tor zu erzielen.
Im April 2007 erhielt Pawel Dazjuk einen etwa 45 Millionen US-Dollar schweren Sieben-Jahresvertrag. Nie wurde ein Spieler vorher so lange an das Team gebunden.
In den folgenden Play-offs bezwangen sie in der ersten Runde die Calgary Flames nach sechs Spielen. Ebenfalls sechs Spiele dauerte die Serie gegen die San Jose Sharks an, welche die Red Wings ebenfalls bezwingen konnten. In der dritten Runde folgte in sechs Partien gegen die Anaheim Ducks das Ausscheiden aus dem Wettbewerb.
Nach dem Ende der Saison verlieĂen mit Mathieu Schneider und Robert Lang zwei Spieler die Red Wings, die in den vergangenen Jahren zu den wichtigen StĂŒtzen der Mannschaft gehörten. Keinen neuen VertrĂ€ge erhielten ebenfalls Kyle Calder, Todd Bertuzzi und Danny Markow. Als VerstĂ€rkung fĂŒr die Defensive wurde Brian Rafalski von den New Jersey Devils verpflichtet.
Den Red Wings gelang ein guter Start in die Saison 2007/08 und bereits nach dem ersten Monat belegten sie den ersten Platz der Liga. Als wichtigster Spieler in der Anfangsphase der Saison entpuppte sich StĂŒrmer Henrik Zetterberg, der zeitweise die Scorerliste anfĂŒhrte. Trotz einer SchwĂ€chephase im November behaupteten die Red Wings die Spitzenposition und bauten den Vorsprung auf die Verfolger aus. Die Ăberraschung in der Mannschaft war ErsatztorhĂŒter Chris Osgood, der wĂ€hrend einer Verletzungspause von StammtorhĂŒter HaĆĄek durch sehr gute Leistungen ĂŒberzeugen konnte und zum Lohn eine Einladung fĂŒr das NHL All-Star Game im Januar erhielt. In eine erste gröĂere Krise gerieten die Red Wings als sie im Februar mit sechs Niederlagen in Folge die lĂ€ngste Niederlagenserie seit 17 Jahren hinnehmen mussten.[1] Begleitet wurde diese Serie mit dem Ausfall von mehr als der HĂ€lfte der Verteidigung, als Nicklas Lidström, Brian Rafalski, die bis zu diesem Zeitpunkt die punktbesten Verteidiger der Saison waren, Niklas Kronwall und der 46-jĂ€hrige Chris Chelios verletzungsbedingt pausieren mussten. Trotzdem konnte die Mannschaft den ersten Platz in der Liga behaupten und Pawel Dazjuk sowie Henrik Zetterberg kamen in der Scorerliste unter die besten zehn Spieler.
In den Play-offs trafen die Red Wings in der ersten Runde auf die Nashville Predators, gegen die man auch gleich die ersten zwei Heimspiele gewinnen konnte, jedoch auf Grund schwacher Leistungen von TorhĂŒter HaĆĄek die folgenden zwei Spiele in Nashville verlor. Chris Osgood ĂŒbernahm daraufhin den Posten im Tor und die Red Wings gewannen die Serie schlieĂlich mit 4â2. In der zweiten Runde gewann die Mannschaft in vier Spielen gegen die Colorado Avalanche und zog ins Finale der Western Conference ein. Johan FranzĂ©n war dabei einer der wichtigsten Spieler, da er einen neuen NHL-Rekord mit neun Toren in einer vier Spiele andauernden Playoff-Serie aufstellte. Im Conference Finale waren die Dallas Stars der Gegner. Die Red Wings gingen in der Serie mit 3â0 in FĂŒhrung, mussten daraufhin aber zwei Niederlagen hinnehmen. Im sechsten Spiel sicherte die Mannschaft schlieĂlich doch den fĂŒnften Einzug ins Stanley Cup-Finale innerhalb von 13 Jahren. Dort bezwang man das junge Team um Sidney Crosby, die Pittsburgh Penguins, mit 4-2 und gewann den vierten Stanley Cup in den letzten elf Jahren.
Zur Saison 2008/09 beendeten Dallas Drake und Dominik HaĆĄek ihre Karrieren, wĂ€hrend sich die Mannschaft mit StĂŒrmer MariĂĄn Hossa verstĂ€rkte. Zwar konnte das Team in der regulĂ€ren Saison weiterhin mit den besten Mannschaften mithalten, doch zeigten sie vor allem in der Defensive SchwĂ€chen, nachdem man in der Meisterschaftsaison noch die beste Verteidigung der Liga stellte. In den Play-offs prĂ€sentierte Detroit souverĂ€ner, gewann die erste Runde mit 4â0 gegen die Columbus Blue Jackets, ehe die folgende Serie gegen die Anaheim Ducks ĂŒber die volle LĂ€nge von sieben Spielen ausgetragen wurde. Nachdem auch die Chicago Blackhawks besiegt waren, trafen die Red Wings im Stanley Cup-Finale erneut auf die Pittsburgh Penguins, sodass es zur Neuauflage der Finalserie des Vorjahres kam. In den ersten sechs Spielen der Serie nutzten beiden Mannschaft jeweils ihren Heimvorteil und es stand 3â3. Im entscheidenden siebten Spiel gelang den Pittsburgh Penguins der einzige AuswĂ€rtssieg der Serie, womit die Titelverteidigung der Red Wings gescheitert war.
In ihrer ersten Saison bestritt das Franchise aus Detroit seine Heimspiele auf kanadischem Boden in der Border Cities Arena. Weil die neue Arena in Detroit noch nicht fertiggestellt war, wich man nach Windsor in der kanadischen Provinz Ontario aus, wo man in der 9.000 Zuschauer fassenden Eishalle spielte.
1927 zog die Mannschaft schlieĂlich ins Detroit Olympia ein, das Platz fĂŒr 16.700 Zuschauer bot. Am 22. November 1927 bestritten sie das erste Heimspiel im neuen Stadion gegen die Ottawa Senators. Die Detroit Red Wings feierten in der Arena viele Erfolge, darunter sieben Stanley Cup-Siege, aber auch die gröĂte Krise der Mannschaft in den sechziger und siebziger Jahren steht mit dem Detroit Olympia in Verbindung.
Mitte der siebziger Jahre kam innerhalb des Managements der Wunsch nach einer neuen Arena auf. Die Umgebung des Detroit Olympia hatte sich in den vergangenen Jahren zusehends verschlechtert. Bereits 1967 kam es in der Nachbarschaft zu Rassenunruhen, die 43 Tote forderte. Die Teambesitzer erwĂ€gten einen Umzug in einen der Vororte der GroĂstadt, doch eine Offerte der Stadtverantwortlichen fĂŒr eine neue Arena in zentraler Lage stimmte die Red Wings schlieĂlich um, sodass die Joe Louis Arena, benannt nach dem Schwergewichtsboxer Joe Louis, gebaut wurde. Am 15. Dezember 1979 spielten die Detroit Red Wings ihr letztes Heimspiel im Detroit Olympia und verabschiedeten sich nach 52 Jahren von dieser SpielstĂ€tte.
Am 27. Dezember 1979 bestritten die Red Wings ihr erstes Spiel in der Joe Louis Arena gegen die St. Louis Blues. In der neuen 20.066 Zuschauer fassenden Arena gelang es dem Team ihre lange Krise zu ĂŒberwinden und an die erfolgreichen Jahrzehnte im Detroit Olympia anzuknĂŒpfen. Vier Stanley-Cup-Siege konnten sie seit der Eröffnung feiern.
1982 kaufte Mike Ilitch die Red Wings fĂŒr 8 Mio. US-Dollar von Bruce Norris und hatte groĂen Anteil am Wandel von einem der schwachen Teams zu einem Spitzenteam, dessen Wert sich 2008 auf ca. 303 Mio. US-Dollar belief. Ilitch hatte sich Ende der 1950er Jahre gegen eine Karriere als Baseball-Profi bei den Detroit Tigers und fĂŒr eine Karriere als PizzabĂ€cker entschieden. Sein Erfolg mit Little Caesarâs Pizza gab ihm die Möglichkeit nach den Wings auch 1992 die Tigers zu kaufen. FĂŒr seine Verdienste um das Eishockey wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen und mit der Lester Patrick Trophy geehrt.
Zu den Red Wings, wie zu allen anderen NHL-Teams, gehören auch Mannschaften in niederklassigeren Ligen, sogenannte Farmteams. Im Falle der Red Wings sind dies die Grand Rapids Griffins in der American Hockey League sowie die Flint Generals und die Port Huron Icehawks in der International Hockey League. Bis zur Saison 1998/99 waren die Adirondack Red Wings, eines der Àltesten und traditionsreichsten Teams der AHL, das Farmteam. Von 1999/2000 bis 2001/02 teilte sich das Franchise mit den Mighty Ducks of Anaheim die Cincinnati Mighty Ducks.
Die Farmteams der Detroit Red Wings seit 1932:[2]
|
|
|
Einen besonderen Brauch gibt es in Detroit wÀhrend der Playoffs: Die Fans werfen Tintenfische aufs Eis. Dieser Brauch besteht seit 1952, als der FischhÀndler Peter Cusimano einen achtarmigen Oktopus aufs Eis geworfen hatte, um zu symbolisieren, dass man damals acht Siege benötigte, um den Stanley Cup zu gewinnen. Die Red Wings holten in diesem Jahr den Cup und eine Tradition war geboren und ist bis heute erhalten geblieben.
Al Sobotka, Eismaschinenfahrer und als Eis-Manager hauptverantwortlich fĂŒr die SpielflĂ€che der Joe Louis Arena, ist der Leidtragende der Oktopus-WĂŒrfe, da er die toten Tiere vom Eis aufsammeln muss. Dies nutzt er allerdings um selbst das Publikum anzuheizen, indem er einen aufgesammelten Oktopus an den Armen greift und ĂŒber seinen Kopf schleudert. Diese Tradition erfuhr aber in der Playoffs 2008 einen DĂ€mpfer, als die Ligaleitung beschloss, dass nur noch der Linienrichter die Tintenfische entsorgen darf. Doch diese Regelung wurde nur wenig spĂ€ter etwas gelockert und die NHL erlaubte es Sobotka die Tintenfische an der Einfahrt fĂŒr die Eismaschinen ĂŒber seinem Kopf zu schleudern. Zudem erklĂ€rte ein FischhĂ€ndler aus Pittsburgh im selben Jahr, dass er wĂ€hrend den Heimspielen der Pittsburgh Penguins im Stanley Cup-Finale gegen Detroit an AnhĂ€nger der Red Wings keine Tintenfische verkaufen werde.
Abgeleitet aus der Oktopus-Tradition ist auch das Maskottchen âAlâ entstanden, das den Namen zu Ehren Sobotkas erhalten hat. WĂ€hrend den Playoffs hĂ€ngen zwei groĂe Oktopus-Figuren unter dem Dach der Joe Louis Arena, deren 16 Arme die 16 Siege symbolisieren, die eine Mannschaft heute zum Gewinn des Stanley Cup braucht.[3]
Traditionelle RivalitĂ€ten pflegen die Detroit Red Wings zu den anderen fĂŒnf Mannschaft der Original Six, den verbliebenen Mannschaften aus den Anfangsjahren der NHL. Jedoch spiegelt sich das nicht in besonderer Form auf dem Eis wider.
Mitte der neunziger Jahre entstand eine RivalitĂ€t mit der Colorado Avalanche. Im Conference Finale der Playoffs 1996 erlitt Red Wings-Spieler Kris Draper schwere Gesichts- und Kopfverletzungen, nachdem er von Gegenspieler Claude Lemieux in die Bande gecheckt wurde. Colorado gewann im weiteren Verlauf die Serie und im Finale schlieĂlich den Stanley Cup. In der darauffolgenden Saison kam es im aufgrund des Vorfalls aus dem Vorjahr in einem Spiel zu einer MassenschlĂ€gerei auf dem Eis zwischen beiden Mannschaft im Brawl in Hockeytown. Nur einige Wochen spĂ€ter trafen beide Teams erneut im Conference Finale aufeinander und diesmal ging Detroit als Sieger hervor, die schlieĂlich auch den Stanley Cup gewannen.
Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzung zwischen beiden Mannschaften. Nicht nur aufgrund des Vorfalls von 1996, sondern auch weil beide Mannschaften zur damaligen Zeit zu den besten Teams der Liga gehörten, zwischen 1996 und 2002 gemeinsam fĂŒnfmal den Stanley Cup gewannen und regelmĂ€Ăigen in den Playoffs aufeinandertrafen. 1999 und 2000 musste sich Detroit bereits im Conference Halbfinale Colorado geschlagen geben. In den Playoffs 2002 lagen die Red Wings im Conference Finale bereits mit 2:3 in der Serie zurĂŒck, ehe Colorados TorhĂŒter Patrick Roy, der einer der Protagonisten der RivalitĂ€t war, durch einen schweren Fehler im sechsten Spiel den Detroit Red Wings zum 3:3-Ausgleich verhalf. Roy nahm an, dass er den Puck mit seinem Fanghandschuh gefangen hĂ€tte und riss seine Hand in die Luft. Doch der Puck lag noch auf dem Eis und die Red Wings nutzten die Unachtsamkeit Roys aus. Der Fehler wurde spĂ€ter unter den Fans der Red Wings unter dem Namen Statue of Liberty bekannt. Im entscheidenden siebten Spiel wurde Roy und die Avalanche mit einem 7:0 gedemĂŒtigt und Detroit zog weiter auf dem Weg zu einem weiteren Stanley Cup-Sieg.
Dies stellte auch den inoffiziellen Schlusspunkt der RivalitĂ€t beider Mannschaft dar, weil viele Spieler aus dem Jahr 1996 mittlerweile fĂŒr andere Mannschaften spielten oder ihre Karriere beendet hatten. Die RivalitĂ€t kĂŒhlte daraufhin ab.
Ein prominenter Fan der Detroit Red Wings ist die Figur âDr. Percival âPerryâ Coxâ (gespielt von John C. McGinley) in der US-amerikanischen Krankenhaus-Sitcom Scrubs â Die AnfĂ€nger. In der Serie trĂ€gt Dr. Cox hĂ€ufig das Red-Wings-Trikot und erklĂ€rt in einer Folge einem jungen Arzt sogar, âwarum die Detroit Red Wings das beste Profi-Sportteam aller Zeiten sindâ.
âTim Taylorâ (gespielt von Tim Allen) aus der Fernsehserie Hör mal, wer da hĂ€mmert ist ebenfalls ein Fan der Red Wings, weshalb er in manchen Folgen das Trikot des Teams aus Michigan trĂ€gt.
Ebenfalls war Tupac Amaru Shakur (2Pac) ein Detroit-Red-Wings-Fan. Er trÀgt in vielen seiner Musikvideos das Shirt der Red Wings.
Ein weiterer Fan der Detroit Red Wings ist die Figur âJoey Gladstoneâ (gespielt von Dave Coulier) in der Serie Full House. Er trĂ€gt ebenfalls oft ein Trikot der Red Wings und sehr selten auch ein Trikot der Detroit Tigers.
Als das Franchise 1926 unter dem Namen Detroit Cougars gegrĂŒndet wurde, waren die Teamfarben bereits rot und weiĂ. Das Trikot in der DebĂŒtsaison war dementsprechend hauptsĂ€chlich weiĂ mit einem roten Brustring, auf dem ein gotisches âDâ zu sehen war. Zudem gab es an jedem Ărmel einen roten Streifen. Nach der ersten Spielzeit wurde das Trikotdesign dahingehend geĂ€ndert, dass ober- und unterhalb des Brustrings noch zwei weitere schmalere Ringe hinzu kamen und auf der Brust âDetroitâ zu lesen war. Als der Name der Mannschaft 1930 in Detroit Falcons geĂ€ndert wurde, trat die Mannschaft in mit rot-weiĂen Querstreifen auf und der Aufschrift des Teamnamens.
1932 kam es erneut zu einer NamensĂ€nderung, als James Norris sr. das Franchise kaufte. Norris hatte als junger Mann fĂŒr den Montreal Hockey Club gespielt, die wegen ihres Emblems, einem Rad mit FlĂŒgeln, auch Winged Wheelers genannt wurden. Inspiriert davon entschied er, dass seine Mannschaft aus Detroit ebenfalls mit einem geflĂŒgelten Rad auf dem Trikot auflaufen sollte und der Teamname in Red Wings umbenannt wird.
Seitdem wurde das Design der Trikots nur minimal verĂ€ndert wurden. Signifikant fĂŒr das rote Trikot ist dabei ein weiĂer Streifen auf dem Ărmel in Höhe des Ellenbogen sowie ein weiĂer Streifen unterhalb des Teamlogos, dass bei allen NHL-Teams die Brustpartie bestimmt. Dieser Bruststreifen ist auch in roter Farbe auf den weiĂen Trikots vorzufinden, bei diesen sind zudem die Arme in der Farbe rot gehalten.
Die wichtigste Ănderung des Trikotdesigns zur Saison 2007/08 war ein ligaweiter AusrĂŒsterwechsel, am Design der Red-Wings-Trikots Ă€nderte sich jedoch, wie bei allen anderen Teams der traditionellen Original Six, bis auf minimale Abweichungen nichts. Nach den Vorschriften der Liga muss das Heimtrikot seit 2003 in einer dunklen, das AuswĂ€rtstrikot in einer hellen Grundfarbe gestaltet sein. FĂŒr die AusrĂŒstung der Red Wings bedeutet dies, dass das Team bei Heimspielen in den roten, bei AuswĂ€rtsspielen in den weiĂen Jerseys antritt.
| Stanley Cups | |
| Saison | |
| 1935/36, 1936/37, 1942/43, 1949/50, 1951/52, 1953/54, 1954/55, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 | |
| Presidents' Trophies | |
| Saison | |
| 1994/95, 1995/96, 2001/02, 2003/04, 2005/06, 2007/08 | |
| Conference Championships | Saison |
| Clarence S. Campbell Bowl | 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08, 2008/09 |
| Prince of Wales Trophy | 1933/34, 1935/36, 1936/37, 1942/43*, 1949/50*, 1950/51*, 1951/52*, 1952/53*, 1953/54*, 1954/55*, 1956/57*, 1964/65* |
| Division Championships | Saison |
| American Division | 1933/34, 1935/36, 1936/37 |
| Norris Division | 1987/88, 1988/89, 1991/92 |
| Central Division | 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1998/99, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2006/07, 2007/08, 2008/09, 2010/11 |
* In der Zeit der âOriginal Sixâ wurde in nur einer Division gespielt. Das
beste Team der regulÀren Saison erhielt die Prince of Wales Trophy.
1934 kamen die Detroit Red Wings zu ihrer ersten von insgesamt 23 Finalteilnahmen um den Stanley Cup und unterlagen gegen die Chicago Blackhawks. Zwei Jahre spĂ€ter in der Saison 1935/36 gewannen sie schlieĂlich erstmals die TrophĂ€e und verteidigten den Titel im Jahr darauf. In den vierziger Jahren standen die Red Wings sechsmal im Finale, konnten aber nur einmal die Meisterschaft gewinnen und mussten sich in vier Finals alleine den Toronto Maple Leafs geschlagen geben. Die ersten Jahre des folgenden Jahrzehnt dominierte das Franchise aus Detroit und gewann von 1950 bis 1955 vier Stanley Cups.
Danach begann eine lange Durststrecke von 42 Jahren, in denen sie zu sechs Finalteilnahmen kamen, die jedoch alle ohne Erfolg blieben. Erst 1997 konnten sie wieder das Stanley Cup-Finale fĂŒr sich entscheiden und lieĂen eine erfolgreiche Titelverteidigung im nĂ€chsten Jahr folgen. 2002 gewannen die Red Wings als erstes US-amerikanischen NHL-Team zum zehnten Mal den Stanley Cup und fĂŒgten in der Saison 2007/08 einen weiteren hinzu.
Neben dem Stanley Cup konnten die Detroit Red Wings noch weitere NHL-TrophĂ€en gewinnen. Die Prince of Wales Trophy gewannen sie zwölfmal, davon dreimal als sie von 1924 bis 1938 fĂŒr das besten Team der American Division verliehen wurde und neunmal als sie von 1939 bis 1967 die beste Mannschaft der regulĂ€ren Saison erhielt. Mittlerweile wird die TrophĂ€e an den Playoff-Sieger der Eastern Conference vergeben, wodurch die Red Wings die Prince of Wales Trophy nicht mehr gewinnen können. Das GegenstĂŒck zu ihr, den Clarence S. Campbell Bowl, gewann Detroit 1995 erstmals als Sieger der Western Conference-Playoffs und erhielt diese TrophĂ€e mittlerweile sechsmal.
Die seit 1986 verliehene Presidents' Trophy fĂŒr den Meister der regulĂ€ren Saison ging zum ersten Mal nach der Saison 1994/95 nach Detroit. Seitdem feierten die Red Wings fĂŒnf weitere Gewinne der Auszeichnung und sind mit sechs Erfolgen Rekordhalter, gefolgt von fĂŒnf Mannschaften mit je zwei TrophĂ€en.
Zudem gewann das Team in seiner Geschichte 19 Divisions-Meisterschaften. Je dreimal waren sie die beste Mannschaft der American Division und der Norris Division. Die 1993 gegrĂŒndete Central Division fĂŒhrten sie in 13 von 17 Spielzeiten an, darunter in acht aufeinanderfolgenden Saisons von 2001 bis 2009, nur unterbrochen durch die wegen des Lockout abgesagten Saison 2004/05 als es keinen Sieger gab.
Art Ross Trophy: Zwei Spieler in der Geschichte der Red Wings konnten die TrophĂ€e fĂŒr den besten Scorer der Saison gewinnen. Ted Lindsay erhielt sie 1950, wĂ€hrend Gordie Howe in den folgenden vier Jahren Punktbester der Liga war und noch weitere zwei Male die TrophĂ€e in Empfang nehmen durfte.
Bill Masterton Memorial Trophy: Brad Park erhielt die TrophĂ€e als erster Spieler von Detroit 1984 fĂŒr seine Hingabe zum Eishockeysport, nachdem er im Alter von 35 Jahren einen neuen Teamrekord fĂŒr die meisten Torvorlagen durch einen Verteidiger aufstellte. 2003 wurde die TrophĂ€e Steve Yzerman verliehen, weil er trotz starker Verletzungsprobleme in der Vorsaison den Red Wings zum Gewinn des Stanley Cup verhalf.
Calder Memorial Trophy: Zur EinfĂŒhrung der Auszeichnung fĂŒr den besten Neuprofi in der Saison 1932/33 wurde mit Carl Voss gleich ein Spieler der Red Wings ausgezeichnet. Der nĂ€chste Spieler der Red Wings war 1948 Jim McFadden. Er hatte in seiner Premierensaison 48 Punkte erzielt und mit Detroit das Finale um den Stanley Cup erreicht. 1951 wurde TorhĂŒter Terry Sawchuk ausgezeichnet, der sich zu einer festen GröĂe in der Liga entwickelte. Sein Nachfolger im Tor, Glenn Hall, debĂŒtierte fĂŒnf Jahre spĂ€ter und erhielt diese Ehrung ebenfalls. Mit Roger Crozier erhielt 1965 ein weiterer TorhĂŒter der Red Wings die Auszeichnung als bester Rookie.
Conn Smythe Trophy: Die Ehrung fĂŒr den wertvollsten Spieler der Play-offs ging im zweiten Jahr ihres Bestehens an Detroits TorhĂŒter Roger Crozier, obwohl die Mannschaft das Stanley Cup-Finale 1966 verlor. Erst 31 Jahre spĂ€ter erhielt mit Mike Vernon wieder ein Spieler der Red Wings und erneut ein TorhĂŒter die TrophĂ€e, aber diesmal nach einer erfolgreichen Finalserie. Im Jahr darauf war es Steve Yzerman, der mit sechs Toren und 18 Vorlagen, wertvollster Spieler der Endrunde war. 2002 erhielt mit dem schwedischen Verteidiger Nicklas Lidström erstmals ein EuropĂ€er diese Auszeichnung. Sechs Jahre spĂ€ter folgte mit seinem Landsmann Henrik Zetterberg der zweite europĂ€ische PreistrĂ€ger, der sowohl durch seine Offensivleistungen als auch durch seine DefensivqualitĂ€ten ĂŒberzeugte.
Frank J. Selke Trophy: Der Russe Sergei Fjodorow gewann die Auszeichnung fĂŒr den StĂŒrmer mit den besten DefensivqualitĂ€ten erstmals 1994 und erhielt die TrophĂ€e 1996 ein zweites Mal. Steve Yzerman, der sich in den neunziger Jahren von einem ausschlieĂlich offensiv spielenden StĂŒrmer zu einem sehr guten Allrounder gewandelt hatte, wurde im Jahr 2000 ausgezeichnet. Mit Kris Draper erhielt ein Spieler der defensiven Grind Line 2004 die Auszeichnung. 2008 erhielt mit Pawel Dazjuk wieder ein russischer Spieler aus Detroit die TrophĂ€e fĂŒr sein Spiel in der eigenen Verteidigungszone und wiederholte den Erfolg in den folgenden beiden Jahren.
Hart Memorial Trophy: Verteidiger Ebbie Goodfellow war der erste Red Wings, der 1940 als wertvollster Spieler der NHL ausgezeichnet wurde. 1949 erhielt Sid Abel die Ă€lteste Auszeichnung der Liga nach der bis dahin besten Saison seiner Karriere. Von 1952 bis 1963 erhielt Gordie Howe die TrophĂ€e sechsmal. Ăfter wurde zuvor kein anderer Spieler als MVP geehrt und nur Wayne Gretzky konnte diesen Rekord brechen. Sergei Fjodorow erhielt die Auszeichnung 1994 als vierter Red Wing, nachdem er in der Saison seine FĂ€higkeiten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive unter Beweis gestellt hatte.
James Norris Memorial Trophy: Red Kelly war 1954 der erste Spieler, der die erstmals vergebene Auszeichnung fĂŒr den besten Verteidiger erhielt, nachdem er bereits in den Jahren zuvor einer der besten offensiven Verteidiger war. Erst ĂŒber 40 Jahre spĂ€ter konnte 1995 mit Paul Coffey wieder ein Spieler aus Detroit die TrophĂ€e gewinnen, der ebenfalls durch sein offensives Spiel beeindrucken konnte. Von 2001 bis 2008 war der Schwede Nicklas Lidström der dominierende Mann unter den Verteidigern und erhielt die Auszeichnung in sechs von sieben Spielzeiten. Nur zwei Spieler wurden in der NHL-Geschichte öfter ausgezeichnet.
Jack Adams Award: Bobby Kromm erhielt 1978 die Auszeichnung als bester Trainer der NHL, als er die Detroit Red Wings erstmals nach acht Jahren wieder in die Playoffs gefĂŒhrt hatte. Jacques Demers wurde sogar zweimal in Folge in den Jahren 1987 und 1988 ausgezeichnet, nachdem sich die Red Wings innerhalb von zwei Spielzeiten von 40 auf 93 Punkte steigern konnten. 1996 wurde schlieĂlich Scotty Bowman geehrt, der mit den Red Wings 62 Siege in der regulĂ€ren Saison errang und somit einen neuen NHL-Rekord aufstellte.
King Clancy Memorial Trophy: Brendan Shanahan wurde als erster und bisher einziger Spieler der Red Wings 2003 fĂŒr seine FĂŒhrungsqualitĂ€ten und sein soziales Engagement ausgezeichnet.
Lady Byng Memorial Trophy: 1937 erhielt mit Marty Barry erstmals ein Red Wing die Auszeichnung fĂŒr den Spieler, der einen hohen sportlichen Standard mit Fairness am besten kombiniert. Barry hatte die beste Saison seiner Karriere gespielt und in 44 Spielen nur sechs Strafminuten verbĂŒĂen mĂŒssen. Bill Quackenbush wurde 1949 geehrt, da er keine einzige Strafe erhalten hatte. Verteidiger Red Kelly erhielt die Auszeichnung gleich dreimal und Earl Reibel wurde 1956 ausgezeichnet. Alex Delvecchio, der in seiner Karriere in 1550 Spielen auf dem Eis stand, aber nur 383 Strafminuten erhalten hatte, gewann die TrophĂ€e dreimal. In der Saison 1974/75 war Marcel Dionne drittbester Scorer der Liga und gehörte mit 14 Strafminuten auch zu den fairsten, weshalb er die TrophĂ€e erhielt. Ăber 30 Jahre spĂ€ter konnte Pawel Dazjuk von 2006 bis 2009 die Auszeichnung viermal in Folge gewinnen.
Lester B. Pearson Award: Yzerman war mit 155 Punkten zwar nur drittbester Scorer in der Saison, doch die Aktiven der Liga wÀhlten ihn 1989 trotzdem zum besten Spieler der Spielzeit. 1994 erhielt Sergei Fjodorow die Auszeichnung, nachdem er die beste Saison seiner Karriere absolviert hatte.
Lester Patrick Trophy: Bisher wurden zehn Personen, die der Organisation der Red Wings angehörten, fĂŒr ihr Engagement um den Eishockeysport in den USA geehrt. Detroits langjĂ€hriger General Manager und Trainer Jack Adams war 1966 die erste Persönlichkeit ĂŒberhaupt, die mit der TrophĂ€e geehrt wurde. Es folgten bis 1975 die Spieler Gordie Howe, Alex Delvecchio und Terry Sawchuk sowie Trainer Tommy Ivan und Teambesitzer Bruce Norris. 1991 wurde mit Mike Illitch ein weiterer Besitzer der Red Wings ausgezeichnet und 2001 erhielt Trainer Scotty Bowman die Ehrung. Alleine im Jahr 2006 wurden mit Steve Yzerman, Reed Larson und Marcel Dionne drei ehemalige Aktive ausgezeichnet.
Mark Messier Leader of the Year Award: Als der Preis fĂŒr den Spieler, der durch seine Leistungen und FĂŒhrungsqualitĂ€ten herausragt, im Jahr 2007 verliehen wurde, war Chris Chelios der erste PreistrĂ€ger. Der damals 45-jĂ€hrige Verteidiger hatte gerade seine 23. Saison in der NHL hinter sich und war im Laufe seiner Karriere MannschaftskapitĂ€n bei zwei Mannschaften.
NHL Foundation Player Award: Die TrophĂ€e fĂŒr den Spieler, der sich besonders fĂŒr wohltĂ€tige Zwecke in der Gesellschaft eingesetzt hat, wurde 2003 an Darren McCarty verliehen.
NHL Plus/Minus Award: Die TrophĂ€e fĂŒr den Spieler mit dem besten Plus/Minus-Wert, ein Indikator fĂŒr Offensiv- als auch DefensivqualitĂ€ten, wurde 1992 an Paul Ysebaert verliehen, der die Liga mit einem Wert von +44 anfĂŒhrte. Der Russe Wladimir Konstantinow setzte sich in dieser Wertung vier Jahre spĂ€ter mit +60 an die Spitze und 2002 sicherte sich Veteran Chris Chelios die TrophĂ€e. 2008 war es Pawel Dazjuk, der statistisch gesehen die beste Kombination aus Offensiv- und Defensivspiel zeigte.
Vezina Trophy: Die bis 1981 fĂŒr die wenigsten Gegentore verliehen TrophĂ€e, die seit 1982 der beste TorhĂŒter der NHL erhĂ€lt, wurde 1937 an Normie Smith vergeben. Einer der HauptgrĂŒnde, dass die Red Wings in der regulĂ€ren Saison 1942/43 trotz des zweitschlechtesten Angriffs die beste Mannschaft waren, war Johnny Mowers, der nur 124 Gegentreffer zulieĂ. 1952 und 1953 gewann Terry Sawchuk mit je 133 Gegentreffern die Auszeichnung und 1955 konnte er die TrophĂ€e ein drittes Mal bekommen, als die Red Wings ein Gegentor weniger erhielten als die Toronto Maple Leafs.
William M. Jennings Trophy: Seit 1982 wird diese TrophĂ€e als Auszeichnung fĂŒr die wenigsten Gegentreffer verliehen und 1996 konnte das TorhĂŒtergespann mit Chris Osgood und Mike Vernon die TrophĂ€e erstmals fĂŒr die Detroit Red Wings gewinnen, da sie 27 Gegentreffer weniger kassierten als die zweitbeste Defensive der Liga. Zwölf Jahre spĂ€ter gewann erneut Osgood die TrophĂ€e, diesmal zusammen mit Dominik HaĆĄek.
NHL All-Rookie Team: In die Auswahl mit den besten Neuprofis der vergangenen Saison schaffte es 1984 Steve Yzerman, der die Rookies dieses Jahrgangs mit 87 Punkten anfĂŒhrte. 1991 gehörte der russische StĂŒrmer Sergei Fjodorow zu den besten sechs DebĂŒtanten und im Jahr darauf stellten die Red Wings mit Nicklas Lidström und Wladimir Konstantinow die gesamte Abwehr der Auswahl. 2003 gelang dem schwedischen Angreifer Henrik Zetterberg als fĂŒnften Red Wings-Spieler der Sprung in das All-Star Team der Neuprofis.
| Name | Anzahl | |
| Meiste Spiele | Gordie Howe | 1.687 (in 25 Spielzeiten) |
| Meiste aufeinanderfolgende Spiele | Alex Delvecchio | 548 (13. Dezember 1956 bis 11. November 1964) |
| Meiste Tore | Gordie Howe | 786 |
| Meiste Vorlagen | Steve Yzerman | 1.063 |
| Meiste Punkte | Gordie Howe | 1.809 (786 Tore + 1.023 Vorlagen) |
| Meiste Strafminuten | Bob Probert | 2.090 |
| Meiste Shutouts | Terry Sawchuk | 85 |
* aktiver Spieler; Stand nach Ende Saison 2009/10
| Name | Anzahl | Saison | |
| Meiste Tore | Steve Yzerman | 65 | 1988/89 |
| Meiste Vorlagen | Steve Yzerman | 90 | 1988/89 |
| Meiste Punkte | Steve Yzerman | 155 (65 Tore + 90 Vorlagen) | 1988/89 |
| Meiste Punkte als Rookie | Steve Yzerman | 87 (39 Tore + 48 Vorlagen) | 1983/84 |
| Meiste Punkte als Verteidiger | Nicklas Lidström | 80 (16 Tore + 64 Vorlagen) | 2005/06 |
| Meiste Strafminuten | Bob Probert | 398 | 1987/88 |
| Meiste Siege als TorhĂŒter | Terry Sawchuk | 44 | 1950/51 1951/52 |
Erster Trainer des Franchise war Art Duncan, der als Spielertrainer auftrat und noch wĂ€hrend der Premierensaison von Duke Keats abgelöst wurde, der das Traineramt aber nur elf Spiele bis zum Saisonende bekleidete. Im Sommer 1927 ĂŒbernahm der damals 32-jĂ€hrige Jack Adams die Mannschaft, nachdem er erst kurz zuvor seine Spielerkarriere beendet hatte. Die Mannschaft, die bis 1930 noch Detroit Cougars hieĂ, ehe sie in Detroit Falcons umbenannt wurde und zwei Jahre spĂ€ter den heutigen Namen erhielt, erreichte in den ersten vier Jahren unter Adams nur einmal die Playoffs, doch danach gelang der Mannschaft fĂŒr lange Zeit fast immer die Qualifikation. 1934 zogen sie zum ersten Mal in ihrer Geschichte ins Stanley Cup-Finale und gewannen die TrophĂ€e erstmals 1936, worauf in der nĂ€chsten Saison die direkte Titelverteidigung folgte. Zwischen 1941 und 1945 fĂŒhrte Jack Adams die Red Wings in fĂŒnf Spielzeiten viermal ins Finale und sie gewannen in dieser Zeit den dritten Stanley Cup unter seiner Leitung. 1947 trat Jack Adams nach 20 Jahren als Trainer zurĂŒck, um sich auf seine Aufgaben als General Manager des Teams zu konzentrieren. Noch heute ist er mit 413 Siegen der erfolgreichste Trainer in der Geschichte der Detroit Red Wings.
AbkĂŒrzungen: GC = Spiele, W = Siege, L = Niederlagen, T = Unentschieden, OTL = Niederlagen
nach Overtime, Pts = Punkte, Win % = Siegquote
| Name | Saison | RegulÀre Saison | Playoffs | |||||||
| GC | W | L | T | Pts | Win % | GC | W | L | ||
| Art Duncan | 1926/27* | 33 | 10 | 21 | 2 | 22 | . 333 | â | â | â |
| Duke Keats | 1926/27* | 11 | 2 | 7 | 2 | 6 | . 273 | â | â | â |
| Jack Adams | 1927/28â1946/47 | 964 | 413 | 390 | 161 | 987 | . 511 | 101 | 51 | 50 |
| Tommy Ivan | 1947/48â1953/54 | 470 | 262 | 118 | 90 | 614 | . 653 | 67 | 36 | 31 |
| Jimmy Skinner | 1954/55â1957/58* | 247 | 123 | 78 | 46 | 292 | . 591 | 26 | 14 | 12 |
| Sid Abel | 1957/58*â1967/68 | 704 | 286 | 306 | 112 | 684 | . 486 | 65 | 29 | 36 |
* Wechsel wÀhrend der Saison
Adams Nachfolger wurde Tommy Ivan, der bis dahin das Farmteam der Red Wings, die Indianapolis Capitals aus der American Hockey League, trainiert hatte. Ivan hatte einen guten Start in der NHL und zog mit Detroit gleich in seinen ersten beiden Spielzeiten ins Stanley Cup-Finale ein. Dort unterlagen sie aber beide Male den Toronto Maple Leafs, ehe es den Red Wings in Ivans dritter Saison gelang den Pokal zu gewinnen. In den folgenden vier Jahren folgten weitere zwei Meisterschaften, doch im Sommer 1954 wechselte Ivan zu Ligakonkurrent Chicago Blackhawks.
Jimmy Skinner ĂŒbernahm daraufhin den Trainerposten und fĂŒhrte die Red Wings direkt zu einem weiteren Stanley Cup-Erfolg, der gleichzeitig aber auch der letzte fĂŒr ĂŒber vier Jahrzehnte sein sollte. 1956 zog die Mannschaft aber ein weiteres Mal ins Finale ein, wo sie den MontrĂ©al Canadiens unterlagen. Nachdem die Red Wings in der Saison 1956/57 in der regulĂ€ren Saison noch die Spitzenposition belegt hatten, gewannen sie in der darauf folgenden Spielzeit nur 13 von 37 Spielen. Skinner rĂ€umte wĂ€hrend der laufenden Saison seinen Platz aus gesundheitlichen GrĂŒnden und Sid Abel, der lange Zeit als Spieler in Detroit aktiv war, wurde neuer Trainer der Red Wings.
Abel gelang es, dass sich das Team doch noch fĂŒr die Playoffs qualifizieren konnten. Doch 1958/59, als er die Mannschaft zum ersten Mal ĂŒber eine gesamte Saison betreute, verpassten sie erstmals seit ĂŒber 20 Jahren die Qualifikation fĂŒr die Endrunde. Die folgenden neun Jahre waren geprĂ€gt von gemischten Leistungen der Mannschaft. Zwar konnten die Red Wings viermal ins Stanley Cup-Finale einziehen, doch waren die Ergebnisse in der regulĂ€ren Saison oft nur durchschnittlich und dreimal verpasste man sogar den Einzug in die Playoffs.
1968 trat Sid Abel schlieĂlich als Trainer zurĂŒck, blieb dem Franchise aber als General Manager erhalten.
Mit dem Beginn der Expansion im Jahr 1967 der NHL und der Aufstockung um immer mehr Mannschaften in den folgenden Jahren gerieten die Detroit Red Wings in eine schwere Krise. 1968 hatte Bill Gadsby das Traineramt des zurĂŒckgetretenen Sid Abel ĂŒbernommen, doch begann seine Amtszeit gleich mit einem Misserfolg, da die Mannschaft sich nicht fĂŒr die Playoffs qualifizieren konnte. Er trainierte die Mannschaft noch weitere zwei Spiele in der folgenden Saison, ehe Sid Abel wieder das Traineramt ĂŒbernahm und bis zum Ende der Spielzeit die Mannschaft betreute.
| Name | Saison | RegulÀre Saison | Playoffs | |||||||
| GC | W | L | T | Pts | Win % | GC | W | L | ||
| Bill Gadsby | 1968/69â1969/70* | 78 | 35 | 31 | 12 | 82 | . 526 | â | â | â |
| Sid Abel | 1969/70* | 74 | 38 | 21 | 15 | 91 | . 615 | 4 | 0 | 4 |
| Ned Harkness | 1970/71* | 38 | 12 | 22 | 4 | 28 | . 368 | â | â | â |
| Doug Barkley | 1970/71*â1971/72* | 51 | 13 | 31 | 7 | 31 | . 324 | â | â | â |
| Johnny Wilson | 1971/72*â1972/73 | 145 | 67 | 56 | 22 | 156 | . 538 | â | â | â |
| Ted Garvin | 1973/74* | 11 | 2 | 8 | 1 | 5 | . 227 | â | â | â |
| Alex Delvecchio | 1973/74*â1974/75 | 147 | 50 | 76 | 21 | 121 | . 412 | â | â | â |
| Doug Barkley | 1975/76* | 26 | 7 | 15 | 4 | 18 | . 346 | â | â | â |
| Alex Delvecchio | 1975/76*â1976/77* | 98 | 32 | 55 | 11 | 75 | . 383 | â | â | â |
| Larry Wilson | 1976/77* | 36 | 3 | 29 | 4 | 10 | . 139 | â | â | â |
| Bobby Kromm | 1977/78â1979/80* | 231 | 79 | 111 | 41 | 199 | . 431 | 7 | 3 | 4 |
| Ted Lindsay | 1979/80*â1980/81* | 29 | 5 | 21 | 3 | 13 | . 224 | â | â | â |
| Wayne Maxner | 1980/81*â1981/82* | 129 | 34 | 68 | 27 | 95 | . 368 | â | â | â |
| Billy Dea | 1981/82* | 11 | 3 | 8 | 0 | 6 | . 273 | â | â | â |
Auf Abel folgte die gröĂte Durststrecke in der Geschichte der Red Wings, als sie in sieben aufeinanderfolgenden Spielzeiten die Playoffs verpassten und von 1970 bis 1977 von sieben unterschiedlichen Trainern betreut wurden. Ned Harkness, der ohne NHL-Erfahrung engagiert wurde, musste in der Saison 1970/71 bereits nach 38 Spielen gehen und wechselte ins Management. Sein Nachfolger Doug Barkley trainierte die Mannschaft nur 51 Spiele lang, ehe er in der Saison 1971/72 durch Johnny Wilson ersetzt wurde. Unter Wilson konnten die Red Wings ihr Saisonergebnis wieder deutlich verbessern, auch wenn sie die Playoffs nicht erreichten. Doch anstatt an Johnny Wilson festzuhalten, wurde er nach der Saison 1972/73 entlassen. Stattdessen setzte man Ted Gavin, der aber schon nach elf Spielen und nur zwei Siegen vom damaligen General Manager und ehemaligen Spieler Alex Delvecchio abgelöst wurde. Jedoch war auch er nicht in der Lage die Mannschaft in die Erfolgsspur zurĂŒck- oder an die Leistungen unter Johnny Wilson heranzufĂŒhren und so gab er das Traineramt nach zwei Jahren wieder ab. Doug Barkley kehrte daraufhin fĂŒr eine zweite Amtszeit als Trainer zurĂŒck, aber erneut war sein Engagement nur von kurzer Dauer, da die Mannschaft nur sieben von 26 Spielen gewann. Delvecchio sprang wieder als Trainer ein, aber wieder erfolglos und wĂ€hrend der Saison 1976/77 wurde er als Trainer und General Manager entlassen. Bis zum Ende der Spielzeit ĂŒbernahm Larry Wilson, der Bruder von Johnny Wilson, das Traineramt, die Red Wings gewannen aber nur drei von 36 Partien.
Unter Bobby Kromm, der vor der Saison 1977/78 verpflichtet wurde, steigerte die Mannschaft sich schlieĂlich und gleich in seiner DebĂŒtsaison in Detroit gelang die erste Playoff-Qualifikation nach langer Zeit. Kromm erhielt dafĂŒr den Jack Adams Award als bester Trainer der Liga. Jedoch war dies nur ein kurzfristiger Erfolg, schon in der folgenden Spielzeit rutschte die Mannschaft wieder ab und da Kromm sie nicht zurĂŒck in die Playoffs fĂŒhren konnte, musste er nach fast drei Jahren kurz vor Ende der Saison 1979/80 die Red Wings verlassen. Erneut ĂŒbernahm mit Ted Lindsay ein ehemaliger Spieler aus Detroit das Traineramt und erneut ohne Erfolg, sodass er nach nur fĂŒnf Siegen aus 29 Spielen durch Wayne Maxner wĂ€hrend der Saison 1980/81 ersetzt wurde.
Auf Maxner, der die Red Wings keine zwei Jahre betreute, folgte Billy Dea, was den 14. Trainerwechsel in 14 Jahren bedeutete. Auch Dea blieb nur kurz, da er zum Ende der Saison 1981/82 nach nur elf Spielen als Trainer wieder gehen musste.
Nach der Ăbernahme des Teams durch den neuen Besitzer Mike Ilitch wurde mit Nick Polano auch ein neuer Trainer eingesetzt, der in den Jahren zuvor nur in unterklassigen Ligen Erfahrung sammeln konnte. Zwar gelang es ihm 1984 und 1985 die Red Wings zum ersten Mal nach fĂŒnf Spielzeiten wieder zurĂŒck in die Playoffs zu fĂŒhren, doch wegen einer eher durchwachsenen Ausbeute von 79 Siegen in drei Saisons musste Polano im Sommer 1985 seinen Platz rĂ€umen. Sein Nachfolger Harry Neale blieb nur wenige Monate in Detroit und wurde nach 23 Niederlagen in 35 Spielen von Brad Park abgelöst, der im Jahr zuvor noch fĂŒr die Red Wings gespielt hatte. Die Red Wings beendeten die Saison 1985/86 schlieĂlich mit 40 Punkten, dem schlechtesten Wert seit 1940, als eine Spielzeit allerdings noch 32 Spiele weniger umfasste.
Jacques Demers gelang schlieĂlich der Umschwung. Er fĂŒhrte die Mannschaft gleich in seiner ersten Saison in das Finale der Campbell Conference, genauso wie im Jahr darauf, als ihm zudem mit 93 Punkten das beste Ergebnis von Detroit in der regulĂ€ren Saison seit 18 Jahren gelang. In beiden Spielzeiten erhielt Demers den Jack Adams Award als bester Trainer der NHL. Doch nach zwei Jahren war die Euphorie bereits verschwunden und Detroit schied nach einer durchschnittlichen Saison 1988/89 bereits in der ersten Runde der Playoffs aus. Als in der folgende Saison sogar die Qualifikation fĂŒr die Endrunde verpasst wurde, war auch die Amtszeit von Jacques Demers beendet.
Bryan Murray ĂŒbernahm im Sommer 1990 die Posten als Trainer und General Manager. In seiner ersten Spielzeit gelang ihm nur eine kleine Steigerung im Vergleich zur letzten Saison unter seinem VorgĂ€nger, doch 1991/92 fĂŒhrte er die Red Wings zurĂŒck unter die besten Teams und mit 98 Punkten zum besten Saisonergebnis seit 1952. Im Jahr darauf gelang ihm mit 103 Punkten gar ein neuer Franchise-Rekord. In der Sommerpause 1993 konnten die Red Wings Scotty Bowman verpflichten, der zu diesem Zeitpunkt mit 834 Siegen der erfolgreichste Trainer der NHL-Geschichte war und erst ein Jahr zuvor mit den Pittsburgh Penguins seinen sechsten Stanley Cup gewinnen konnte. Murray konzentrierte sich fortan auf seine Aufgaben als General Manager.
| Name | Saison | RegulÀre Saison | Playoffs | ||||||||
| GC | W | L | T | OTL | Pts | Win % | GC | W | L | ||
| Nick Polano | 1982/83â1984/85 | 240 | 79 | 127 | 34 | â | 192 | . 400 | 7 | 1 | 6 |
| Harry Neale | 1985/86* | 35 | 8 | 23 | 4 | â | 20 | . 286 | â | â | â |
| Brad Park | 1985/86* | 45 | 9 | 34 | 2 | â | 20 | . 222 | â | â | â |
| Jacques Demers | 1986/87â1989/90 | 320 | 137 | 136 | 47 | â | 321 | . 502 | 38 | 20 | 18 |
| Bryan Murray | 1990/91â1992/93 | 244 | 124 | 91 | 29 | â | 277 | . 568 | 25 | 10 | 15 |
| Scotty Bowman | 1993/94â2001/02 | 701 | 410 | 193 | 88 | 10 | 918 | . 648 | 124 | 86 | 38 |
| Dave Lewis Barry Smith |
1998/99** | 5 | 4 | 1 | 0 | â | 8 | . 800 | â | â | â |
| Dave Lewis | 2002/03â2004/05 | 164 | 96 | 41 | 21 | 6 | 219 | . 668 | 16 | 6 | 10 |
| Mike Babcock | seit 2005/06 | 328 | 213 | 77 | â | 38 | 464 | . 707 | 46 | 28 | 18 |
** Die Assistenztrainer Lewis und Smith ersetzten Bowman aus gesundheitlichen GrĂŒnden
Die ersten Erfolge konnten die Red Wings unter Bowmans FĂŒhrung in der Saison 1994/95 verzeichnen. Detroit belegte am Ende der regulĂ€ren Saison die Spitzenposition und zog erstmals seit 29 Jahren ins Stanley Cup-Finale ein, wo sie jedoch den New Jersey Devils unterlagen. Im Jahr darauf stellten die Red Wings mit 62 Siegen einen neuen Franchise- und Ligarekord auf und in der Saison 1996/97 erreichten sie schlieĂlich den langersehnten Triumph, als sie zum ersten Mal seit 1955 den Stanley Cup gewinnen konnten. Im FrĂŒhjahr 1998 verteidigte die Mannschaft den Titel erfolgreich. In der Saison 1998/99 kam es zu einem kurzfristigen Trainerwechsel, da Bowman aus gesundheitlichen GrĂŒnden fĂŒr fĂŒnf Spiele pausieren musste und seine Assistenten Dave Lewis und Barry Smith ihn vertraten.
Nach den erfolgreichen Jahren 1997 und 1998 hielten sich die Red Wings zwar weiterhin in der Spitzengruppe der Liga auf, ein weiterer Erfolg in den Playoffs gelang ihnen in den folgenden drei Jahren jedoch nicht. 2001/02 konnte die Mannschaft zum zweiten Mal in der Amtszeit von Scotty Bowman die Marke von 50 Siegen innerhalb einer Saison durchbrechen und waren als bestes Team nach der regulĂ€ren Saison einer der Hauptfavoriten fĂŒr die Playoffs. Die Red Wings wurden dieser Rolle gerecht und gewannen nach einem Finalsieg ĂŒber die Carolina Hurricanes den dritten Stanley Cup innerhalb von sechs Spielzeiten. Bowman beendete daraufhin nach 35 Jahren in der NHL seine Trainerkarriere. Mit 410 Siegen war er nach Jack Adams der erfolgreichste Trainer in Detroit.
Dave Lewis stieg vom Assistent zum Cheftrainer auf und konnte zumindest in der regulĂ€ren Saison an die erfolgreichen Jahre unter Bowman anknĂŒpfen. In den Playoffs 2003 und 2004 scheiterten die Red Wings aber schon vorzeitig und nach nur zwei Spielzeiten engagierte man mit Mike Babcock einen neuen Trainer, der sein Amt in der Saison 2005/06 aufnahm. In seinen ersten drei Spielzeiten konnte er jedes Mal die Marke von 50 Siegen erreichen und 2007/08 gelang ihm der groĂe Erfolg mit dem Gewinn des Stanley Cup. Als Detroit unter Babcock in der Saison 2008/09 bereits zum vierten Mal in Folge die 50-Siege-Marke erreichte, stellten sie damit den Rekord von Scotty Bowman und den MontrĂ©al Canadiens aus den 1970er Jahren ein.
Zurzeit trainiert Mike Babcock die Detroit Red Wings in seiner siebten Saison und wird unterstĂŒtzt durch seine Assistenztrainer Jeff Blashill und Bill Peters sowie Torwarttrainer Jim Bedard und Videoanalyst Keith McKittrick.
| Jahr | Name |
| 1926â1927 | Art Duncan |
| 1927â1963 | Jack Adams |
| 1963â1971 | Sid Abel |
| 1971â1974 | Ned Harkness |
| 1974â1977 | Alex Delvecchio |
| 1977â1980 | Ted Lindsay |
| 1980â1982 | Jimmy Skinner |
| 1982â1990 | Jim Devellano |
| 1990â1994 | Bryan Murray |
| 1994â1997 | Jim Devellano |
| seit 1997 | Ken Holland |
Neben seinen Aufgaben als Spieler, Trainer und MannschaftskapitĂ€n war Art Duncan auch erster General Manager des Franchise aus Detroit. Nachdem er aber schon nach einem Jahr das Team verlieĂ, nahm Jack Adams, der erst kurz zuvor seine aktive Karriere bei den Ottawa Senators beendet hatte, die Geschicke der Mannschaft sowohl als Trainer als auch als General Manager in die Hand. 35 Jahre lange fĂŒhrte er die GeschĂ€fte der Red Wings und baute eines der erfolgreichsten Teams der vierziger und fĂŒnfziger Jahre auf, dass unter seiner FĂŒhrung insgesamt sieben Stanley Cups gewinnen konnte. Jedoch wurde Adams nach einigen Kontroversen im Jahr 1963 entlassen und Sid Abel, der zu diesem Zeitpunkt schon Trainer der Red Wings war und frĂŒher auch selbst unter Adams gespielt hatte, wurde sein Nachfolger.
Unter Abel geriet das Franchise allerdings in die gröĂte Krise ihrer Geschichte und nachdem die Red Wings innerhalb von vier Saisons nur einmal die Play-offs erreichen konnten, wurde er 1971 durch den NHL-unerfahrenen Ned Harkness ersetzt. Doch auch unter seiner FĂŒhrung konnten die Red Wings nicht wieder an die Spitze der Liga zurĂŒckkehren und seiner dreijĂ€hrigen Amtszeit spielten die Mannschaft unter vier unterschiedlichen Trainern. 1974 folgte ihm Alex Delvecchio, der seine gesamte Karriere als Spieler in Detroit verbracht hatte und groĂe popularitĂ€t genoss. Aber auch ihm gelang die RĂŒckkehr zu alten Erfolgen nicht, stattdessen konnte man nach seinem Abschied 1977 auf insgesamt sieben Jahre ohne Playoffteilnahme zurĂŒckblicken. Sein ehemaliger Teamkamerad Ted Lindsay, mit dem er in der Production Line Erfolge feierte, ĂŒbernahm daraufhin den Managerposten. Doch weder ihm noch seinem Nachfolger Jimmy Skinner gelang der Aufschwung.
1982 wurde das Franchise vom Unternehmer Mike Ilitch gekauft und als erstes wechselte er das Management aus. Als neuer General Manager wurde Jim Devellano verpflichtet, der zwar in der NHL noch nicht auf diesem Posten tĂ€tig war, aber als Scout und Assistenz-General Manager beim Aufbau der New York Islanders geholfen hatte, die in diesen Jahren die Liga dominierten. Unter seiner FĂŒhrung verpflichteten die Red Wings 1983 ĂŒber den NHL Entry Draft den 18-jĂ€hrigen Steve Yzerman und Devellano baute um das Talent herum eine Mannschaft auf, die wieder in den Playoffs mitspielen konnte. AuĂerdem entwickelte er das Scouting System weiter, sodass in den folgenden Jahren immer mehr europĂ€ische Spieler nach Detroit kamen. 1990 zog sich Devellano aus dem Management zurĂŒck und ĂŒbergab den Posten an Bryan Murray, der das Team in den folgenden Jahren weiter ausbaute, aber noch nicht zu den gewĂŒnschten Erfolgen fĂŒhrte und deshalb 1994 gehen musste. Jim Devellano sprang fĂŒr weitere drei Jahre als General Manager ein und seine zweite Amtszeit wurde schlieĂlich mit dem Stanley Cup-Sieg 1997 gekrönt.
Ken Holland wurde sein Nachfolger und hatte bereits in den Jahren zuvor in Detroit als Assistent von Devellano gearbeitet. 1998 folgte gleich der nĂ€chste Triumph und Holland etablierte sich in den folgenden Jahren unter den fĂŒhrenden GMs der Liga. Mit der Verpflichtung von hochangesehen Veteranen, wie Brett Hull, Chris Chelios, Dominik HaĆĄek und Luc Robitaille hatte er ein gutes GespĂŒr und seine Entscheidungen wurden durch den Stanley Cup-Sieg 2002 bestĂ€tigt. Besonders ĂŒber das Scouting baute Holland in seiner Amtszeit die Mannschaft auf, sodass heute mit Niklas Kronwall, Henrik Zetterberg und Pawel Dazjuk mehrere LeistungstrĂ€ger des Teams ĂŒber den Entry Draft verpflichtet wurden.[5]
Stand: 19. Februar 2012
** = Auf Injured Reserve List gesetzt.
TorhĂŒter Jimmy Howard
MannschaftskapitÀn Nicklas Lidström
Verteidiger Ian White
StĂŒrmer und AssistenzkapitĂ€n Henrik Zetterberg
Powerplay-Spezialist Tomas Holmström
|
|
Als Spielertrainer war Art Duncan 1926 gleichzeitig auch erster MannschaftskapitĂ€n des Franchise, verlieĂ die Mannschaft aber schon nach einem Jahr. Die folgenden drei Spielzeiten fĂŒhrte Reg Noble das Team als KapitĂ€n aufs Eis, ehe mit dem Namenswechsel des Teams von Cougars in Falcons auch das KapitĂ€nsamt wechselte. In den folgenden fĂŒnf Saisons hatte Detroit fĂŒnf verschiedene SpielfĂŒhrer bis Doug Young 1935 den Posten ĂŒbernahm und die Red Wings in den nĂ€chsten drei Jahren zu ihren ersten zwei Stanley-Cup-Siegen fĂŒhrte. Ebbie Goodfellow, der bereits fĂŒr ein Jahr das âCâ getragen hatte, wurde sein Nachfolger, der das KapitĂ€nsamt vier Jahre bekleidete.
Es folgten wieder einige Jahre mit hĂ€ufig wechselnden KapitĂ€nen, darunter auch Sid Abel, der ab 1946 zum zweiten Mal AnfĂŒhrer der Red Wings wurde und es bis zu seinem Wechsel zu den Chicago Black Hawks im Jahr 1952 blieb. Im folgte Ted Lindsay, der mit Abel in der erfolgreichen Production Line gespielt hatte, der das Amt 1956 an den Verteidiger Red Kelly abgab. 1958 wurde Gordie Howe, ebenfalls ein Mitglied der Production Line, MannschaftskapitĂ€n und trug das âCâ fĂŒr vier Jahre, ehe er es an seinen jĂŒngeren Mitspieler Alex Delvecchio ĂŒbergab. Delvecchio fĂŒllte das Amt ĂŒber elf Jahre lang aus und somit lĂ€nger als jeder anderer Spieler der Red Wings zuvor. Nachdem er wĂ€hrend der Saison 1973/74 seine Karriere beendet hatte, entschied sich die TeamfĂŒhrung das KapitĂ€nsamt unter den Spielern rotieren zu lassen, sodass ĂŒber die gesamte Saison neben Delvecchio noch sechs weitere Spieler das âCâ trugen.
Es folgte wieder eine Zeit mit wechselnden KapitĂ€nen, wozu Marcel Dionne, Dennis Hextall und Errol Thompson gehörten, die jedoch nicht lange nach ihrer Ernennung zu einer anderen Mannschaft wechselten. Erst mit Danny Gare wurde im Jahr 1982 ein Spieler gefunden, der die Rolle wieder ĂŒber eine etwas lĂ€ngere Zeitspanne ausfĂŒllen konnte. Gare war bereits ĂŒber vier Jahre KapitĂ€n der Buffalo Sabres gewesen und hatte somit schon Erfahrung auf diesem Gebiet sammeln können. Als er 1986 zu den Edmonton Oilers wechselte, ernannten die Red Wings den 21-jĂ€hrigen Steve Yzerman zum damals jĂŒngsten MannschaftskapitĂ€n der NHL-Geschichte. Yzerman hatte in den Jahren zuvor gezeigt, dass er durch seine sportlichen QualitĂ€ten die Mannschaft anfĂŒhren kann, nun sollte er dies auch durch FĂŒhrungsqualitĂ€ten machen. Nach elf Jahren mit Yzerman im Amt konnten die Red Wings schlieĂlich nach langer Zeit wieder den Stanley Cup gewinnen und es folgten in den folgenden Jahren noch zwei weitere Titel. Ăber die Jahre hinweg etablierte sich Yzerman als FĂŒhrungspersönlichkeit in der gesamten Liga und erhielt den Spitznamen The Captain. 2006 beendete Yzerman seine Karriere und somit auch seine 20 Jahre dauernde Amtszeit, die damit lĂ€ngste der NHL-Geschichte.
Ihm folgt der Schwede Nicklas Lidström, der fĂŒr viele als konsequenter Nachfolger galt, da er als dienstĂ€ltester Spieler der Red Wings schon 15 Jahre zur Mannschaft gehörte und in der Zeit vor allem sportlich eine konstante GröĂe war. Als erster EuropĂ€er durfte er nun das âCâ der Red Wings tragen.[6]
| Nr. | Name | Sperrungsdatum |
| 1 | Terry Sawchuk | 6. MĂ€rz 1994 |
| 6 | Larry Aurie | 1939 (inoffiziell) |
| 7 | Ted Lindsay | 10. November 1991 |
| 9 | Gordie Howe | 12. MĂ€rz 1972 |
| 10 | Alex Delvecchio | 10. November 1991 |
| 12 | Sid Abel | 29. April 1995 |
| 16 | Wladimir Konstantinow | 1997 (inoffiziell) |
| 19 | Steve Yzerman | 2. Januar 2007 |
| 99 | Wayne Gretzky | 6. Februar 2000 (ligaweit) |
1971 beendete Gordie Howe nach 25 Jahren und vier Stanley-Cup-Siegen seine Karriere bei den Detroit Red Wings, woraufhin seine Nummer 9 als erste eines Red-Wings-Spielers gesperrt wurde. Neben sechs Hart Memorial Trophys und Art Ross Trophys stellte er NHL-Rekorde fĂŒr die meisten Spiele, Tore, Assists und Punkte auf, von denen er immer noch den Rekord fĂŒr die meisten Spiele hĂ€lt. Zwei Jahre nach seinem Karriereende in Detroit setzte er seine Laufbahn bei anderen Mannschaften bis 1980 fort und ging schlieĂlich mit 52 Jahren in Ruhestand.
Am 10. November 1991 wurde die Nummer 7 von Ted Lindsay und die Nummer 10 von Alex Delvecchio gesperrt. Ted Lindsay spielte auf der Position des linken FlĂŒgelstĂŒrmer in der als Production Line berĂŒhmt gewordenen Angriffsreihe um Gordie Howe in den vierziger und fĂŒnfziger Jahren und gewann viermal den Stanley Cup. 1950 erhielt er die Art Ross Trophy als bester Scorer und wurde im Laufe seiner Karriere neunmal in die All-Star Teams berufen. Alex Delvecchio nahm Anfang der fĂŒnfziger Jahre die Position als Center in der Production Line ein und gewann mit Detroit noch im selben Jahrzehnt dreimal den Stanley Cup. In den sechziger und siebziger Jahre fĂŒhrte er die Red Wings in zwölf Saisons als MannschaftskapitĂ€n aufs Eis, ehe er 1973 seine Karriere nach fast 23 Jahren in Detroit beendete. Dreimal war er wĂ€hrend seiner Laufbahn mit der Lady Byng Memorial Trophy fĂŒr sein faires Spiel ausgezeichnet worden.
Die Nummer 1 des TorhĂŒters Terry Sawchuk wurde im FrĂŒhjahr 1994 gesperrt. 14 Saisons hatte Sawchuk in Detroit absolviert, zweimal unterbrochen durch Engagements bei anderen Mannschaften. Viermal gewann er im Laufe seiner Karriere den Stanley Cup, drei der TrophĂ€en mit den Red Wings. Neben der Calder Memorial Trophy im Jahr 1951 als bester Rookie, gewann er dreimal die Vezina Trophy fĂŒr die wenigsten Gegentreffer und wurde siebenmal in die All-Star Teams gewĂ€hlt. Im Mai 1970 starb Terry Sawchuk an den Folgen einer Auseinandersetzung mit einem Teamkollegen bei den New York Rangers. Die Ehrung geschah somit postum.
Mit der Nummer 12 von Sid Abel wurde im April 1995 die letzte Nummer eines Mitglieds der Production Line gesperrt. 1938 begann er seine Karriere in Detroit und spielte in der berĂŒhmten Angriffsreihe von 1947 bis 1952 auf der Position des Centers mit Howe und Lindsay als FlĂŒgelstĂŒrmer, ehe er zu den Chicago Blackhawks wechselte und dort 1954 seine Karriere beendete. Zudem war er acht Jahre lang MannschaftskapitĂ€n der Red Wings, gewann drei Stanley Cups und wurde 1949 als wertvollster Spieler mit der Hart Memorial Trophy ausgezeichnet. Nach seiner aktiven Laufbahn betreute er die Red Wings auĂerdem elf Jahre lang als Cheftrainer.
Anfang 2007 wurde mit der Nummer 19 von Steve Yzerman die Nummer eines Spielers einer deutlich jĂŒngeren Ăra gesperrt. Yzerman war 1983 als erster Spieler unter dem neuen Teambesitzer Mike Ilitch gedraftet worden und fĂŒhrte die Red Wings aus einer fast ĂŒber 40 Jahre dauernden erfolglosen Zeit wieder zurĂŒck zu alten Erfolgen, als er mit ihnen zwischen 1997 und 2002 dreimal den Stanley Cup gewann. Von 1986 bis 2006 war Yzerman KapitĂ€n der Red Wings und somit lĂ€nger als jeder andere Spieler der NHL, weshalb neben seiner Nummer auch ein "C" auf seinem Banner an der Hallendecke der Joe Louis Arena zu sehen ist. Zudem wurde er mit dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL und mit der Conn Smythe Trophy als wertvollster Spieler der Play-offs ausgezeichnet. Kein Spieler der Detroit Red Wings hat mehr Assists erzielt als er und nur Gordie Howe erzielte mehr Punkte und Tore fĂŒr die Red Wings.
Die gesperrten Nummern der Spieler hÀngen als Banner an der Hallendecke der Joe Louis Arena und werden an keinen Spieler der Detroit Red Wings mehr vergeben.
AuĂerdem wird die Nummer 6 von Larry Aurie und die Nummer 16 von Wladimir Konstantinow inoffiziell nicht mehr vergeben. Eigentlich war Larry Auries Nummer die erste, die von den Detroit Red Wings 1939 gesperrt wurde, doch es wurde nie ein Banner mit seiner Nummer aufgehĂ€ngt. Von 1975 an wurde zudem in jeder Jahresausgabe des NHL Guide and Record Book die Nummer 6 von Aurie als offiziell gesperrt aufgefĂŒhrt, ehe Teambesitzer Mike Ilitch die NHL 2000 aufforderte Auries Nummer fortan nicht mehr als gesperrt zu listen. Die Trikotnummer wurde trotzdem von keinem Spieler mehr getragen.
Wladimir Konstantinow spielte seit 1991 bei den Detroit Red Wings und hatte auf Grund seiner körplich harten und aggressiven Spielweise einen groĂen Anteil am Stanley Cup-Gewinn 1997 und gehörte damals zu den besten Verteidigern der Liga. Wenige Tage nach dem Triumph verunglĂŒckte er im Laufe der Feierlichkeiten bei einem Autounfall schwer und trug schwere GehirnschĂ€den davon, die sein Erinnerungs- und Sprachvermögen fast vollstĂ€ndig zerstört hatten. Nach mehreren Jahren im Rollstuhl kann sich Konstantinow mittlerweile mit einer Gehilfe fortbewegen. Zu seinen Ehren trĂ€gt kein Spieler mehr das Trikot mit der Nummer 16.
AuĂerdem ist die berĂŒhmte 99 des Kanadiers Wayne Gretzky ligaweit seit dem 6. Februar 2000 gesperrt.
|
|
Die Spieler der frĂŒhen Draftjahre 1963 bis 1968 sind hier nicht aufgefĂŒhrt.
Seit 1969 hatten die Detroit Red Wings 30 Draftrechte in der ersten Runde des NHL Entry Draft, bis 1978 als NHL Amateur Draft bekannt. 14-mal konnten sie bereits als eine der ersten zehn Mannschaften einen Spieler auswĂ€hlen und zweimal hatten sie das erste Wahlrecht im Draft. 1969 wĂ€hlten sie an zehnter Stelle Jim Rutherford aus, der einige Jahre als StammtorhĂŒter aktiv war, dem aber die nötige Konstanz fehlte um sich ĂŒber lange Zeit auf dem Posten zu halten. Im NHL Amateur Draft 1971 wĂ€hlten sie an zweiter Position Marcel Dionne aus, der sich schnell zu einem Superstar entwickelte, jedoch schon nach vier Jahren die Red Wings verlieĂ, weil ihm die Los Angeles Kings mehr Geld boten.
Bill Lochead, der 1974 an neunter Stelle ausgewĂ€hlt wurde, war zwar ein solider StĂŒrmer, konnte sich aber nicht dauerhaft im NHL-Kader durchsetzen und spielte die letzten acht Jahre seiner Karriere in Deutschland. Im Jahr darauf wurde Rick Lapointe an fĂŒnfter Stelle gedraftet, blieb aber nur eineinhalb Saisons in Detroit und spielte fast zehn Jahre fĂŒr andere NHL-Teams. Kein GlĂŒck hatten die Red Wings im NHL Amateur Draft 1976 mit Fred Williams, der im Laufe seiner Karriere nicht ĂŒber 44 Spiele hinaus kam.
Ihren ersten First overall-Pick hatten die Red Wings 1977 und wĂ€hlten Dale McCourt aus. McCourt entwickelte sich sofort zu einem guten Scorer, wurde aber 1981 zu den Buffalo Sabres transferiert, wo er nicht mehr an seine Leistungen bei den Red Wings anknĂŒpfen konnte. Mit zu diesem Transfer gehörte aus Mike Foligno, der 1979 an dritter Stelle ausgewĂ€hlt wurde und im Laufe seiner Karriere ĂŒber 1.000 Spiele in der NHL bestritt. Im Jahr zuvor hatten sie mit Willie Huber einen kanadischen Verteidiger deutscher Abstammung an neunter Stelle gedraftet, der auch nur vier Jahre in Detroit blieb, in der Zeit jedoch gute Leistungen brachte.
1983 trafen die Red Wings ihre vielleicht wichtigste Entscheidung im Draft, als sie Steve Yzerman an vierter Position auswĂ€hlten. Yzerman gehörte 23 Jahre den Red Wings an und fĂŒhrte sie als MannschaftskapitĂ€n aus der gröĂten Krise ihres Bestehens zu drei Stanley-Cup-Triumphen.
Shawn Burr wurde 1984 an siebter Stelle gedraftet und gehörte als defensivorientierter StĂŒrmer zehn Jahre zum Kader der Red Wings. Mit Brent Fedyk im folgenden Jahr wĂ€hlten sie einen Spieler aus, der Probleme hatte sich dauerhaft in der NHL durchzusetzen und wurde schlieĂlich an die Philadelphia Flyers abgegeben. 1986 hatten die Red Wings ihren zweiten First overall-Draftpick und wĂ€hlten damit Joe Murphy aus, der jedoch die Erwartungen nicht erfĂŒllen konnte und an die Edmonton Oilers abgegeben wurde, wo er den Stanley Cup gewann.
Mehr Erfolg hatten sie bei der Wahl von Keith Primeau an dritter Stelle des NHL Entry Draft 1990, der sowohl in der Offensive als auch in der Defensive Akzente setzen konnte. Martin Lapointe, der 1991 an zehnter Position ausgewÀhlt wurde, gewann mit den Red Wings zweimal den Stanley Cup und ist der bis jetzt letzte Top-10-Draftpick der Red Wings.
Doch auch in spĂ€teren Runden ausgewĂ€hlte Spieler sollten groĂen Anteil an den Erfolgen der Red Wings haben, wie Nicklas Lidström oder Sergei Fjodorow, die 1989 in der dritten und vierten Runde gedraftet wurden und sich zu Superstars entwickelt haben. Gerade die erste Angriffsreihe aus der Saison 2006/07 bestand aus drei StĂŒrmern, die sehr spĂ€t im Draft ausgewĂ€hlt wurden. Tomas Holmström an Position 257, Henrik Zetterberg an Position 210 und Pawel Dazjuk an 171. Stelle. Trotzdem haben sie sich unter den besten Spielern der NHL etabliert.[7]
Die zehn besten Punktesammler in der Geschichte des Franchise bis zum Ende der regulÀren Saison 2010/11 und der Playoffs 2011.
AbkĂŒrzungen: Pos = Position, GP = Spiele, G = Tore, A = Vorlagen, Pts = Punkte, P/G = Punkte pro Spiel
|
RegulÀre Saison
|
Playoffs
|
Aktuelle Franchises:
Anaheim Ducks |
Boston Bruins |
Buffalo Sabres |
Calgary Flames |
Carolina Hurricanes |
Chicago Blackhawks |
Colorado Avalanche |
Columbus Blue Jackets |
Dallas Stars |
Detroit Red Wings |
Edmonton Oilers |
Florida Panthers |
Los Angeles Kings |
Minnesota Wild |
Montréal Canadiens |
Nashville Predators |
New Jersey Devils |
New York Islanders |
New York Rangers |
Ottawa Senators |
Philadelphia Flyers |
Phoenix Coyotes |
Pittsburgh Penguins |
St. Louis Blues |
San Jose Sharks |
Tampa Bay Lightning |
Toronto Maple Leafs |
Vancouver Canucks |
Washington Capitals |
Winnipeg Jets
Ehemalige und umgezogene Franchises:
Atlanta Flames |
Atlanta Thrashers |
California/Oakland (Golden) Seals |
Cleveland Barons |
Colorado Rockies |
Hamilton Tigers |
Hartford Whalers |
Kansas City Scouts |
Minnesota North Stars |
Montreal Maroons |
Montreal Wanderers |
New York/Brooklyn Americans |
Ottawa Senators (1893â1934) |
Philadelphia Quakers |
Pittsburgh Pirates |
Quebec Bulldogs |
Québec Nordiques |
St. Louis Eagles |
Winnipeg Jets (1972â1996)
| |
Dieser Artikel wurde am 22. Februar 2007 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen. |