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| Deutsch-Wagram | ||
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Staat: | Österreich | |
| Bundesland: | Niederösterreich | |
| Politischer Bezirk: | Gänserndorf | |
| Kfz-Kennzeichen: | GF | |
| Fläche: | 30,62 km² | |
| Koordinaten: | 48° 18′ N, 16° 34′ O48.299444444416.5644444444159Koordinaten: 48° 17′ 58″ N, 16° 33′ 52″ O | |
| Höhe: | 159 m ü. A. | |
| Einwohner: | 7.829 (1. Jän. 2011) | |
| Bevölkerungsdichte: | 255,68 Einw. pro km² | |
| Postleitzahl: | 2232 | |
| Vorwahl: | 02247 | |
| Gemeindekennziffer: | 3 08 08 | |
| NUTS-Region | AT126 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Bahnhofstraße 1 2232 Deutsch-Wagram | |
| Website: | ||
| Politik | ||
| Bürgermeister: | Friedrich Quirgst (ÖVP) | |
| Gemeinderat: (2009) (29 Mitglieder) |
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| Lage der Stadt Deutsch-Wagram im Bezirk Gänserndorf | ||
| (Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria) | ||
Deutsch-Wagram ist eine Stadt mit 7829 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2011) im Bezirk Gänserndorf in Niederösterreich. Sie ist unmittelbar an der nordöstlichen Stadtgrenze Wiens, der Nordbahn, sowie der Außenring Schnellstraße gelegen.
Inhaltsverzeichnis |
| Pillichsdorf Gerasdorf |
Großengersdorf | Bockfließ |
| Wien | |
Strasshof an der Nordbahn |
| Aderklaa | Raasdorf | Markgrafneusiedl Parbasdorf |
Die Fläche der Stadtgemeinde umfasst 30,61 km². Davon werden 17,62 km² landwirtschaftlich genutzt.[1] 5,7 Prozent der Fläche sind bewaldet.
Katastralgemeinden sind
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Monatliche Durchschnittstemperaturen und -niederschläge für Deutsch-Wagram
Quelle: Wetterstation Bergauer
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Der Name Wagram leitet sich von Wogengrenze (wac = Woge, ram/rain = Grenze) ab. Gemeint ist damit jene Geländestufe, welche Richtung Süden entlang der Parbasdorferstraße verläuft und das Ufer eines inzwischen verschwundenen Donauarmes bildete. Nicht zu verwechseln mit dem 50 Kilometer entfernten Höhenzug namens Wagram bei Krems. Die erste schriftliche Nennung des Namens stammt aus der Zeit des österreichischen Interregnums unter König Ottokar II. und findet sich in dem 1258 erstellten Rationarium Austriacum, einem Zehentverzeichnis des Landesfürsten. Den Zusatz Deutsch erhielt Wagram um 1560 zur Unterscheidung vom nahe gelegenen gleichnamigen Kroatisch-Wagram, einer nach der Türkeninvasion von 1529 entstandenen kroatischen Siedlung, die sich heute Wagram an der Donau nennt und 1971 von Eckartsau eingemeindet wurde.
Die Ursprünge von Wagram gehen vermutlich auf die Zeit der Kolonisation im 11. und 12. Jahrhundert zurück. Das einstige Kolonistendorf hatte die typische Form eines Angerdorfes, welche auch heute noch vorhanden ist. Der Anger wird von der heutigen Franz-Mair-Straße und der Rohrergasse eingeschlossen, wurde allerdings im 19. Jahrhundert teilweise verbaut. Die Größe des alten Ortes hat sich über die Jahrhunderte hindurch kaum verändert (1258: 44 Häuser, 1452: 44 Häuser, 1590: 46 Häuser, 1595: 47 Häuser). Bis 1787 stießen zur ursprünglich rein bäuerlichen Bevölkerung einige andere Berufe wie Fleischhauer, Schuster, Bäcker, Weber und Schneider hinzu und die Anzahl der Häuser stieg leicht auf 58.
Durch den Dorfanger floss der Rußbach, der bis zu seiner endgültigen Regulierung ein recht gefährlicher Bach war. Die alten Wagramer fertigten deshalb Wasserbretter an, die in die Türrahmen der Häuser passten und mit Sandsäcken verstärkt wurden. Trotzdem musste man sich häufig auf die höhergelegene Haide flüchten. 1772 wurde der Rußbach umgeleitet und fließt seither südwestlich der Ortschaft. Die Bedrohung für den Ort wurde aber erst durch die Regulierung in den Jahren 1899–90 bzw. 1908/09 beseitigt.
Im Jahre 1835 bestand Wagram noch aus 73 Häusern. Dies änderte sich mit dem Bau der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, der ersten dampfbetriebenen Eisenbahnstrecke Österreichs, rasant. Einerseits wurden 1.500 Eisenbahnarbeiter in zahlreichen Baracken bei Wagram untergebracht, andererseits erschloss die Bahnlinie das Dorf für die Großstadt und Wagram wurde beliebtes Ausflugsziel der Wiener. Innerhalb weniger Monate fuhren 176.000 Personen auf dem neuen am 23. November 1837 eröffneten ersten Teilstück zwischen Floridsdorf und Deutsch-Wagram.
Im Jahre 1929 war Wagram mit 4.000 Einwohnern die größte Ortschaft des Marchfeldes und wurde in den Rang einer Marktgemeinde erhoben. Im selben Jahr wurde ein Strandbad eröffnet, welches allerdings wenige Jahre später aufgrund des gesunkenen Grundwasserspiegels wieder geschlossen werden musste.
Im Mai 1945 wurde wegen des nahen Militärflugplatzes ein großes Kontingent sowjetischer Besatzungstruppen in Deutsch-Wagram stationiert. Die Nachkriegszeit war bestimmt vom Zusammenleben mit den Russen.
Die weitere Nachkriegszeit ist geprägt von starkem Bevölkerungswachstum. Im Jahre 1962 wurde die Schnellbahn als Zubringerbahn nach Wien in Betrieb genommen. Dadurch wurde die Attraktivität für Pendler weiter gesteigert. Mit dem weiteren Bevölkerungswachstum wurde Deutsch Wagram 1984 zur Stadt erhoben.
Die Bevölkerungsentwicklung von Deutsch-Wagram ist geprägt von einem starken Wachstum, welches auf eine positive Zuwanderungsbilanz zurückzuführen ist. Die Geburtenbilanz war bis zum Jahre 2005 negativ und ist seit 2006 leicht positiv (0,1%). Der Zuzug ist auf die gute verkehrmäßige Anbindung an Wien zurückzuführen (Speckgürtel).
Die Wagramer Bevölkerung ist geprägt durch den Zuzug junger Familien. Daher ist der Anteil an über 60-jährigen mit 18,8% deutlich niedriger als in Wien. Ebenso der Anteil an unter 15-jährigen mit 18,6% (vgl. Wien 14,7%). Die Akademikerquote liegt mit 5,6% deutlich unter der von Wien (10,4%)
In Deutsch-Wagram leben zu 92,9% Österreicher. Die größte Gruppe der Ausländer stellen Staatsbürger der Bundesrepublik Jugoslawien (Serbien und Montenegro) mit 2,5% gefolgt von Türken 0,9% und Deutschen 0,7%. Umgangssprache ist zu 89,2% Deutsch gefolgt von Serbisch 2,7% und Türkisch 1,3%.
Größte Religionsgemeinschaft ist die Römisch-katholische Kirche, der 66,1 % der Einwohner angehören. 3,0 % sind evangelisch, jeweils 2,8 % bekennen sich zur Orthodoxen Kirche bzw. zum Islam. Ohne religiöses Bekenntnis sind 21,8 % der Einwohner.
Deutsch-Wagram ist Sitz der römisch-katholischen Pfarre Deutsch-Wagram, die auch die benachbarten Orte Parbasdorf und Aderklaa umfasst und dem Dekanat Gänserndorf zugeordnet ist. Deutsch-Wagram war schon vor dem 16. Jahrhundert eine Pfarrgemeinde, zunächst als Filiale von Kagran. Aufgrund der großen Entfernung kam sie im Jahre 1640 zur Pfarre Gerasdorf. Am 22. März 1784 wurde Deutsch-Wagram zu einer eigenständigen Pfarre erhoben. Mit der Erhebung von Deutsch Wagram zu Stadt im Jahre 1984 wurde die Kirche parallel zur Stadtpfarrkirche erhoben. Schutzpatron ist Johannes der Täufer.
Das Wagramer Wappen wurde erstmals im Jahre 1810 zur Bekräftigung eines Zehent-Pacht-Vertrages mit der Herrschaft Süßenbrunn verwendet. Die amtliche Beschreibung lautet: „Ein von Gelb auf Blau schräglinks geteilter Schild, belegt mit einer grünen, aus einem Rasen emporwachsenden Ähre, die rechts von einem silbernen Pflugmesser und links von einer silbernen Pflugschar begleitet wird.[2]
Die heutige Pfarrkirche wurde als Wehrkirche auf einer Anhöhe des alten Angerdorfes errichtet. Sie ist umgeben von einer Wehrmauer, deren Abschluss nicht mehr erhalten ist. Noch heute sind die Bastionen aus dem Jahre 1671 sichtbar. Das ursprüngliche romanische Langhaus mit Chorquadrat wurde in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts errichtet, gotischer Chor und Langhaus entstanden in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. 1671 wurde die Kirche barockisiert und nach Westen erweitert. In den Jahren 1956–1958 wurde die Kirche wesentlich erweitert und auf ein Fassungsvermögen von 1000 Personen ausgebaut. Die Achse der neuen Kirche steht im rechten Winkel zur Achse der alten Kirche, wobei das Querschiff der neuen Kirche dem abgetragenen Langhaus der alten Kirche entspricht.[3]
Am ehemaligen Friedhof, dem heutigen Sahulkapark befindet sich die erste Gedenkstätte an das Kriegsjahr 1809. Sie wurde von Hugo v. Tkalcsevich - dem Sohn eines in der Schlacht bei Wagram gefallenen Offiziers - gestiftet und fungierte als Familiengruft.
Mit der Eröffnung 1837 wurde am Bahnhof Deutsch-Wagram das erste Aufnahmsgebäude errichtet. Bereits 1854 wurde dieses jedoch abgerissen und durch ein neues, heute noch bestehendes ersetzt. Heute stehen das besagte Bahnhofsgebäude, der ehemalige Arbeiterwarteraum und die ehemalige Wasserstation unter Denkmalschutz.[4]
Im Ortsgebiet befinden sich 2 Fußballplätze. Ein Platz ist Teil des Schulsportgeländes an der Franz-Schubert-Straße. Der zweite Platz (Stadion) befindet sich im so genannten Spartawald an der Angernerstrasse. Die Anlage verfügt über eine Tribüne und ein Kantinengebäude mit Sanitäranlagen. Sie wird von dem 1923 gegründeten ATSV Sparta genutzt. Die Kampfmannschaft des Vereins spielt derzeit in der 1.Klasse Nord.
Der 1964 gegründete Tennisclub Deutsch-Wagram verfügt über 6 Sandplätze und 2 Hallenplätze. Diese wurden in den 1960er Jahren in Eigenregie auf dem Gelände des ehemaligen Strandbades errichtet. Der Verein kann eine Reihe sportlicher Erfolge aufweisen. Die Mannschaft spielte in mehreren Saisonen in der höchsten Spielklasse.
Nichtlandwirtschaftliche Arbeitsstätten gab es im Jahr 2001 260, land- und forstwirtschaftliche Betriebe nach der Erhebung 1999 27.
Die Zahl der Erwerbstätigen am Wohnort betrug nach der Volkszählung 2001 3164, während 2591 Personen auspendelten, davon fast 2000 nach Wien. Die Erwerbsquote lag 2001 bei 47,94 Prozent.
Ebenfalls ansässig ist das Unternehmen Glock, Hersteller von Handfeuerwaffen seit 1963.
Deutsch-Wagram ist durch die Angerner Straße B 8 und durch die Nordbahn mit Wien ebenso wie mit der Bezirkshauptstadt Gänserndorf verbunden.
Im Ort gibt es mit dem Bahnhof Deutsch-Wagram, der 1908 nur Wagram hieß, auf Kilometer 18,2 der Nordbahn und der Haltestelle Helmahof auf Kilometer 20,8 zwei Bahnstationen. Es bestehen auf der S1 halbstündliche S-Bahn-Verbindungen nach Wien und Gänserndorf. Der Bahnhof besitzt mit dem Hausbahnsteig (1) und dem Mittelbahnsteig (2/3) zwei Bahnsteige sowie drei Bahnsteigkanten. Am Bahnhofsvorplatz halten Regionalbusse.
Neben einer Volksschule und einer Hauptschule beherbergt Deutsch-Wagram seit 2007 ein Oberstufenrealgymnasium mit den Schwerpunkten Instrumentalunterricht oder Bildnerisches Gestalten und Werken, welches bis August 2011 als Privatgymnasium der Stadtgemeinde geführt wurde. Zur gleichen Zeit konnte die Schule in einen modernen und technisch zeitgemäßen Stand stehenden Neubau ziehen. Die Volkshochschule bietet regelmäßige Kurse an. Weiters ist in Wagram eine Musikschule ansässig.
Die NÖ Landesakademie unterhält in Deutsch-Wagram das niederösterreichische Sprachkompetenzzentrum, welches als Informationsdrehscheibe und Servicestelle für Sprachdienstleistungen in den Sprachen Tschechisch und Slowakisch fungiert.
Ehrenbürger[5]
Persönlichkeiten, die in Deutsch-Wagram geboren wurden
Persönlichkeiten, die in Verbindung mit der Stadt stehen/standen
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