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Der Deutsche Akademische Austauschdienst e. V. (DAAD) ist eine Gemeinschaftseinrichtung der deutschen Hochschulen und der Studierendenschaften zur Pflege ihrer internationalen Beziehungen. Seine Zentrale befindet sich in Bonn. Der DAAD wurde am 1. Januar 1925 aufgrund einer privaten studentischen Initiative in Berlin gegründet, 1945 aufgelöst und am 5. August 1950 wieder gegründet. Mitglieder sind (auf Antrag) die deutschen Hochschulen und ihre Studentenschaften. Präsidentin des DAAD ist seit Anfang 2012 Margret Wintermantel.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Seine hauptsächlichen Tätigkeitsbereiche sind die folgenden:
Der DAAD ist eine Selbstverwaltungsorganisation der deutschen Hochschulen, sowie der Studierendenschaften und versteht sich als Mittlerorganisation der deutschen Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Institutionell wird er vom Auswärtigen Amt (AA) finanziert.
Ziele nach dem inzwischen vierten Aktionsplan "Qualität durch Internationalität" (2008-2011)[2] sind unter anderem:
Stipendien für Ausländer werden in der Regel über die deutschen Botschaften, die DAAD Außenstellen[3], die Informationszentren (IC)[4], DAAD-Lektoren und Partnerhochschulen im Ausland ausgeschrieben. Kontakt zum DAAD für deutsche Studierende vermittelt gewöhnlich das Akademische Auslandsamt (International Office) einer Hochschule. Eine Ausnahme bildet das Berliner Künstlerprogramm des DAAD, das sich an Bildende Künstler, Schriftsteller und Musiker richtet.
Der DAAD ist auch Nationale Agentur für die Koordinierung und Durchführung der Programme der Europäischen Gemeinschaft im Bereich der allgemeinen und der beruflichen Bildung: Sokrates / ERASMUS, Leonardo da Vinci und TEMPUS.
Die finanziellen Mittel des DAAD für seine Programme stammen überwiegend aus öffentlichen Mitteln (Stand: 2009):
Der Präsident repräsentiert den DAAD. Seit seiner Neugründung 1950 gab es acht Präsidenten:
Der Vorstand des DAAD besteht aus neun Vertretern und Vertreterinnen der Hochschulen (Präsidenten, Rektoren oder Leiter der Akademischen Auslandsämter), drei Studierendenschaftsvertretern und einem Vertreter des Stifterverbands für die deutsche Wissenschaft. Die Vorstandsmitglieder werden von der Mitgliederversammlung gewählt, wobei die Studierendenvertreter die Mehrheit aller Stimmen und die der Studierendenschaften haben müssen. Die Vertreter der Hochschulen werden alle vier, die der Studierendenschaften alle zwei Jahre gewählt. Ferner sind Vertreter der finanzierenden Bundesministerien (AA, BMBF und BMZ), die Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz (HRK), des Goethe-Instituts und der Alexander von Humboldt-Stiftung (AvH) sowie der Generalsekretär der Kultusministerkonferenz (KMK) als Gäste kooptiert.
Die Mitgliederversammlung tagt einmal im Jahr.
Die Geschäftsstelle des DAAD in Bonn wird geführt von Generalsekretärin Dorothea Rüland. Daneben unterhält der DAAD ein Büro in Berlin und zahlreiche Außenstellen und Informationszentren weltweit. Im Jahr 2008 betrug das Haushaltsvolumen 303,9 Millionen Euro, die Anzahl an Personal-, Projekt- und Drittmittelstellen 649. Die Gesamtzahl der Geförderten lag bei 57.514, davon 21.322 Ausländer und 36.192 Deutsche. Hinzu kommen 30.031 EU-Geförderte (über den DAAD).
Der DAAD verwendet die Namensversion „Deutscher Akademischer Austauschdienst“, dazu das Akronym DAAD. Auf den Zusatz e. V. wird im Allgemeinen verzichtet. In rechtsverbindlichen Schreiben wird die satzungsmäßig korrekte Form „Austauschdienst“ mit dem Zusatz „e. V.“ verwendet. Auch in seinem Logo verwendet der DAAD o.g. Akronym. Im Sinne eines größeren Wiedererkennungswertes der Anfangslettern wird parallel dazu auch in der ausgeschriebenen Form des Namens im Logo auf die Schreibweise mit Bindestrich „Deutscher Akademischer Austausch-Dienst“ zurückgegriffen, welche zur Hervorhebung einzelner Wortbestandteile der neuesten deutschen Rechtschreibung entspricht.
Der DAAD verleiht jährlich einen Jakob- und Wilhelm-Grimm-Preis an Wissenschaftler aus dem Ausland für „herausragende Arbeiten auf den Gebieten Germanistische Literatur- und Sprachwissenschaft, Deutsch als Fremdsprache sowie Deutschlandstudien“. Die Auszeichnung, in Erinnerung an die Sprachforscher und Begründer der Germanistik Jakob und Wilhelm Grimm, ist mit 10.000 Euro dotiert und mit einem vierwöchigen Forschungsaufenthalt an einer deutschen Hochschule verbunden.[7][8]
Ausländische Studierende mit DAAD-Stipendium werden in Deutschland von ehemaligen deutschen DAAD-Stipendiaten betreut, die im DAAD Freundeskreis e. V. zusammengeschlossen sind. Der Freundeskreis wurde 1981 gegründet und hat bundesweit ca. 1500 Mitglieder. In vielen Universitätsstädten gibt es Regionalgruppen, welche die Betreuung der ausländischen Stipendiaten organisieren.
DAAD-Freundeskreise ehemaliger ausländischer Stipendiaten gibt es in vielen Ländern.
50.7001827.148623Koordinaten: 50° 42′ 1″ N, 7° 8′ 55″ O