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Der Deutsche Tischtennis-Bund (DTTB) ist die Spitzenorganisation des deutschen Tischtennissports. In ihm sind als Mitglieder die 20 deutschen Landesverbände zusammengeschlossen, denen wiederum etwa 10.000 Vereine (Stand Dezember 2005) und 614.000 Mitglieder angehörten (Stand Januar 2011). Laut Satzung verfolgt er gemeinnützige Zwecke und wird ehrenamtlich geführt.
Der DTTB vertrat vor dem Zweiten Weltkrieg den gesamtdeutschen Tischtennissport. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde der Tischtennissport in der DDR parallel durch den Deutschen Tischtennis-Verband der DDR vertreten. Nach dem Fall der Mauer wurde der DDR-Verband wieder in den DTTB integriert.
Inhaltsverzeichnis |
Oberstes Organ ist der Bundestag als Legislative. Früher nannte sich dieses Organ „Bundeshauptversammlung“. Der Bundestag tritt jährlich im Juni zusammen. Das zweithöchste Organ ist der Beirat. Darunter folgen die Exekutivorgane bestehend aus Präsidium und Ausschüssen, die Rechtsprechungsorgane bestehend aus dem Sportgericht, dem Bundesgericht und dem Disziplinarorgan Anti-Doping sowie Kontrollorgane (Kontrollkommission, Haushaltsprüfungskommission, Antragsprüfungskommission, Lizenzierungskommission, Datenschutzbeauftragter).
| Bundestag | |||||||||||||||||||||||||||||
| Beirat | Exekutivorgane | Rechtsprechungsorgane | Kontrollorgane | ||||||||||||||||||||||||||
| Präsidium | Sportgericht | Kontrollkommission | |||||||||||||||||||||||||||
| Ausschuss für Leistungssport | Bundesgericht | Haushaltsprüfungskommission | |||||||||||||||||||||||||||
| Ausschuss für Wettkampfsport | Disziplinarorgan Anti-Doping | Antragsprüfungskommission | |||||||||||||||||||||||||||
| Ausschuss für Sportentwicklung | Lizenzierungskommission | ||||||||||||||||||||||||||||
| Ausschuss für Bildung und Forschung | Datenschutzbeauftragter | ||||||||||||||||||||||||||||
Bereits vor der Gründung des DTTB – 10. Januar 1925 – wurde in Berlin die erste deutsche Meisterschaft mit internationaler Beteiligung ausgetragen, veranstaltet vom Tennis-Club 1900 Gelb-Weiß. Am 21. Februar 1925 trafen sich in München im Palais Preysing führende Persönlichkeiten aus Tennisvereinen, um einen Ausschuss zu gründen mit dem Ziel, den DTTB ins Leben zu rufen. Diesem Ausschuss gehörten Georg Lehmann, Eduard Gruber, Simon sowie Vertreter der damaligen Berliner Vereine Borussia Berlin (Tennis), Gelb-Weiß Berlin (Tennis), Berliner Schlittschuhclub, Sportverein Zehlendorf und Lawn Tennis-Turnier-Club an.
Am 8. November 1925 wurde der DTTB in Berlin gegründet. Mehr als 30 Vereine[1] beschlossen eine Satzung und schrieben die Spielregeln fest. Die Zeitschrift Tennis und Golf wurde als Amtliches Organ des DTTB festgelegt. In den Vorstand wurden gewählt:
Bereits im Januar 1926 fand der erste deutsche Länderkampf statt. Lindenstaedt, Curt Gerstmann, F. L. Hoppe und Sprenkmann jun. besiegten England mit 8:4.[2] In der Folgezeit nahm der DTTB Kontakte zu ausländischen Verbänden auf und betrieb – insbesondere forciert durch Dr. Georg Lehmann – die Gründung des Weltverbandes ITTF (Internationale Table Tennis Federation), die am 12. Dezember 1926 in London erfolgte.
In der Folge begann sich der TT-Betrieb zu organisieren. So wurde 1927 der Berliner Tischtennisverband als erster Verband innerhalb des DTTB gegründet. 1929 wurde Dr. Werner Arndt (Berlin) zum zweiten DTTB-Präsidenten gewählt. Im Januar des Folgejahres fand in Deutschland die Weltmeisterschaft statt. Inzwischen gab es in Deutschland mehr als 160 TT-Vereine. Um den Spielbetrieb zu organisieren wurde 1930 das Reichsgebiet wird in acht Bezirke aufgeteilt.[3] Im Oktober 1932 erschien die erste Ausgabe der Zeitschrift Tischtennis, dem Vorläufer vom Deutschen Tischtennis Sport. Dies wurde nun das offizielle Organ des DTTB.
1933 erfolgte ein Einschnitt. Im Zuge der Arisierung mussten die „nicht-arischen“ Funktionäre Sportwart Dr. Herbert Caro und Schatzmeister Fritz Zinn zurücktreten. Auch einige Spitzenspieler, etwa Heinz Nickelsburg und Daniel Prenn, verließen aus den gleichen Gründen Deutschland. Das Reichsgebiet wurde neu aufgeteilt in die 16 Gaue Ostpreußen (Sitz in Königsberg), Pommern (Stettin), Berlin Kurmark (Berlin), Schlesien (Breslau), Sachsen (Dresden), Mitte (Magdeburg), Nordmark (Hamburg), Niedersachsen (Braunschweig), Westfalen (Hagen), Niederrhein (Rheinhausen), Mittelrhein (Köln), Hessen (Gießen), Süd-West (Saarbrücken), Baden (Freiburg), Württemberg (Stuttgart), und Bayern (München).[4] 1934 wurde der DTTB als Fachgruppe Tischtennis im Fachamt Tennis in den Deutschen Reichsbund für Leibesübungen DRL überführt. Ab 1. Januar 1936 löste er sich vom Fachamt Tennis und wurde dem DRL direkt unterstellt.[5]
Im Dezember 1935 wurde Dr. Heinrich Ehrenbrecht (Magdeburg) der dritte Präsident des DTTB. In den Kriegswirren brach der organisierte Tischtennissport weitgehend zusammen.
Weitere Details sind in Jupp Schlaf beschrieben.
Erster Generalsekretär war Paul Steffenhagen, der Präsident des Tennis Club Rot-Weiß Berlin. Diese Amt hatte er von 1925 bis 1945 inne. Sitz des Generalsekretariats war die Agricolastrasse in Berlin. Nach dem Zweiten Weltkrieg übernahm ab 1947 Jupp Schlaf das Amt, das er bis 1981 innehatte. Das Sekretariat wurde nach Essen verlegt, zunächst in die Dortmunder Strasse, später ins Deutschlandhaus. 1949 übersiedelte es nach Lübeck, wo der damalige Präsident Karl-Heinz Eckardt residierte. Präsidium und Sekretariat waren aus Kostengründen bis 1951 in einem Gebäude untergebracht. Dann mietete der DTTB für das Sekretariat eigene Räume.
Im Mai 1956 zog das Sekretariat nach Frankfurt am Main um, da man sich von der zentralen Lage Vorteile versprach. Bis 1964 befand es sich in der Spohrstrasse, danach in der Souchaystrasse im Stadtteil Sachsenhausen.
1981 wurde Nobert Wolf Nachfolger von Jupp Schlaf. Es folgten
Nach der Deutschen Wiedervereinigung beantragte der Deutsche Tischtennis-Verband der DDR (DTTV) mit seinen Landesverbänden die Aufnahme in den DTTB. Nach ausführlichen Beratungen beider Verbände nahm der DTTB am 19. Oktober 1990 in einer Sitzung in Frankfurt am Main den Antrag an, im Beisein der Vertreter der sechs Ostverbände Klaus Lehmann (Brandenburg), Berthold Gerber (Sachsen), Hans-Peter Höffer (Mecklenburg-Vorpommern), Helmut Roscher (Thüringen), Werner Lüderitz (Sachsen-Anhalt) und Dr. Bernhard Czapla (Berlin Ost). Auf einem außerordentlichen Verbandstag am 2. Dezember 1990 in Berlin beschloss der DTTV seine Auflösung, die am 31. Dezember 1990 wirksam wurde. Danach erfolgte die Zusammenführung der Verbände. Die Ostdeutschen Heinz Schneider und Klaus Lehmann (Präsident des TTV Brandenburg) wurden als Beisitzer im DTTB-Vorstand gewählt.
Bei den ostdeutschen Mannschaftsmeisterschaften wurde die Saison 1990/91 noch ausgespielt. Die beiden Tabellenersten stiegen in die 2.Bundesliga auf. Dies waren bei den Herren BSG Elektronik Gornsdorf und St. Bad Salzungen, bei den Damen BSG Lokomotive Leipzig-Mitte und KSV Erdgas Berlin.
Quellen: [19], [20], [21], [22], [23]
Cheftrainer ist Dirk Schimmelpfennig. Die Herren wurden von Richard Prause, die Damen von Jörg Bitzigeio betreut. Um den Nachwuchs kümmern sich Istvan Korpa (männliche Jugend), Eva Jeler (weibliche Jugend), Klaus Schmittinger (Schüler) und Ronald Raue (Schülerinnen).
2010 schied Prause aus, sein Nachfolger wurde Jörg Roßkopf. Ende 2011 übernahm Eva Jeler die Gesamtverantwortung für den Damenbereich, in dem weiterhin Jörg Bitzigeio und Wang Zhi mitarbeiten.[24]
Jeder Verband legt die Regelung, wie viele Ausländer in einer Mannschaft eingesetzt werden dürfen, für diejenigen Spielklassen fest, für die er verantwortlich ist. Der DTTB ist für die Bundesligen zuständig, die Regional- und Mitgliedsverbände für die unteren Klassen.
1985 beschloss der DTTB bei der 26.Bundeshauptversammlung in Mainz, ab der Saison 1987/88 die Spielerlaubnis für Ausländer einzuschränken. Bei Mannschaftsmeisterschaften darf in jeder Mannschaft nur noch maximal ein Ausländer eingesetzt werden. Spielberechtigt ist ein Ausländer nur dann, wenn er mindestens ein Jahr lang nicht mehr für seinen nationalen Heimatverband gestartet ist. In der Zeit seines Einsatzes in einer deutschen Mannschaft darf er nicht für seinen nationalen Verband oder für einen anderen Verein spielen. War ein Spieler bisher noch nicht für einen ausländischen Verein oder Verband spielberechtigt, dann darf er eingesetzt werden.
Im Vorfeld hatte es heftige Diskussionen um diese Ausländerregelung gegeben. Die Befürworter – allen voran Präsident Hans Wilhelm Gäb und Sportwart Eberhard Schöler – führten an:
Gegner der Regelung – vor allem die Bundesligavereine und deren Interessenvertreter Wilfried Lieck und Dieter Stumpe – befürchteten:
Im Juli 1989 hob der DTTB bei der Bundeshauptversammlung in Königslutter die Beschränkung wieder auf. In der 1. und 2. Bundesliga dürfen wieder Ausländer eingesetzt werden, die für ihren nationalen Verband international aktiv sind. [25]
Im Juni 2000 versuchte der DTTB durch eine Regelung eine Mindestquote für die Anzahl der gemeldeten deutschen Spieler einzuführen, was vom Bundesgericht verhindert wurde (siehe Bosman-Entscheidung#Verwandte Fälle).
Bei den Mitglieds- oder Landesverbänden handelt es sich meist um eingetragene Vereine. Sie gliedern sich in Bezirke und diese wiederum in Kreise. Die Verbände sind zuständig für den Spielbetrieb in ihrem Gebiet unterhalb der Ober- und Regionalliga. Hier können sie auch Regelungen einführen, die von den DTTB-Regelungen für Profiligen abweichen. Beispiele dafür sind die Mannschaftsstärke (Spieler pro Mannschaft) oder die Ausländerregelung.
Die Regionalverbände sind Mitglieder des DTTB, was durch eine entsprechende Satzungsänderung am 8. Juni 2002 auch formal vollzogen wurde.[26] Sie sollen den Spielbetrieb und die Interessen benachbarter Landesverbände koordinieren. Sie betrieben bis Juli 2010 die Regional- und Oberligen, seitdem wird dieser Betrieb vom DTTB durchgeführt.[27][28]
| Regionalverband | Verband | Gründungs jahr |
Sitz | Anzahl Mannschaften |
Anzahl Vereine |
|---|---|---|---|---|---|
| Norddeutscher TTV | Berliner TTV | 1927 | Berlin | 657 | 99 |
| TTV Brandenburg[Statistik 2] | 1990 | Strausberg | 465 | 143 | |
| FTT Bremen | 1951 | Bremen | 280 | 56 | |
| Hamburger TTV | 1948 | Hamburg | 722 | 111 | |
| TTV Mecklenburg-Vorpommern | 1990 | Rostock | 370 | 124 | |
| TTV Niedersachsen | 1947 | Hannover | 7.992 | 1.554 | |
| TTV Sachsen-Anhalt | 1990 | Halle/S. | 1.034 | 243 | |
| TTV Schleswig-Holstein | 1947 | Kiel | 1.789 | 414 | |
| Süddeutscher TTV | Badischer TTV | 1946 | Leimen | 1.472 | 287 |
| Bayerischer TTV | 1945 | München | 7.869 | 1.631 | |
| Sächsischer TTV | 1990 | Dresden | 1.773 | 316 | |
| Südbadischer TTV | 1948 | Appenweier | 1.327 | 236 | |
| TTV Württemberg-Hohenzollern | 1946 | Stuttgart | 4.748 | 805 | |
| Südwestdeutscher TTV | Pfälzischer TTV | 1950 | Landau | 1.106 | 205 |
| Rheinhessischer TTV | 1949 | Mainz | 593 | 123 | |
| Saarländischer TT-Bund | 1946 | Saarbrücken | 673 | 136 | |
| Thüringer TTV | 1990 | Erfurt | 1.029 | 292 | |
| Westdeutscher TTV | Westdeutscher TTV | 1931 | Duisburg | 7.834 | 1.348 |
| ohne | Hessischer TTV[29] | 1946 | Pohlheim | 5.332 | 1.037 |
| TTV Rheinland[29] | 1949 | Koblenz | 1.522 | 329 | |
| DTTB gesamt | 48.587 | 9.489 |
| Verband | Gründungsjahr | Sitz | Anzahl Landesverbände |
|---|---|---|---|
| Norddeutscher TTV (NTTV) | 1961 | Helmstedt | 8 Landesverbände |
| Süddeutscher TTV (STTV)[REGV 1] | 1962 | München | 5 Landesverbände |
| Südwestdeutscher TTV (SWTTV) | 1951 | Gensingen | 4 Landesverbände |
| Westdeutscher TTV (WTTV) | 1931 | Duisburg | - |
Olympische: Badminton | Basketball | Bob/Schlitten | Boxen | Curling | Eishockey | Eislaufen | Eisschnelllauf | Stockschießen | Fechten | Fußball | Gewichtheben | Handball | Hockey | Judo | Kanu | Leichtathletik | Radsport | Reiten | Ringen | Rudern | Schießen | Schwimmen | Segeln | Skisport | Taekwondo | Tennis | Tischtennis | Triathlon | Turnen | Snowboarden | Moderner Fünfkampf | Volleyball
Nichtolympische: Luftsport | Alpen | American Football | Base- und Softball | Behindertensport | Billard | Boccia, Boule & Pétanque | Gehörlosensport | Golf | Ju-Jutsu | Karate | Kegeln & Bowling | Kraftdreikampf | Lebensrettung | Minigolf | Motorsport | Motoryacht | Rasenkraftsport & Tauziehen | Rollsport & Inline | Rugby | Schach | Skibob | Sportakrobatik | Sportfischen | Sporttauchen | Squash | Tanzsport | Wasserski & Wakeboard