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Das Deutsche Spielzeugmuseum wurde 1901 auf Initiative des Lehrers Paul Kuntze (1867–1953) gegründet und befindet sich im thüringischen Sonneberg. Es ist das älteste deutsche Spielzeugmuseum.
Bei der Gründung war Spielzeug nur einer von mehreren Sammelschwerpunkten des Museums. Heute verfügt es über einen Bestand von etwa 100.000 Objekten, darunter etwa 60.000 mal Spielzeug. Zu bedeutenden Ausstellungsstücken zählen Thüringer Porzellanpuppen aus dem 19. Jahrhundert, früheste Käthe-Kruse-Puppen, Holzspielzeug aus verschiedenen Regionen, Spielzeug aus dem alten Ägypten sowie antikes Spielzeug aus Griechenland und Rom. Des weiteren sind Spielautomaten mit bewegten Figuren, wie ein Hütchenspieler zu sehen. Die Antikensammlung wurde von Pierre Mavrogordato zusammengetragen, der sie in den Jahren 1938 bis 1944 dem Museum verkaufte.
Ein besonderes Schaubild ist die „Thüringer Kirmes“, die aus einer Gruppe fast lebensgroßer Figuren besteht und das Treiben auf einem Kirmesplatz zur Jahrhundertwende (1900) zeigt. Die Sonneberger Spielzeugmacher erhielten für diese Arbeit auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel einen Grand Prix.
50.361666666711.1777777778Koordinaten: 50° 21′ 42″ N, 11° 10′ 40″ O