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Die Initiative Deutschland – Land der Ideen ist die gemeinsame Standortinitiative der Bundesregierung und der deutschen Industrie, vertreten durch den Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI). Schirmherren der Initiative waren die ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler und Christian Wulff.
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Ein Ziel der Kampagne ist es, "positive" nationale Symbole zu verwenden. So wird für den Schriftzug die Futura von Paul Renner verwendet. Diese Schriftart steht für die Bauhaus-Bewegung. Die Nationalfarben werden durch drei Dahlien dargestellt. Die Dahlien wurden von Alexander von Humboldt nach Deutschland gebracht. Mit diesen Symbolen soll die Innovations- und Forschungsfreudigkeit Deutschlands dargestellt werden[1].
Die Standortinitiative wurde im Jahr 2005 in Hinblick auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ins Leben gerufen. Die WM lenkte den Blick der ganzen Welt auf Deutschland. Regierung und Wirtschaft einigten sich auf ein gemeinsames Engagement zur Imagepflege Deutschlands und gründeten unter Federführung des ehemaligen Bundesinnenministers Otto Schily und der deutschen Wirtschaft, vertreten durch den ehemaligen BDI-Präsidenten Dr. Michael Rogowski, die Standortinitiative „Deutschland - Land der Ideen“. Name und Motto stammen von einem Zitat des ehemaligen Bundespräsidenten Horst Köhler, der bei seinem Amtsantritt im Jahr 2004 sagte: „Das Leitbild der Bundesrepublik Deutschland soll sein: […] ein Land der Ideen!“
Aus der anfänglichen Kampagne zur Fußball-WM entwickelte sich eine langfristig angelegte Standortinitiative mit dem Ziel, im In- und Ausland ein positives Deutschlandbild zu vermitteln und die Stärken des Wirtschafts- und Wissenschaftsstandortes Deutschland zu betonen. Die Kernbotschaft umfasst ein breites Themenspektrum, das die Initiative in ihre Aktivitäten einbindet: Sie will technologische Innovationen sichtbar machen, kreative, kulturelle und gesellschaftliche Impulse setzen und wissenschaftlichen Forschergeist unterstützen.
Ein Projekt der Initiative ist der bundesweite Wettbewerb „365 Orte im Land der Ideen“, der das Potenzial des Innovationsstandortes Deutschland sichtbar machen soll. Er wird seit 2006 in Kooperation mit der Deutschen Bank durchgeführt. Im Rahmen dieses Wettbewerbs präsentiert sich an jedem Tag im Jahr ein Unternehmen, eine Institution, eine soziale oder kulturelle Einrichtung als „Ausgewählter Ort“ der Öffentlichkeit und soll damit neben Ideenvielfalt und Kreativität auch das Engagement der Menschen in Deutschland unter Beweis stellen.
Ein weiteres Projekt der Initiative ist der bundesweite Bildungswettbewerb "Ideen für die Bildungsrepublik". Unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Bildung und Forschung Prof. Dr. Annette Schavan soll der Wettbewerb Bildungsinstitutionen, -projekte und –initiativen würdigen, die sich nachhaltig für mehr Bildungsgerechtigkeit bei Kindern und Jugendlichen einsetzen. Nach Ende der Bewerbungsfrist wählt eine Jury aus Bildungsexperten die 52 besten „Bildungsideen“ aus, die anschließend einzeln Woche für Woche jeweils im Rahmen einer Preisverleihung geehrt werden. Der Wettbewerb wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Kooperationspartner ist die Vodafone Stiftung Deutschland. „Ideen für die Bildungsrepublik“ startete erstmals am 24. März 2011. Bis zum 2. April 2012 läuft die Bewerbungsphase für die zweite Runde des Wettbewerbs.
Seit dem 6. September 2011 ist das Innovationskraftwerk[2] online. Auf dieser Open Innovation Plattform werden Innovations- und Problemlösungsprozesse aus Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft behandelt. Unternehmen und Institutionen können auf der Webseite ihre Innovationsprozesse für das interessierte Publikum öffnen, indem sie Ideenwettbewerbe, sogenannte „Ideations“, ausrufen. Die erste „Ideation“ stellte „Deutschland - Land der Ideen“ ein: „Laptop und Lederhosen: Wie soll sich Deutschland zukünftig präsentieren?" Die Initiative hat das „Innovationskraftwerk“ gemeinsam mit inno-focus Businessconsulting und den Innovationsmanagern bekannter Unternehmen entwickelt.
In unterschiedlichen Kooperationen präsentiert „Deutschland – Land der Ideen“ den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Deutschland im Ausland. Die auf drei Jahre angelegte Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ stellte Deutschland zwischen 2007 und 2010 als Land der Ideen in seiner kulturellen, wirtschaftlichen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Vielfalt in Chinas Städten und Provinzen vor. Das Generalthema der Veranstaltungen ist „Nachhaltige Urbanisierung“. Die Schwerpunktthemen orientieren sich somit an dem Motto der EXPO 2010 „Better City – Better Life“ und beschäftigen sich mit Urbanisierung und nachhaltiger Stadtentwicklung. Höhepunkt der Veranstaltungsreihe ist ein EXPO-Auftritt mit dem „Deutsch-Chinesischen Haus“ in Shanghai. Veranstaltet wurde das 2007 gestartete und im Herbst 2010 beendete Programm vom Auswärtigen Amt gemeinsam mit dem Goethe-Institut, dem Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft und der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“. Es steht unter der gemeinsamen Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler und dem chinesischen Präsidenten Hu Jintao.