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Deutschschweiz

Sprachgebiete (2000) – Lage der Deutschschweiz (orange)
Sprachgebiete – Mehrheitsverhältnis nach der Volkszählung 2000; Karte mit einem Gemeindebestand von 2012
  • Deutsch (63,7 %)</li>
  • Französisch (20,4 %)</li>
  • Italienisch (6,5 %)</li>
  • Rätoromanisch (0,5 %)</li>
  • Mit dem Begriff Deutschschweiz (auch deutsche Schweiz) wird die Sprachregion der Schweiz mit einer überwiegend Schweizerdeutsch (schweizerdt. Schwyzerdütsch, Schwyzertütsch und ähnlich) sprechenden Bevölkerung («Deutschschweizer») umschrieben. Etwa 65 Prozent der territorialen Schweiz (die Nordwestschweiz, die Ostschweiz, Teile des Mittellandes, die Zentralschweiz sowie grosse Teile der Schweizer Alpen) werden zur Deutschschweiz gezählt.

    Inhaltsverzeichnis

    Sprachen

    Alltagsprache

    Als Alltagsprachen finden die Varietäten des alemannischen Dialektes Schweizerdeutsch Anwendung – weit mehr noch als im übrigen oberdeutsch-alemannischen Sprachraum die alemannischen Mundarten. Während im übrigen alemannischen Sprachraum Standarddeutsch die Ortsdialekte vielfach als vorrangige Sprache verdrängt hat, werden die schweizerdeutschen Dialekte in fast allen Gesprächssituationen vorrangig benutzt. In diesem Zusammenhang beschrieb der Schweizer Schriftsteller Hugo Loetscher in einem Essay die Sprachsituation der Deutschschweizer als zweisprachig innerhalb der eigenen Sprache.[1]

    Amtssprache

    Die Sprachregionen der Schweiz bilden an sich keine administrativen Einheiten. Auch die Kantonsgrenzen sind keine Sprachgrenzen, somit hat die Schweiz eine weitere Vielfalt: Kantone mit mehreren gesprochenen Sprachen sowie Amtssprachen. Der Status der Sprachen in der Schweiz ist auf Kantonsebene geregelt. In 17 der 26 Kantone ist aufgrund der Bevölkerungsstruktur Schweizer Hochdeutsch die alleinige Standard- und Amtssprache. In vier weiteren Kantonen zählt Schweizer Hochdeutsch zu den offiziellen Sprachen:

    • Im Kanton Bern gelten Schweizer Hochdeutsch und Französisch als Amtssprachen.
    • In den Kantonen Freiburg und Wallis gelten Französisch und Schweizer Hochdeutsch als Amtssprachen.
    • Im Kanton Graubünden gilt Schweizer Hochdeutsch neben Rätoromanisch und Italienisch ebenfalls als Amtssprache, da mehr als die Hälfte der Bevölkerung Varietäten des Schweizerdeutschen sprechen.

    Kulturgrenzen

    Die romanisch-germanische Sprachgrenze zwischen Deutschschweiz und französischer Schweiz wird auch als Röstigraben bezeichnet, etwas östlich davon markiert die Mundartgrenze Brünig-Napf-Reuss-Linie eine weitere Kulturgrenze.

    Literatur

    Siehe auch

    Einzelnachweise

    1. Hugo Loetscher: Identität: Schweizstunde. Sind wir die «Dorftrottel Europas»? Oder sind wir «Niemandskinder»? Was ist eigentlich ein Schweizer? Ein Essay über unsere Identität. DIE ZEIT Nr. 17, 16. April 2009, abgerufen am 6. Juli 2011.
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