Diärese [diɛˈreːzə] oder Diäresis [diˈɛːrezɪs] (auch Dihairese oder Dihärese, von griech. διαίρεσις, diaíresis, „Trennung“, lat. diaeresis) bezeichnet:
- in der Phonetik und Phonologie: die getrennte Aussprache von zwei aufeinander folgenden Vokalen. Siehe Diärese (Phonetik).
- in der Verslehre: eine Form der Zäsur, eines Einschnittes im Vers. Das Ende eines Kolons (einer syntaktischen Einheit) oder eines Wortes fällt hier zusammen mit dem Ende eines Versfußes (der rhythmischen bzw. metrischen Einheit). Beispiel: „Du siehst, wohin Du siehst / nur Eitelkeit auf Erden.“ (Andreas Gryphius); manchmal ein so genannter Hebungsprall. Siehe Dihärese
- in der Rhetorik: Die absichtliche Unterschlagung oder Einfügung von phonetischen Dihairesen entgegen der Sprachkonventionen stellt einen Fall von Metaplasmus (Rhetorik) dar.
- in der Philosophie: Ein Verfahren zur Analyse eines Begriffs durch seine Merkmale. Siehe Dihairesis
Siehe auch:
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