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Didaktik der Philosophie

Didaktik der Philosophie bezeichnet die Theorie der Lehre und des Lernens von Philosophie. Die Didaktik kann sowohl auf Kinder und Jugendliche als auch auf Erwachsene ausgerichtet sein. An der UniversitÀt kann man die Fachdidaktik der Philosophie und Ethik studieren.

Inhaltsverzeichnis

Philosophiedidaktische AnsÀtze

Fachdidaktische Grundpositionen

In der deutschsprachigen Fachdidaktik lassen sich zwei Grundpositionen unterscheiden:

Der dialogisch-pragmatische Ansatz

Der kommunikations-und praxisorientierte Ansatz stellt das „Philosophieren“ in den Mittelpunkt, das er als eine grundlegende Kulturtechnik begreift. Diese Kulturtechnik kann sich an vielen Themen bewĂ€hren und ist nur lose an die philosophische Tradition gebunden. Bedeutendster Vertreter dieses Ansatzes ist der Hamburger Ekkehard Martens. [1]

Der bildungstheoretisch-identitÀtstheoretische Ansatz

Der eher textorientierte Ansatz stellt das „Nach-Denken“ und Kennen der Tradition in den Mittelpunkt. BegrĂŒnder dieses Ansatzes ist der DĂŒsseldorfer Lehrer Wulff Rehfus. Er schreibt dazu: "Im Philosophieunterricht geht es darum, den SchĂŒler hinzufĂŒhren zu den ĂŒberkommenen und gegenwĂ€rtigen Problemstellungen und –lösungen der Philosophie, zu den Methoden des Philosophierens (wie zum Beispiel transzendentale, dialektische, hermeneutische usf.) und schließlich zu den Wegen, sich philosophische Schriften philosophisch erschließen zu können. „HinfĂŒhrung“ ist also kein Heruntertransformieren der großen Denker auf SchĂŒlerniveau, umgekehrt kommt es vielmehr darauf an, die SchĂŒler zur Philosophie zu fĂŒhren. Dazu eignen sich vor allem paradigmatische Autoren. Darunter sind solche zu verstehen, die eine Philosophie in ihren GrundzĂŒgen entwickelt haben, die in der Folgezeit zum Ausgangspunkt weiterer philosophischer Diskussion wurde." [2]

Philosophieren mit Kindern

Das "Philosophieren mit Kindern" ist ein Unterrichtsprinzip, das an den UniversitĂ€ten entwickelt wurde. Die gleiche Bezeichnung verwendet Mecklenburg-Vorpommern fĂŒr das Schulfach, das als Ersatzfach fĂŒr Religion von der ersten bis zur zehnten Klasse unterrichtet wird. [3]

BegriffsklÀrung

Es gibt einige leicht unterschiedlich ausgeprĂ€gte AnsĂ€tze in der Kinderphilosophie. Der Oberbegriff fĂŒr alle ist „Philosophieren mit Kindern“. Die Bezeichnungen der verschiedenen AnsĂ€tze deuten bereits bestimmte Richtungen an, können aber auch zu MissverstĂ€ndnissen fĂŒhren. Martens' Bezeichnung „Philosophieren mit Kindern“ (PmK), sowie Matthews' „Philosophische GesprĂ€che mit Kindern“ verweisen auf eine dialogisch-pragmatische Philosophiedidaktik. Lipmans Bezeichnung „Philosophy for Children“ (P4C, „Philosophie fĂŒr Kinder“) macht den didaktischen Anspruch deutlich, ist jedoch nicht als bloße Reduzierung der „echten“ Philosophie zu verstehen. Dasselbe gilt fĂŒr die Bezeichnung „Kinderphilosophie“ von Jaspers. „Als Bezeichnung eines eigenen Arbeitsgebiets der Philosophie dagegen hĂ€tte [der Begriff „Kinderphilosophie“], analog zur "Kinderpsychologie", einen gewissen Wert“[4], meint Martens. Der Begriff „Kinderphilosophie“ als Philosophie der Kinder verdeutlicht die AuthentizitĂ€t des Philosophierens der Kinder. [5]

Die verschiedenen Richtungen des Philosophierens mit Kindern sind:

  • Philosophieren mit Kindern (Ekkehard Martens, Barbara BrĂŒning)
  • Philosophieren fĂŒr Kinder (Matthew Lipman: „P4C“; Daniela Camhy: „Kinderphilosophie“)
  • Philosophieren von Kindern (Gareth B. Matthews)
  • Nachdenken mit Kindern (Kerstin Michalik, Helmut Schreier, Hans-Joachim MĂŒller)

Allgemeines

Die weltweit verbreitetste Richtung der „Kinderphilosophie“ ist „Philosophy for children“ (P4C). Diese Philosophie fĂŒr Kinder entwirft einen eigenen Wissenschaftskanon der zu vermittelnden philosophischen Inhalte. Dieser Kanon wird a priori gesetzt, wobei als wesentliches Merkmal des philosophischen Denkens das synthetische Denken betont wird, d.h. die FĂ€higkeit in logisch-diskursiven Begriffen zu denken.

Das „Philosophieren mit Kindern“ (PmK) legt den Schwerpunkt neben die EinĂŒbung in das logisch-argumentative Denken auf das kreative Denken. Das kreative Denken in den philosophischen Kontext von Unterricht zu stellen, bedeutet eine Erweiterung des traditionellen VerstĂ€ndnisses von Philosophie als BegriffsklĂ€rung in diskursiven, eindeutigen Zeichen. Das kreative Denken produziert prĂ€sentative, mehrdeutige Zeichen, die dazu dienen, dem philosophischen Denken der Kinder eine weitere Ausdrucksmöglichkeit einzurĂ€umen.

Keiner der AnsĂ€tze des Philosophierens mit Kindern, ob es die logisch-argumentative Schule des „Philosophie fĂŒr Kinder“-Ansatzes oder die eher dialogisch-pragmatisch ausgerichtete Schule des „Philosophierens mit Kindern“ ist, kann und will Funktionswissen vermitteln. Der kreative Ansatz des PMK legt den Akzent innerhalb des Philosophierens mit Kindern auf die Suche und den Ausdruck von Deutungen. Auf der Suche nach Bedeutung bilden die Kinder Zeichen oder auch Symbole, die wiederum Anlass bieten, nach neuen Deutungen zu suchen. Dies sind so genannte prĂ€sentative Symbole, die neben den diskursiven Symbolen, Referenzpunkte sind fĂŒr weiteres Nachdenken. Philosophieren mit Kindern ist im Wesentlichen ein Symbolisierungsprozess- ein Zeichenbildungsprozess. Die „Was ist das?“-Fragen der Kinder sind der Ausgangspunkt fĂŒr die gemeinsame Suche nach Bedeutung und dem Versuch, einen angemessenen Ausdruck fĂŒr die Bedeutungen zu finden.

Geschichtliches

Schon Immanuel Kant empfiehlt in seiner ethischen Didaktik am Schluss der Metaphysik der Sitten die sokratisch-dialogische Methode als Lehrmethode. „Eine Lehrart, bei denen die Kinder von selber, ohne durch den Lehrer angewiesen zu sein, (
) urteilen.“ [6] „Er lehnt eine Belehrung Â»durch abgezogene allgemeine Formeln« ab und schlĂ€gt statt dessen vor, auf die moralischen Erfahrungen der Kinder zurĂŒckzugreifen.” Er will, dass die Kinder selber denken, philosophieren. [7]

Im wilhelminischen Gymnasium gab es keinen eigenen Philosophieunterricht. Erst seit 1900 gab es wieder Stimmen wie von Rudolf Lehmann und Alfred Rausch, die ein eigenes propĂ€deutisches Fach vorschlugen. Durch die Sinnkrise des Ersten Weltkriegs vermehrten sich diese, so 1919 Ernst Hoffmann und August Messer.[8] Auf der Reichsschulkonferenz 1920 fand die Forderung nach weltanschaulicher Erziehung zwar Beifall und spĂ€ter maßgebliche UnterstĂŒtzer wie den Schulpolitiker der DVP, Hans Richert. Doch blieben vor allem die katholische Kirche und die Zentrumspartei dagegen, weil sie eine Konkurrenz fĂŒr den Religionsunterricht erkannten. So blieb es in Preußen anders als in z.B. WĂŒrttemberg bei Arbeitsgemeinschaften in der Oberstufe.

Nun beschĂ€ftigten sich in Deutschland ReformpĂ€dagogen zum ersten Mal intensiver mit dem Philosophieren von Kindern. 1922 schrieb der ReformpĂ€dagoge Herman Nohl einen Aufsatz mit dem Titel Die Philosophie in der Schule. „Nohl stellt[e] bei den Kindern der ersten vier Grundschulklassen, aber auch bei bereits VierjĂ€hrigen, ein ‘metaphysisches Denken’ oder ‘philosophisches Staunen’ fest (...). Nohl war der Meinung, dass Philosophieren in der Grundschule am besten im Gesamtunterricht durch Behandlung von ‘Themenkreise[n] aus dem Erfahrungsbereich der Kinder’ stattfinden sollte.

In der Sekundarstufe dagegen empfahl er in EinzelfĂ€cher aufgegliederten Unterricht. Philosophiert werden sollte im Fach ‘Lebenskunde’, vergleichbar dem heutigen Ethikunterricht.“ [9] Er entwickelte didaktische Überlegungen, um dieses Denken zu fördern. An dieses Konzept knĂŒpft das Philosophieren mit Kindern an.

Die Deutschnationalen Hans Leisegang und Rudolf Odebrecht grĂŒndeten eine Zeitschrift Philosophie und Schule (1929-1934), Arthur Liebert 1929 die Gesellschaft fĂŒr philosophische PropĂ€deutik. Die Ziele des Unterrichts sollten in einer vagen Idealisierung der Lernenden liegen.[10]

Die erste Ausarbeitung eines Philosophie-Programmes fand in den USA statt. Ende der 1960er-Jahre betrieb Matthew Lipman intensive Studien zum Philosophieren mit Kindern. 1974 grĂŒndete er das "Institute for the Advancement of Philosophy for Children" (IAPC) an der Montclair State University (New Jersey). [11] Das Institut erarbeitet bis heute philosophische KinderbĂŒcher fĂŒr den schulischen Unterricht. FĂŒr jede Altersstufe gibt es philosophisch-geordnete Geschichten mit HandbĂŒchern fĂŒr die LehrkrĂ€fte. [12]

Seit den 1970er Jahren gewinnt das Philosophieren mit Kindern in Deutschland „vor allem im Ethik- und Philosophieunterricht der Grundschule und Sekundarstufe I zunehmend an Bedeutung“. [13]

Haltung

Wenn Kinder fragen: Was ist das?, fĂŒhlen sich Lehrer oder Eltern oft genötigt, sich selbst als Lexikon zu verstehen. Man schlĂ€gt nach, was das Wissen auf die jeweilige Frage antworten wĂŒrde. Es folgt der Gang in die Bibliothek und man schaut in den „Was ist was?-BĂŒchern“ nach guten Antworten auf die „Was ist das?-Fragen“. Doch wie oft hat man das GefĂŒhl, die Frage des Kindes eigentlich so nicht ganz verstanden zu haben. Z.B. – „Was ist das? Zeit“. Doch anstatt bei der Frage zu bleiben, formuliert man sie neu: „Du möchtest gerne wissen, wie die Uhr funktioniert oder wer die erste Uhr erfunden hat!“ Oft ist dies die erste Reaktion, wenn einem ein Kind eine „Was ist das?-Frage“ stellt. Schon verĂ€ndert man die Frage des Kindes, um sie dem eigenen Wissensstand anzupassen und eine Antwort geben zu können. Gemeinsam mit Kindern ĂŒber ihre „Was-ist-das-Fragen“ nachzudenken, damit ist man im Kern des Philosophierens mit Kindern und seinem Paradigma. [14]

Wichtiges beim Philosophieren mit Kindern

Philosophieren ist ein offener, vorlÀufiger Deutungsprozess, in dem es wesentlich darum geht, selber zu denken, vom anderen her zu denken und weiter zu denken. Er dient der Suche nach immer klareren Bedeutungen.

Anlass zum Philosophieren können die Fragen der Kinder selbst sein, philosophische GesprÀche können aber auch von der Lehrkraft angeregt werden.

Wesentliche Punkte fĂŒr erfolgreiches Philosophieren in der Gruppe sind:

  • Neugierde
  • Unvoreingenommenheit
  • Akzeptanz
  • WertschĂ€tzung, Meinung der Anderen (und der Kinder) als Gewinn sehen
  • Eine „Gemeinschaft der Untersuchung“ mit GesprĂ€chsregeln zu bilden
  • AuthentizitĂ€t des Lehrenden
  • Der Lehrende als Mitsuchender, Moderator oder Provokateur

Der Unterricht findet im schulischen Rahmen mit seinen Vorgaben statt. Es geht aber beim Philosophieren nicht um Leistungsbewertung, sondern um Wahrheitsfindung. Daher empfehlen manche, einen speziellen Ort zum Philosophieren zu nutzen. An diesem Ort, z.B einem „Philosophenkreis“ dĂŒrfe keine Leistungsbewertung stattfinden, damit die Kinder offen ĂŒber ihre GefĂŒhle und Gedanken sprechen können.

kindzentrierte GesprÀche

Durch kindzentrierte GesprĂ€che soll die Kommunikation der Kinder untereinander gefördert werden. Durch das Reflektieren, Nachdenken und Sich-Äußern können die SchĂŒler „eine aktive Rolle in der Mitgestaltung von unterrichtlichen Lernprozessen wahrnehmen. Gerade GesprĂ€che sind bestens dazu geeignet, daß Kinder ihre Vorstellungen, Erfahrungen, Meinungen und GefĂŒhle ĂŒber Sachverhalte einbringen können.“ [15]

Nach Riemann ist ein GesprĂ€chsklima notwendig, in der jedes Kind spĂŒrt,

  • „dass seine Gedanken und Meinungen zum Thema gefragt sind,
  • dass es einerseits interessant und andererseits notwendig ist, einander konzentriert zuzuhören, damit man sich gegenseitig ergĂ€nzen oder aber korrigieren kann,
  • dass man Zweifel, Bedenken, Komisches Ă€ußern darf,
  • dass man Kritik Ă€ußern kann, ohne daß sie ĂŒbel genommen wird,
  • dass man das Recht hat, Fragen zu stellen, um gemeinsam nach Antworten zu suchen“.[16]

Die Lehrkraft moderiert das Philosophieren der Kinder nur. Der Lehrende gibt einen Anstoß, fĂŒhrt zusammen mit den Kindern GesprĂ€chsregeln ein, zieht sich dann aber zurĂŒck. Damit die Kinder wirklich miteinander reden, diskutieren, philosophieren, rufen sich die Kinder gegenseitig auf, gemeldet wird sich per Handzeichen. [15]

Die Moderation einer philosophischen GesprÀchsrunde mit Kindern beinhaltet:

  • ZurĂŒckhaltung
  • Das ZurĂŒckschrauben von anfĂ€nglichen Erwartungen: Es geht (nur) darum, den Prozess zu unterstĂŒtzen, die SchĂŒler mĂŒssen nicht gleich philosophieren.
  • Lenkung, ohne Ergebnisse vorweg zu nehmen: Fokus/ Aufmerksamkeit lenken (z.B. durch ein Gedankenexperiment)
  • Systematisches, aber ergebnisoffenes Vorgehen („von A nach B“)
  • „therapeutische“ Formulierungen
  • Zusammenfassung
  • Spiegelung
GefĂŒhle in philosophischen GesprĂ€chen mit Kindern

BrĂŒning ist der Meinung, dass GefĂŒhlsregungen nicht durch Argumente ersetzt werden können. Sie versucht einen Ausgleich zwischen positiven und negativen GefĂŒhlen herbeizufĂŒhren. Den Kindern solle die Möglichkeit gegeben werden ĂŒber ihre GefĂŒhle – egal ob negativ oder positiv - zu sprechen. BrĂŒning möchte, dass die Kinder selbst „eine gewisse Entwicklung ihrer GefĂŒhle feststellen [und lernen,] nicht nur ihre eigenen Interessen, Ziele und WĂŒnsche (
) durchzusetzen, sondern auch die der anderen zu respektieren“. [17]

Inhalt

Der Inhalt richtet sich nach der Erlebnis- und Ereigniswelt der Kinder. Diese kann man auch in die vier Kantischen Fragen unterteilen, in die der Gelehrte die Philosophie in seiner Vorlesung zur Logik 1804 unterteilte:

Die Sachthemen fĂŒr das Philosophieren in der Grundschule sollten mit der kindlichen Lebenswirklichkeit und den Interessen der Kinder ĂŒbereinstimmen. Zum Philosophieren sollten PhĂ€nomene, die vielschichtige und mehrdeutige Aspekte sowie kontroverse Standpunkte zulassen, gewĂ€hlt werden. Außerdem bieten sich Themen an, die der Spezifik der Klassensituation angemessen sind.[18]

Beliebte Fragen in der Grundschule sind z.B. „Was ist GlĂŒck?“, die Frage der Freundschaft und die Unendlichkeit. [19]

Merkmale philosophischer Fragen

  • GeneralitĂ€t:
Fragestellungen und Probleme, die grundsĂ€tzlich fĂŒr alle Menschen wichtig sind oder sein könnten
  • Mehrperspektivismus:
Fragen, die sich nicht allein mit einer Fachwissenschaft beantworten lassen
  • Selbsterweiterung:
Durch das Philosophieren neue Perspektiven fĂŒr das eigene Handeln und Denken im Alltag gewinnen [20]

Es gibt zwei Arten von „Warum?“-Fragen. Es handelt sich um eine Sachfrage, wenn nach der Ursache gefragt wird. Philosophische Fragen unterscheiden sich dadurch von Sachfragen, dass sie nach dem Ziel fragen, nach dem Sinn.

Aufbau einer Philosophieeinheit

  1. Einstieg (Geschichten, Bilder, 
)
  2. GesprÀch
  3. Aktion (z.B. einen eigenen Schluss zur Geschichte schreiben, ein Bild malen, ...)
  4. Evaluation

grundlegende Lernziele

  • Verbesserung der Sprach- und Denkentwicklung
  • Entfaltung der KreativitĂ€t
  • Förderung der persönlichen und sozialen Entwicklung
  • Förderung der Toleranz

Am wichtigsten ist den PÀdagogen die Förderung des selbstÀndigen Denkens, der Persönlichkeitsentwicklung und das Herausbilden von sozialen FÀhigkeiten. [11]

weitere philosophiedaktische AnsÀtze

  • Hegels gymnasiale Philosophiedidaktik
  • Die dialektische Philosophiedidaktik von Roland W. Henke ist der Versuch einer „zeitgemĂ€ĂŸe[n] Philosophiedidaktik“ (Stand: 2000) und ist „zwischen Martens und Rehfus zu positionieren“. [21]
  • Der kompetenzorientierte Ansatz in unterschiedlichen Versionen von France Rollin, Michel Tozzi, Karel van der Leeuw und Pieter Mostert
  • Der philosophiedaktische Ansatz von Josef Schmucker Hartmann
  • Die „systemisch-historische Philosophiedidaktik“ von Matthias Bublitz, 2006
  • Der philosophiedaktische Ansatz von Johannes Rohbeck versucht zwischen akademischer Philosophie und schulischer Unterrichtspraxis zu vermitteln. Er transformiert didaktische Potenziale der Philosophie in philosophische Kompetenzen, die von SchĂŒlern erworben werden können.[22]
  • Narrative Philosophiedidaktik von Maria Muck: „Philosophiedidaktik ist zugleich Wissen und Können gemeinsamer Selbstbestimmung.“ [23]

Methoden

Die eingesetzten Methoden fĂŒr das Philosophieren mit Kindern dienen zum einen der Anregung des logisch argumentativen Denkens und zum anderen der Anregung des kreativen Denkens. Zum Einsatz kommen das Philosophische GesprĂ€ch, Gedichte, Geschichten, Bilder, BegriffsmolekĂŒle, Hypertexte, theatrale Zeichen.

Die analytischen AnsĂ€tze des Philosophierens mit Kindern integrieren zwar kreative-anschauliche ZugĂ€nge, wie das Schreiben von Gedichten, das Malen von Bildern, das Spielen von Rollen in den philosophischen KlĂ€rungsprozess, jedoch nur, um einen weiteren Zugang zu eindeutigen, klaren Begriffen zu ermöglichen. Philosophieren in diesem VerstĂ€ndnis hat das Ziel, eindeutige, klare, konsensfĂ€hige Antworten zu formulieren. Der Ansatz des Kreativen Philosophierens mit Kindern erweitert diese Sicht. Hier ist das kreative Denken nicht nur ein Wegbereiter hin zum logisch-argumentativen Denken, sondern bildet philosophisch-relevante AusdrĂŒcke an sich. Das heißt: Bilder, theatrale Zeichen, Gedichte, Geschichten, Hypertexte und sprachliche mehrdeutige AusdrĂŒcke, wie die Metapher, sind zwar mehrdeutige Aussagen, gehören jedoch an sich zu den gemeinsamen Sinndeutungen der Kinder.

Blitzlicht

Zu einem vorgegebenen Begriff sagt reihum jeder der Philosophierunde, was ihm spontan dazu einfĂ€llt. Der Moderator geht bei dieser spekulativen Methode deduktiv vor, d.h. er fĂŒhrt die Gruppe von den speziellen Beispielen ins Allgemeine. Durch Abstrahieren gelangt die Gruppe zum Philosophieren.

Sokratischer Dialog

Im Sokratischen Dialog wird in Anlehnung an Sokrates' mĂ€eutische Methode versucht, Philosophie im Sinne des Selbstentdeckens von Wahrheit zu vermitteln. Im GesprĂ€ch werden Aporien, WidersprĂŒche, BrĂŒche in der Argumentation aufgezeigt, die wiederum als Ansatz fĂŒr weitere Erforschung von Sachverhalten dienen. Die Philosophen treten hier als Suchende nach der Wahrheit auf, letztendlich findet man dennoch höchstens individuelle Lösungen der philosophischen Fragen. Bizarre Behauptungen oder provokante Fragen, wie z.B. „Es ist so schönes Wetter draußen, was macht ihr hier in der Schule?“ können dazu fĂŒhren, dass Kinder ihren Schulbesuch begrĂŒnden und verteidigen. Von da kann der Lehrende hermeneutisch immer weiter fragen bis die Kinder zu einer philosophischen Frage gelangen auf die es keine eine Antwort gibt. Formen des sokratischen Dialoges werden sehr gerne beim Philosophieren mit Kindern angewandt.

Philosophie im StreitgesprÀch

Das StreitgesprĂ€ch ist eine Form der intensiven Diskussion philosophischer Positionen. Es gibt verschiedene Formen, wie z. B. die Disputation, die nach verschiedenen Regeln durchgefĂŒhrt werden. Der Unterschied zwischen Diskussion und Philosophieren liegt im BegrĂŒnden der GrĂŒnde auf Metaebene. Eine Diskussion ist dann erfolgreich, wenn die Mitglieder der Diskussion ihre Meinungen begrĂŒnden, wenn sie argumentieren. Philosophisch wird die Diskussion, sobald die BegrĂŒndungen auf Metaebene bewertet und analysiert werden. Die Methode des StreitgesprĂ€ches wird eher in der Sekundarstufe verwendet. Das Argumentieren verschiedener, auch widersprĂŒchlicher Positionen fördert auch stark demokratisches Denken.

Dilemma-Diskussion

Ein Dilemma kann man auf Ebene der Moral – zumindest fĂŒr sich selbst - lösen, fragt man aber weiter, mĂŒsste man eine BegrĂŒndung der GrĂŒnde fĂŒr die moralische Entscheidung auf der Ebene der Ethik finden. Die Diskussion ĂŒber ethische Dilemma-Situationen kann die moralische UrteilsfĂ€higkeit verbessern. Diese Methode ist besonders von Georg Lind in der Konstanzer Methode der Dilemma-Diskussion (KMDD) verfeinert worden. Sowohl zum Philosophieren als auch fĂŒr den Ethikunterricht werden Dilemmata gerne herangezogen.

Gedankenexperiment

Gedankenexperimente sind rein hypothetisch („Was wĂ€re, wenn 
?“). Es werden denkmögliche, aber letztlich kontrafaktische Annahmen als Möglichkeit genommen, Aspekte von Argumentationen, weltanschaulichen Vorstellungen, Wissen oder Traditionen auf ihre innere Logik zu ĂŒberprĂŒfen. Ein Gedankenexperiment kann offen oder geschlossen sein. Offen bedeutet, dass es keine Lösung auf die Frage gibt, bzw. unendlich viele Möglichkeiten der Beantwortung. Im Gegensatz zu diesem spekulativen Gedankenexperiment, wird beim geschlossenen, analytischem Gedankenexperiment linear abgeprĂŒft, ob etwas sein kann, Undenkbares wird ausgeschlossen. Das Gedankenexperiment kann ein Bestandteil des sokratischen Dialoges sein und ist sehr gut geeignet zum Philosophieren mit Kindern.

Philosophie als „Ismenkunde“

Dieser Ansatz sieht die Aufgabe der Philosophiedidaktik darin, die SchĂŒler im Umgang mit gedanklichen Systemen, Ideologien und Denkmodellen zu schulen. Z. B. Empirismus, Idealismus, Anarchismus, Solipsismus – diese „-ismen“ sollen Gegenstand des Unterrichts sein. Dabei soll auch vermittelt werden, dass man „-ismen“ durchaus kritisch sehen muss, da jedes gedankliche System zu Einseitigkeiten neigt und die Gefahr von Übersteigerung besteht. Auf der anderen Seite soll aber auch ein Abgleiten in den bloßen Pragmatismus vermieden werden. Die SchĂŒler sollen auch ermuntert werden, sich auf kritische Weise zu „-ismen“ zu bekennen. Dieser Ansatz, der 2006 von Matthias Bublitz unter dem Begriff „systemisch-historische Philosophiedidaktik“ veröffentlicht wurde, grenzt sich zur praxisbezogenen Kommunikationsdidaktik ab, der er OberflĂ€chlichkeit und Entsystematisierung des Denkens vorwirft. Er wendet sich aber auch gegen eine einseitige Betonung der Textanalyse und tritt fĂŒr knappe und verstĂ€ndliche EinfĂŒhrungstexte in populĂ€rer Wissenschaftssprache ein.

Texte

BilderbĂŒcher, Kurzgeschichten (P. Jaspersen, DĂ€nemark), Science Fiction (E. Matthews, GB), philosophische Texte (H.-L. Freese, Berlin) oder speziell fĂŒr die Kinderphilosophie verfasste BĂŒcher (v.a. von Lipman (Pixie, Harry Stottelmeiers Entdeckungen u.a.)) werden oft als didaktische Hilfsmittel eingesetzt. [24]

BilderbĂŒcher als Wege zum Philosophieren

Es existieren viele KinderbĂŒcher mit philosophischem Gehalt. Einige KinderbĂŒcher sind explizit darauf angelegt, philosophische Themen anzusprechen, doch auch BilderbĂŒcher ohne explizit philosophisches Thema können zum Nachdenken und Philosophieren anregen. Im Gegensatz zu Philosophieromanen wie „Sofies Welt“ von Jostein Gaarder, die die Philosophie direkt zum Gegenstand eines Kinder- und Jugendbuchs machen, können viele BĂŒcher ĂŒber konkrete Fragen und Probleme eines besonderen Themas ins eigene Philosophieren hineinfĂŒhren. BilderbĂŒcher bieten neben Inhalten und Sprache zusĂ€tzlich Bilder als Ebenen philosophischer Rezeption. Im Einbeziehen des Ästhetischen liegt nicht nur ein aus philosophischer Sicht besonderer Reiz, sondern auch die Herausforderung, sich stĂ€rker als ĂŒber die Sprache auf die Möglichkeiten kindlicher Rezeption einzulassen. [25]

PopulÀrwissenschaftlicher Zugang

EinfĂŒhrende BĂŒcher wie Sofies Welt oder Die Philosophische Hintertreppe von Wilhelm Weischedel kommen dem BedĂŒrfnis vieler Menschen nach Wissen entgegen.

Textanalyse

Um in den philosophischen Dialog einzutreten, wird die FĂ€higkeit philosophische Texte zu verstehen notwendig. Verschiedene Methoden zur Texterschließung werden hierbei angewandt. Dabei zeigen sich insbesondere Aphorismen bzw. Dialoge als sehr widerstĂ€ndig. Die Textanalyse ist ein Schwerpunkt philosophischen Arbeitens. Philosophische Texte werden bevorzugt bei Jugendlichen und Erwachsenen angewandt, fĂŒr Kinder, v.a. der Grundschule bedienen sich die PĂ€dagogen eher BilderbĂŒchern.

szenisches Spiel

Sehr beliebt ist das Rollenspiel, durch das sich die Teilnehmer sehr gut in die gespielte Situation einfĂŒhlen können. Beim Philosophieren wird u.a. auch gerne die Standbild-Methode angewandt. Beim Texttheater sollen die Schauspieler einen vorliegenden Text interpretieren und ihre eigene Meinung durch die Inszenierung deutlich machen. [26] Hans-Joachim MĂŒller beschreibt das Texttheater als gute Methode fĂŒr das Philosophieren mit Kindern.

Bilder malen

Psychologen haben herausgefunden, dass wir gleichberechtigt sowohl symbolisch als auch visuell und handlungsbezogen Denken. Kommunikation geschieht nicht nur durch Sprache, sondern auch durch Gestik, Mimik, Farben, Formen usw, schon vor dem Schriftspracherwerb setzen sich Kinder durch Kritzeleien mit ihrer Umwelt auseinander. Deshalb gibt es auch den Ansatz mit Kindern zeichnerisch ĂŒber Begriffe nachzudenken. Bei den Bildern unterscheidet man zwischen konkreter (gegenstĂ€ndlicher) und abstrakter Ebene. Das visuelle Philosophieren fördert die FĂ€higkeit der Kinder zu generalisieren, ZusammenhĂ€nge und Wesentliches zu erkennen. Es ermöglicht das Hervortreten verschiedener Talente und relativiert die dominante Rolle des Erwachsenen. [27]

Philosophie in der Schule

Unterscheidung Philosophie - Ethik

Die klassischen Disziplinen der Philosophie sind die Erkenntnistheorie/Logik, die Ethik, die Metaphysik und die Anthropologie. [7] Ethik ist also eigentlich eine Disziplin der Philosophie. [8]

In den deutschen Schulen gibt es die Bezeichnungen Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, Lebensgestaltung-Ethik-Religionskunde (LER). In den Konzeptionen der LehrplĂ€ne des Philosophie- oder Ethikunterrichtes der verschiedenen BundeslĂ€nder werden teilweise verschiedene Schwerpunkte gesetzt. „Philosophieunterricht wird grundsĂ€tzlich als analytisch-reflexiver Unterricht definiert, Ethikuntericht dagegen berĂŒcksichtigt stĂ€rker die affektive und soziale Komponente. (...) Der Diskurs und die durch den Unterricht angestrebte Orientierungsfunktion [spielen] eine zentrale Rolle in allen Konzeptionen.“ [28] Wie genau der Philosophie- oder Ethikunterricht genannt wird, hĂ€ngt vom jeweiligen Bundesland ab. Dementsprechend gibt es an den UniversitĂ€ten die dazugehörigen LehrstĂŒhle fĂŒr Didaktik der Philosophie oder Ethik.

Die tatsÀchliche Ausbildung der LehrkrÀfte an den Schulen ist jedoch unterschiedlich. Ethik wird bis heute oft fachfremd unterrichtet, Philosophielehrer weisen teilweise ein Fachstudium auf, teilweise rekrutieren sie sich aus affinen FÀchern wie Deutsch oder alten Sprachen. [29]

Philosophie als Ersatzfach

In den meisten BundeslĂ€ndern dient der Philosophie- oder Ethikunterricht in der Sekundarstufe I als Ersatzfach fĂŒr Religion, Philosophie wird manchmal als Wahlpflichtfach in der Sekundarstufe angeboten. [3]

Das Unterrichtsfach „Philosophieren mit Kindern / Philosophie“

In Mecklenburg-Vorpommern wird durchgĂ€ngig von der ersten Klasse an Philosophieren mit Kindern, bzw. Philosophie (in der Sekundarstufe II) als Ersatzfach fĂŒr Religion unterrichtet. [3]

Dieses Schulfach versucht philosophische mit unterrichtlichen Methoden zu verbinden, so dass „Lehrer und SchĂŒler eine Untersuchungsgemeinschaft“ bilden. Die Themen und Methoden sollen „sowohl dem Erfahrungs- und Verstehenshorizont der SchĂŒler als auch den in Vergangenheit und Gegenwart entwickelten philosophischen AnsĂ€tzen gerecht“ werden. Der Philosophieunterricht soll die SchĂŒler v.a. zum Nachdenken bringen. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem handlungsbezogenen Denken, den vier Kantischen Fragen. (Rahmenlehrplan, Philosophieren mit Kindern, Jahrgangsstufen 7-10, hg. Vom Ministerium fĂŒr Bildung, Wissenschaft und Kultur, Erprobungsfassung 2002, S.13 f.) [9]

Kompetenzbereiche

Angestrebte Kompetenzen fĂŒr die Sekundarstufe, in den BundeslĂ€ndern unterschiedlich ausgeprĂ€gt:

  • "Wahrnehmen und Verstehen
    • Wahrnehmungskompetenz
    • PerspektivĂŒbernahme
    • Empathie
    • Interkulturelle Kompetenz
  • Analysieren und Reflektieren
    • Textkompetenz
    • Sprach(analytische) Kompetenz
    • InterdisziplinĂ€re Kompetenz
    • Reflexionskompetenz
  • Argumentieren und Urteilen
    • Argumentations- und Urteilskompetenz
    • Moralische UrteilsfĂ€higkeit
    • ethische Urteilskompetenz
  • Interagieren und Sich-Mitteilen
    • DiskursfĂ€higkeit
    • Darstellungskompetenz
    • Konfliktlösungskompetenz
  • Sich-Orientieren und Handeln
    • Orientierungskompetenz
    • Handlungskompetenz" [30]

Literatur

Literatur zur Philosophiedidaktik

Aktuelle EinfĂŒhrungen

Vertiefende Literatur

  • Ekkehard Martens, Herbert SchnĂ€delbach (Hrsg.): Philosophie. Ein Grundkurs. 2 BĂ€nde, 7. ĂŒberarb. Auflage. Rowohlt, Reinbek 2003, ISBN 3-499-55457-7.
  • Ekkehard Martens: EinfĂŒhrung in die Didaktik der Philosophie Wiss. Buchgesellschaft, Darmstadt 1983, ISBN 3-534-08543-4.
  • Wulff Rehfus: Der Philosophieunterricht. Kritik der Kommunikationsdidaktik und unterrichtspraktischer Leitfaden. Frommann-Holzboog, Stuttgart-Bad Cannstatt 1986, ISBN 3-7728-1150-7.
  • Wulff D. Rehfus und Horst Becker (Hrsg.): Handbuch des Philosophieunterrichts, Schwann, DĂŒsseldorf 1986 ISBN 3-590-14447-5
  • Matthias Bublitz: Essay zu einer systemisch-historischen Philosophiedidaktik. Edition Octopus, MĂŒnster 2006, ISBN 3-86582-314-9
  • Arnold K. D. Lorenzen: Philosophie in der Erwachsenenbildung. Untersuchungen zur Legitimationsgeschichte und AnsĂ€tze zu einem Konzept exoterisch-lebensorientierten Philosophierens, Göttinger BeitrĂ€ge zur UniversitĂ€ren Erwachsenenbildung, Heft 8/1986, 2. Aufl. 1987, Georg-August-UniversitĂ€t Göttingen, Zentralstelle fĂŒr Weiterbildung
  • Gisela Raupach-Strey: Sokratische Didaktik. Die didaktische Bedeutung der Sokratischen Methode in der Tradition von Leonard Nelson und Gustav Heckmann, Lit-Verlag , Hamburg 2002 ISBN 3-8258-6322-0.
  • Euringer, Martin: Vernunft und Argumentation. Metatheoretische Analysen zur Fachdidaktik Philosophie, Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 2008.

EinfĂŒhrende Literatur zur Philosophie

Siehe Philosophie#Literatur

FĂŒr den Unterricht empfehlenswerte Literatur

Textsammlungen

  • Herlinde Pauer-Studer u.a. (Hrsg.): Philosophie zum Lesen. Verlegergemeinschaft Neues Schulbuch, Wien 2005, ISBN 3-85338-272-X. (Umfangreiche und dennoch handliche Sammlung von Texten, fĂŒr den Unterricht in Österreich konzipiert).
  • Hubert Schleichert (Hrsg.): Von Platon bis Wittgenstein. Ein philosophisches Lesebuch Beck, MĂŒnchen 1999, ISBN 3-406-42145-8. (BerĂŒcksichtigt auch die Östliche Philosophie).
  • Ekkehard Martens (Einleitung und Kommentare): Ich denke, also bin Ich. Grundtexte der Philosophie. Beck, MĂŒnchen 2003, ISBN 3-406-42164-4. (EnthĂ€lt Platons „Höhlengleichnis“ und Kants „kategorischer Imperativ“).

EinfĂŒhrungen

  • Jay F. Rosenberg: Philosophieren. Ein Handbuch fĂŒr AnfĂ€nger, Klostermann, Frankfurt am Main 2002, ISBN 3-465-01718-8. (FĂŒr den Unterricht des philosophischen Schreibens, mit Übungen im Anhang)
  • Jonas Pfister: Philosophie. Ein Lehrbuch. Reclam, Stuttgart 2006, ISBN 3-15-018433-9. (Dialektisch aufgebaute EinfĂŒhrung: Position, EinwĂ€nde, Erwiderungen)
  • Nigel Warburton: Was können wir wissen, was dĂŒrfen wir tun? Einstieg in die Philosophie. Rowohlt, Reinbek 1998, ISBN 3-499-60378-0.

Nachschlagewerke

Philosophieren mit Kindern

  • Calvert, Kristina: Können Steine glĂŒcklich sein? Philosophieren mit Kindern Reinbek bei Hamburg 2004
  • Calvert, Kristina: Creative philosophizing with children Seite 309-328. In: Theory and research in Education. ISSN 1477-8785. Sage publication, New York 2007. Volume 5, number 3
  • Calvert, Kristina: Mit Metaphern philosophieren, MĂŒnchen 2000
  • Calvert, Kristina: Ästhetische Dimensionen von Hypertexten beim Philosophieren mit Kindern - In: Mediendidaktische Forschung und medienĂŒbergreifendes Lernen im (Deutsch)-Unterricht. Hrsg. v. Jochen Bauer, Kristina Calvert und Bodo Lecke. MĂŒnchen 2003
  • Doris Daurer: Staunen - Zweifeln - Betroffensein. Mit Kindern philosophieren, Beltz, Weinheim/Basel 1999
  • Ekkehard Martens: Sich im Denken orientieren, Hannover 1989
  • Matthew Lipman: Harry Stottlemeiers Entdecktung Schroedel, Hannover 1983.
  • Katharina Zeitler: Siehst du die Welt auch so wie ich? Philosophieren in der Kita. Herder, Freiburg 2010. ISBN 978-3451323522.
  • Matthew Lipman: Philosophieren mit Kindern: Pixie. Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1986 ISBN 3-209-00653-9.
  • Matthew Lipman: Handbuch zu Pixie. Hölder-Pichler-Tempsky, Wien 1986 ISBN 3-209-00654-7.
  • Rude/Simbeck/Witt-Kruse/Zeitler: Praxisleitfaden Kinder philosophieren fĂŒr Kindertageseinrichtungen und Schulen, Freising 2007 [10]
  • Siegmund, Michael: Philosophieren mit Kindern: Ein Handbuch: Spielend leicht die Welt ent-decken. Mit zahlreichen Spielen, Themen und Ideen. BoD, Norderstedt 2011 ISBN 3-84236-855-0
  • Jean-François Lyotard: Postmoderne fĂŒr Kinder,Edition Passagen, Wien 1996 ISBN 3-85165-252-5
  • Gareth B. Matthews: Philosophische GesprĂ€che mit Kindern, Freese, Berlin 1989 ISBN 3-88942-008-7
  • Eva Zoller: Die kleinen Philosophen. Vom Umgang mit „schwierigen“ Kinderfragen, Herder, Freiburg i. Br. 2000 ISBN 3-451-04994-5.

Einzelnachweise

  1. ↑ Vgl. Rehfus, Wulff und Becker, Horst (Hrsg.): Handbuch des Philosophie-Unterrichts. Schwann DĂŒsseldorf 1986, S. 89 ff.
  2. ↑ Wulff Rehfus, "Methodischer Zweifel und Metaphysik. Der bildungstheoretisch-identitĂ€tstheoretische Ansatz in der Philosophiedidaktik", in: ders. und Horst Becker (Hrsg.), Handbuch des Philosophie-Unterrichts, DĂŒsseldorf: Schwann, 1986, S. 99.
  3. ↑ a b c Rösch, Anita: Kompetenzorientierung im Philosophie- und Ethikunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells fĂŒr die FĂ€chergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER. Lit Verlag GmbH & Co. KG Wien, ZĂŒrich 2009, S. 23 f.
  4. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 25 f.
  5. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 46.
  6. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 55.
  7. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 54.
  8. ↑ Gustav Lambeck: Philosophische PropĂ€deutik im Anschluss an Probleme der Einzelwissenschaften, Leipzig/Berlin 1919
  9. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 16 ff.
  10. ↑ Christian Tilitzki: Die deutsche UniversitĂ€tsphilosophie in der Weimarer Republik und im Dritten Reich, 2 Bde., Berlin 2002, S. 422-426
  11. ↑ a b [1] http://www.kinderphilosophie.at, 24. September 2011.
  12. ↑ [2] Koppers-Kupzog, Rita; Wenzel, Wolfram; Aichner, Rudolf: Entdecken die Philosophen die Kinder? Systematische Betrachtungen zur Kinderphilosophie. Auf www.die-philosophen.de/kinder.html, 25. September 2011.
  13. ↑ Martens, Ekkehard: Philosophieren mit Kindern. Eine EinfĂŒhrung in die Philosophie. Philipp Reclam jun. Stuttgart, 1999, S. 7.
  14. ↑ Deutsche UNESCO-Kommission: Philosophie - eine Schule der Freiheit. Philosophieren mit Kindern weltweit und in Deutschland. Bonn 2009.
  15. ↑ a b Schreier, Helmut: Nachdenken mit Kindern. Aus der Praxis der Kinderphilosophie in der Grundschule. Klinkhardt 1999, S. 39.
  16. ↑ Riemann, Sabine: Kinder sachbezogen miteinander reden lassen - GesprĂ€chspraxis mit Kindern im Unterricht. In Sache - Wort - Zahl. H. 10, 1997, S. 11-16.
  17. ↑ BrĂŒning, Barbara: Was ist eine philosophische Diskussion mit jĂŒngeren Kindern? in Camhy, Daniela (Hrsg.): Wenn Kinder philosophieren. Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H., Graz 1990, S. 109 ff.
  18. ↑ Schreier, Helmut: Nachdenken mit Kindern. Aus der Praxis der Kinderphilosophie in der Grundschule. Klinkhardt 1999, S. 41.
  19. ↑ Ebers, Thomas und Melchers, Markus: Praktisches Philosophieren mit Kindern. Konzepte, Methoden, Beispiele. LIT-VERLAG 2006, S. 134 ff.
  20. ↑ Ebers, Thomas und Melchers, Markus: Praktisches Philosophieren mit Kindern. Konzepte, Methoden, Beispiele. LIT-VERLAG 2006, S. 133.
  21. ↑ [3], Vgl. Roland W. Henke: Dialektik als didaktisches Prinzip – Bausteine zu einer zeitgemĂ€ĂŸen Philosophiedidaktik im Anschluss an Kant und Hegel. 25. September 2011
  22. ↑ Vgl. Rohbeck, Johannes: Didaktik der Philosophie und Ethik. Thelem UniversitĂ€tsverlag, 2010, Klappentext.
  23. ↑ [4], Vgl. Muck, Maria: Narrative Philosophiedidaktik (pdf-Datei).
  24. ↑ [5], Die Philosophie im Kinderzimmer - 1. Internationaler Kongreß fĂŒr Kinderphilosophie in Graz. Rudolf Aichner, Rita Koppers-Kupzog, Wolfram Wenzel, 25. September 2011.
  25. ↑ Vgl. Petermann, Hans-Bernhard: Kann ein Hering ertrinken? Philosophieren mit BilderbĂŒchern. Beltz Taschenbuch, 1. Auflage 2007, S. 11.
  26. ↑ [6] http://wiki.zum.de/Texttheater, pdf-Datei: Vorstellung der Methode von Hilbert Meyer, 29. September 2011.
  27. ↑ Vgl. BrĂŒning, Barbara: Was ist eine philosophische Diskussion mit jĂŒngeren Kindern? in Camhy, Daniela (Hrsg.): Wenn Kinder philosophieren. Leykam Buchverlagsgesellschaft m.b.H., Graz 1990, S. 109 ff.
  28. ↑ Rösch, Anita: Kompetenzorientierung im Philosophie- und Ethikunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells fĂŒr die FĂ€chergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER. Lit Verlag GmbH & Co. KG Wien, ZĂŒrich 2009, S. 97.
  29. ↑ Rösch, Anita: Kompetenzorientierung im Philosophie- und Ethikunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells fĂŒr die FĂ€chergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER. Lit Verlag GmbH & Co. KG Wien, ZĂŒrich 2009, S. 26.
  30. ↑ Rösch, Anita: Kompetenzorientierung im Philosophie- und Ethikunterricht. Entwicklung eines Kompetenzmodells fĂŒr die FĂ€chergruppe Philosophie, Praktische Philosophie, Ethik, Werte und Normen, LER. Lit Verlag GmbH & Co. KG Wien, ZĂŒrich 2009, S. 72 f.

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