|
|
Lexikon auf Ihrer Homepage |
|
Lexikon als Lesezeichen hinzufügen |
| Die Krupps live auf dem Amphi Festival 2011 | ||
| Allgemeine Informationen | ||
| Genre(s) | Avantgarde, Post-Industrial, EBM, Groove Metal, Industrial Metal | |
|---|---|---|
| Gründung | 1980 | |
| Website | www.myspace.com/diekrupps | |
| | ||
| Gesang, Programmierung, Stahl |
Jürgen Engler | |
| Samples |
Ralf Dörper | |
| Bass |
Rüdiger Esch | |
| Gitarre |
Marcel Zürcher | |
| Schlagzeug |
Nook | |
| Keyboards, Programmierung |
Chris Lietz | |
| | ||
| Bass, Stahl, Gesang |
Bernward Malaka | |
| Schlagzeug, Stahl, Gesang |
Frank Köllges | |
| Saxofon, Stahl |
Eva Gössling | |
| Keyboard, Effekte |
Christina Schnekenburger | |
| Walter Jäger | ||
| Gitarre |
René Schütz | |
| Gitarre |
Frank Thoms | |
| Gitarre |
Lee Altus | |
| Schlagzeug |
Volker Borchert | |
| Schlagzeug |
Darren Minter | |
| Schlagzeug |
George Lewis | |
| Schlagzeug |
Oliver Röhl | |
| Schlagzeug |
Achim Färber | |
Die Krupps sind eine deutsche Band aus Düsseldorf, die 1980 gegründet wurde. Sie ist nach den Krupps benannt.
Inhaltsverzeichnis |
Die Krupps haben seit ihrer Gründung durch Jürgen Engler und Bernward Malaka (beide Ex-Male) im Jahre 1980 einigen Einfluss auf die deutsche, aber auch die internationale Elektronik-/Post-Industrial-Szene gehabt. Frank Köllges komplettierte das vorläufige Line-up, mit dem von Xaõ Seffcheque die Ur-Version der Stahlwerksinfonie aufgenommen wurde. Ralf Dörper und Eva-Maria Gößling (Ex-Mania D bzw. Blässe) schlossen sich der Band noch kurz vor den Aufnahmen zur ersten LP an. Mit der Stahlwerksinfonie ist den Krupps noch im Jahr ihrer Gründung nicht nur ihr interessantestes Stück, sondern auch der Durchbruch gelungen. Allerdings gibt es bis heute einen Rechtsstreit um die Urheberschaft, zwischen Malaka und Engler auf der einen, und Köllges und Gössling auf der anderen Seite.
War die Musik der Krupps zu Beginn noch eine Mischung von maschinellen – Schlagzeug, Bass, Sequenzen – und „Free“-Elementen (Gitarre, Saxophon), die den Arbeiteralltag in einer Stahlfabrik nachempfanden, dominierte seit dem zweiten Longplayer Volle Kraft voraus! der maschinelle Aspekt (Synthesizer-Sequenzen) in Verbindung mit agitatorischen Vocals. Dieses Album und insbesondere die Single Wahre Arbeit – Wahrer Lohn beeinflusste die Entstehung der Electronic Body Music wesentlich. Nach dem englisch-sprachigen Mini-Album Entering the Arena herrschte ab Mitte der 80er Jahre allerdings Funkstille. Jürgen Engler widmete sich seinem Label Atom H, welches sich überwiegend auf Thrash Metal und Crossover spezialisierte. Ralf Dörper, der schon während Volle Kraft voraus! die Band verließ, hatte mit seiner Popband Propaganda international Charterfolge mit Hits wie Dr. Mabuse oder P-Machinery.
1989 initiierte Dörper die Zusammenarbeit mit dem englischen Projekt Nitzer Ebb und so die Reunion der Krupps. The Machineries of Joy, eine Neuaufnahme des Klassikers Wahre Arbeit – Wahrer Lohn, enterte als klassischer EBM-Titel die US-Billboard-DanceCharts.
Nach diesem geglückten Start steigerten die Krupps ihre Aktivitäten. Als Produzenten-Team etablierten sich zu dem Zeitpunkt auch das Gespann Jürgen Engler und Chris Lietz, welches sich für sämtliche nachfolgenden Veröffentlichungen verantwortlich zeichnete. Auch die Single Germaniac – eine kritische Abrechnung mit der deutschen Wiedervereinigung – begeisterte die Anhänger der Electronic Body Music.
Im Jahre 1992 begann Engler mit dem Erscheinen des Albums I, auf dem auch Gitarristen seiner Atom H Label gesignten Metal-Band Accu§er mitwirkten, einen Stilwechsel zu vollziehen. Neben Oomph! waren Die Krupps eine der ersten Bands, die EBM-Sequenzen mit Groove-Metal-Gitarren kreuzten und damit einige Grundeigenschaften der Neuen Deutschen Härte vorwegnahmen. Schon zuvor hatten die Krupps der Metal-Band Metallica mit einer voll elektronischen EP von Coverversionen ihren Tribut gezollt. Der Titel Metal Machine Music verkörpert diese Fusion wohl am besten, wobei die Original-Version des Tracks noch im ursprünglichen EBM-Stil produziert wurde, anschließend jedoch nur als Exklusiv-Version den Weg auf einige Compilations fand. Auch die darauf folgenden Alben zeigten die stilistische Annäherung an Thrash-Metal-Bands wie Prong oder Exhorder. Für das 1994er Album The Final Remixes steuerten Bands wie Pro-Pain, Biohazard, KMFDM und Paradise Lost und The Sisters of Mercy einige Remixe bei.
Nach dem Album Paradise Now (1997) schienen die Bandmitglieder Engler, Dörper, Esch getrennte Wege zu gehen. Nach mehrjähriger Pause gaben Die Krupps 2005 in neuer Besetzung, aber mit den Ur-Mitgliedern Engler und Dörper, sowie Esch, einige Konzerte (u. a. in Moskau, Stockholm, Rakvere (Estland)), um ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum zu feiern.
2006 erschien eine limitierte Single CD zur 25-Jahre-Tour mit einem Remake von Machineries of Joy (mit Gitarren und dem original Gesang des Nitzer-Ebb-Sängers Douglas McCarthy) und mit einer Coverversion des Visage-Klassikers Der Amboss, in Kooperation mit der britischen Frauenband Client.
Ende Oktober 2007 veröffentlichten Die Krupps mit Too Much History gleich drei Best-of-Alben, alle als Digipak, aufgeteilt in The Electro Years (Vol. 1) und The Metal Years (Vol. 2) und eine Doppel-CD namens Too Much History – Limited Edition, die sowohl The Electro Years als auch The Metal Years enthält. Alle Songs sind dabei neu eingespielt, neben großen Hits wie To the Hilt, Metal Machine Music und Machineries of Joy befindet sich auch ein neuer Song in dieser Sammlung.
Ralf Dörper soll einem Text der Band Die Ärzte zufolge einen „süßen Körper“ haben. Wörtlich heißt es im Lied Meine Ex(plodierte Freundin):
(Wobei 'Dörper' laut Booklet von Ralf Dörper selbst gesprochen wird)
Und Jürgen Engler soll einem Text der Band Die Toten Hosen zufolge eine „Party“ gegeben haben. Wörtlich heißt es im Lied Jürgen Engler gibt ne Party:
Als Reaktion veröffentlichte Englers Punkband Male 1991 ein Lied namens „Die Toten Hosen ihre Party“ auf der gleichnamigen EP, dessen Refrain lautet:
Einem Interview mit Jürgen Engler auf der Homepage der Toten Hosen zufolge entstand das Lied in Anspielung auf Englers damalige Umorientierung von Punk hin zu elektronischer Musik.[1] Engler liefert zudem eine weitere Erklärung: „Campino hat mir letztens gestanden, dass er wohl zu der Zeit auf meine (damalige [Anm. des Verfassers]) Freundin scharf war.“