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| Daten des Dramas | |
|---|---|
| Titel: | Die RĂ€uber |
| Gattung: | Ein Schauspiel |
| Originalsprache: | Deutsch |
| Autor: | Friedrich Schiller |
| Erscheinungsjahr: | 1781 |
| UrauffĂŒhrung: | 13. Januar 1782 |
| Ort der UrauffĂŒhrung: | Nationaltheater Mannheim, Mannheim |
| Ort und Zeit der Handlung: | Deutschland |
| Personen | |
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Die RĂ€uber ist der Titel des ersten veröffentlichten Dramas von Friedrich Schiller. Das Werk, das zunĂ€chst nicht als BĂŒhnenstĂŒck, sondern als Lesedrama gedacht war, gliedert sich in fĂŒnf Akte und entstand zur Zeit des Sturm und Drang, wurde 1781 zunĂ€chst anonym veröffentlicht, dann am 13. Januar 1782 in Mannheim uraufgefĂŒhrt, wo es fĂŒr nationales Aufsehen sorgte und Schiller schlagartig berĂŒhmt machte.
Das Drama schildert die RivalitĂ€t zweier grĂ€flicher BrĂŒder: auf der einen Seite der von seinem Vater geliebte, intelligente, freiheitsliebende spĂ€tere RĂ€uber Karl Moor, auf der anderen Seite sein kalt berechnender, unter Liebesentzug leidender Bruder Franz, der auf Karl eifersĂŒchtig ist und das Erbe seines Vaters an sich reiĂen will. Zentrales Motiv ist der Konflikt zwischen Vernunft und GefĂŒhl, zentrales Thema das VerhĂ€ltnis von Gesetz und Freiheit.
Als Vorlage diente Schiller unter anderem das Schicksal des bekannten RÀuberhauptmanns Nikol List. Bis in das erste Viertel des 19. Jahrhunderts waren RÀuberbanden in Deutschland nichts Ungewöhnliches.
Die gleichnamige Oper von Giuseppe Verdi (I Masnadieri) beruht auf Schillers Drama.
Inhaltsverzeichnis |
Das dramatische Schauspiel âDie RĂ€uberâ basiert auf Schubarts ErzĂ€hlung âZur Geschichte des menschlichen Herzensâ und gliedert sich in fĂŒnf Akte, die jeweils in zwei bis fĂŒnf Szenen unterteilt sind. Die emotionale Sprache ist das Mittel, mit dem Schiller die fĂŒr die Epoche typische Aufbruchsstimmung des Sturm und Drang dramatisiert. Seine zwischen Pathos und VulgaritĂ€t schwankende Prosa mit ihren zahlreichen Stilfiguren (Emphase, Anakoluth, rhetorische Frage, Ironie, Metapher, Klimax, Parallelismus, Hendiadyoin u.a.) erzeugt die leidenschaftliche IntensitĂ€t des StĂŒckes.
Maximilian, regierender Graf von Moor, hat zwei ungleiche Söhne: Franz und Karl. Franz, von Natur aus hĂ€sslich, wurde in seiner Kindheit vernachlĂ€ssigt und hat als Zweitgeborener kein Anrecht auf das Erbe. Karl dagegen war immer des Vaters Lieblingssohn, fĂŒhrte dann aber als Student in Leipzig ein recht leichtsinniges und ungezĂŒgeltes Studentenleben und verstrickte sich in Schulden, bevor er Besserung gelobte und seinem Vater einen Brief schrieb, mit dem er seinen Wunsch um Vergebung zum Ausdruck brachte.
Hier nun setzt die Handlung der Tragödie ein. Der eifersĂŒchtige Franz ersetzt den Brief des Bruders durch einen eigenen: Er liest seinem Vater einen angeblich von einem Korrespondenten aus Leipzig geschriebenen Text vor, der Karl als FrauenschĂ€nder, Mörder und Banditen hinstellt. DarĂŒber ist der Vater so entsetzt, dass er sich von Franz ĂŒberreden lĂ€sst, Karl zu verbannen und zu enterben.
Karl, der sich eine Versöhnung erhofft hatte, ist daraufhin so verzweifelt, dass er sich zum AnfĂŒhrer einer von seinen Freunden gegrĂŒndeten RĂ€uberbande wĂ€hlen lĂ€sst, die er aus seiner idealistischen Sicht fĂŒr ehrenvoll hĂ€lt, da sie sich fĂŒr die SchwĂ€cheren einsetzt. Innerhalb dieser Bande entstehen jedoch Spannungen, die vor allem von dem aus bloĂem VergnĂŒgen mordenden und schĂ€ndenden Moritz Spiegelberg ausgehen. Karl gerĂ€t immer tiefer in einen Teufelskreis von Unrecht und Gewalt, der ihm den Weg zurĂŒck ins bĂŒrgerliche Leben versperrt, und schwört seinen RĂ€ubern schlieĂlich ewige Treue. Als seinetwegen aber auch Unschuldige ums Leben kommen und als Karl durch einen Neuankömmling, Kosinsky, an seine geliebte Braut Amalia erinnert wird, beschlieĂt er, unerkannt noch einmal in sein Vaterhaus zurĂŒckzukehren.
Inzwischen hat es Franz geschafft, seinem Vater mit Hilfe einer weiteren intriganten LĂŒge ĂŒber den âverlorenen Sohnâ das Herz zu brechen und sich zum neuen Herrn ĂŒber Schloss Moor zu machen. Machtbesessen und lĂŒstern versucht er wiederholt, Amalia fĂŒr sich zu gewinnen. Die jedoch widersteht seinen dreisten Avancen und hĂ€lt weiter mutig zu ihrem Verlobten. Verkleidet betritt Karl das Schloss, durchschaut die ZusammenhĂ€nge seines Niedergangs und erfĂ€hrt, dass ihn Amalia â die ihn nicht erkennt â immer noch liebt.
Als Franz errĂ€t, wer unter der Verkleidung steckt, flieht Karl aus dem Schloss und trifft zufĂ€llig auf den tot geglaubten Vater, der in einem Hungerturm dahinvegetiert und seinen Lieblingssohn nicht wiedererkennt. Empört schickt Karl seine RĂ€uber los, um das Schloss zu stĂŒrmen und den verhassten Bruder Franz festzunehmen. Der allerdings entzieht sich im letzten Moment der gerechten Strafe durch Selbstmord. Die RĂ€uber nehmen Amalia gefangen und bringen sie zu Karl, der sich jetzt, verzweifelt ĂŒber den Lauf der Dinge, als RĂ€uberhauptmann zu erkennen gibt. Das versetzt seinem Vater den TodesstoĂ. Auch Amalia ist entsetzt, hĂ€lt aber trotz allem an ihrer Liebe zu Karl fest. Durch den unverbrĂŒchlichen Eid, der ihn an seine RĂ€uber bindet, ist es Karl jedoch nicht möglich, zu ihr zurĂŒckzukehren. Amalia will ohne ihn aber nicht mehr weiterleben und bittet ihn, sie zu töten. Schweren Herzens tut ihr Karl diesen letzten Gefallen und ersticht sie. Er sieht ein, âdass zwei Menschen wie ich den ganzen Bau der sittlichen Welt zugrunde richten wĂŒrdenâ, und beschlieĂt, sich der Justiz auszuliefern.
Ausgangspunkt der Handlung ist die Situation in der adligen Familie von Moor: ein alter Vater zwischen seinen ungleichen Söhnen Karl und Franz, die zu unversöhnlichen Feinden werden. Der jĂŒngere Sohn, Franz, hĂ€lt sich im vĂ€terlichen Schloss auf, wĂ€hrend der Ă€ltere, Karl, ein ausschweifendes Leben als Student in Leipzig fĂŒhrt.
Der alte Graf Maximilian von Moor erhĂ€lt in einem Brief aus Leipzig endlich Nachrichten von seinem Ă€ltesten Sohn Karl. Doch das Schreiben, das ihm sein zweitgeborener Sohn Franz ĂŒberbringt und das angeblich von einem Freund Karls verfasst worden ist, enthĂ€lt nichts Erfreuliches: Karl stecke offenbar in argen Schwierigkeiten, habe angeblich 40.000 Dukaten Schulden gemacht, die Tochter eines reichen Bankiers entjungfert, deren Verlobten im Duell getötet und sich der Strafverfolgung entzogen. Nicht ahnend, dass Franz gegen seinen Bruder intrigiert, den Brief gefĂ€lscht und den wahren Brief Karls, in dem dieser seinen Vater um Vergebung bittet, verschwinden lassen hat, ist der Vater von den Untaten seines Sohnes Karl zutiefst erschĂŒttert und lĂ€sst sich von Franz dazu ĂŒberreden, seinen Ă€lteren Sohn zu verstoĂen und zu enterben. Er hofft, Karl durch diese pĂ€dagogisch gemeinte MaĂnahme wieder auf den rechten Weg zu bringen, und beabsichtigt den Kontakt zu ihm nach dessen LĂ€uterung wieder aufleben zu lassen. Obwohl der Vater seinen jĂŒngeren Sohn mehrfach ermahnt, Karl mit seinem Antwortschreiben nicht in noch gröĂere Verzweiflung zu stĂŒrzen, formulierte Franz den Brief besonders schroff und abweisend, um so das ZerwĂŒrfnis zwischen Vater und Sohn fĂŒr immer zu besiegeln.
Zur selben Zeit klagen Karl und sein Freund Spiegelberg in einer Kneipe ĂŒber die einengenden Gesetze und das schlappe âKastratenjahrhundertâ. WĂ€hrend die ĂŒbrigen Freunde eintreffen, wird Karl der Brief ĂŒberreicht, den Franz im Namen des Vaters geschrieben hat. Als er erfĂ€hrt, dass er vom Vater verstoĂen sei und keine Bitte um Verzeihung daran etwas Ă€ndern könne, lĂ€sst Karl den Brief wortlos zu Boden fallen und lĂ€uft aus dem Raum. Nachdem dann auch die Freunde den Brief gelesen haben, nutzt Spiegelberg Karls Abwesenheit, um die anderen zu ĂŒberreden, sich zu einer RĂ€uberbande zusammenzuschlieĂen. In diesem Augenblick kehrt Karl zurĂŒck und erklĂ€rt, dass fĂŒr ihn eine Welt zusammengebrochen sei. Er nimmt die Strafe des Vaters als Zeichen dafĂŒr, dass die gesamte Menschheit ihre Menschlichkeit eingebĂŒĂt habe. Erregt geht er auf das Angebot seiner Freunde ein, ihr AnfĂŒhrer zu werden, und formuliert einen Eid, der sie bis in den Tod aneinander binden soll. Alle schwören sich gegenseitige Treue, nur Spiegelberg hĂ€lt sich enttĂ€uscht und grollend abseits, denn er hatte gehofft, dass man nicht Karl, sondern ihm die Rolle des AnfĂŒhrers antragen werde.
Franz begehrt Amalia und versucht, sie durch LĂŒgen ĂŒber ihren Verlobten fĂŒr sich zu gewinnen: Karl habe ihren Verlobungsring versetzt, um damit eine Prostituierte zu bezahlen. Franzens Ăbertreibungen lassen Amalia jedoch misstrauisch werden. Sie durchschaut sein falsches Spiel, erkennt seine wahren Absichten und erteilt ihm eine entschiedene Abfuhr. Entlarvt lĂ€sst Franz seine heuchlerische Maske fallen und schwört bittere Rache.
Franz, der selbst gerne Herr des Hauses von Moor wĂ€re, ĂŒberlegt sich einen hinterhĂ€ltigen Plan, wie er seinen Vater umbringen könnte, um die alleinige Macht zu besitzen. Er versetzt den Bastard Hermann mit Anspielungen auf dessen uneheliche Herkunft in Rage gegen Karl und den alten Moor, damit dieser ihm hilft, die beiden aus dem Wege zu rĂ€umen. Als Belohnung verspricht Franz ihm die Hand der schönen Amalia, und Hermann willigt ein. Im Gegenzug mĂŒsse er sich vor dem alten Moor als Karls Kamerad ausgeben und ihm die schreckliche Botschaft ĂŒberbringen, dass Karl tot sei. Kaum hat Hermann die Szene wieder verlassen, kommt Franz' wahres Gesicht zum Vorschein und es wird klar, dass er niemals vorhatte, auf Amalia zu verzichten. Mehr denn je begehrt er Karls Verlobte fĂŒr sich.
Als der verkleidete Hermann dem alten Moor berichtet, dass Karl gefallen sei, gibt sich der verzweifelte Vater selbst die Schuld daran. Er kann nicht fassen, dass der VerstoĂ seines Erstgeborenen diesen in den Krieg und damit in den Tod gefĂŒhrt habe. Amalia, vom angeblichen Tod ihres Geliebten ebenfalls zutiefst erschĂŒttert, versucht den alten Moor zu trösten. Doch dieser kann den schweren Schicksalsschlag nicht verkraften - zumal Franz mit seinen Reden noch Salz in die Wunde streut - und bricht wie tot zusammen. Daraufhin sieht sich Franz schon als Erbe. Seine ersten ĂuĂerungen als Nachfolger des Grafen verraten, dass er zu einem wahren Tyrannen werden wird.
WĂ€hrend dessen lebt Karl als Hauptmann seiner RĂ€uberbande in den böhmischen WĂ€ldern. Auch Spiegelberg kehrt zu ihnen zurĂŒck und fĂŒhrt der Bande neue AnhĂ€nger zu. Die LoyalitĂ€t zu ihrem Hauptmann festigt sich, als die RĂ€uber erfahren, dass Roller, ein geschĂ€tztes Bandenmitglied, von Karl vor dem Galgen gerettet wurde. Dabei ist die Stadt, die Roller zum Tode verurteilt hatte, in Brand gesteckt und vollstĂ€ndig zerstört worden. Der Befreiung fielen 83 Stadtbewohner zum Opfer. Als der Wald daraufhin von einer groĂen Anzahl Soldaten umzingelt wird, will ein Pater die RĂ€uber dazu bringen, ihren Hauptmann auszuliefern, indem er ihnen verspricht, dass ihnen ihre Schandtaten durch diesen Verrat vergeben wĂŒrden. Doch obwohl auch Karl selbst seine Mannen auffordert, ihn auszuliefern, stehen diese fest hinter ihm. Mit dem Ruf âTod oder Freiheitâ beginnt der Kampf und endet der zweite Akt. In der anschlieĂenden Schlacht wird der zuvor erst gerettete Roller seinen Mut mit dem Leben bezahlen.
Im Garten spielt Amalia auf der Laute ein Totenlied fĂŒr ihren Geliebten Karl. Franz tritt hinzu und beginnt erneut um sie zu werben. Er spricht davon, sich ihr zu FĂŒĂen werfen und ihr Sklave werden zu wollen. Amalia verweigert sich ihm jedoch und beschuldigt ihn des Mordes an seinem Bruder. Da wechselt Franz, nach dem vermeintlichen Ableben seines Vaters nun Herr auf Schloss Moor, seine Taktik und befiehlt ihr barsch, ihn zu heiraten. Als Amalia dieses Ansinnen zurĂŒckweist, droht Franz ihr damit, sie ins Kloster zu stecken. Doch diese Drohung verfĂ€ngt nicht: lieber wolle sie ins Kloster gehen, als seine Frau zu werden. Franz, in seiner Wut, will sie gewaltsam vor den Traualtar schleifen und dann ihr âjungfrĂ€uliches Bettâ erklimmen. Als Amalia diese Worte mit einer Ohrfeige beantwortet, erklĂ€rt Franz Amalia kurzerhand zu seiner MĂ€tresse. Amalia tĂ€uscht eine Versöhnung vor, umarmt Franz, entreiĂt ihm seinen Degen und jagt ihn davon. Hermann erscheint und bittet sie um Vergebung. Als er ihr seine Mitschuld gesteht und verrĂ€t, dass Karl und sein Vater noch leben, kann sie dies zunĂ€chst kaum glauben. Ihre Freude gilt jedoch ausschlieĂlich der Nachricht vom Schicksal Karls. Die Tatsache, dass auch der alte Graf noch nicht gestorben ist, scheint sie nicht mehr wahrzunehmen.
Nach der vorangegangenen Schlacht ermĂŒdet und verzweifelt, erinnert sich Karl an seine Kindheit und fĂ€ngt an, seine bisherigen Taten und deren Folgen in Frage zu stellen. In diesem Augenblick betritt Kosinsky die Szene. Er hat die Absicht, sich den RĂ€ubern anzuschlieĂen. Karl belehrt ihn jedoch, dass sich nur ein Mensch, der völlig ohne Hoffnung sei, auf einen solch âschrecklichen Bundâ einlassen könne. Da erzĂ€hlt Kosinsky den RĂ€ubern seine Lebensgeschichte, und es erweist sich, dass sie der Karls in vielen Punkten Ă€hnelt. Als sich obendrein herausstellt, dass auch Kosinsky eine Geliebte namens Amalia hat, sieht Karl darin einen Wink des Schicksals und beschlieĂt, nach Hause zurĂŒckzukehren, um dort nach seiner Amalia zu sehen. Die RĂ€uber folgen ihm bedingungslos.
Karl erreicht seine Heimat und gibt Kosinsky den Auftrag, auf das Schloss zu reiten und ihn dort als Grafen von Brand vorzustellen. Erinnerungen an Kindheit und Jugend werden beim Anblick der vertrauten Umgebung wach, sein Monolog wird zunehmend dĂŒsterer. Zweifel am Sinn seiner RĂŒckkehr kommen in ihm auf, trotzdem betritt er schlieĂlich das Schloss.
Amalia begleitet den verkleideten Karl in die Ahnengalerie, erkennt ihn jedoch nicht. Franz aber ahnt, wer sich hinter dem Besucher verbirgt, und fordert den alten Diener Daniel auf, den Fremden zu vergiften. Der aber möchte sein christliches Gewissen nicht mit einem Mord belasten.
Karl gibt sich Daniel zu erkennen, als diesem eine alte Narbe an Karl auffÀllt, und erfÀhrt von den Intrigen seines Bruders. Er möchte Amalia noch einmal sehen, bevor er das Schloss, ohne einen Gedanken an Rache, wieder verlassen will.
Bei einer letzten Begegnung mit Amalia, die Karl immer noch nicht erkennt, erzĂ€hlen beide von ihren fernen Geliebten. Karl berichtet ĂŒber seine GrĂ€ueltaten und begrĂŒndet damit, warum er zu âseinerâ Amalia nicht zurĂŒckkehren kann. Amalia indessen ist froh, dass âihrâ Karl noch lebt und sie ihn rechtschaffen in der Ferne weiĂ. Karl zerbricht an dem reinen Bild, das Amalia von ihm hat, und flieht zurĂŒck zu seinen RĂ€ubern, die vor dem Schloss lagern.
WĂ€hrend Karls Abwesenheit versucht Spiegelberg, die RĂ€uber gegen ihren Hauptmann aufzuwiegeln und deutet an, selbst Kopf der Bande werden und Karl ermorden zu wollen. Doch der loyale Schweizer ersticht ihn. Nachdem Karl zu seinen MĂ€nnern zurĂŒckgekehrt ist, warten diese auf neue Befehle ihres Hauptmanns. Der aber befiehlt ihnen, sich schlafen zu legen, nimmt seine Laute und singt ein Lied, das von einer Begegnung zwischen dem toten Caesar und seinem Mörder Brutus handelt. Der im Lied verhandelte Vatermord (ausgehend von der Legende, nach der Brutus möglicherweise Caesars Sohn war) erinnert Karl an seine eigene Schuld. Er gibt sich Selbstmordgedanken hin, die er aber wieder verdrĂ€ngt.
Noch in derselben Nacht kommt Hermann in den Wald, um den in einem Turm eingesperrten Vater Moor heimlich mit Essen zu versorgen. Karl bemerkt dies, befreit den Gefangenen und erkennt in ihm seinen Vater, bleibt jedoch selbst unerkannt. Der alte Moor erzĂ€hlt, was mit ihm geschehen und wie er in den Turm geraten ist. Voller Empörung sinnt Karl auf Rache und befiehlt den Angriff auf das Schloss. Schweizer soll ihm Franz lebendig herbeischaffen. Dieser schwört ihm, dass er entweder mit dem lebenden Franz oder aber ĂŒberhaupt nicht zurĂŒckkehren werde.
In derselben Nacht plagt Franz ein Albtraum vom jĂŒngsten Gericht. Als er aufgeregt und verĂ€ngstigt durch das Schloss eilt, trifft er auf den fliehenden Daniel, schildert diesem seinen Traum und lĂ€sst ihn einen Pastor rufen. Zwischen Franz und Pastor Moser kommt es zu einem lĂ€ngeren Disput ĂŒber Glaube und Schuld, in dem Franz die Ansichten Mosers verhöhnt. Auf seine Frage, welches die schlimmsten SĂŒnden seien, erklĂ€rt ihm Moser, die gröĂten Verbrechen seien Vater- und Brudermord, deren aber könne Franz sich nicht mehr schuldig machen, da sein Vater und Bruder ja bereits tot seien. Schuldbewusst schickt Franz Moser fort und bleibt verstört zurĂŒck. Er hört, wie sich die RĂ€uber dem Schloss nĂ€hern und es in Brand stecken. Als er Schweizers Stimme vernimmt und erkennt, dass die RĂ€uber seinetwegen gekommen sind, versucht er zu beten. Er kann es aber nicht und verlangt von Daniel, dass dieser ihm helfe. Doch jener verweigert seinen Beistand. Da erdrosselt Franz sich aus Angst vor den RĂ€chern mit seiner Hutschnur. Schweizer, der nun sein Versprechen, Karls Bruder lebend zu fangen, nicht mehr erfĂŒllen kann, erschieĂt sich.
Der alte Moor beklagt das Schicksal seiner Söhne. Karl, immer noch unerkannt, bittet um den Segen seines Vaters. Die RĂ€uber kehren mit Amalia, die sie in der NĂ€he des Lagers aufgegriffen haben, zu Karl zurĂŒck. Als dieser seine IdentitĂ€t preisgibt und offenbart, dass er der RĂ€uberhauptmann ist, stirbt sein Vater vor Entsetzen. Amalia vergibt Karl und will wieder mit ihm zusammenleben, doch aufgrund des Treueschwurs, den Karl den RĂ€ubern gegenĂŒber geleistet hat, ist dies nicht möglich. Amalia will jedoch ohne ihn nicht mehr weiter leben und bittet Karl, sie zu töten. Dies kann Karl zunĂ€chst nicht ĂŒbers Herz bringen. Erst nachdem einer der RĂ€uber diese Tat fĂŒr ihn vollbringen will, tut es Karl dann doch, erkennt aber nun endgĂŒltig, dass sein Leben verwirkt ist. Er beschlieĂt ein letztes gutes Werk zu tun und seine Schuld begleichen, indem er sich einem armen Tagelöhner ausliefern will, der mit dem Kopfgeld, welches auf Karl ausgesetzt ist, seine elf Kinder ernĂ€hren soll.
Karl Moor ist ein idealistischer Rebell von attraktiver und charismatischer Erscheinung. Seine radikalen Gedanken und leidenschaftlichen GefĂŒhle spiegeln typische ZĂŒge des Sturm und Drang. Er ist im Grunde eine ehrliche Haut und wird erst dann zum schĂ€ndlichen Verbrecher und Mordbrenner, als er sich von seinem Vater zu Unrecht verstoĂen glaubt. Er entwickelt eine enge Bindung zu seinen MĂ€nnern, insbesondere zu Roller, Schweizer und Kosinsky, erkennt aber durchaus auch die Skrupellosigkeit seines Kumpanen Spiegelberg und anderer Gesellen, die ihn zwingen, immer brutalere GrĂ€ueltaten in Kauf zu nehmen. Aus SolidaritĂ€t zu seinen Komplizen und um Roller vor der Hinrichtung zu retten, lĂ€sst er schlieĂlich eine ganze Stadt niederbrennen. Als er erfĂ€hrt, dass Amalia bereit ist, einem Mordbuben wie ihm zu verzeihen, gerĂ€t er in einen inneren Konflikt, da er seinen RĂ€ubern (die zum Teil, wie Schweizer und Roller, ihr Leben fĂŒr ihn geopfert haben) geschworen hat, sich nie wieder von ihnen zu trennen.
Verzweifelt zahlt er einen doppelten Blutzoll: Er tötet seine Geliebte auf ihr Flehen hin, nachdem die Bande ihn an seinen Treueschwur erinnert hat. Und er beschlieĂt, sich der Justiz zu stellen, indem er sich einem armen Tagelöhner ausliefern will, sodass dieser sein Kopfgeld einstreichen kann. Obwohl Karl charakterlich das ganze Gegenteil von Franz ist, zeigen die BrĂŒder dennoch gewisse Ăhnlichkeiten: Bei beiden ist es die ZurĂŒckweisung durch den Vater, die sie zu allzu impulsiven Handlungen verfĂŒhrt und derentwegen sie sich anmaĂen, sich selbst fĂŒr ihre zukĂŒnftigen Vergehen Absolution erteilen zu dĂŒrfen.
Franz Moor ist der jĂŒngere Sohn des Grafen von Moor, dessen ganze Liebe stets Karl galt. Als Zweitgeborener hat Franz keinerlei AnsprĂŒche auf einen Erbanteil und ist selbst als Erwachsener nicht allein rechtsfĂ€hig, sondern untersteht dem Vater. Obendrein ist er im Gegensatz zu seinem Bruder Karl missgestaltet und unbeliebt, dabei von scharfer Intelligenz und heimtĂŒckischem Charakter. Doch der solchermaĂen benachteiligte Franz will sich der naturgegebenen (Rechts-)Ordnung nicht fĂŒgen, sondern sich fĂŒr die empfundene Ungerechtigkeit rĂ€chen. Er geht so weit, dass er alles âwas mich einschrĂ€nkt, dass ich nicht Herr binâ ausrotten will. Da Karl immer der Bevorzugte war, entstand fĂŒr Franz ein Liebesdefizit, das ihm die âsinnliche Weltâ der Leidenschaft unertrĂ€glich machte. So fixierte er sich auf eine rationalistische Denkweise und wird zum gefĂŒhlskalten, amoralischen, egoistischen Materialisten und Nihilisten.
Neid und Eifersucht gegenĂŒber seinem Bruder sind mit den Jahren in blinden Hass umgeschlagen. Deshalb intrigiert Franz gegen Karl, damit dieser die gleiche emotionale ZurĂŒckweisung durch den Vater erfĂ€hrt wie Franz selbst. Aber auch der Vater soll fĂŒr sein Verhalten bĂŒĂen. So handelt Franz ohne Skrupel, erreicht den vĂ€terlichen VerstoĂ Karls und bringt den Vater selbst, durch die Verzweiflung, in die er ihn anschlieĂend stĂŒrzt, beinahe ums Leben. Schiller demonstriert an dieser Figur, was geschehen könnte, wenn das Verhalten eines Menschen, der ohne Liebe aufwĂ€chst, nicht mehr durch Moral, sondern allein durch kalte RationalitĂ€t bestimmt wĂŒrde. Franzâ grenzenloses Streben nach Macht endet schlieĂlich in der Katastrophe des Selbstmords.
Amalia ist Karls Verlobte und fĂŒr den alten Moor eine eigene Tochter. Sie ist eine treue, ehrliche, nette, zuverlĂ€ssige und in sich ruhende Person. Doch zunĂ€chst wird auch sie, genau wie der alte Moor, durch die Intrige des jĂŒngeren Sohnes getĂ€uscht. Da sie glaubt, ihren totgeglaubten Geliebten im Himmel wiederzutreffen, setzt sie all ihre SehnsĂŒchte auf das Leben nach dem Tode. KĂ€mpferisch erscheint sie lediglich an einer Stelle des Werkes: nĂ€mlich in ihrer Verweigerung gegenĂŒber dem höfischen Glanz in der Auseinandersetzung mit Franz, der sie begehrt und um sie wirbt. FĂŒr die StĂ€rke ihrer Person spricht sowohl die spĂ€tere Entlarvung von Franzâ Intrige als auch die Enttarnung Karls, was jedoch weniger an logischen Schlussfolgerungen liegt, sondern an der tiefen treuen Liebe, die sie immer noch fĂŒr ihn empfindet.
Amalia vertritt das Idealbild der absoluten hingebungsvollen, reinen Liebe. Dies zeigt sich auch in ihrem tragischen Ende. Obwohl ihr Geliebter zum Mörder geworden ist, kann sie den Engel nicht lassen. (V,2). Doch da Karl durch seinen Schwur an die RĂ€uber gebunden ist, ist eine gemeinsame Zukunft der beiden unmöglich. Amalia erwartet ihre einzige Rettung und Hoffnung im Tod, denn auch eine RĂŒckkehr in das Haus des alten Moor wĂ€re fĂŒr sie keine Lösung, sondern eher Resignation und hĂ€tte ihre Liebe zu Karl in Frage gestellt. Als sie schlieĂlich auf ihr Flehen hin von Karl ermordet wird, geschieht dies weniger aus Barmherzigkeit denn aus Verzweiflung ĂŒber die Ausweglosigkeit ihrer Situation.
Der Graf Maximilian von Moor (auch âder Alte Moor" genannt) ist der Vater von Karl und Franz. Er ist gnĂ€diger Herrscher ĂŒber seine Untertanen, lĂ€sst sich jedoch in seiner GutglĂ€ubigkeit allzu leicht beeinflussen. Er ist mit der Zeit schwach geworden und kann sich gegenĂŒber seinen eigenwilligen Söhnen nicht mehr durchsetzen. Aufgrund des frĂŒhen Todes seiner Gemahlin gezwungen, seine Kinder allein zu erziehen, ist es ihm nicht gelungen, beiden Söhnen gerecht zu werden und ihnen zu moralischer StabilitĂ€t zu verhelfen.
Spiegelberg agiert als gewissenloser und intriganter Gegenspieler Karl Moors, den er um seinen Status als RĂ€uberhauptmann beneidet. Er berauscht sich am Morden, Brandschatzen und PlĂŒndern und prahlt damit, mit seinen Kumpanen sĂ€mtliche Nonnen eines Klosters vergewaltigt zu haben. Durch Karl sieht er sich in seiner WillkĂŒr und Raublust eingeschrĂ€nkt. Deshalb versucht er Karl bei den RĂ€ubern schlecht zu machen und dessen Position einzunehmen, wird aber von Schweizer erstochen. Wie Franz stellt er seine geistige OriginalitĂ€t in den Dienst egoistischer Ziele, wie Karl zeigt er sich unzufrieden mit der bĂŒrgerlichen Ordnung. Seine Ressentiments speisen sich aus dem Bewusstsein, als Jude am Rande der Gesellschaft zu stehen.[1] Weil ihm die soziale Anerkennung versagt ist, bleibt ihm als möglicher Ausweg nur die brĂŒchige Existenz des Verbrechers.
Er ist Hausknecht des Grafen von Moor, bereits 71 Jahre alt und dient seinem Herrn schon seit 44 Jahren. Er ist ein herzensguter Mensch, geduldig und glĂ€ubig. Trotzdem scheint ihm die LoyalitĂ€t gegenĂŒber Franz vorĂŒbergehend wichtiger als die zu Gott. Sein Liebling aber ist Karl, und so ist er auch die zweite Person (nach Franz), die den RĂ€uberhauptmann trotz Verkleidung wiedererkennt.
Zwei BrĂŒder kĂ€mpfen auf unterschiedliche Weise gegen das Unrecht Maximilians. Der eine wurde (irrtĂŒmlich) vom Vater verstoĂen, dem anderen, als hĂ€sslichem Zweitgeborenen, schon immer Liebe verweigert. Der aufbegehrende, Grenzen durchbrechende Karl nimmt in offenem Kampf sein Schicksal in die Hand, Franz tut es auf hinterlistige Weise. Letztlich scheitern jedoch beide: Franz, der sich der Verwerflichkeit seiner Taten bewusst ist, bringt sich aus Angst vor der Rache der herannahenden RĂ€ubern um; Karl erkennt, dass auch er Unrecht getan hat, und opfert sich in einer letzten guten Tat, sodass am Ende die herrschende Ordnung nicht umgestoĂen wird.
Eines der wichtigsten Merkmale der Epoche des Sturm und Drang, der Die RĂ€uber entstammt, ist der Protest gegen Normen und Gesetze der Literatur, wie die von Aristoteles aufgestellten Regeln der Tragödie. Dabei ging es nicht direkt um Aristoteles, sondern um seine Auslegung durch die französische Klassik, etwa eines Nicolas Boileau, die vor der französischen Revolution obsolet geworden war. In Paris fĂŒhrten Ă€hnliche Bestrebungen zur Gattung des Theatermelodrams, das Schillers RĂ€ubern in vielem Ă€hnlich ist. Untersucht man das Schauspiel im Hinblick auf die Einhaltung der Regeln fĂŒr eine Tragödie, so wird daraus Folgendes erkennbar:
Das Drama spielt in der Mitte des 18. Jahrhunderts. Die Zeit, die wĂ€hrend der Handlung vergeht, betrĂ€gt ungefĂ€hr zwei Jahre. Dies widerspricht den nach Aristoteles aufgestellten Regeln fĂŒr eine klassische Tragödie. AuĂerdem findet die Handlung an verschiedenen weit voneinander entfernten SchauplĂ€tzen statt: teils im Schloss des Grafen, teils in der Schenke an der SĂ€chsischen Grenze und teils in den Böhmischen WĂ€ldern an der Donau.
Dem ersten Anschein nach hat Schiller die von Aristoteles beobachtete StĂ€ndeklausel eingehalten, denn der Protagonist Karl und sein Bruder Franz sind Söhne des Grafen Maximilian Moor und somit adeligen Standes. Auch die Verlobte des Protagonisten Karl trĂ€gt einen Adelstitel, sodass man nicht, wie im Fall von Schillers Kabale und Liebe, von einer stĂ€ndeĂŒbergreifenden Liebe sprechen kann. Allerdings hat sich Karl Moor mit der Entscheidung, eine RĂ€uberbande zu grĂŒnden, von seinem intriganten Bruder und von seinem Vater abgewandt und damit seine ursprĂŒngliche gesellschaftliche Position verlassen, wodurch man die Handlung des Dramas letztlich doch noch stĂ€ndeĂŒbergreifend wird.
Die Diktion der Charaktere ist nicht, wie es im Frankreich des 17. Jahrhundert als Regel angesehen wurde, in gehobener Verssprache, sondern in Prosa gehalten und ihre Syntax obendrein hĂ€ufig betont umgangssprachlich: âHm! Hm! So ist es. Aber ich fĂŒrchte â ich weiĂ nicht â ob ich â Eurer Gesundheit? â Ist Euch wirklich ganz wohl, mein Vater?â Damit wird unter anderem die innere Zerrissenheit der Figuren zum Ausdruck gebracht.
Am 13. Januar 1782 wurde das StĂŒck am Nationaltheater Mannheim uraufgefĂŒhrt. Das öffentliche Interesse war groĂ, da bereits die ein Jahr zuvor erschienene Druckausgabe groĂes Aufsehen wegen ihrer offenen Kritik am Feudalsystem erregt hatte. Theaterdirektor und Regisseur Wolfgang Heribert von Dalberg wollte die Handlung dadurch entschĂ€rfen, dass er sie 300 Jahre in die Vergangenheit verlegte. August Wilhelm Iffland trat in der Rolle des Franz Moor jedoch mit zeitgenössischer Kleidung auf. Die AuffĂŒhrung löste einen Skandal aus. Schiller selbst bedachte die AuffĂŒhrung in einer anonymen Kritik, in der er dem Autor, also sich selbst, auch SchwĂ€chen vorwarf.
Manche Filmografien geben fĂ€lschlicherweise eine deutsche Verfilmung aus dem Jahre 1940 an. Gemeint ist damit aber der Film Friedrich Schiller â Triumph eines Genies, in dem die Entstehung des StĂŒckes und seine UrauffĂŒhrung eine wesentliche Rolle spielen.
Dramatische Werke
Die RĂ€uber |
Semele |
Die Verschwörung des Fiesco zu Genua |
Kabale und Liebe |
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Wallenstein
(Wallensteins Lager â Die Piccolomini â Wallensteins Tod) |
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Die Braut von Messina |
Wilhelm Tell |
Die Huldigung der KĂŒnste |
Demetrius
Lyrik (Auswahl)
Hektor und Andromache |
Ode an die Freude |
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Die Teilung der Erde |
Xenien |
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Der Taucher |
Die Kraniche des Ibykus |
Der Ring des Polykrates |
Ritter Toggenburg |
Der Gang nach dem Eisenhammer |
Der Kampf mit dem Drachen |
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Das Lied von der Glocke |
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Das Siegesfest
Prosa (Auswahl)
Der Verbrecher aus verlorener Ehre |
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Philosophische Schriften (Auswahl)
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