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Discogs (englisch discographies ‚Diskografien‘) ist eine kostenlose, von Mitgliedern aufgebaute Online-Datenbank für Diskografien von Musikern und Plattenlabeln. Mit einem Alexa Rank von 1757 (Stand Oktober 2011) zählt sie zu den meistbesuchten Websites der Welt.[1]
Inhaltsverzeichnis |
Discogs wurde im Oktober 2000 von Kevin Lewandowski gegründet. Anfänglich wollte Lewandowski die eigene Plattensammlung auf seiner Website verwalten, was bald Anklang fand und sich schnell zu einem ehrgeizigen Projekt entwickelte; eine umfassende Übersicht über das Genre der elektronischen Musik sollte entstehen.
Aufgrund des enormen Benutzerzuwachses entschied man sich alsbald, die Datenbank auf weitere Genres auszuweiten.
Seit August 2007 kann der Inhalt der Datenbank auch im XML-Format abgerufen werden. Zusätzlich werden mittlerweile monatlich Kopien des Datenbankinhalts veröffentlicht.
Mitglieder der Discogs-Community können ihre private Musiksammlung in einer „Collection“ (Sammlung) und „Wantlist“ (Wunschliste) verwalten. Zudem kann man seit Ende 2005 auch Tonträger kaufen und verkaufen. Discogs tritt hierbei nicht als Händler auf, sondern nur als Vermittler, ähnlich wie eBay. Besitzt ein Benutzer Releases, die sich noch nicht in der Datenbank befinden, kann er diese selbst nach bestimmten Formatierungsregeln hinzufügen. Alle Eintragungen und Veränderungen werden vor der Umsetzung in der Datenbank in einem Review-Prozess von stimmberechtigten Benutzern (Jahre zuvor waren es ausschließlich freiwillige, ausgesuchte Moderatoren) überprüft und dann entweder akzeptiert, mit Begründung abgelehnt oder als verbesserungswürdig markiert. Durch dieses System und den stetig anhaltenden Prozess an Verbesserungen und Korrekturen erlangt Discogs einen hohen Grad an Korrektheit und Detailliertheit.
In der Datenbank befinden sich mit Stand vom 13. März 2011 2.304.259 Künstler und weitere Produktionsbeteiligte, 316.668 Plattenlabel sowie 3.010.252 Tonträger (zum Vergleich: Am 6. Mai 2007 waren es 610.607 Künstler, 65.771 Plattenlabel sowie 740.281 Tonträger). In folgende Genres werden die Tonträger eingeteilt: Blues, Brass & Military, Children's, Classical, Electronic, Folk, World, & Country, Funk / Soul, Hip-Hop, Jazz, Latin, Non-Music, Pop, Reggae, Rock und Stage & Screen.
Seit dem 29. Januar 2008 sind die Inhalte der Datenbank gemeinfrei.[2] Im März 2012 wurde die 3-Millionen-Grenze überschritten.