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| Djursland | ||
|---|---|---|
| Djursland (hellblaue Gebiete inzwischen verlandet) | ||
| Gewässer | Kattegat | |
| 56° 23′ 0″ N, 10° 38′ 0″ O56.383333333310.6333333333Koordinaten: 56° 23′ 0″ N, 10° 38′ 0″ O | ||
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| Fläche | 1200 km²[1] | |
| Poskær Stenhus | ||
Djursland [ˈdjuːʔʀslanʔ] ist eine 1200 km²[1] große, dänische Halbinsel im Osten Jütlands. Sie gehörte ehemals zum Verwaltungsbezirk Århus Amt, das nach der Kommunalreform von 2007 in die Region Midtjylland aufging.
Während sich in Djurslands wenig gegliederter Nordhälfte die Landschaft der jütländischen Ostküste unter anderem mit Mooren fortsetzt, ist der Süden durch weitere kleine Halbinseln gegliedert. Die völlig ebene Mitte Djurslands um den verlandeten Kolindsund weist eine ländliche Struktur auf.
Inhaltsverzeichnis |
In der Jungsteinzeit, die die Dänen Bauernsteinzeit nennen, teilte der Sund Djursland, später wurde er durch die Landhebung zum Binnensee (11. und 12. Jahrhundert) und letztlich zu Ackerland. Auf einer Insel im Sund lagen die beiden Hügelgräber von Barkjær. Im Osten Djurslands liegt die schwächelnde Industrie- und Hafenstadt Grenaa (14308 Einwohner). Im Höhenzug Mols Bjerge zählt der Agri Bavnehøj mit 137 m zu den höheren Bergen Dänemarks.
Dem Süden von Djursland sind mehrere Halbinseln vorgelagert, dazu zählt auch Mols, eine Moränenlandschaft. Sie bedeckt insbesondere die westliche der kleinen Halbinseln. Heide, Sand, Wald und Weiden prägen die Landschaft. Seine Bewohner werden als die Ostfriesen Dänemarks gesehen, die der Volkskundler Evald Tang Kristensen literarisch skizzierte. Über die Bewohner der Halbinsel, die Molboer, kursieren eigene Witze, die sogenannten Molbohistorier, die den Witzen über die Bewohner von Aarhus, den Århushistorier, sehr ähneln. Am Südrand von Mols ragt die Halbinsel Helgenæs in die Århusbucht und im Südosten Djurslands liegt die Halbinsel Hasnæs. Auf ihr befindet sich an der Ostküste der Bucht Ebeltoft Vig das malerische Landstädtchen Ebeltoft (7559 Einwohner), das bäuerlich und vor allem touristisch geprägt ist.
Djursland ist bekannt für seine Landkirchen (Kirche von Agri, Kirche von Auning, Kirche von Ebeltoft) und die Vielzahl vorzeitlicher Denkmäler, unter denen die Tustruper Megalithanlagen, die Dolmen am Dystrup Sø und Poskær Stenhus, die größte und schönste Runddysse (Dolmen mit runder Einfassung) herausragen.
Rund ist auch die einzige Rundkirche Jütlands in Thorsager, die aus dem 13. Jahrhundert stammt. Auch alte Schlösser (Clausholm, Løvenholm, Rosenholm und Skaføgaard), Herrensitze (Gammel Estrup) und Runensteine (in oder bei den Kirchen von Øster Alling, Kolind, Rimsø und Virring aufgestellt) sind vorhanden.
In der Nähe des Ortes Rønde liegt die Ruine der mittelalterlichen Burg Kalø auf einer durch einen Damm an das Festland angeschlossenen (Halb-)Insel.
Eine Besonderheit ist der Maskenstein an der Sjellebro (Brücke über die Sjelle) an der A21.
Die meisten Steindenkmäler verstecken sich zwar in den Wäldern, aber einige sehr schöne Dolmen sind auch von der Straße aus zu sehen, darunter die Dyssen bei Egens, Torup Strands und Stenvad, der zum Geldscheinmotiv wurde.
Im Nordteil der Halbinsel wurde eine detaillierte Untersuchung zur Wasser- und Waldwirtschaft, zu den Böden, dem Siedlungsverhalten und der Art und dem Zustand der insgesamt 158 nachgewiesenen lithischen Vorzeitdenkmäler in der Region durchgeführt. Ein Drittel davon ist nicht mehr vorhanden oder unbestimmbar. Bei den Siedlungsplätzen (deren Lokalität über die Jahrtausende wandert) ist bemerkenswert, dass ihre Zahl (26) von der Vorzeit bis ins 18. Jahrhundert relativ konstant bleibt.
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