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| Domažlice | ||||
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| Basisdaten | ||||
| Staat: | Tschechien | |||
| Region: | Plzeňský kraj | |||
| Bezirk: | Domažlice | |||
| Fläche: | 2461 ha | |||
| Geographische Lage: | 49° 27′ N, 12° 56′ O49.441666666712.9313888889428Koordinaten: 49° 26′ 30″ N, 12° 55′ 53″ O | |||
| Höhe: | 428 m n.m. | |||
| Einwohner: | 10.957 (1. Jan. 2011) [1] | |||
| Postleitzahl: | 344 01 | |||
| Verkehr | ||||
| Bahnanschluss: | 180 Plzeň–Furth im Wald 184 Domažlice–Planá u Mar. Lázní 185 Horažďovice předm.–Domažlice | |||
| Struktur | ||||
| Status: | Stadt | |||
| Ortsteile: | 6 | |||
| Verwaltung | ||||
| Bürgermeister: | Miroslav Mach (Stand: 2007) | |||
| Adresse: | náměstí Míru 1 34420 Domažlice 1 | |||
| Gemeindenummer: | 553425 | |||
| Website: | www.domazlice.info | |||
Domažlice [ˈdɔmaʒlɪtsɛ] (deutsch Taus) ist eine Stadt im westböhmischen Plzeňský kraj in Tschechien mit etwa 11.000 Einwohnern.
Inhaltsverzeichnis |
Bereits im 10. Jahrhundert soll anstelle der Stadt eine Zollansiedlung existiert haben. Domažlice selbst ist erstmals 1231 als Dorf belegt. An seiner Stelle ließ Přemysl Ottokar II. 1262–1265 eine befestigte Königsstadt errichten, deren Aufgabe es sein sollte, die Grenze nach Bayern zu schützen. Als Grenzwächter wurden die Choden eingesetzt, freie Bauern, die in der Umgebung von Domažlice siedelten (sie pflegen bis heute u. a. eine recht eigenständige Küche und sind stolz auf ihre Trachten). 1331 wurde die Stadt an Bayern verpfändet, diese Pfändung dauerte mit Unterbrechungen bis 1419. Unter den Hussiten wurde das deutsche Patriziat aus der Stadt vertrieben, die seither eine deutliche tschechische Mehrheit hatte. 1431 schlug der hussitische Heerführer Prokop der Kahle bei Domažlice die Kreuzritter in der Schlacht von Taus. Im 15. und 16. Jahrhundert wechselte die Stadt häufig den Besitzer, nach dem Dreißigjährigen Krieg sank ihre Bedeutung immer stärker. Erst ab 1770 blühte sie wieder auf, vor allem durch die Ansiedlung von Textilindustrie.
Im 19. Jahrhundert war Domažlice ein Zentrum der tschechischen Nationalen Wiedergeburt.
Bis zum Jahre 1918 gehörte Taus zum Königreich Böhmen und somit zu Österreich-Ungarn.
Am 13. August 1939 fand hier eine Wallfahrt statt, die sich zu einer großen Protestdemonstration gegen die deutsche Besetzung entwickelte. Bis heute spielt die Stadt im tschechischen Nationalbewusstsein eine herausragende Rolle.
Nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges kam es in Taus und Umgebung zu schweren Ausschreitungen gegen die deutsche Bevölkerung, was in Dutzenden von Todesfällen resultierte.[2] Im Juli 2005 wurde zwischen Draženov und Domažlice ein Massengrab mit 54 Deutschen, überwiegend SA-Angehörige aus dem Kreis Bischofteinitz, gefunden.
Seit 1993 gehören die katholischen Pfarreien des hiesigen Vikariates zum neuen Bistum Pilsen.
Das Stadtbild wird geprägt durch den langgestreckten Marktplatz, den das Untere Tor auf der einen Seite und der Chodenturm auf der anderen dominiert. Von diesem begehbaren Grenzwachturm ist bei gutem Wetter die Sicht bis nach Cham in der Oberpfalz möglich. Weitere Sehenswürdigkeiten sind die Dekanatskirche Maria Geburt, das Augustinerkloster mit der Mariahimmelfahrtskirche, die Chodenburg, das Stadttor (die Branka), die Heiligen-Kirche, die Friedhofskapelle St. Johann von Nepomuk, die Barockkapelle St. Laurenz und das Jindřich-Jindřich-Museum über die Kultur der Choden.
Domažlice gliedert sich in die Stadtteile
Babylon | Bělá nad Radbuzou | Blížejov | Brnířov | Čečovice | Čermná | Česká Kubice | Díly | Domažlice | Drahotín | Draženov | Hlohová | Hlohovčice | Holýšov | Hora Svatého Václava | Horní Kamenice | Horšovský Týn | Hostouň | Hradiště | Hvožďany | Chocomyšl | Chodov | Chodská Lhota | Chrastavice | Kanice | Kaničky | Kdyně | Klenčí pod Čerchovem | Koloveč | Kout na Šumavě | Křenovy | Kvíčovice | Libkov | Loučim | Luženičky | Meclov | Mezholezy u Horšovského Týna | Mezholezy u Černíkova | Milavče | Mířkov | Mnichov | Močerady | Mrákov | Mutěnín | Nemanice | Němčice | Neuměř | Nevolice | Nová Ves | Nový Kramolín | Osvračín | Otov | Pařezov | Pasečnice | Pec | Pelechy | Poběžovice | Pocinovice | Poděvousy | Postřekov | Puclice | Rybník | Semněvice | Spáňov | Srbice | Srby | Staňkov | Stráž | Štichov | Tlumačov | Trhanov | Úboč | Újezd | Únějovice | Úsilov | Velký Malahov | Vidice | Vlkanov | Všekary | Všepadly | Všeruby | Zahořany | Ždánov