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| RepĂșblica Dominicana Dominikanische Republik | |||||
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| Wahlspruch: Dios, patria, libertad (span. fĂŒr âGott, Vaterland, Freiheitâ) | |||||
| Amtssprache | Spanisch | ||||
| Hauptstadt | Santo Domingo | ||||
| Staatsform | PrÀsidialrepublik | ||||
| Regierungsform | PrÀsidialdemokratie | ||||
| Staatsoberhaupt und Regierungschef | PrÀsident Leonel Fernåndez | ||||
| FlĂ€che | 48.730 kmÂČ | ||||
| Einwohnerzahl | 10.464.474 (Stand 1 Februar 2012)[1] | ||||
| Bevölkerungsdichte | 204,3 Einwohner pro kmÂČ | ||||
| Bruttoinlandsprodukt nominal (2007)[2] | 36.396 Mio. US$ (75.) | ||||
| Bruttoinlandsprodukt pro Einwohner | 4.147 US$ (84.) | ||||
| Human Development Index | 0,777 (90.) [3] | ||||
| WÀhrung | 1 Dominikanischer Peso = 100 Centavos 1 ⏠= 50,564 DOP 100 DOP = 1,9777 ⏠(Stand: 4. MÀr 2012) | ||||
| UnabhÀngigkeit | von Haiti am 27. Februar 1844 | ||||
| Nationalhymne | Quisqueyanos valientes | ||||
| Zeitzone | UTCâ4 UTCâ5 MEZ UTCâ6 MESZ | ||||
| Kfz-Kennzeichen | DOM | ||||
| Internet-TLD | .do | ||||
| Telefonvorwahl | +1 (809), +1 (829) und +1 (849) siehe NANP | ||||
Die Dominikanische Republik (spanisch RepĂșblica Dominicana) ist ein auf der Insel Hispaniola in den GroĂen Antillen zwischen dem Atlantik und der Karibik gelegener Inselstaat. Er umfasst den Osten und die Mitte der Insel, wĂ€hrend das westliche Drittel der Staat Haiti einnimmt.
Die Staatsangehörigen heiĂen Dominikaner[4]. Die Dominikanische Republik ist nicht zu verwechseln mit der kleinen Karibikinsel Dominica (deren Staatsangehörige Dominicaner heiĂen).
Inhaltsverzeichnis |
Das Blau steht fĂŒr die Freiheit, das Rot fĂŒr das im Freiheitskampf vergossene Blut und das weiĂe Kreuz fĂŒr den Glauben des Volkes.
â Hauptartikel: Flagge der Dominikanischen Republik
Die Dominikanische Republik ist weitgehend gebirgig. Relativ flach sind nur der Osten der Insel und ein breites LĂ€ngstal im Norden. Die vier groĂen Gebirge des Landes sind:
Genauere Informationen zur Geografie, Geologie sowie Flora und Fauna beider Staaten auf der Insel Hispaniola finden sich im Artikel Hispaniola.
Die Dominikanische Republik hat eine gemeinsame Landesgrenze mit Haiti von 388 Kilometern GesamtlÀnge.
An der NordkĂŒste herrscht tropisches Klima mit hoher Luftfeuchtigkeit vor; auch im Winter sinken die Temperaturen nie unter etwa 16 °C. Die Lufttemperatur liegt dort durchschnittlich bei 28 °C. Die Wassertemperaturen im Norden (Atlantik) bei 24 °C bis 29 °C und im SĂŒden (Karibik) bei 26 °C bis 31 °C.
Im SĂŒden ist es trockener. Viele Regionen im SĂŒden liegen im Regenschatten der Cordillera Central. Die Temperaturen an der KĂŒste sind dort mit denen im Norden vergleichbar, aber im Norden ist es im Winter etwas kĂŒhler.
In den Bergen ist es kĂŒhler. In der Cordillera Central, so in der 1.400 m ĂŒber NN gelegenen Stadt Constanza, sind im Winter auch Temperaturen unter dem Gefrierpunkt möglich.
Die Dominikanische Republik liegt im Wirkungsbereich tropischer WirbelstĂŒrme (Hurrikans).
31,5 % der LandesflÀche der Dominikanischen Republik gehören zu verschiedenen Naturschutzgebieten.
siehe auch: Nationalparks in der Dominikanischen Republik
Die CO2-Emissionen des Landes liegen bei jĂ€hrlich etwa 20,3 Mio. Tonnen. Der SĂŒĂwasserverbrauch teilt sich wie folgt auf: Landwirtschaft 89 %, Haushalte 10 %, Industrie 1 %.
Die gröĂten StĂ€dte sind (VolkszĂ€hlung 2002):
| Rang | Name | Einwohner | Lage |
|---|---|---|---|
| 1. | Santo Domingo (Hauptstadt) | 1.887.586 | SĂŒdkĂŒste |
| 2. | Santiago de los Caballeros | 507.418 | im Landesinneren, Norden |
| 3. | San Pedro de MacorĂs | 193.713 | SĂŒdkĂŒste |
| 4. | La Romana | 191.303 | SĂŒdkĂŒste |
| 5. | Los Alcarizos | 166.930 | Agglomeration von Santo Domingo |
| 6. | San CristĂłbal | 137.422 | Agglomeration von Santo Domingo |
| 7. | San Francisco de MacorĂs | 122.179 | im Landesinneren, Nordosten |
| 8. | Puerto Plata | 112.036 | NordkĂŒste |
| 9. | HigĂŒey | 103.502 | im Landesinneren, Osten |
| 10. | La Vega | 98.386 | im Landesinneren |
Siehe auch: Liste der StÀdte in der Dominikanischen Republik
Die Bevölkerung stammt im Wesentlichen von frĂŒhen europĂ€ischen Einwanderern ĂŒberwiegend spanischer Herkunft und von afrikanischen Sklaven ab. Im Gegensatz zu Haiti stellten die Nachkommen der Sklaven nicht den GroĂteil der Bevölkerung dar. Im Jahre 1790 waren von 125.000 Einwohnern 15.000 Sklaven.
Die Landessprache ist Spanisch. In der Dominikanischen Republik leben viele Menschen haitianischer Abstammung, die haitianisches Kreolisch und teilweise auch Französisch sprechen. Im Nordosten des Landes lebt in der Stadt SamanĂĄ eine englischsprachige Minderheit von etwa 8.000 Menschen. Es handelt sich hierbei um Nachfahren ehemaliger Sklaven der USA, die sich 1824 hier niederlieĂen. Im SĂŒden (San Pedro de MacorĂs) gibt es ebenfalls eine englischsprachige Minderheit.
Von dem in Spanien gesprochenen Spanisch weicht die Sprache in der Dominikanischen Republik vielfach ab und hat einige AusdrĂŒcke und Redewendungen aus dem Spanischen der Kolonialzeit beibehalten. Andererseits ist die Sprache stark durchmischt mit anglo-amerikanischen AusdrĂŒcken.
WeiterfĂŒhrende Informationen dazu im Artikel Dominikanisches Spanisch.
Der Katholizismus ist in der Dominikanischen Republik nach einem Konkordat mit dem Vatikan Staatsreligion, auch wenn Religionsfreiheit besteht. So gehörten noch Ende der 1980er Jahre ĂŒber 80 % der Bewohner der römisch-katholischen Kirche an, die in eine Erzdiözese, 8 Diözesen und 250 Gemeinden gegliedert ist. Von den ĂŒber 500 katholischen Geistlichen im Land gehörten ca. 70 % unterschiedlichen Orden an[5]. Das deutsche AuswĂ€rtige Amt gibt in seinen Veröffentlichungen Anteile von etwa 75 % Katholiken, 4 % Protestanten, 1,5 % Adventisten, 2 % sonstigen christlichen Kirchen (wie z. B. die Neuapostolische Kirche mit rund 5.000 Mitgliedern)[6] und 16 % ohne Religionszugehörigkeit an[7]. Zahlreiche deklarierte âKatholikenâ ĂŒben allerdings eine Art von Katholizismus aus, der von afrikanischen Elementen durchzogen ist. Besagte Praktiken werden unter dem Begriff BrujerĂa â âHexereiâ â oder neuerdings auch âlas 21 Divisionesâ subsumiert. Sie werden hĂ€ufig verdeckt ausgeĂŒbt und finden wenig offizielle Beachtung. Im Rahmen medialer Berichterstattung werden kreolische Glaubenspraktiken entweder als ârĂŒckstĂ€ndigâ oder als Folklore dargestellt, so als wĂŒrde es sich dabei um bereits aus der Alltagswelt verschwundene, antiquierte Vorstellungen handeln. Ihre strukturelle NĂ€he zum haitianischen Vodou liefert immer wieder Anlass zu Anfeindungen, denn das VerhĂ€ltnis zwischen der Dominikanischen Republik und der ökonomisch schwĂ€cheren Nachbarrepublik gestaltet sich seit jeher höchst problematisch. Insbesondere ablehnend eingestellt sind Angehörige der privilegierteren Schichten, die sich auf kultureller, religiöser und ideologischer Ebene an Europa und den USA orientieren. Sogar unter den Praktizierenden selbst kommt es manchmal zu Glaubenskonflikten und man konvertiert unter groĂem Missionsdruck zu einer Pfingstkirche.
Das Staatsgebiet der Dominikanischen Republik war Teil der spanischen Kronkolonie Santo Domingo. 1805 wurde das Koloniegebiet durch Haiti erobert. 1844 erkĂ€mpfte sich Santo Domingo schlieĂlich die UnabhĂ€ngigkeit. Um RĂŒckeroberungsversuche Haitis abzuwehren, unterwarf sich die junge Republik 1861 wieder der spanischen Krone, erlangte aber bereits 1865 wieder Eigenstaatlichkeit. Nach etlichen Jahren instabiler Demokratie griff 1882 der Diktator Ulises Heureaux nach der Macht. Heureauxs Ermordung 1899 folgten chaotische ZustĂ€nde, die die USA 1916 mit einer MilitĂ€rintervention beendeten. Auch nach dem RĂŒckzug der USA 1924 saĂ die demokratische Regierung noch nicht fest im Sattel. 1930 konnte sich deshalb Rafael Trujillo ins PrĂ€sidentenamt putschen. Nachdem Trujillo im Jahre 1961 bei einem Attentat getötet worden war, wurden 1963 Wahlen abgehalten, die der fortschrittliche Politiker Juan Bosch gewann, der aber schon nach sieben Monaten durch einen MilitĂ€rputsch gestĂŒrzt wurde. 1964 brach ein BĂŒrgerkrieg aus, dessen Ziel die Wiedereinsetzung des demokratisch gewĂ€hlten PrĂ€sidenten Juan Bosch war. Als die revolutionĂ€ren KrĂ€fte kurz vor dem Sieg standen, marschierten die USA 1965 unter einem Vorwand ein und schlugen den Aufstand mit Hilfe der OEA Organisation Amerikanischer Staaten nieder. 1966 kam es zu PrĂ€sidentschaftswahlen und einem RĂŒckzug der Interventionstruppen. Das Amt des PrĂ€sidenten bekleidete bis 1978 Joaquin Balaguer, der auch zwischen 1986 und 1994 das PrĂ€sidentenamt bekleidete, nach VorwĂŒrfen wegen Wahlmanipulationen und auf internationalen Druck sich aber 1996 zurĂŒckziehen musste und von Leonel FernĂĄndez Reyna abgelöst wurde. Als Folge der mittlerweile wieder aufgehobenen âLex Balaguerâ, einer VerfassungsĂ€nderung, die dem PrĂ€sidenten eine direkte Wiederwahl verbietet, trat dieser 2000 nicht zur PrĂ€sidentenwahl an, die HipĂłlito MejĂa - abermals gegen Balaguer, der im Alter von 93 Jahren zum letzten Mal kandidierte - gewann. Die PrĂ€sidentenwahlen 2004 gewann wieder Leonel FernĂĄndez, der auch 2008 als Spitzenkandidat seiner Partei antrat und die Wahl am 16. Mai 2008 im ersten Wahlgang fĂŒr sich entscheiden konnte.
Bewegliche Feiertage:
Nach der Verfassung von 1966 (Ănderung 1994) existiert in der Dominikanischen Republik ein PrĂ€sidialsystem, in dem das Staatsoberhaupt auch das Amt des Regierungschefs bekleidet. Der PrĂ€sident wird alle 4 Jahre gewĂ€hlt. PrĂ€sident ist seit 2004 der Sozialdemokrat Leonel FernĂĄndez, der bereits von 1996 bis 2000 dieses Amt bekleidet hat.
Im Demokratie-Index 2011 liegt das Land auf Platz 70 und wird als eine "unvollstÀndige Demokratie" angesehen.
Es besteht Wahlpflicht fĂŒr alle StaatsbĂŒrger ab 18 Jahren. Die Praxis sieht jedoch so aus, dass viele nicht wĂ€hlen gehen. Das Zweikammerparlament (âCongreso Nacionalâ) setzt sich zusammen aus der Abgeordnetenkammer (âCĂĄmara de Diputadosâ) mit 149 Mitgliedern und dem Senat (âSenadoâ) mit 32 Mitgliedern. Senatoren und Abgeordnete werden auf 4 Jahre gewĂ€hlt.
Die bedeutendsten Parteien sind die âPartido de la LiberaciĂłn Dominicanaâ (PLD), die âPartido Revolucionario Dominicanoâ (PRD) und die âPartido Reformista Social Cristianoâ (PRSC).
Die Dominikanische Republik ist Mitglied der International Cocoa Organization.
| Platz | Kandidat | Partei | Stimmenanteil |
|---|---|---|---|
| 1 | Leonel FernĂĄndez Reyna | Dominikanische Befreiungspartei (PLD) | 57.11 % |
| 2 | HipĂłlito MejĂa DomĂnguez | RevolutionĂ€re Dominikanische Partei (PRD) | 33.65 % |
| 3 | Eduardo Estrella | Christlich-soziale Reformpartei (PRSC) | 8.65 % |
| 4 | Sonstige Kandidaten | Sonstige Parteien | 0.41 % |
Die Wahlbeteiligung betrug 71,98 %.
Zwischenergebnis der staatlichen Wahlkommission nach AuszÀhlung von 100 % der Stimmbezirke:[8]
| Platz | Kandidat | Partei | Stimmenanteil |
|---|---|---|---|
| 1 | Leonel FernĂĄndez Reyna | Dominikanische Befreiungspartei (PLD) | 53.83 % |
| 2 | Miguel Vargas Maldonado | RevolutionÀre Dominikanische Partei (PRD) | 40.48 % |
| 3 | Amable Aristy Castro | Christlich-soziale Reformpartei (PRSC) | 4.59 % |
| 4 | Sonstige Kandidaten | Sonstige Parteien | 1.1 % |
Unter dem PrĂ€sidenten HipĂłlito MejĂa DomĂnguez (2000-2004) war die Festnahme unliebsamer Journalisten gĂ€ngige Praxis. Laut Reporter ohne Grenzen hat sich die Pressefreiheit in der Dominikanischen Republik unter Leonel FernĂĄndez Reyna zuerst verbessert (im internationalen Ranking lag das Land im Jahr 2006 auf Rang 52), dann jedoch drastisch (auf Platz 98 im Jahr 2009)[9] verschlechtert.
24.500 Soldaten dienen zurzeit in den Dominikanischen StreitkrÀften. 15.000 davon im Heer, 5.500 bei der Luftwaffe und 4.000 in der Marine. Es herrscht eine freiwillige Dienstpflicht. Die Verteidigungsausgaben liegen um 180.000.000 USD, was ca. 0,7 %. des Bruttonationaleinkommens entspricht.
Die Dominikanische Armee hat 52 gepanzerte Fahrzeuge, 22 Artilleriesysteme sowie 15 Hubschrauber im Dienst. Die Luftwaffe hat 35 Luftfahrzeuge im Dienst, 25 davon sind Hubschrauber.
2007 wurden der Dominikanischen Luftwaffe von den Vereinigten Staaten 3 Sikorsky S-61 Hubschrauber als Geschenk angeboten; die Luftwaffe wies das Angebot jedoch zurĂŒck, da sie die notwendigen Instandsetzungen nicht finanzieren könne. Im selben Jahr hat die Luftwaffe angekĂŒndigt, 10 Embraer EMB 314 Angriffsflugzeuge von Brasilien zu kaufen. Des Weiteren sind zusĂ€tzliche Radar- und Anti-Luft-Installationen geplant, um den dominikanischen Luftraum besser zu schĂŒtzen.
Die Dominikanische Marine hat 17 Schiffe in Dienst, darunter 5 Korvetten.
Dominikanische Soldaten waren auch bei AuslandseinsĂ€tzen alliierter Truppen (wie beispielsweise im Irak) im Einsatz. Aus dem Irakeinsatz hat sich die Dominikanische Republik aber nach kurzer Zeit wieder zurĂŒckgezogen (wie auch andere LĂ€nder, z. B. Nicaragua, Honduras, Thailand oder Neuseeland).
Gesundheit: In den gröĂeren Agglomerationen ausreichende Grundversorgung. Die HIV-Infektionsrate liegt bei ca. 4 bis 5 %. Die staatlichen KrankenhĂ€user werden âHospitalâ genannt; deren Leistungen sind relativ gĂŒnstig. Die hygienischen VerhĂ€ltnisse sind oft furchtbar. Dominikanische Mediziner werden i.d.R. in Kuba sehr gut ausgebildet, haben aber oft keine ausreichende praktische Erfahrung. Eine âclĂnicaâ ist ein privates Krankenhaus â und in der Regel deutlich teurer, deshalb fĂŒr viele Dominikaner nicht bezahlbar.
Abtreibungen sind in der Dominikanischen Republik und auch im Nachbarland Haiti verboten, werden aber sehr hĂ€ufig illegal (oft von medizinischen Laien) durchgefĂŒhrt, was hĂ€ufig zu TodesfĂ€llen fĂŒhrt.
Soziales: Hohe Armutsrate, und auch zunehmend manifestes Elend. Laut Welthunger-Index (WHI) von 2011 liegt die Dominikanische Republik weltweit auf Rang 23 der Staaten mit Hungerproblemen. Rund 10,2 % der Menschen sind laut WHI-Definition nicht ausreichend ernÀhrt.
In der Dominikanischen Republik wurden von 2005 bis 2011 10.955 Personen durch Schusswaffen getötet. Obwohl es seit Juli 2006 ein Gesetz gegen die Einfuhr von Schusswaffen gibt (Dekret 309-06), ist im Jahr 2012 statistisch gesehen jeder 30. Dominikaner mit einer Schusswaffe bewaffnet. Rechnet man Frauen und Kinder aus der Statistik heraus, sind rund 10 % der dominikanischen MÀnner mit einer Schusswaffe bewaffnet.
Im Jahr 2011 wurden 28,7 Morde pro hunderttausend Einwohner erfasst. 2010 waren es 24,7, im Jahr 2003 waren es 18,7 (laut ONE - Statistisches Amt der Dominikanischen Republik).
Hohe Arbeitslosigkeit (ca. 30 %) und weit verbreitete UnterbeschĂ€ftigung. Viele Dominikaner leben von Transferzahlungen (ĂŒberwiegend aus den USA, aber auch aus Puerto Rico und Europa), die ihre im Ausland lebenden Verwandten leisten. Die Summe dieser Transferzahlungen lag 2011 bei 3,2 Milliarden US-Dollar. Ebenfalls wird sehr viel Schattenwirtschaft betrieben. So erlĂ€sst die Regierung SteuerfreibetrĂ€ge, die ĂŒber dem doppelten Durchschnittseinkommen liegen.
Immer wieder versuchen einzelne Dominikaner, aus wirtschaftlichen GrĂŒnden mit ĂŒberladenen Booten zur wohlhabenderen Nachbarinsel Puerto Rico zu gelangen. Oft handelt es sich um vollkommen unerfahrene Personen, die diesen Versuch mit dem Leben bezahlen. Zuletzt kamen am 7. Februar 2012 rund 50 Personen auf diese Weise um.
Statistisch gesehen bringt jeden Tag ein Dominikaner seine Frau um. FĂŒr 18 bis 35 jĂ€hrige Frauen ist Tod durch den eigenen Ehemann die hĂ€ufigste Todesursache.
Bildung: Allgemeine Schulpflicht, die jedoch nicht ĂŒberall gewĂ€hrleistet ist, weil gerade in lĂ€ndlichen Gegenden die nĂ€chste Schule fĂŒr die Kinder zu weit weg ist. Wer es sich leisten kann, was nur die wenigsten können, schickt die Kinder nicht in die staatliche Schule (âescuelaâ), sondern auf ein privat gefĂŒhrtes (teures) âcolegioâ. Die staatlichen Schulen sind fĂŒr die Kinder kostenlos, aber es muss eine fĂŒr dortige VerhĂ€ltnisse teure einheitliche Schulkleidung gekauft werden. Besonders Eltern mit mehreren âschulpflichtigenâ Kindern können sich die erforderliche Kleidung oft nicht leisten.
Viele Haitianer leben legal, viele auch illegal im Land. Die "illegalen" Haitianer haben kein Recht, ihre Kinder zur Schule zu schicken, denn dafĂŒr brĂ€uchten sie eine dominikanische Geburtsurkunde. So erhalten viele Kinder im Land keine Schulbildung. Teilweise werden diese Kinder von privaten, auslĂ€ndischen Organisationen ausgebildet, was zu Neid und Spannungen seitens der dominikanischen Bevölkerung fĂŒhrt.
In der dominikanischen Wirtschaft werden BeschÀftigungsverhÀltnisse i.d.R. innerhalb der Familie und nicht nach Qualifikation vergeben. So werden auch Lehrerpositionen nicht nach fachlichem und didaktischem Niveau des Lehrpersonals vergeben. Statistiken aus dem Jahr 2010 sehen die Dominikanische Republik deshalb auf dem letzten Platz aller lateinamerikanischen und karibischen Staaten. Neunzig Prozent der Lehrer haben keine didaktische Ausbildung erhalten. Die Analphabetenrate im Land liegt offiziell bei rund 16% der Bevölkerung. Viele Leute können kaum mehr als ihren Namen schreiben.
Laut der Lehrervereinigung ADP gibt der dominikanische Staat statt der gesetzlich verankerten 4 % nur 2,45 % des BIP pro Jahr fĂŒr Bildung aus. Elf Prozent der Kinder gingen im Jahr 2011 trotz allgemeiner Schulpflicht nicht zur Schule. Laut ADP wird einer halben Million Kindern das Recht auf Bildung systematisch verwehrt.
UniversitĂ€ten gibt es in Santo Domingo, Santiago de los Caballeros und in San Pedro de MacorĂs sowie seit Herbst 2006 in HigĂŒey. In Santo Domingo befindet sich die Ă€lteste UniversitĂ€t Amerikas (1538).
Kommunikation: Im Jahr 2006 hat das prĂ€sidiale BĂŒros fĂŒr Informations- und Kommunikationstechnologie (OPTIC) ein modernes Callcenter eingerichtet, das landesweit ĂŒber die Service-Telefonnummer âgobâ (AbkĂŒrzung fĂŒr âgobiernoâ â âRegierungâ, Ziffernfolge â462â) sowie ĂŒber die URL http://www.optic.gov.do/ erreichbar ist. BĂŒrger erhalten hier vielfĂ€ltige Informationen in Verwaltungsangelegenheiten.
Das Land gliedert sich seit 30. Juli 2004 in zehn Regionen (regiones). Diese unterteilen sich in 31 Provinzen (provincias) und einen Nationalbezirk (distrito nacional), der die Hauptstadt Santo Domingo de Guzmån umfasst. Die Einwohnerzahlen in der folgenden Tabelle beziehen sich auf die VolkszÀhlung vom 18. Oktober 2002.
| Region | FlĂ€che in kmÂČ | Einwohner insgesamt | Einwohner je kmÂČ | Provinzen |
|---|---|---|---|---|
| Cibao Norte | 5.532,03 | 1.446.047 | 261 | Espaillat, Puerto Plata, Santiago |
| Cibao Nordeste | 4.171,23 | 607.763 | 146 | Duarte, Salcedo, MarĂa Trinidad Sanchez, SamanĂĄ |
| Cibao Noroeste | 4.879,60 | 390.982 | 80 | DajabĂłn, Monte Cristi, Santiago RodrĂguez, Valverde |
| Cibao Sur | 4.475,76 | 703.898 | 157 | La Vega, Monseñor Nouel, SĂĄnchez RamĂrez |
| El Valle | 4.995,59 | 304.984 | 61 | San Juan, ElĂas Piña |
| Enriquillo | 7.102,58 | 342.759 | 48 | Barahona, Bahoruco, Independencia, Pedernales |
| Higuamo | 5.216,88 | 569.751 | 109 | Hato Mayor, Monte Plata, San Pedro de MacorĂs |
| Ozama | 1.400,79 | 2.731.294 | 1.950 | Santo Domingo, Distrito Nacional |
| Valdesia | 5.445,27 | 973.970 | 179 | Azua, Peravia, San Cristóbal, San José de Ocoa |
| Yuma | 5.451,09 | 491.093 | 90 | El Seibo, La Altagracia, La Romana |
| Dominikanische Republik | 48.670,82 | 8.562.541 | 176 |
Quelle: Oficina Nacional de EstadĂstica de la RepĂșblica Dominicana
Siehe auch Provinzen der Dominikanischen Republik
Das StraĂennetz ist ĂŒberwiegend gut ausgebaut, Autobahnen und SchnellstraĂen sind meist in gutem Zustand. In lĂ€ndlichen Gegenden sind StraĂen oft nicht ausgebaut bzw. nicht als StraĂe markiert. StraĂen im Landesinneren, z.B. in den Bergen der Cordillera Central, sind manchmal besser ausgebaut als die viel frequentierten StraĂen an der NordkĂŒste oder die Autobahnstrecke von Santo Domingo nach Santiago. Zunehmend gibt es Autobahnstrecken, die gebĂŒhrenpflichtig sind.
Der öffentliche Personennahverkehr in den StĂ€dten Santo Domingo und Santiago de los Caballeros wird von gĂŒnstigen Sammeltaxen (in z.T. furchtbarem technischem Zustand) und öffentlichen Bussen bedient. Ăber Land verkehren meist klimatisierte Busse regionaler Gesellschaften; Strecken zwischen groĂen StĂ€dten, wie z. B. die Strecke âSantiago - Santo Domingoâ werden mehrfach tĂ€glich, teilweise sogar im Stundentakt gefahren. Auf der anderen Seite verkehren in den meisten Gegenden auf den HauptstraĂen auch Kleinbusse, die auch âguaguaâ genannt werden, und Sammeltaxis, die âconchoâ, âcarritoâ oder âpĂșblicoâ genannt werden. Beide Verkehrsmittel sind oft ĂŒberladen und in schlechtem technischen Zustand, dafĂŒr jedoch preisgĂŒnstig.
Taxis sind meist technisch in passablem Zustand, aber teuer. Preisbeispiel: vom Flughafen Puerto Plata ins ca. 23 km entfernte Cabarete zahlt man umgerechnet ca. 38,- US$. Von der ProduktivitĂ€t Europas ist die Dominikanische Republik weit entfernt: viele Taxifahrer befördern nur einen Fahrgast am Tag. Neben normalen Taxen gibt es auch Motorradtaxen (âmotoconchoâ), ein sehr hĂ€ufiger Job bei unterbeschĂ€ftigten MĂ€nnern, um ihr Einkommen aufzubessern.
Alle gröĂeren internationalen Mietwagengesellschaften sind in den Touristenzentren und in den groĂen StĂ€dten vertreten. Daneben gibt es lokale Vermieter, die aber hĂ€ufig Ă€ltere Wagen im Angebot haben. Die Preise sind sehr unterschiedlich, die Miete vor Ort ist im Allgemeinen teurer als eine Vorreservierung z. B. ĂŒber Internet.
Die Anzahl der Verkehrstoten ist in der Dominikanischen Republik signifikant höher als in allen anderen Staaten Lateinamerikas und der Karibik. Sie lag 2011 bei 36,4 pro 100.000 Einwohnern. (Zum Vergleich: Kuba 4,7 pro 100.000, Puerto Rico 8,8 pro 100.000.)
| Name des Flughafens | IATA Code |
ICAO Code |
Passagiere 2009[10] |
Gebiet |
|---|---|---|---|---|
| Internationale FlughÀfen[11][12] | ||||
| Las Américas (Santo Domingo)* | SDQ | MDSD | 2,8 Mio. | Santo Domingo |
| Punta Cana* | PUJ | MDPC | 3,8 Mio. | Punta Cana |
| Puerto Plata (La UniĂłn/Gregorio LuperĂłn)* | POP | MDPP | 1,1 Mio. | Puerto Plata |
| La Romana (Casa De Campo)* | LRM | MDLR | 0,3 Mio. | La Romana |
| El Catey (SamanĂĄ)* | AZS | MDCY | 0,1 Mio. | Provinz SamanĂĄ |
| Cibao | STI | MDST | 0,8 Mio. | Santiago de los Caballeros |
| MarĂa Montez (Barahona) | BRX | MDBH | Barahona | |
| La Isabela (Higuero/Dr. JoaquĂn Balaguer) | JQB | MDJB | Santo Domingo (Ersatz fĂŒr den Flughafen Herrera) | |
| Arroyo Barril | EPS | MDAB | SamanĂĄ | |
| *Die fĂŒnf zuerst genannten FlughĂ€fen werden auch direkt aus Deutschland angeflogen. | ||||
| Nationale FlughÀfen | ||||
| Constanza | COZ | MDCZ | Constanza | |
| Cabo Rojo | CBJ | MDCR | Pedernales | |
| Sabana de la Mar | SNX | MDSB | Sabana de la Mar | |
| San Juan de la Maguana | SJM | MDSJ | San Juan de la Maguana | |
| San Isidro | ZXD | MDSI | MilitÀrflugplatz, Santo Domingo | |
Es gibt keine Eisenbahn in der Dominikanischen Republik fĂŒr den Personentransport. Lediglich Strecken fĂŒr den Transport von Zuckerrohr, Mais und Bananen in der NĂ€he von La Romana sowie zwischen Barahona und Neiba. Seit 2009 gibt es eine erste Metrolinie in Santo Domingo, eine zweite ist geplant.
Netztechnik: GSM 1800/1900. In den StĂ€dten gute Abdeckung, in lĂ€ndlichen Gegenden, vor allem in den Bergen, noch gröĂere LĂŒcken. Hauptnetzbetreiber sind âOrangeâ, Claro (frĂŒher: âVerizonâ), Viva und âTricomâ. WĂ€hrend es in der Dominikanischen Republik nur knapp 1 Million FestnetzanschlĂŒsse gibt, haben ca. 8,6 Millionen Personen ein Mobiltelefon (Stand 2010).
In den groĂen StĂ€dten sowie in den Touristenzentren gibt es eine genĂŒgend groĂe Anzahl an InternetcafĂ©s, auch mit Breitband-Verbindungen. Internet-Provider: âCLAROâ, âTricomâ, âAsterâ, âCentennialâ und âFrance Telecomâ. Praktisch alle Hotels und Restaurants bieten ihren GĂ€sten heute kostenlos drahtloses Internet an.
â Hauptartikel: Wirtschaft der Dominikanischen Republik
Die Dominikanische Republik wird von knapp vier Millionen Menschen pro Jahr bereist. Die Zahl der Touristen in den Jahren 2006 bis 2009 blieb konstant bei etwa drei Millionen und steigt seitdem deutlich an. 2011 kamen 3,7 Millionen Reisende ohne Wohnsitz in der Dominikanischen Republik ins Land, von denen 3,3 Millionen in Hotels unterkamen. Darunter waren ca. 182.500 Deutsche. Zunehmend stammen die Touristen aus den USA und aus Kanada. Hinzu kommen nach wie vor viele Touristen aus Europa â Skandinavien, Deutschland, Ăsterreich, Schweiz, Italien, Spanien und Benelux-LĂ€nder. Zunehmend aber kommen die Touristen auch aus den osteuropĂ€ischen LĂ€ndern, vor allem aus Russland, Ungarn und Polen, sowie aus sĂŒdamerikanischen LĂ€ndern wie Brasilien, Argentinien oder Chile und aus anderen Teilen der Welt wie z. B. SĂŒdafrika, Australien, China oder Japan.
Im ersten Halbjahr 2006 hat jeder Tourist in der Dominikanischen Republik durchschnittlich 107 US$ pro Tag ausgegeben. Die durchschnittliche Verweildauer liegt bei etwa 9,5 Tagen, was daran liegt, dass viele US-Amerikaner und Kanadier nur ein paar Tage bleiben.
Entlang der oft kilometerlangen PalmenstrĂ€nde wurden seit Ende der siebziger Jahre zahlreiche All-Inclusive-Hotelanlagen gebaut. Das Land wird seit dieser Zeit von verschiedenen Reiseveranstaltern angeflogen. In den Anfangsjahren des Massentourismus entstanden auch in der Dominikanischen Republik Anlagen, die nicht in das Landschaftsbild passten. Doch diese BausĂŒnden sind gröĂtenteils beseitigt, die heutigen Hotels passen sich harmonisch in die Landschaft ein und sind in karibischem Stil erbaut worden. Regional hat sich der Tourismus deutlich vom Norden (zwischen Puerto Plata und SamanĂĄ) in den Osten (bei Punta Cana und BĂĄvaro) verschoben.
Der Staatshaushalt umfasste 2009 Ausgaben von umgerechnet 7,588 Mrd. US-Dollar, dem standen Einnahmen von umgerechnet 6,361 Mrd. US-Dollar gegenĂŒber. Daraus ergibt sich ein Haushaltsdefizit in Höhe von 2,7 % des BIP.[13]
Die Staatsverschuldung betrug 2009 18,6 Mrd. US-Dollar oder 41,5 % des BIP.[13]
2006 betrug der Anteil der Staatsausgaben (in % des BIP) folgender Bereiche:
â Hauptartikel: Nationalparks in der Dominikanischen Republik
Der Nationalsport in der Dominikanischen Republik ist Baseball. Das Land besitzt in der Liga Dominicana de Béisbol Invernal eine Profiliga.
Die Musik in der Dominikanischen Republik ist geprĂ€gt von afrikanischen und spanischen EinflĂŒssen.
Man findet in der Dominikanischen Republik vor allem folgende Musikstile im Bereich der populÀren Musik:
Der Karneval mit den Zentren La Vega und Santo Domingo, ist eines der wichtigsten Kulturereignisse fĂŒr die dominikanischen Familien, die sich mit voller Begeisterung und Freude daran beteiligen. Die karnevalistischen AktivitĂ€ten finden jĂ€hrlich um den 27. Februar statt. Schon Wochen vorher gibt es gröĂere und kleinere karnevalistische UmzĂŒge im ganzen Land. In RĂo San Juan an der NordkĂŒste wird zu Karneval ein Merengue-Festival mit dem Namen âCarnaverengueâ gefeiert.
23 nordamerikanische Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen:
Kanada |
Mexiko |
Vereinigte Staaten
Zentralamerika:
Belize |
Costa Rica |
El Salvador |
Guatemala |
Honduras |
Nicaragua |
Panama
Karibik:
Antigua und Barbuda |
Bahamas |
Barbados |
Dominica |
Dominikanische Republik |
Grenada |
Haiti |
Jamaika |
Kuba |
St. Kitts und Nevis |
St. Lucia |
St. Vincent und die Grenadinen |
Trinidad und Tobago1
Andere Gebiete:
Amerikanische Jungferninseln (USA) |
Anguilla (UK) |
Aruba (NL) |
Bermuda (UK) |
Bonaire, Saba und Sint Eustatius (NL) |
Britische Jungferninseln (UK) |
Curaçao (NL) |
Grönland (DK) |
Guadeloupe (F) |
Kaimaninseln (UK) |
Martinique (F) |
Montserrat (UK) |
Navassa (USA) |
Puerto Rico (USA) |
San Andrés und Providencia (COL) |
Saint-Barthélemy (F) |
Saint-Martin (F) |
Saint-Pierre und Miquelon (F) |
Sint Maarten (NL) |
Turks- und Caicosinseln (UK)
1liegt auf dem sĂŒdamerikanischen Festlandssockel.
Antigua und Barbuda | Argentinien | Bahamas | Barbados | Belize | Bolivien | Brasilien | Chile | Costa Rica | Dominica | Dominikanische Republik | Ecuador | El Salvador | Grenada | Guatemala | Guyana | Haiti | Jamaika | Kanada | Kolumbien | Mexiko | Nicaragua | Panama | Paraguay | Peru | St. Kitts und Nevis | St. Lucia | St. Vincent und die Grenadinen | Suriname | Trinidad und Tobago | Uruguay | Venezuela | Vereinigte Staaten
18.9583333333-70.3455555556Koordinaten: 19° N, 70° W