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Domitian

Dieser Artikel beschreibt den römischen Kaiser Domitian. Zu weiteren Bedeutungen siehe Domitian (BegriffsklÀrung).

Titus Flavius Domitianus (* 24. Oktober 51 in Rom; † 18. September 96 in Rom), im Deutschen meist kurz Domitian genannt, war römischer Kaiser von 81 bis 96. Als Nachfolger seines Vaters Vespasian und seines Bruders Titus war er der dritte und letzte Herrscher aus dem Geschlecht der Flavier.

Inhaltsverzeichnis

Leben bis zur Übernahme der Herrschaft

Domitian wurde am 24. Oktober 51 in Rom als zweiter Sohn des Senators Titus Flavius Vespasianus, des spĂ€teren Kaisers, geboren. Über seine Jugend ist wenig bekannt. Laut Sueton verbrachte er sie unter Ă€rmlichen UmstĂ€nden,[1] was jedoch nicht den Tatsachen entsprochen haben dĂŒrfte. Als Sohn einer senatorischen Familie, die neben finanziellen Mitteln auch Ansehen und Einfluss hatte, dĂŒrfte Domitian standesgemĂ€ĂŸ erzogen worden sein.[2]

Als Vespasian im Vierkaiserjahr 69 zum Kaiser ausgerufen wurde, konnte Domitian, im Gegensatz zu seinem Onkel Titus Flavius Sabinus, der Verfolgung durch die AnhĂ€nger des Vitellius entkommen und war nach dem Sieg der Flavier der politische Statthalter des neuen Kaisers in Rom.[3] In den folgenden Jahren wurde Domitian von seinem Vater zwar nicht ostentativ zurĂŒckgesetzt, spielte aber neben seinem als Mitherrscher und Nachfolger herausgestellten Bruder Titus nur eine nachgeordnete Rolle und wurde nicht auf die Rolle des Princeps vorbereitet. Er erhielt den Titel Caesar, wurde fĂŒnfmal Suffektkonsul und bekleidete einmal, im Jahr 73, ein ordentliches Konsulat. Damit war er bis zu Titus' Herrschaftsantritt insgesamt einmal weniger Konsul als sein Bruder, zweimal weniger als sein Vater. Als Titus im Jahr 79 Vespasians Nachfolge antrat, machte er seinen Bruder zum Kollegen im ordentlichen Konsulat des Jahres 80, verlieh ihm jedoch nicht die tribunicia potestas, die er selbst wĂ€hrend der Herrschaft Vespasians erhalten hatte.

Der Prinzipat

Regierungsantritt

Antike Autoren hielten es fĂŒr möglich, dass Domitian den Tod seines Bruders Titus am 13. September 81 herbeigefĂŒhrt hatte, doch erlauben die widersprĂŒchlichen Quellen keine eindeutige Beurteilung. Am selben Tag riefen die PrĂ€torianer Domitian zum Imperator aus, er versprach ihnen ein Donativum.[4] Am 14. September trat er die Nachfolge als Kaiser an. Der Senat verlieh ihm die Titel Imperator, pater patriae, pontifex maximus, Augustus sowie die tribunicia potestas und erkannte damit den HerrschaftsĂŒbergang an.[5] Domitian bemĂŒhte sich um personelle und legislative KontinuitĂ€t. Der Freundeskreis (amici) des Kaisers hatte weitgehend die gleiche Zusammensetzung wie unter Vespasian und Titus, seine Sachentscheidungen knĂŒpften sowohl an die der julisch-claudischen Dynastie als auch an die seines Vaters und Bruders an.[6]

Domitian erwies sich damit zumindest am Anfang seiner Regierungszeit auch in den Augen des Senats als fĂ€higer Regierungschef. Er bekĂ€mpfte energisch die Korruption, steigerte die Effizienz der Verwaltung und brachte die Staatsfinanzen in Ordnung. Unter den zahlreichen von Domitian verwirklichten Bauvorhaben sind besonders das monumentale Stadion auf dem Marsfeld, der Titusbogen, das Forum Transitorium und sein ĂŒberlebensgroßes Reiterstandbild (Equus Domitiani) auf dem Forum Romanum zu erwĂ€hnen.

VerhÀltnis zum Senat

BĂŒste Domitians

Den Senat brachte Domitian offenbar recht schnell gegen sich auf, weil er ihn kaum noch zu Rate zog und sich von seinem Umfeld als dominus et deus („Herr und Gott“) angeredet haben lassen soll.[7] Nicht anders als seine VorgĂ€nger auch, richtete Domitian ein consilium principis ein, eine Art informellen Kronrat.[8] Allerdings nahmen an diesem Rat auch Ritter teil, was den Senat teils brĂŒskierte, insbesondere dann, wenn der Kaiser von den besten MĂ€nnern aus beiden StĂ€nden sprach, die sich um ihn versammelt hĂ€tten. DarĂŒber hinaus gerieten die wenigen Treffen des consilium in der Villa des Princeps in den Albaner Bergen – und nicht in Rom – in den Ruf der GeheimniskrĂ€merei und der bewussten Abgrenzung.[9] Wie vermutlich unter Tiberius auch, setzte Domitian einen ehemaligen QuĂ€stor ein, der sich um die Belange des Senats kĂŒmmern und diesen betreuen sollte.[10]

Ähnlich wie vor ihm Caligula und nach ihm Commodus brach Domitian damit die Spielregeln des Prinzipats, denen zufolge der Kaiser zwar faktisch alle Macht in HĂ€nden hielt, nach außen aber die Rolle von Volk und Senat in Ehren zu halten hatte. Domitian scheint diese seit Augustus ĂŒbliche Fassade zumindest in der zweiten HĂ€lfte seiner Regierung immer weniger gepflegt zu haben und durch die Offenlegung der tatsĂ€chlichen MachtverhĂ€ltnisse brĂŒskierte er den Senat immer mehr. 85 ĂŒbernahm er schließlich noch das Amt des Zensors auf Lebenszeit[11] und damit das Recht, Senatoren zu ernennen und zu entlassen. Als einziger Kaiser fĂŒhrte Domitian offiziell den Titel eines censor perpetuus. Allerdings nahm Domitian fĂŒr sich nicht in Anspruch, selbst ein Gott zu sein, und er forderte fĂŒr sich selbst keine göttliche Verehrung, vielmehr sah er sich unter göttlichem Schutz stehend.

Domitians autokratische Herrschaft fĂŒhrte zum Widerstand senatorischer Kreise wie auch einiger Philosophen, die gegen den Prinzipat Stellung bezogen. Die Feindseligkeit dieser Kreise, die in den Plinius-Briefen bezeugt ist,[12] trug entscheidend dazu bei, das Bild Domitians nach seinem Tod zu verdunkeln. Heute gehen daher die meisten Althistoriker davon aus, der Kaiser sei in der Innen- und Außenpolitik weitaus erfolgreicher gewesen, als es die Quellen suggerieren. Die Forschung sieht Domitians Umgang mit dem Senat differenzierter. Er wĂ€hlte Amtsinhaber, insbesondere militĂ€rische, nach ihrer FĂ€higkeit aus und nicht nach ihrer Ahnenliste. Dies wirkte sich unmittelbar auf die Aufstiegsmöglichkeiten der senatorischen Elite aus. Domitian entschied sich auch fĂŒr Kommandanten aus dem Ritterstand, wie zum Beispiel Iulius Ursus oder Cornelius Fuscus, wĂ€hrend er patrizische Legaten abberief oder nicht wie erwartet beförderte. Dennoch suchte der Princeps die UnterstĂŒtzung des Senats und hinderte fĂ€hige Senatoren nicht an ihrer Karriere.[13]

Als die Chatten im Winter 88/89 n. Chr. den obergermanischen Statthalter Lucius Antonius Saturninus gegen Domitian unterstĂŒtzen wollten,[14] reagierte Domitian nach Niederschlagung der Revolte auf dieses Angebot mit einem Kriegszug gegen sie. Es ist bezeichnend, dass die Revolte sehr rasch zusammenbrach, was dafĂŒr spricht, dass der Kaiser auch weiterhin die UnterstĂŒtzung der Armee und ihrer Kommandeure besaß. Mehrere Senatoren ließ Domitian hinrichten, andere schickte er in die Verbannung und beschlagnahmte ihr Eigentum. In den meisten FĂ€llen war die BegrĂŒndung fĂŒr die Maßnahmen entweder Anstiftung zum Umsturz oder Beleidigung des Herrschers bzw. des Herrscherhauses. Die durchweg summarische Beschreibung des „Terrors“ von Domitian gerade bei Sueton[15] deutet auf eine Vielzahl von Ermordungen und Exilierungen hin, allerdings werden nur 14 Senatoren namentlich genannt. FĂŒr Claudius hingegen sind 35 Hinrichtungen von Senatoren und ĂŒber 300 von Rittern ĂŒberliefert.[16]

Wie alle römischen Kaiser förderte Domitian Kunst und KĂŒnstler und war unter anderem MĂ€zen der Dichter Statius und Martial.

AktivitÀten in Germanien

Denarius Domitians

Unter Domitian begann die Phase einer erneuten (begrenzten) römischen Expansion rechts des Rheins im Bereich der obergermanischen Heeresgruppe. Unter dem Vorwand, einen Zensus in Gallien abhalten zu wollen, zog Domitian, dem es an militĂ€rischem Ruhm mangelte, im Jahre 83 an den Rhein und begann gleich im FrĂŒhjahr einen Krieg gegen die Chatten. Es ging vermutlich um eine SchwĂ€chung der Chatten als letzten grĂ¶ĂŸeren Unruheherd in RheinnĂ€he. Möglicherweise stieß Domitian bis ins Kernland der Chatten vor, also weit ins heutige Hessen.[17] Im Herbst wurde der Kriegszug in Germanien gegen die Chatten zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Dabei gelang die Unterwerfung des Gebiets zwischen Taunus, Lahn und Main (Wetterau). Domitian begann schließlich mit der Errichtung des Limes, des römischen Grenzwalles zwischen Rhein und Donau. Außerdem nahm Domitian den Siegerbeinamen Germanicus an. Dies war das erste Mal, dass ein Prinzeps diesen nicht vererbt bekommen hatte, sondern durch eigene militĂ€rische Leistungen fĂŒr sich beanspruchte. Am Ende des Jahres 83 feierte er den Triumph in Rom und bekam weitere Ehrungen durch den Senat verliehen. Hierzu zĂ€hlen vor allem, vor dem Senat im Triumphgewand erscheinen zu dĂŒrfen und von 24 Liktoren begleitet zu werden. Außerdem wurde der Oktober in Domitianus umbenannt.

Nach einem erneuten Chattenkrieg im Jahre 85 gelang es Domitian, nach der Sicherung seines Teilerfolges im Chattenland durch die Taunuskastelle die Bereiche des ober- und niedergermanischen Heeres mit propagandistischem Aufwand in zwei regelrechte Provinzen umzuwandeln und damit den endgĂŒltigen Verzicht auf eine wirkliche Eroberung ganz Germaniens zu verschleiern. Dieser Chattenkrieg stellt fĂŒr lĂ€ngere Zeit die letzte große militĂ€rische Machtdemonstration im rechtsrheinischen Germanien dar; manches spricht dafĂŒr, dass die Domitian feindlich gesinnte Überlieferung den Erfolg dieser Operationen kleinredet: TatsĂ€chlich blieb die Grenze zum freien Germanien in der Folgezeit fast 100 Jahre lang weitgehend friedlich. Es gibt keine Anzeichen dafĂŒr, dass Domitian seine Ziele in diesem Raum nicht erreicht hat.

Domitian erklĂ€rte so das seit Augustus ungelöste Germanienproblem durch die offizielle GrĂŒndung der beiden Provinzen Germania superior („Obergermanien“) und Germania inferior („Niedergermanien“) fĂŒr beendet. Noch im Jahre 82 war in offiziellen Dokumenten nur von der Germania die Rede gewesen. Kurz darauf tauchen die ersten Inschriften auf, die von duae Germaniae sprechen. Tilmann Bechert nimmt daher an, dass Germania inferior etwa in den Jahren 83/84 seine lex provinciae erhalten hat, die alle Fragen der Gerichtsbarkeit, Steuergesetzgebung und Verwaltung in der Provinz gesetzlich und endgĂŒltig regelte. Anhand von MilitĂ€rdiplomen scheint die offizielle Einrichtung der beiden Provinzen hingegen auf die Zeit zwischen 85 und 90 datierbar zu sein. Die exakte Amtsbezeichnung des niedergermanischen Statthalters lautete jetzt: legatus Augusti pro praetore Germaniae inferioris (vorher: legatus Augusti pro praetore exercitus Germanici inferioris).

Seit dem Ende der 80er Jahre wurden aus den Legaten der germanischen Heere konsularische Statthalter der beiden schmalen Grenzprovinzen Ober- und Niedergermanien. Im Rang und in ihrer Laufbahn standen sie etwa zwischen den Statthaltern der beiden moesischen und denen der großen, mit drei Legionen besetzten Provinzen wie Britannien, wohin der militĂ€rische und politische Aufstieg die Statthalter der germanischen Provinzen hĂ€ufig fĂŒhrte. Zensus und Finanzverwaltung, damit auch das gesamte Steuerwesen, unterstanden weiterhin dem Prokurator von Gallien (Sitz: Augusta Treverorum). Die HauptstĂ€dte der beiden Provinzen und Sitze der Statthalter blieben in Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und Mogontiacum (Mainz), wo sich das Oberkommando der beiden Heere befunden hatte.

Domitian und seine Berater hatten schnell erkannt, dass der Wert der vertraglichen Beziehungen zu den germanischen Stammeseliten bei ausreichender StÀrke der römischen Grenztruppen nicht hoch einzustufen war. Ein aktives Eingreifen in innergermanische Konflikte im Sinne einer Schutzmacht stand nie zur Diskussion. Als die Cherusker ein Jahr nach dem Chattenkrieg Domitians von diesen bedrÀngt Rom um Hilfe baten, erhielten sie eine abschlÀgige Antwort. Danach fanden nahezu keine erkennbaren diplomatischen AktivitÀten jenseits des Limes statt.

In der außen- und militĂ€rpolitischen Praxis könnte Tiberius ein Vorbild fĂŒr Domitian gewesen sein. Dieser setzte die Politik, die ihm in Senatskreisen grĂ¶ĂŸte VorwĂŒrfe einbrachte, fort: Er fĂŒhrte nur dann Kriege, wenn sie unumgĂ€nglich waren, und verstĂ€rkte ansonsten die Grenzsicherung. Domitian wollte mit den militĂ€rischen Erfolgen seines Vaters und seines Bruders gleichziehen.

Daker- und Pannonische Kriege

Die FeldzĂŒge gegen die Chatten brachten reiche Beute ein und fĂŒhrten zu kleineren Gebietsgewinnen fĂŒr die Römer, sie mussten dann aber abgebrochen werden, da die Legionen an der Donau benötigt wurden. Mitte 85[18] drangen starke dakische KriegerverbĂ€nde des StammesfĂŒrsten Diurpaneus[19] von Nordosten in die römische Provinz Moesien ein und trafen die Römer völlig unvorbereitet. Der Statthalter Gaius Oppius Sabinus fiel wĂ€hrend der gescheiterten AbwehrkĂ€mpfe, die Daker plĂŒnderten und brandschatzten viele Siedlungen und Kastelle. Der Kaiser ordnete eine Verlegung von Legionen aus allen Teilen des Reiches an und begab sich selbst mit seinen PrĂ€torianern unter dem Befehl von Cornelius Fuscus an die moesische Front. Auf dem Marsch von Rom aus verstĂ€rkte Domitian seine Truppen aus Pannonien und Dalmatien. Das Oberkommando fĂŒhrte der Kaiser, den Oberbefehl erhielt Fuscus, ihm beigeordnet waren die Legaten Marcus Cornelius Nigrinus Curiatius Maternus und Lucius Funisulanus Vettonianus. Mit zwei erfolgreichen Expeditionen konnte Diurpaneus ĂŒber die Donau zurĂŒckgetrieben werden, Domitian erhielt drei imperatorische Akklamationen und kehrte nach Rom zurĂŒck, wo er seinen ersten Dakertriumph feierte.[20]

Fuscus blieb als Oberbefehlshaber in Moesien, reorganisierte die Provinz und das Heer und bereitete den Rachefeldzug gegen die Daker vor. Mitte 86 ĂŒberschritt er die Donau, stellte Diurpaneus und verlor in der ersten Schlacht, die ihn das Leben kostete, fast die gesamte Expeditionsarmee.[21] Diese zweite Niederlage innerhalb kurzer Zeit konnte Domitian neben dem außenpolitischen Schaden auch innenpolitisch in BedrĂ€ngnis bringen, sodass er erneut nach Moesien aufbrach und Truppen verlegte. Eine Konsequenz der Verlegung war die Aufgabe und Schleifung des schottischen Kastells Inchtuthil und damit die BeschrĂ€nkung des römischen Gebietes auf die Gebiete sĂŒdlich des Forth-Clyde-Kanals.[22] Bis Ende 86 schlug Cornelius Nigrinus als neuer Oberbefehlshaber mindestens zwei erfolgreiche Schlachten gegen die Daker und in erster Linie Diurpaneus. Im SpĂ€therbst 86 kehrte Domitian nach Rom zurĂŒck und verzichtete auf einen Triumph.[23]

Nach dem Ausfall von Diurpaneus wurde Decebalus zum FĂŒhrer der dakischen StĂ€mme.[24] Bisher hatte er sich neutral verhalten und dem Kaiser bei beiden Aufenthalten in Moesien seine NeutralitĂ€t versichert und vermutlich ein BĂŒndnis angeboten. Nun verband er sich mit den in der Walachei sitzenden sarmatischen Panzerreitern der Roxolanen. Domitian reagierte mit Truppenverlegungen und Reorganisation. Die schon im Herbst 86 durchgefĂŒhrte Trennung der Provinz in Moesia Superior und Moesia Inferior zeugt davon, dass der Kaiser eine systematische Befriedung der Daker plante, die er nun umsetzte. WĂ€hrend Cornelius Nigrinus in Moesia Inferior die Ordnung hielt und die römische Position ausbaute, griff Lucius Tettius Iulianus von Moesia Superior aus im Jahr 88 Sarmizegetusa, das dakischen Machtzentrum in den Westkarpaten, an. Nach Verlusten mussten die Römer sich zurĂŒckziehen und ĂŒberwinterten in Obermoesien.[25] Nach der Schlacht von Tapae, die fĂŒr Decebalus mit einer Niederlage endete, bot dieser Domitian einen Friedensschluss an, den der Kaiser aber ablehnte. Stattdessen sollten die Legionen von Mainz und Britannien aus verstĂ€rkt werden, was sich aufgrund des Saturninusaufstandes verzögerte. Im Sommer 89 startete die zweite Strafexpedition gegen Decebalus und Sarmizegetusa, die sich zuerst gegen die Markomannen richtete, deren BĂŒndnisangebot Domitian abgelehnt hatte. Der Widerstand war jedoch so groß, dass die Römer sich ĂŒber die Donau zurĂŒckziehen mussten. Als Folge des Angriffs und der römischen Niederlage traten die Quaden und Jazygen in den Krieg ein und bildeten eine bedrohliche pannonische Allianz gegen die Römer. Der Kaiser Ă€nderte nach Beratungen seine Strategie: Er nahm Friedensverhandlungen mit Decebalus auf. Der Dakerkönig unterwarf sich Rom, Domitian selbst reiste in das dakische Hinterland, wo der Bruder des Königs, Diegis, zum römischen KlientelfĂŒrsten gekrönt wurde.[26] Decebalus erhielt zivile und militĂ€rische UnterstĂŒtzung sowie Subsidienzahlungen, die wirtschaftlichen Beziehungen prosperierten in der Folgezeit. Die nicht unĂŒblichen Zahlungen an die Daker waren einer der GrĂŒnde fĂŒr den Feldzug Trajans gegen die Daker.[27] Domitian erhielt drei imperatorische Akklamationen und feierte bei seiner RĂŒckkehr im Herbst 89 einen Triumph.

Im Jahr 92 war Domitian erneut an der östlichen Donaufront, um die EinfĂ€lle der sarmatischen Jazygen niederzuschlagen, die zuvor bei Brigetio die Legio XXI Rapax vernichtet hatten.[28] Dieser Sarmatenkrieg wurde anschließend von dem Dichter Arruntius Stella verherrlicht.

Britannien

In Britannien gelang es Domitian mit Hilfe des Statthalters Gnaeus Iulius Agricola, dem Schwiegervater des Geschichtsschreibers Tacitus, den römischen Machtbereich bis zur Grenze des schottischen Hochlandes zu erweitern. Im Jahr 83 oder 84 ĂŒberschritt Agricola auf Anweisung des Kaisers den Firth of Clyde, um die schottischen Gebiete endgĂŒltig zu befrieden.[29] Die Gegenwehr der Kaledonen unter ihrem FĂŒhrer Calgacus war massiv, sodass Agricola sieben FeldzĂŒge fĂŒhren musste. Die letzte Schlacht fand am mons Graupius statt, die Kaledonen flohen und Rom stand der Weg nach Norden offen.[30] Ein römischer Flottenverband umsegelte Schottland und nahm die Unterwerfung der Orkneyinseln entgegen.

Kurz nach den Erfolgen in Britannien ließ Domitian die Truppen verlegen. Agricolas erzwungenen Abzug und die damit verbundene Aufgabe Schottlands und Konsolidierung des römischen Machtbereichs begrĂŒndet Tacitus mit dem Neid und schlechten Wesen Domitians.[31] TatsĂ€chlich hatte der Kaiser aufgrund der Lage in Pannonien gute GrĂŒnde, diese Front stillzulegen und die Legionen zu verlegen,[32] er ließ Agricola vom Senat mit Triumphinsignien und eine Statue ehren. Bis 86 wurde das gerade erst aufgebaute Fort Inchtuthil geschleift, die Truppen zogen sich in die NĂ€he des spĂ€teren Hadrianswalls zurĂŒck. Agricolas Nachfolger als Legat in Britannien wurde Sallustius Lucullus, den Domitian vermutlich 96 hinrichten ließ.[33] Der RĂŒckzug sicherte die schottische Front und sorgte fĂŒr Ruhe im Norden; unter Trajan wurde die Grenzlinie noch weiter nach SĂŒden gelegt.

Tod

In den letzten drei Jahren seiner Regierungszeit wurde Domitian zunehmend misstrauisch und fĂŒrchtete Verschwörungen gegen sich. Auslöser dafĂŒr dĂŒrften tatsĂ€chliche UmsturzplĂ€ne gewesen sein; der erste scheint bereits 87 aufgedeckt worden zu sein.

Die Furcht des Kaisers vor Verschwörungen scheint die Zahl seiner Feinde erhöht zu haben. Auch vor einer Usurpation aus seiner eigenen Familie hatte Domitian Angst. Seinen Cousin Titus Flavius Sabinus, den Mann seiner Nichte Iulia, der Tochter des Titus, ließ er ebenso hinrichten wie seinen Vetter Clemens, den Vater der designierten Thronerben, Vespasian und Domitian.[34] Er soll auch die Ermordung seiner Frau Domitia Longina geplant haben; sie verbĂŒndete sich mit mehreren Höflingen Domitians, die ebenfalls um ihr Leben oder nur um ihre Machtstellung fĂŒrchteten oder teils gekauft waren.

Domitian wurde schließlich am 18. September 96 in Rom „hinterlistig ermordet“.[35] AngefĂŒhrt wurde die Tat von Stephanus, dem Verwalter von Domitians Nichte Domitilla und unter Beteiligung von rangniedrigen Soldaten, Freigelassenen und Gladiatoren. Der Kaiser starb unter starker Gegenwehr.[36] Seine vollstĂ€ndige Titulatur zum Zeitpunkt seines Todes lautete Imperator Caesar Domitianus Augustus Germanicus, Pontifex maximus, Tribuniciae potestatis XVI, Imperator XXIII, Consul XVII, Pater patriae. Der Senat billigte die Tat, das Andenken Domitians fiel der damnatio memoriae anheim. Die Dynastie der Flavier endete mit ihm. Sein Nachfolger wurde der langjĂ€hrige Senator Nerva. Er war als Übergangskandidat zum einen aus dem flavischen Kreis und so fĂŒr die PrĂ€torianer und besonders den Senat tragbar, zum anderen war vom ihm als kinderlosem, Ă€lteren Mann keine lange Regierungszeit zu erwarten.[37] Seine Position war jedoch gefĂ€hrdet, da Domitian bei Armee und Volk sehr beliebt gewesen war.[38]

Domitianbild

Antike Autoren

Die beiden wichtigsten ĂŒberlieferten Historiker der frĂŒhen römischen Kaiserzeit, Tacitus und Sueton, schrieben ihre Werke in Erinnerung an die von ihnen dargestellte Gewaltherrschaft des Kaisers (in der Forschung manchmal „Domitianerlebnis“ genannt) sowie in der Regierungszeit der Adoptivkaiser, die Domitian als Negativfolie ihrer eigenen Politik sahen. Dementsprechend ist das ĂŒberlieferte Domitianbild sehr negativ. Zwar beschreibt insbesondere Sueton die Regierungsarbeit des Kaisers zum grĂ¶ĂŸten Teil positiv[39], wirft ihm jedoch Verschwendung, Missbrauch der Staatsgelder und Rechtsbeugung vor[40] und zeichnet insgesamt das Bild eines grausamen Herrschers mit Ă€ußerst schlechtem Charakter[41].

Hinsichtlich des Werkes von Tacitus lĂ€sst sich dies freilich nicht mehr sicher sagen, da die Teile seiner Historien, welche die Regierungsjahre des Domitian behandelten, nicht erhalten sind. Aufgrund von Beschreibungen des jungen Domitian, Anspielungen in frĂŒheren BĂŒchern sowie Selbstaussagen des Autors kann jedoch geschlossen werden, dass Tacitus Domitian Ă€hnlich ungĂŒnstig beschrieb wie Sueton.[42] Plinius der JĂŒngere beschrieb Domitian in seinem Panegyrikus an Nervas berĂŒhmten Nachfolger Trajan ebenfalls mit den Eigenschaften eines Tyrannen.

Die Christen wurden regional zurĂŒckgedrĂ€ngt, so in Rom und Kleinasien. In diesem Zusammenhang entstand die ursprĂŒnglich an sieben Gemeinden in Kleinasien gerichtete Offenbarung des Johannes (auch: Apokalypse). Die christlichen Autoren des 2. und 3. Jahrhunderts schildern Domitian als grausamen Christenverfolger. Tertullian, Eusebius von Caesarea und Laktanz nennen ihn in einer Reihe mit Nero. Bei Tertullian wird er als „halber Nero“[43] bezeichnet, fĂŒr Eusebius ist er der zweite Christenverfolger,[44] Laktanz reiht ihn direkt nach Nero und vor andere berĂŒhmte Verfolger wie Decius oder Diokletian ein.[45] Obwohl keine systematische Christenverfolgung unter Domitian stattfand, hat insbesondere die christliche Historiografie das Domitianbild nachhaltig negativ geprĂ€gt.

SpĂ€tere Geschichtsschreiber wie Jordanes gehen knapp auf Domitian ein. Bekannt ist die 4. Satire Juvenals, auch als „Fischsatire“ bekannt, die eine parodistische Schilderung einer Consiliumssitzung unter Domitian gibt: Der Kaiser wird darin u. a. als grausamer Tyrann geschildert, der Rom „ungestraft und ohne Richter“[46] die besten Geister geraubt habe.

Moderne Forschung

Mit der ersten modernen Domitianbiografie legte StĂ©phane Gsell Ende des 19. Jahrhunderts fĂŒr lange Jahre das Domitianbild fest. Den Quellen folgend, sah er den Kaiser als einen hochmĂŒtigen Menschen, der eine absolutistische Regierung durchsetzen und den Senat völlig entmachten wollte.[47] Ähnlich urteilte Alfred von Domaszewski; er sprach von Verachtung, Anmaßung und Autokratie als einzigen Elementen der Regierungszeit.[48] Die Darstellung Domitians als pessimus princeps korrelierte insbesondere mit dem positiven Bild Trajans als optimus princeps.[49] Die Kritiker des negativen Domitianbildes setzten bei Tacitus und Plinius an und stellten die Leistungen des Kaisers heraus, ohne das Gesamtbild aufgrund der Domitian zugeschriebenen schlechten Eigenschaften revidieren zu können.[50]

Erst in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts begann die Forschung, das Domitianbild zu revidieren. Christian Witschel und Pat Southern versuchten, den Kaiser psychologisch zu deuten, und sahen ihn als Opfer seines Ehrgeizes, seiner Kindheit und Jugend oder seiner ZurĂŒcksetzung hinter Titus.[51] Rainald Goetz und spĂ€ter Brian Jones hingegen nĂ€herten sich dem Kaiser prosopographisch mit einer Untersuchung seiner UnterstĂŒtzer und Gegner an. Ihr Urteil ist, dass Domitian als Person schwierig gewesen sein kann, seine Herrschaft komplex und vieles unerklĂ€rlich sei. Insgesamt sehen sie seine Regierungszeit als positiv an und die Schwierigkeiten in der Missachtung des Senats.[52] Die neueste EinfĂŒhrung zur Zeit der Flavier von Stefan Pfeiffer aus dem Jahr 2009 lehnt die psychologisierenden AnsĂ€tze ab. Pfeiffer kategorisiert, Ă€hnlich wie Jones, Domitian als fĂ€higen Herrscher und Verwalter und sieht die GrĂŒnde fĂŒr sein Scheitern im VerhĂ€ltnis zum Senat und dessen deutlichen Ausschluss an der politischen Teilhabe.[53]

Christiana Urner, die in ihrer Dissertation die Quellenlage und die Forschungsliteratur bis 1989 untersucht, enthĂ€lt sich weitgehend einer Beurteilung des Kaisers. Sie stellt fest, dass Informationen, die fĂŒr Domitian und seine Herrschaft sprechen, weit weniger berĂŒcksichtigt wurden als die, die gegen ihn sprechen. Sie folgert daraus, dass das Domitianbild einem Wandel vom Tyrannen hin zum umsichtigen Staatsmann unterlĂ€ge.[54] Anhand der KriegsfĂŒhrung an der Donau kommt Karl Strobel zu einem Ă€hnlichen Ergebnis. Er sieht Domitian als erfolgreichsten Feldherrn nach Augustus, zugleich deutet er die Niederlagen in den Dakerkriegen als Auslöser fĂŒr das ZerwĂŒrfnis mit dem Senat und schwindende Legitimation.[55] Strobel baut diese Sichtweise in seiner Trajanbiografie weiter aus, in der ein Unterkapitel die Frage nach Domitians Leistungen und HerrschaftsausĂŒbung behandelt.[56]

Quellen

Literatur

SekundÀrliteratur

Überblickswerke
Darstellungen
  • Rainald Goetz: Freunde und Feinde des Kaisers Domitian. Eine prosopographische Untersuchung. MĂŒnchen 1978 (= Dissertation MĂŒnchen 1978).
  • Brian W. Jones: The Emperor Domitian. Routledge, London 1992, Neuauflage 1993, ISBN 0-415-10195-6.
  • Brian W. Jones: Domitian and senatorial order. A prosopographical study of Domitian’s relationship with the Senate, A. D. 81–96. Philadelphia 1979, ISBN 0-87169-132-9.
  • Jens Leberl: Domitian und die Dichter. Poesie als Medium der Herrschaftsdarstellung. Göttingen 2004, ISBN 3-525-25253-6.
  • Herbert Nesselhauf: Tacitus und Domitian. In: Hermes. Band 80, 1952, S. 222–245.
  • Pat Southern: Domitian. Tragic tyrant. Routledge, London 1997, ISBN 0-415-16525-3.
  • Jakob Speigl: Der römische Staat und die Christen. Staat und Kirche von Domitian bis Commodus. Amsterdam 1970, ISBN 90-256-0019-0.
  • Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, ISBN 3-7749-2368-X.
  • Christiana Urner: Kaiser Domitian im Urteil antiker literarischer Quellen und moderner Forschung. Dissertation, Augsburg 1994.
  • Christian Witschel: Domitian. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. 55 historische Portraits von Caesar bis Iustinian. 4. aktualisierte Auflage, C. H. Beck, MĂŒnchen 2010, ISBN 978-3-406-60911-4, S. 98–110.

Literarische Verarbeitungen

Weblinks

Anmerkungen

  1. ↑ Sueton, Domitian 1, 1.
  2. ↑ Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 1-4.
  3. ↑ Sueton, Domitian 1, 2–2, 1; Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 14 f.
  4. ↑ Sueton, Domitian 2, 3; vgl. Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Darmstadt 2009, S. 54 f.
  5. ↑ Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 20 f.
  6. ↑ Sven GĂŒnther: Zwischen gens Flavia und gens Iulia. Domitians HerrschaftsĂŒbernahme und Kaiserkonzeption. In: Hartwin Brandt, Katrin Köhler und Ulrike Siewert (Hrsg.): Genealogisches Bewusstsein als Legitimation. Inter- und intragenerationelle Auseinandersetzungen sowie die Bedeutung von Verwandtschaft bei Amtswechseln. Bamberg 2009, S. 98-101.
  7. ↑ Sueton, Domitian 13, 1. Statius hingegen betont in den Silvae 1, 6, 84, dass Domitian sich die Anrede dominus verbeten habe. Im Weiteren gibt es kein offizielles Dokument mit dieser Titulatur.
  8. ↑ Juvenal schildert im 4. Buch seiner Satiren eine Sitzung des Rates.
  9. ↑ Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 28 und 178 f.
  10. ↑ Zum ab actis sentus siehe: Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 23 mit Quellenstellen und Referenzen.
  11. ↑ Cassius Dio 67, 4.
  12. ↑ Plinius: Briefe 1, 12.
  13. ↑ Brian W. Jones: Domitian and the senatorial order. A prosopographical study of Domitian’s relationship with the Senate, A. D. 81–96. Philadelphia 1979, S. 83-87. Vgl. auch Werner Eck: Senatoren von Vespasian bis Hadrian. MĂŒnchen 1970, S. 55-75.
  14. ↑ Sueton, Domitian 6, 2.
  15. ↑ Sueton, Domitian 10, 2-4.
  16. ↑ Seneca, Apocolocyntosis 14, 1.
  17. ↑ So Reinhard Wolters: „Tam diu Germania vincitur“: Römische Germanensiege und Germanensieg-Propaganda bis zum Ende des 1. Jahrhunderts n. Chr. Bochum 1989, S. 57.
  18. ↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians, S. 42. Der Dakereinfall wird auch auf das FrĂŒhjahr 85 oder den Winter 85/85 datiert, die aktuelle Forschung neigt zum Sommer 85.
  19. ↑ Titulatur und Stellung des Diurpaneus sind unklar. Bei Orosius, Historiae adversum paganos 7, 10 wird er als König bezeichnet, bei Jordanes, Getica 13, 76 als FĂŒhrer des Goten. Vgl. auch Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 39 f.
  20. ↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 48 f.
  21. ↑ Jordanes, Getica, 13, 78.
  22. ↑ Tacitus, Historiae 1, 2.
  23. ↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 58–62.
  24. ↑ Nach Cassius Dio, 67,6 war Decebalus von Anfang an der FĂŒhrer der Daker und Gegner der Römer. Jordanes und Orosius hingegen nennen zuerst Diurpaneus und dann Decebalus. Zur ErklĂ€rung siehe Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 64 f.
  25. ↑ Karl Christ: Geschichte der römischen Kaiserzeit. 3., durchges. und erw. Aufl., MĂŒnchen 1995, S. 272.
  26. ↑ Cassius Dio 67, 7.
  27. ↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 88–91.
  28. ↑ Marcelo Tilman Schmitt: Die römische Außenpolitik des 2. Jahrhunderts n. Chr. Stuttgart 1997, S. 85.
  29. ↑ Tacitus, Agricola 28 f. Tacitus dramatisiert sowohl den Widerstand der Schotten als auch die Lage der Römer, vgl. Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Darmstadt 2009, S. 94 f.
  30. ↑ Die Schlacht beschreibt ausfĂŒhrlich Tacitus, Agricola 36-38. Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 132 f. meldet Zweifel am Erfolg der Eroberungen an, insbesondere an der Möglichkeit, ganz Schottland und Irland einzunehmen.
  31. ↑ Tacitus, Agricola, 39.
  32. ↑ Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Darmstadt 2009, S. 96; noch deutlicher: Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 133.
  33. ↑ Sueton, Domitian 10, 3. Wie lange Lucullus Statthalter war, ist unklar, Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 135, vermutet zwischen 86 und 95.
  34. ↑ Domitians leiblicher Sohn Titus Flavius Caesar war bereits 82 im Alter von neun Jahren gestorben.
  35. ↑ Sueton, Domitian 17, 1.
  36. ↑ Sueton, Domitian 17, 1-2.
  37. ↑ Brian W. Jones: The Emperor Domitian. London 1992, S. 194 f.
  38. ↑ Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Darmstadt 2009, S. 78 f.
  39. ↑ Sueton, Domitian, 8-10.
  40. ↑ Sueton, Domitian, 12, 1-2.
  41. ↑ Sueton, Domitian, 14 und 22.
  42. ↑ Siehe Ralf Urban: Historische Untersuchungen zum Domitianbild des Tacitus. MĂŒnchen 1971.
  43. ↑ Tertullian, Apologetikum 5.
  44. ↑ Eusebius, Kirchengeschichte 3, 17.
  45. ↑ Laktanz, Über die Todesarten der Verfolger 4.
  46. ↑ Juvenal 4, 151 f.: claras quibus abstulit urbi illustresque animas impune et vindice nullo!
  47. ↑ StĂ©phane Gsell: Essai sur le rĂšgne de l’empereur Domitien . Paris 1894, S. 37-41 (online).
  48. ↑ Alfred von Domaszewski: Geschichte der römischen Kaiser. Band 2, Leipzig 1909, S. 158–167 (online).
  49. ↑ Martin Fell: Optimus Princeps? Anspruch und Wirklichkeit der imperialen Programmatik Kaiser Traians. 2. Auflage, MĂŒnchen 2001, S. 4-8.
  50. ↑ So u. a. Julius Asbach: Römisches Kaisertum und Verfassung bis auf Traian. Eine historische Einleitung zu den Schriften des P. Cornelius Tacitus. Köln 1896, S. 86 ff. und Hermann Schiller: Geschichte der römischen Kaiserzeit 1. Band, 2 Teil. Von der Regierung Vespasians zur Erhebung Diokletians. Gotha 1883, S. 532 ff. (online).
  51. ↑ Christian Witschel: Domitian. In: Manfred Clauss (Hrsg.): Die römischen Kaiser. MĂŒnchen 1997, S. 99 f.; Pat Southern: Domitian. London 1997, S. 119-125.
  52. ↑ Rainald Goetz: Freunde und Feinde des Kaisers Domitian. MĂŒnchen 1978, S. 143 f.; Brian W. Jones: Domitian. London 1992, S. 196-198, vgl. auch Brian W. Jones: Domitian and the senatorial order. Philadelphia 1979, S. 83-87.
  53. ↑ Stefan Pfeiffer: Die Zeit der Flavier. Darmstadt 2009, S. 79 f.
  54. ↑ Christiana Urner: Kaiser Domitian im Urteil antiker literarischer Quellen. Dissertation Augsburg 1994, S. 319-321.
  55. ↑ Karl Strobel: Die Donaukriege Domitians. Bonn 1989, S. 111 und S. 114 f.
  56. ↑ Karl Strobel: Kaiser Traian. Eine Epoche der Weltgeschichte. Regensburg 2010, S. 72-101.
  57. ↑ Werner Eck: Rezension von Hermann Bengtson. Die Flavier. Vespasian, Titus und Domitian. In: Gnomon. Band 53, 1981, S. 343–347.


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