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Donauturm

Donauturm
Donauturm NW.jpg
Basisdaten
Ort: Wien
Verwendung: Aussichtsturm, Drehrestaurant,
UKW-Rundfunksender (seit 1998)
Bauzeit: 1962–1964
Architekt: Hannes Lintl
Statiker: Robert Krapfenbauer
Renovierung (Architekt): Christian Lintl[1]
(Sohn von Hannes)
EigentĂŒmer-
gesellschaften:
Immobilien Holding GmbH[2]
BRAU UNION Österreich Aktien-
gesellschaft[3]
Technische Daten
Gesamthöhe: 252 m
Gesamtmasse: 17.600 Tonnen
Aussichtsplattformen: Terrassen: 150 m, 155 m;
Restaurants: 160 m, 170 m;
Zentralgeschoß: 165 m
Baustoff: Stahlbeton, Beton, Stahl, Aluminium

Der Donauturm ist ein Aussichtsturm[4] inmitten des Donauparks im 22. Wiener Gemeindebezirk Donaustadt. Er ist eines der Wahrzeichen Wiens sowie mit 252 Metern das höchste Bauwerk Österreichs.[5][6] Er wurde vom 1. August 1962 bis 16. April 1964 errichtet.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Planung und Errichtung

Der Donauturm ist zur Wiener Internationalen Gartenschau (WIG 64) errichtet worden. Der Entwurf stammt vom Architekten Hannes Lintl, der Ingenieur Robert Krapfenbauer fĂŒhrte die statischen Nachweise. Am 12. Oktober 1962 erfolgte die offizielle Grundsteinlegung, als das Fundament fertig betoniert war,[7] am 16. April 1964 eröffnete BundesprĂ€sident Adolf SchĂ€rf den Turm feierlich[8][9] â€“ nach rund 20 Monaten Bauzeit unter der Leitung von Eberhard Födisch. Im FrĂŒhjahr 1964 war die Grundsteinlegungsurkunde[10] in einer KupferhĂŒlle im Fußboden im Eingangsbereich des Turmes eingebaut worden.[11] Der Donauturm gehört prĂ€gend zum Wiener Stadtbild und bietet als Aussichtspunkt einen bis zu 80 Kilometer weiten Fernblick ĂŒber die Stadt und deren Umgebung, bei guten SichtverhĂ€ltnissen bis Rax und Schneeberg in Richtung SĂŒden, ebenso wie nach Bratislava in Richtung Osten. Er ist zu einer beliebten und international bekannten Touristenattraktion geworden.

Die Stadt Wien hatte den Bau des Turms bei der Donauturm Aussichtsturm- und Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. in Auftrag gegeben, die ihn heute noch betreibt. Deren Gesellschafter sind zu 95 Prozent die öffentlich-rechtliche ehemalige Zentralsparkasse der Gemeinde Wien, heute UniCredit Bank Austria (ĂŒber Zwischengesellschaften) und zu 5 Prozent die ehemalige Brauerei Schwechat, heute Brau Union. Das GrundstĂŒck wurde von der Stadt Wien beigestellt und an die am 4. Mai 1962 gegrĂŒndete Donauturm Liegenschaftsverwaltungsgesellschaft m.b.H. ĂŒbertragen, die sich ebenfalls immer noch im indirekten Eigentum der Gesellschafter UniCredit Bank (zu 94,85 Prozent ĂŒber die Ekazent, eine frĂŒhere direkte Tochter der Zentralsparkasse, die den Donauturm mitentwickelte.[12]) und der Brau Union (5,15 Prozent) befindet (siehe Infobox).

Ereignisse seit Eröffnung

AnlĂ€sslich der Internationalen Flugpost-Ausstellung in Wien am 6. Juni 1968 sollten sieben Ballons starten. Drei blieben wegen technischer Probleme am Boden, drei weitere Ballons stiegen auf und fuhren problemlos am Turm vorbei. Der vierte aufgestiegene Ballon gewann jedoch aufgrund von Pilotenfehlern nicht schnell genug Höhe und wurde im Zickzack direkt gegen den Turm getrieben, wo er zunĂ€chst an den Sicherheitsgittern der BrĂŒstung der unteren Aussichtsplattform hĂ€ngen blieb. Nachdem die Verbindungsseile zum Ballon abrissen, stĂŒrzte der Korb mit den Passagieren ab. Der dadurch frei gewordene Ballon trieb daraufhin noch weiter und sank in einiger Entfernung vom Donauturm nieder. Beim Absturz des Korbs kamen der amerikanische Ballonfahrer Francis Shields, der höhere Beamte der Post- und Telegraphendirektion Guntram Pammer und der junge Journalist Dieter Kasper von der APA ums Leben.[13]

SchĂŒler der Höheren Technischen Lehranstalten Klagenfurt und Villach bauten 1969 fĂŒr Minimundus ein Modell des Turms im Maßstab 1:25 nach.[14] Im Jahr 1974 fand in der KĂŒche des Donauturms die internationale Kochkunstausstellung statt.

AnlĂ€sslich des Papstbesuchs 1983 fand am 11. September am Fuß des Turms eine Heilige Messe statt, die von Johannes Paul II. zelebriert wurde und an der rund 300.000 GlĂ€ubige teilnahmen. 1990 war der Donauturm zwei Tage lang Bestandteil einer weltweiten Funkkette fĂŒr Pfadfinder, die Völker verstĂ€ndigende Gruß- und Friedensbotschaften rund um den Globus funkten. Im Jahr 1991 erhielt die Betriebsgesellschaft die Staatliche Auszeichnung und darf seither das Bundeswappen im GeschĂ€ftsverkehr verwenden.

Seit Herbst 2002[15] (nach anderer Quelle seit Mai 2003[16]) ist der Donauturm einer der zulĂ€ssigen Trauungsorte außerhalb der Wiener StandesĂ€mter.[17] Die Zeremonien finden auf der verglasten Terrasse des Turms statt.

Besucherzahlen

Auf der vom Wiener Tourismusverband erstellten Liste der meistbesuchten SehenswĂŒrdigkeiten Wiens liegt der Donauturm im Jahr 2008 mit 419.635 Besuchern auf Platz 9. In den Jahren 2000 bis 2007 besuchten demnach jĂ€hrlich zwischen 358.977 (2003) und 415.000 (2007) Menschen den Donauturm. Die von der Betreibergesellschaft veröffentlichten Zahlen weichen davon leicht ab: Auf der Website des Turms ist von jĂ€hrlich rund 450.000[18] beziehungsweise 460.000[19] Besuchern die Rede.

Im Jahr der Eröffnung teilten sich 13 LiftfĂŒhrer die Schichten, um die 595.134 Besucher auf den Turm zu befördern, trotzdem kam es zu zweistĂŒndigen Wartenzeiten.[20] 1972 wurde der dreimillionste Besucher begrĂŒĂŸt.[21] 1982, im Jahr der Eröffnung der Brigittenauer BrĂŒcke,[22] die eine direkte Anbindung des Donauturms an das Autobahnnetz schuf, wurden ungefĂ€hr 400.000 Besucher verzeichnet. Bis 1984, in den ersten 20 Jahren seines Bestehens, verzeichnete der Donauturm rund sieben Millionen Besucher.[23]

Von 1965 bis 1980 entwickelten sich die Besucherzahlen nach Angaben der Betreibergesellschaft „unspektakulĂ€r“[24] â€“ erst im Jahr 1988 wurden erstmals wieder ĂŒber eine halbe Million Besucher gezĂ€hlt, je zur HĂ€lfte von österreichischen und von auslĂ€ndischen GĂ€sten. Der Umsatz erhöhte sich in diesem Jahr um 13 Prozent auf 95 Millionen Schilling (umgerechnet 6,9 Millionen Euro).[24] Ein Jahr spĂ€ter erreichten die Besucherzahlen mit rund 558.000 Besuchern ihren bisherigen Höhepunkt.[25]

2004, im Jahr des 40-jĂ€hrigen BestandsjubilĂ€ums, hatten seit der Eröffnung im Jahr 1964 insgesamt rund 16,5 Millionen Menschen den Donauturm besucht:[26] WĂ€hrend des JubilĂ€umsfestes vom 4. bis 6. Juni 2004 wurden mehr als 20.000 Besucher gezĂ€hlt, davon 11.000, die auch auf den Turm hinauffuhren.[27] Am 16. Juni 2005 wurde der siebzehnmillionste Gast empfangen. Die damaligen Donauturm-GeschĂ€ftsfĂŒhrer Gerhard Schrefl und Wolfgang Steinschaden ĂŒberreichten dem JubilĂ€umsbesucher einen Donauturm-VIP-Pass, der ihm und einer Begleitperson ein Leben lang den kostenfreien Besuch sĂ€mtlicher Wolkenkratzer der World Federation of Great Towers ermöglicht, zu denen auch der Donauturm gehört.[28][29]

Beschreibung

Donauturm bei Nacht

Das 252 Meter hohe Turmbauwerk wurde in den 1950er/60er-Jahren nach der „inzwischen entstandenen sogenannten Turmbauweise“ (Krapfenbauer, 1966, S. 28) errichtet. Zum Zeitpunkt der Eröffnung war der Donauturm Europas höchster Stahlbetonturm und Österreichs erster Hochbau, der in gerĂŒstfreier Gleitschalungstechnik nach System Siemcrete IN der Siemens Bauunion gebaut wurde.[30]

Das Gesamtgewicht von Turmschaft mit Turmkorb und Fundament mit Erdauflast betrĂ€gt rund 17.000 Tonnen. Der Stahlbetonturm besteht aus 3750 Kubikmetern Beton und 514 Tonnen Betonstahl. FĂŒr die Turmkopfkonstruktion sollten der Grundsteinlegungsurkunde nach 100 Tonnen Profilstahl und 50 Tonnen Aluminium, fĂŒr den Stahlrohrmast 50 Tonnen Stahl verbaut worden sein.

Statik

Statisch gesehen handelt es sich bei dem Turmbauwerk um einen im Baugrund nachgiebig eingespannten KragtrĂ€ger, dessen maßgebende Belastungen das Eigengewicht in Achsrichtung und der Wind senkrecht zur Bauwerksachse sind. WĂ€hrend nach Krapfenbauer (1964) die Verkehrslasten keine bedeutende Rolle bei der statischen Berechnung spielten, mussten hingegen Erdbebenlasten und die aus den Temperaturunterschieden zwischen der sonnenbestrahlten und der im Schatten liegenden TurmhĂ€lfte entstehenden Materialspannungen berĂŒcksichtigt werden. Die statischen Berechnungen erfolgten – analog zu Ă€hnlichen TĂŒrmen – wie bei einem Schornstein. Dies unter Beachtung der ÖNORMEN B 4000, B 4006 (§ 6) und B 4200, sowie unter Heranziehung der DIN 4114. Die Knicksicherheiten des Turmschafts liegen nach Krapfenbauer (1964) weit ĂŒber dem von der ÖNORM geforderten Wert von 2,50. Das wurde unter anderem durch eine Aussteifung des Turmschafts mit drei horizontalen Plattformen erreicht, die als Hauptpodeste fungieren und mit verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig leichten StahltrĂ€gern ausgefĂŒhrt sind, die gleichzeitig die PodesttrĂ€ger der Stiegenanlage darstellen.

Fundament

Das Fundament ist in acht Metern Tiefe gegrĂŒndet. Die Fundamentsohle besteht aus einem Kreisring mit 31 Metern Außen-, einem Innendurchmesser von 10,2 Metern und einer GrundflĂ€che von 755 Quadratmetern. Auf dieser gelochten Platte wurde die Ă€ußere Kegelstumpfschale mit einer Wanddicke von 70 und die innere Kreiszylinderschale mit einer WandstĂ€rke von 55 Zentimetern aufbetoniert. Die Zylinderschale stellt die VerlĂ€ngerung des Turmschafts mit gleichbleibendem Außendurchmesser von 12,0 Metern dar, der damit in den Fundamentkegel bis zur Fundamentsohle eingespannt ist.[31] In der Höhe des Fußbodens, im Schnittkreis von Zylinder und Kegelstumpfschale, liegt zusĂ€tzlich ein horizontaler Druckring, der eine RandverstĂ€rkung der durchbrochenen Decke auf der Nullebene darstellt.

Von der Fundamentsohle wird auf den Untergrund (Schotter mit Sand von −6,0 bis −13,5 Meter Tiefe) eine Gesamtlast von rund 17.000 Tonnen ĂŒbertragen, die sich aufteilt auf 4.700 Tonnen fĂŒr das Fundament selbst, 5.600 Tonnen Erdauflast auf dem Fundament, 6.300 Tonnen vom Schaft und der Gondel, sowie 400 Tonnen vom Aufzugsschacht. Daneben wird ĂŒber das Fundament auf den Untergrund ein Moment aus der Windlast von rund 36.800 tm ĂŒbertragen.

Turmschaft

Der Schaftdurchmesser betrĂ€gt in GelĂ€ndehöhe 12 Meter, der Turm verjĂŒngt sich in konkaver KrĂŒmmung nach oben hin auf 6,2 Meter Durchmesser in 145 Metern Höhe. Im Weiteren hat der Turmschaft bis zu seinem oberen Ende in 181,95 Metern Höhe einen gleichbleibenden Durchmesser. Laut Grundsteinlegungsurkunde von 1962 sollte der Donauturm 260 Meter hoch werden, davon waren 180 Meter fĂŒr den Stahlbetonschaft und 80 Meter fĂŒr den darauf sitzenden Stahlrohrmast vorgesehen.[32] In diesem Punkt irrt die Grundsteinurkunde, da sich die Bemessung der 260 Meter auf die Gesamthöhe inklusive dem 8 Meter tiefen Fundament bezieht, die Gesamthöhe ĂŒber Grund jedoch nur 252 Meter betrĂ€gt. AbzĂŒglich der Schafthöhe von rund 182 Metern, beginnend auf GelĂ€ndehöhe, verbleiben damit fĂŒr den Stahlrohrmast rund 70 statt der in der Grundsteinurkunde angegebenen 80 Meter.

Aussichtsterrassen

Auf 150 Metern Höhe umschließt die offene, in Form eines sphĂ€risch gleichseitigen Dreiecks gestaltete Aussichtsterrasse den Turmschaft. Die Tragkonstruktion besteht aus einer kegelförmigen Stahlbetonschale, in der die Untergurte der 24 stĂ€hlernen radialen SchalungstrĂ€ger einbetoniert sind. Darauf befindet sich eine kreisringförmige Stahlbetonplatte, die die Terrasse darstellt. Diese ist mit einer 1,30 Meter hohen nach innen geneigten BetonbrĂŒstung abgesichert. Auf der BrĂŒstung war ursprĂŒnglich ein hohes nach oben offenes Sicherheitsgitter mit an ihrem oberen Ende nach innen gebogenen Spitzen angebracht[33], welches durch einen bis zur an die Kinderterrasse reichenden geschlossenen Korb ersetzt wurde. Die Terrasse, die fĂŒr eine Last von 400 Personen ausgelegt ist, weist mit der sĂŒdlichen Ecke des Dreiecks in Richtung Stephansdom.

In Höhe von 152,46 („155“) Metern wurde die zurĂŒckgesetzte sogenannte „Kinderterrasse“ mit einem Durchmesser von 14,20 Metern angelegt. Diese stĂŒtzt sich mittels 24 mit quadratischem Querschnitt, je 2,60 Meter hohe StahlsĂ€ulen auf der Aussichtsterrasse ab.[33] Bei dieser Terrasse gibt es nur eine ringsum laufenden Handlauf mit Durchstiegssicherung, durch welche Kinder auch ohne Hilfe der Erwachsenen in die Ferne blicken konnten, allerdings nicht direkt hinunter. Seit dem Umbau hat die Kinderterrasse eine vollflĂ€chige Glaswand.

Die untere, große Terrasse ist direkt ĂŒber die zweite Aufzugsstation erreichbar. Von der dritten Aufzugsstation im Zwischengeschoß gelangt man ĂŒber die den Vorraum der CafĂ©ebene zu einer Treppe die erst geschlossen durch das Tragwerk/Technikgeschoß und dann um den Turmschaft gerundet auf die Kinderterrasse fĂŒhrt. Von dort fĂŒhrt eine Treppe am Schaft entlang weiter zur Aussichtsterrasse.

Der Raum zwischen den beiden Terrassen war nach dem Bau durch eine leicht zurĂŒckversetzte und vom GelĂ€nde aus kaum wahrnehmbaren Verglasung abgeschlossen. Damit stand nicht nur ein gegen Schlechtwetter geschĂŒtzter Aussichtsraum zur VerfĂŒgung, sondern war auch ein abgeschlossener Raum zwischen der Ausstiegsstelle des Aufzugs und der Aussichtsterrasse vorhanden.[33] Die Kinderterrasse und die Stiegen waren jedoch im Freien. Im Jahr 2000 wurde die alte Verglasung abgetragen und als Schutz vor dem oft starken Wind rund um die Kinderterrasse eine neue Verglasung gezogen, so dass vom Boden der Aussichtsterrasse bis zum Tragwerk der Gondel ein zweistöckiger, geschlossener Raum entstand. Der obere Stock wird nun auch fĂŒr Veranstaltungen, wie etwa Hochzeiten genutzt. Durch den nunmehrigen, von weitem gut sichtbaren Glaszylinder, ist ein neues Erscheinungsbild von Terrassen und Turmkopf entstanden und deren klare optische wie bauliche Trennung verloren gegangen. Gleichzeitig wurde das Sicherheitsgitter der Aussichtsterrasse durch einen an den Glaszylinder heranreichenden „KĂ€fig“ ersetzt.

Turmkorb

Der Turmkorb mit Bungee-Jumping-Plattform

Das Tragwerk des geschlossenen Turmkorbs, der von den Errichtern auch als Gondel oder Turmkopf bezeichnet wird, beginnt auf einer Höhe von 155,9 Metern, Ă€hnlich wie bei der Aussichtsterrasse, mit einer kegelförmigen Stahlbetonschale. Diese weitet sich bis auf Höhe 158,9 Meter zum grĂ¶ĂŸten Außenradius des Turmkorbs von 9,30 Metern auf. Noch innerhalb der Stahlbetonschale befindet sich auf 157,4 Meter ein Installationsgeschoß. Die beiden oberen Geschosse und das Dach des Turmkorbs sind freitragende Stahlkonstruktionen, wobei das Dach mit schrĂ€gen Zugstangen am Turmschaft aufgehĂ€ngt ist.

Beim Aufstieg von der Kinderterrasse ĂŒber eine um den Turmschaft geschlungene Wendeltreppe, die auf die CafĂ©ebene, die unterste der drei öffentlichen Ebenen der Gondel fĂŒhrt, kommt man an der ZutrittstĂŒre zum Installationsgeschoß vorbei.

Auf 165 Metern Höhe befindet sich mit dem mittleren das Zentralgeschoß. Auf dieser Erschließungsebene befindet sich in der einen KreishĂ€lfte die oberste Aufzugsstation, der Hauptausstieg, mit einer Art Vorraum. Links und rechts vom Aufzug finden sich ĂŒber jeweils ein Podest erreichbare große Aussichtsfenster. An der Außenseite gelegen befinden sich die mit Fenstern versehenen Toiletten, die ebenso einen Blick auf die Umgebung ermöglichen. Die zweite HĂ€lfte der Ebene, abgetrennt vom öffentlichen Bereich, ist der KĂŒche vorbehalten, die mit zwei KĂŒchenaufzĂŒgen mit den beiden Gastronomiebereichen der Gondel verbunden ist.

Vom Zentralgeschoß fĂŒhren zwei eher schmale Doppeltreppen mit Zwischenpodest zu den oberhalb und unterhalb gelegenen Drehrestaurants. Das Kaffeegeschoß befindet sich in 161,15 („160“), das Restaurantgeschoß in 169,4 („170“) Metern Höhe.

Wie vom Architekten geplant, wurden die Drehrestaurants zur Eröffnung und spĂ€ter die meiste Zeit ĂŒber als CafĂ© und Restaurant betrieben. Die Inneneinrichtung war ursprĂŒnglich weitgehend identisch ausgefĂŒhrt. Üblicherweise standen Tische fĂŒr jeweils sechs oder acht Personen mit der Schmalseite an der Außenwand, sodass pro Ebene insgesamt 130 Personen Platz fanden. FĂŒr reservierende Gruppen wurde dies umarrangiert. Heute ist das obere „gehobenere“ Restaurant (Donauwalzer) mit Vierertischen und das untere CafĂ© (Panorama) gemischt mit Tischen wie damals und kleinen CafĂ©haustischen bestĂŒckt. Beide Plattformen bieten einen abwechslungsreichen Blick ĂŒber die österreichische Bundeshauptstadt und bei entsprechender Wetterlage bis in zirka 80 km Entfernung. An der feststehenden abgehĂ€ngten Decke befinden sich radiale Richtungsweiser zu markanten Aussichtspunkten.

Die zwei DrehbĂŒhnen mit den Tischbereichen der Restaurants, mit weltweit erstmalig sich mitdrehender Glasfassaden, sind auf je 96 gummigelagerten Laufrollen auf dem Tragwerk aufgesetzt. Über getrennte Dreheinrichtungen der MAN Maschinenfabrik Augsburg NĂŒrnberg werden sie je Ebene mit einem Dreiganggetriebe von Ritzel auf Drehkranz von jeweils einem Elektromotor angetrieben. Daraus ergibt sich fĂŒr jedes der beiden Restaurants eine Drehzeit von heute 26, 39 oder 52 Minuten je voller Umdrehung. Um die Laufrollen verschleißbedingt zu tauschen, können in jeder der beiden Wartungsebenen unterhalb der DrehbĂŒhnen die Elemente von FĂŒhrungsschienen mit jeweils mehreren Rollen ausgebaut werden. Das einzeln ausgebaute Element wird zerlegt, die Rollen getauscht, anschließend zusammengebaut und wieder an seinem Platz eingesetzt. Danach erfolgt selbige Prozedur mit dem nĂ€chsten Element. So wurde das im Laufe der Jahrzehnte bereits einige Male gemacht, der letzte Rollentausch erfolgte „irgendwann in den letzten 10 Jahren“.[34]

Stahlmast

Der Stahlmast ist ĂŒber 1,20 Meter in der mit entsprechender Bewehrung versehenen Abschlussplatte des Turmschafts eingespannt. Der Mast beginnt sichtbar auf Höhe 181,95 und hat bis zu seinem oberen Ende auf 250 Meter eine GesamtlĂ€nge von 68,05 Metern. Außermittig am Mastrand aufgesetzt ist noch ein rund 2 Meter hoher Aufbau, sodass sich damit insgesamt die bekannten 252 Meter Höhe des Donauturms ergeben. Der Aufbau beherbergt ganz an der Spitze ein WindmessgerĂ€t[35] und eine Blitzschutzanlage.

Aufzugsanlagen

Die zwei von Ing. St. Sowitsch & Co. errichteten AufzĂŒge beförderten bis 18. JĂ€nner 2010 je maximal 15 Personen inklusive dem obligatorischen AufzugsfĂŒhrer innerhalb von 35  Sekunden mit 6,10 m/s (etwa 22 km/h) zum Zentralgeschoß. Im Jahr der Eröffnung waren dies Europas schnellste ExpressaufzĂŒge. In Wien ist heute der Aufzug im Millennium Tower etwa gleich schnell.[36] Die AufzĂŒge im Donauturm sind fĂŒr 1600 Personen pro Stunde ausgelegt. Im Aufzugsdach befindet sich ein Sichtfenster, ĂŒber welches man die Fahrt mitverfolgen kann. Der nördliche Aufzug wurde als Doppeldeckeraufzug ausgefĂŒhrt und war der erste seiner Art in Österreich. Im Unterdeck werden gleichzeitig die Hauptmahlzeiten von der KĂŒche im Keller ins Restaurant transportiert. Bei starkem Wind fahren die AufzĂŒge nur mit 2,5 m/s, da durch die mögliche Schwankung des Turmes die Bewegung der Aufzugskabel gefĂ€hrlich sein könnte. Zwischen 18. und 29. JĂ€nner 2010 wurden die AufzĂŒge nach einer Beförderungsleistung von 20 Millionen Besuchern und einer zurĂŒckgelegten Wegstrecke von 750.000 Kilometern außer Betrieb genommen und einer GeneralĂŒberholung unterzogen. Dabei wurden die seit der Eröffnung 1964 in Betrieb befindlichen Antriebsmotoren und Kabinen erneuert. Im Jahr 2010 wurden die Aufzugsanlagen abermals saniert und von Seiten Antrieb und Steuerung auf den letzten Stand der Technik gebracht. Durch den Einsatz regenerativer Antriebe konnte eine Energieeinsparung von mehr als 40% erreicht werden. [37] [38]

Treppenhaus

In der zweiten HĂ€lfte des Turmschafts kann man auch ĂŒber eine Treppe mit 779 Stufen und 60 Podesten den Turm bis zur Aussichtsterrasse erklimmen. Das Treppenhaus ist jedoch ĂŒblicherweise nur wĂ€hrend des jĂ€hrlichen Donauturm-Laufes sowie in NotfĂ€llen zugĂ€nglich.

Architektur

Die klare Gliederung von Turmschaft, Turmkorb und Stahlrohrmast wie auch die Bauart als schlanke Röhre in Stahlbetonbauweise Ă€hnelt in der Formensprache und der Bautechnik den TĂŒrmen nach dem Vorbild des Stuttgarter Fernsehturms. Wenngleich der Donauturm nie zur Aufnahme von Fernsehsendeanlagen vorgesehen war, wird er jedoch wegen seiner Bauform als Kopfturm und der Errichtung wĂ€hrend der ersten weltweiten Turmbauwelle von manchen Autoren der Bau- bzw. Architektur-Fachliteratur als Fernsehturm bezeichnet.[39]

Nutzung

Der Stahlmast als WerbetrÀger

Auf dem Stahlmast wurden in einer Höhe von 225,4 Metern und auf 188,9 Meter zwei große Reklamezeichen in Neonbeleuchtung angebracht, geliefert von den Siemens-Schuckertwerken. Es handelte sich dabei um die Logos der beiden EigentĂŒmergesellschaften Zentralsparkasse und Brauerei Schwechat.[40] Nach Krapfenbauer (1964) waren „dies [zum Zeitpunkt der Errichtung] die höchsten Neon-Großanlagen der Welt“. Laut Bank Austria (frĂŒher: Zentralsparkasse) war deren obere Reklame bereits zum Zeitpunkt der Erstellung eines der höchsten sich drehenden Werbelogos der Welt.[41]

Die sich um die Mastachse drehbaren Konstruktionen waren fĂŒr beide Neonreklamen gleich: In jeweils drei kreisrunden Rahmen, im Dreieck rund um den Mast montiert, waren die Unternehmenslogos eingepasst. Der Antrieb zur Drehung erfolgte mit Ritzel und Zahnradring.

In rund 225 m war ab Fertigstellung des Donauturmes 1964 das sich drehende dreifache „Z“ der Zentralsparkasse angebracht und blieb dies ĂŒber mehr als drei Jahrzehnte.

Im Jahr 1998 wurde das „Z“ samt dessen Unterbau mit den drei kreisrunden Rahmen abgebaut und anstelle dessen mit Hilfe eines Hubschraubers eine neue Unterkonstruktion zur Aufnahme von nur mehr zwei Logoseiten montiert. An dieses Tragwerk wurde das sich ebenfalls wieder um die Mastachse drehende Logo, die „Rote Welle“ der Bank Austria, angebaut. Die beiden LogohĂ€lften waren jeweils 10 Meter lang und 6,5 Meter hoch. Die Unterkonstruktion und das etwa 3,5 Tonnen schwere Doppellogo hatten ein Gewicht von rund 17,6 Tonnen.

UngefĂ€hr im Februar 2008 wurde das Bank-Austria-Logo abmontiert, um dem neuen Unternehmenslogo der nunmehrigen UniCredit Bank Austria Platz zu machen. Die beiden zuvor am Boden zusammengebauten kreisrunden Rahmen mit dem Logo wurden im September 2008, wiederum mit Hilfe eines Hubschraubers, am verbliebenen Logotragwerk montiert. Das Gewicht des gesamten Aufbaus samt dem neuem Logo blieb nahezu unverĂ€ndert bei rund 17,6 Tonnen.[42]

Knapp oberhalb des Turmschafts in rund 189 Metern Höhe war ab 1964 fĂŒr ĂŒber mehr als drei Jahrzehnte das sich drehende dreifache „Schwechater“-Logo (weißes stilisiertes Bierglas im weißen Kreis) angebracht.

Im Lauf der Zeit (irgendwann in den 1990er-Jahren, genauer Zeitpunkt unbekannt) wurden die Leuchtstoffröhren vom Kreis und dem stilisierten Bierglas des „Schwechater“-Logos entfernt, um auf den erhalten gebliebenen kreisrunden Rahmen spĂ€ter das A1-Logo der Mobilkom Austria zu montieren. Nach dessen Entfernung, ungefĂ€hr im Februar 2008, wurde bisher kein Ersatz angebracht. Die Konstruktion mit den drei alten „Schwechater“-Rahmen ist am Mast verblieben und weithin als leeres Gebilde sichtbar.

Meteorologie und LuftgĂŒtemessung

Im Stahlrohrmast, der ĂŒber eine Treppe begehbar ist, befinden sich meteorologische GerĂ€te, „die bisher (1962) in dieser Höhe nicht stĂ€ndig beobachtet werden konnten“.[7] Nach Krapfenbauer (1964) trĂ€gt der Stahlrohrmast weiters Einrichtungen zur Messung der RadioaktivitĂ€t der Luft sowie eine Relais-Station fĂŒr den Polizeifunk.

Auf der Aussichtsterrasse in 150 Metern Höhe befinden sich seit 1964 Messstationen: Die ZAMG erfasst Wetterdaten wie Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Windgeschwindigkeit, das Physikalische Institut der Wiener UniversitĂ€t betreibt Messstation fĂŒr Immissionsmessung, gemessen werden seither Kohlendioxid und Aerosole. Im Februar 1969 wurde zusĂ€tzlich eine Anlage zur „Kohlenstoffmonoxid+Kohlenwasserstoffe-Messung“ installiert. Die Messergebnisse waren Basis fĂŒr einen Luftalarmplan und ein Luftreinhaltegesetz.[43]

Beim Bau des Turmes wurde bereits auf die kĂŒnftige Nutzung als meteorologische und Immissionsmessstation RĂŒcksicht genommen. Deshalb wurden im Betonschaft Ausnehmungen fĂŒr MessgerĂ€te und StĂŒtzpunkte eingeplant. Unter Einbeziehung des Stahlrohrmastes ist es damit möglich, die kontinuierliche VerĂ€nderung der Temperaturschichtung der AtmosphĂ€re (Inversion) bis zu einer Höhe von etwa 200 Metern zu beobachten.

Sportliche Nutzung

Bungee-Springer kurz vor dem Absprung, Sommer 2009

1992 wurde der erste Treppenlauf gestartet. Der Sieger schaffte die 776 Stufen im Turmschaft in 4:02 Minuten. Rekordhalter bei den Herren ist Markus Zahlbruckner in der Zeit von 3:31:71 Minuten.[15] 2004 wurden die Stufen fĂŒr den Donauturmlauf neu gezĂ€hlt, alle 10 Stufen eine Markierung angebracht, seither werden 779 Stufen und 60 Podeste als zu laufende Zahl angegeben. Andrea Mayr stellte 2008 bei den Damen in einer Zeit von 4:04:70 Minuten den Rekord auf.[44] Der Teilnehmerrekord wurde 2003 mit 389 Sportlern verzeichnet. 2009 konnte der Lauf wegen Vorbereitungsarbeiten zur Sanierung der Liftanlagen nicht durchgefĂŒhrt werden.[45]

An die untere Aussichtsplattform wurde eine im April 2001 eröffnete Absprungrampe fĂŒr Bungee-SprĂŒnge angebaut, die im gleichen Jahr von rund 1000 Menschen genutzt wurde. Die Absprunghöhe befindet sich auf 152 Meter, dadurch bedingt, dass die Anlage ĂŒber dem BetongelĂ€nder der Aussichtsplattform angebracht ist. Betrieben wird die Anlage von der Jochen Schweizer Events GmbH.

Sendeeinrichtungen

Mobilfunkantennen und Bungee-Springer

So wie auf hohen Bauwerken heute ĂŒblich, dient auch der Donauturm als TrĂ€ger fĂŒr Mobilfunkantennen. Diese wurden am untersten Drittel des Turmschafts angebracht. Sowohl am Turmkopf als auch am Stahlmast befinden sich Sendeeinrichtungen diverser Funkdienste.

Auf dem ursprĂŒnglich als Aussichtsturm errichteten Bauwerk ohne Funk- bzw. Fernmeldefunktion (vom Polizeifunk am Stahlmast abgesehen) wurden nach der Rundfunkliberalisierung von Radio und Fernsehen ab 1998 UKW-Sendeeinrichtungen auf dem Turmkopf angebracht. Seither senden einige private Regionalradiosender vom Donauturm, der die Funkstellenkennung „WIEN 4“ trĂ€gt. Derzeit werden folgende Radioprogramme von hier aus ausgestrahlt (Stand Februar 2010):[46]

Programmname Frequenz ERP seit
Radio Arabella Wien 92,9 MHz 2,6653 kW 14. Dezember 2001
Orange 94.0 94,0 MHz 0,3981 kW 17. August 1998
98,3 Superfly 98,3 MHz 0,3802 kW 29. Februar 2008
Radio Stephansdom 107,3 MHz 1,9999 kW 24. September 1998

Problematisch bei den hier eingesetzten Frequenzen ist, dass aus dem Nachbarland Ungarn vom Kabhegy, einem rund 600 m hohen Berg westlich von Veszprem[47] auf der Frequenz 93,9 MHz mr2-Petöfi Radio und auf der Frequenz 107,2 MHz Slager Radio mit einer SendestÀrke von 70 kW senden. Vor allem auf Wiener Anhöhen kommt ein stÀrkeres Signal vom Kabhegy als vom Donauturm, trotz der direkten Sicht zum Turm.

Nicht genutzt wird der Turm durch die großteils dem ORF gehörende Österreichische Rundfunksender GmbH (ORS), deren UKW-Radio- und Fernsehhauptsender sich auf dem wesentlich höheren, auch das östliche Niederösterreich bedienenden Kahlenberg befinden.

Aussicht vom Donauturm auf Wien; links sind die HochhÀuser der Donau City zu sehen.

Wissenswertes

AnlĂ€sslich der Sonderausstellung „Alt Wien. Die Stadt, die niemals war“ (25. November 2004 bis 28. MĂ€rz 2005) im Historischen Museum der Stadt Wien erschien ein Ausstellungskatalog. Darin ist zu lesen:

„[
] fiel auch der [
] Donauturm als Zeugnis von unsicherem Prestigedenken seinem Spott anheim, weil sich Wien durch seinen ‚aus reiner Hetz‘ gebauten Turm zur ‚Weltstadt des freiwilligen Humors‘ qualifiziert habe.“

– Wolfgang Kos, Christian Rapp (2004)[48]

Zu einer Ă€hnlichen EinschĂ€tzung ĂŒber Wien und seinen Donauturm – ĂŒber die Motive einen Aussichtsturm in die Ebene an der Donau zu stellen – kam auch schon zwei Jahrzehnte frĂŒher der Autor des damals aktuellen MERIAN ReisefĂŒhrer Wien:

„In Wien gibt es einen ‚Fernsehturm‘, der mit Fernsehen nicht das geringste zu tun hat und auch gar nicht haben könnte. Er befindet sich nĂ€mlich an der tiefstgelegenen Stelle der Stadt. Das zweckentfremdete Gebilde [
] entstand 1964 anlĂ€ĂŸlich der Wiener Internationalen Gartenschau. Ein Aussichtsturm, geschaffen aus eitel Freude an der Höhenluft? Eher ist er als Zeugnis kleinkarierter Großmannssucht zu werten, typisch fĂŒr die Verwaltung der Nachkriegsjahre. [
]“

– György SebestyĂ©n (1982)[49]

Literatur

BĂŒcher

  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Wien. X.–XIX. und XXI.–XXIII. Bezirk. XXII. Bezirk. Donauturm. Berger, Horn und Wien 1997, ISBN 3-85028-394-1, Seite 661.
  • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Verlag Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, Band 2, S. 74.
  • Mark Steinmetz: Wien – Der ArchitekturfĂŒhrer. Verlagshaus Braun, Berlin 2006, ISBN 3938780142, S. 215.
  • Wolfgang Kos, Christian Rapp: Alt Wien. Die Stadt, die niemals war. Katalog zur Ausstellung im Historischen Museum der Stadt Wien, Czernin-Verlag, 2004 ISBN 978-3-70760-193-0.

Fachartikel

  • Rudolf Koller:[50] Die Wiener Internationale Gartenschau 1964. In: Österreichische Ingenieur-Zeitschrift,[51] Heft 9, 6. Jahrgang 1963, „E. Bauwerke, Donauturm“: S. 312–315
  • Robert Krapfenbauer: Die statische und konstruktive Bearbeitung des Donauturmes in Wien. In: Österreichische Ingenieur-Zeitschrift, Heft 5, 7. Jahrgang 1964, S. 143–155
  • Robert Krapfenbauer: Aerodynamische Modellversuche beim Donauturm Wien. In: IVBH Kongressbericht, Band 7, 1964, S. 91–94.
  • Otto Berger: Die SchnellaufzĂŒge im Donauturm. In: Österreichische Ingenieur-Zeitschrift, Heft 9, 8. Jahrgang 1965, S. 289–291.
  • Peter Clauhs: Wiener Internationale Gartenschau (WIG 64). In: Baumeister: Zeitschrift fĂŒr Architektur, Heft 8, 61. Jahrgang 1964
  • Robert Krapfenbauer: Zwei neue Turmbauwerke. In: Österreichische Ingenieur-Zeitschrift, Heft 1, 9. Jahrgang 1966, S. 28–31
  • Christa Hammerl et al.: Erste Forschungsarbeiten der KRL – Immissionsmessungen von Aerosolen, Kohlenstoffoxiden und Kohlenwasserstoffen am Donauturm und am I. Physikalischen Institut („Wetterfrösche am Donauturm – Station fĂŒr Luftchemiker und ‚Luftchemiker‘“, Kurier, 9. April 1965). In: „40 Jahre KRL – Kommission fĂŒr Reinhaltung der Luft der Österreichischen Akademie der Wissenschaften – 1962–2002“. Facultas Verlag, Wien 2005. S. 14–16 (online, PDF, S. 16–18)

Weblinks

Aktuelles

 Commons: Donauturm â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Historisches

  • 16.4.1964: Eröffnung der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 (WIG 64). Historischer RĂŒckblick der Rathauskorrespondenz auf wien.gv.at
  • Diaschau ĂŒber die Errichtung des Donauturmes auf der Website des Donauturms
  • Archiv Lintl: 40 Jahre Donauturm, Baugeschichte in Wort und Bild. (Im web.archive.org, jedoch ohne Fotos.)
  • Ansichtskarte mit oberem Teil des Donauturms in der ursprĂŒnglichen Bau- und Werbungsform:
    • Die sogenannte „Kinderterrasse“ noch unverglast (bis ins Jahr 2000) und die Aussichtsterrasse noch mit den nach innen gebogenen GitterstĂ€ben als „Selbstmörderschutz“ (seit 2000: voll vergittert von der TerrassenbrĂŒstung bis zur nunmehr verglasten Kinderterrasse). Gut erkennbar auch die sich um den Turmschaft windende Treppe von der Kinderterrasse hinauf in den Turmkorb.
    • Am unteren Bauteil des Stahlrohrmastes: Das stilisierte Bierglas als Logo von „Schwechater“ direkt oberhalb des Turmschafts (spĂ€ter: Logo von „A1“, seit Anfang 2008 nur die ursprĂŒngliche Logokonstruktion ohne der Neonröhren des stilisierten Bierglases); am oberen Bauteilende das drehbare Logo „Z“ der Zentralsparkasse (ab 1998 die „Rote Welle“ der Bank Austria, ab 2008 das Logo der UniCredit Bank Austria).
  • Putz & Stingl zeigt sich fĂŒr das Bank Austria Logo am Donauturm verantwortlich. (Link ganz unten) – Bilderserie von der Logo-Unterkonstruktion und deren Montage am Stahlrohrmast von Mai 1998. Abgerufen am 7. Februar 2010
  • Robert Schida: Das neue Bank Austria UniCredit Logo wird am Donauturm montiert. – Bilderserie aus der Luft in nĂ€chster NĂ€he, 9. September 2008. Sehr gut zu sehen die zweiteilige, von oben ĂŒber den Stahlrohrmast â€žĂŒbergeschobene“ HĂŒlse als Unterkonstruktion fĂŒr das Bank-Austria- und nunmehrige UniCredit-Logo. Abgerufen am 7. Februar 2010.

Einzelnachweise

  1. ↑ Architekten Wien Mitte: Christian Lintl, Kurzlebenslauf
  2. ↑ firmenabc.at: Immobilien Holding GmbH
  3. ↑ firmenabc.at: BRAU UNION Österreich Aktiengesellschaft
  4. ↑ Das GebĂ€ude wurde als Aussichtsturm konzipiert und auch so bezeichnet:
    • BĂŒrgermeister Jonas legte Grundstein zum „Donauturm“. In: Rathauskorrespondenz vom 12. Oktober 1962.
    • Mark Steinmetz: Wien – Der ArchitekturfĂŒhrer. Verlagshaus Braun, Berlin 2006, ISBN 3-938-78014-2, S. 215.
    • Antonia Kreppel, Ruth Jakoby, Pierrette Letondor: Wien fĂŒr Frauen. Wien 1998, S. 58.
    • Österreichische Ingenieur-Zeitschrift: Hrsg.: Österreichischer Ingenieur- und Architekten-Verein. Forschungsgesellschaft fĂŒr das Straßenwesen, Wien 1966, S. 29.
    • Felix Czeike: Historisches Lexikon Wien. Kremayr & Scheriau, Wien 1993, ISBN 3-218-00544-2, Band 2, S. 74.
  5. ↑ Nach der Sprengung des 265 m hohen Sendemastes Bisamberg am 24. Februar 2010 gilt der Donauturm als höchstes Bauwerk Österreichs.
  6. ↑ Stadtgebiet – Statistiken: Stadtgebiet 2009 – Geographische Eckdaten. (PDF; 8 KB) Gemeinde Wien; Referat Statistik und Analyse (Magistratsabteilung 5), 26. Februar 2010. Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  7. ↑ a b Grundstein fĂŒr Wiens 260-Meter-Turm. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 13. Oktober 1962, S. 1.
  8. ↑ Eröffnung der Wiener Internationalen Gartenschau 1964 (WIG 64). In: Rathauskorrespondenz vom 16. April 1964
  9. ↑ Die WIG eröffnet – 25.000 am ersten Tag. In: Arbeiter-Zeitung. Wien 17. April 1964, S. 1.
  10. ↑ Archiv Lintl: 40 Jahre Donauturm. Foto der Grundsteinlegungsurkunde, 12. Oktober 1962. (Online nicht mehr vorhanden, 22. Mai 2011.)
  11. ↑ Archiv Lintl: 40 Jahre Donauturm. Foto von der Verlegung der Grundsteinlegungsurkunde in den Fußboden des Eingangsbereichs, FrĂŒhjahr 1964. (Online nicht mehr vorhanden, 22. Mai 2011.)
  12. ↑ Presseinformation: Ekazent-GeschĂ€ftsfĂŒhrer zieht zusĂ€tzlich in GeschĂ€ftsleitung der Wiener Donauturm Aussichtsturm und Restaurant Betriebs GmbH ein (PDF), 29. Dezember 2006, Ekazent Immobilienmanagement
  13. ↑ BallonunglĂŒck am Donauturm:
  14. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1969)
  15. ↑ a b Fotoarchiv auf www.donauturm.at (2003)
  16. ↑ Erste Hochzeit auf dem Donauturm, OTS-Presseaussendung, 31. Mai 2003
  17. ↑ Magistrat Wien, MA35: Orte fĂŒr eine Traumhochzeit in Wien
  18. ↑ donauturm.at, Presseinfo: Donauturm Factsheet (PDF) und a.a.O. auf der Website.
  19. ↑ donauturm.at, Presseinfo Juni 2008, „Tower Reloaded“: Der Wiener Donauturm erhĂ€lt ein Upgrade. (PDF)
  20. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1964) (abgerufen am 28. November 2009)
  21. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1972) (abgerufen am 28. November 2009)
  22. ↑ Die Brigittenauer BrĂŒcke wurde als AutobahnbrĂŒcke gebaut und eröffnet, spĂ€ter in eine Autostraße umgewandelt
  23. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1984) (abgerufen am 28. November 2009)
  24. ↑ a b Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1988) (abgerufen am 28. November 2009)
  25. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1989) (abgerufen am 28. November 2009)
  26. ↑ Archiv Lintl: 40 Jahre Donauturm
  27. ↑ donauturm.at, Presseinfo 7. Juni 2004: RĂŒckblick auf die 40 Jahre Donauturm Feier (.doc)
  28. ↑ donauturm.at, Presseinfo 16. Juni 2005: 17-millionster Besucher am Donauturm (.doc)
  29. ↑ Website der World Federation of Great Towers → The Towers. (Flash erforderlich.) Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  30. ↑ In gleicher Bauweise wie der Donauturm wurden beispielsweise auch die Pfeiler der EuropabrĂŒcke hochgezogen.
  31. ↑ Im Gegensatz zu anderen StahlbetontĂŒrmen wie dem Stuttgarter Fernsehturm, die auf einem Ringfundament aufgebaut wurden (Bild), ist der Donauturm auf einer gelochten Fundamentplatte aufgebaut.
  32. ↑ BĂŒrgermeister Jonas legte Grundstein zum „Donauturm“. In: Rathauskorrespondenz vom 12. Oktober 1964. Abgerufen am 22. November 2009.
  33. ↑ a b c Zum frĂŒheren Sicherheitsgitter und der frĂŒheren Verglasung der Aussichtsterrasse: Vergleiche mit Ă€hnlicher Lösung beim Stuttgarter Fernsehturm (Bild).
  34. ↑ Laut Angaben von Christian Lintl, dem Sohn des Architekten; bestĂ€tigt am 9. Juli 2007 per E-Mail.
  35. ↑ Die WindmessgerĂ€te befinden sich auf der Turmspitze in 252 Metern Höhe und 200 Meter in West-SĂŒd-West vom Turm entfernt auf dem Wirtschaftshof des Donauparks in 8 Metern ĂŒber Grund, siehe: Flugunfallgutachten vom 30. Oktober 1970 ĂŒber den Ballonabsturz, S. 7 (PDF, S. 8). Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  36. ↑ Aufzugstechnik – energieeffizienter auf und ab, immonet.at. Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  37. ↑ orf.at: Donauturm gesperrt: AufzĂŒge werden erneuert, wien.orf.at, 18. JĂ€nner 2010. Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  38. ↑ KONE.at: Donauturm-AufzĂŒge mit Energieeffizienz-Klasse A zertifiziert
  39. ↑ Beispielsweise in Roman Ciesielski: BehĂ€lter, Bunker, Silos, Schornsteine und FernsehtĂŒrme. Aus dem Polnischen ĂŒbersetzt von WƂadysƂaw Chlebica. 2., neubearbeitete Auflage. Ernst, Berlin 1985, ISBN 3-433-00911-2, S. 541.
  40. ↑ Alte Ansichtskarte mit Luftbild Donauturm in seiner UrsprĂŒnglichkeit mit „Z“ und „Schwechater“-Logo.
  41. ↑ Neues Bankenlogo auf Donauturm, wien.orf.at, 9. September 2008. Abgerufen am 4. JĂ€nner 2011.
  42. ↑ Pittoresk Malerei und Anstrich: Neues Unicredit Logo am Donauturm. Pressetext vom 10. September 2008. Seite nicht mehr erreichbar.
  43. ↑ Fotoarchiv auf www.donauturm.at (1970)
  44. ↑ TriRun Linz Running & Triathlon: Markus Zahlbruckner: Rang 2 beim Donauturmlauf!. Abgerufen am 14. November 2009.
  45. ↑ Donauturm Aussichtsturm- und Restaurantbetriebsgesellschaft m.b.H. Heuer keine Austragung des Donauturm Treppenlaufes!. Abgerufen am 14. November 2009.
  46. ↑ Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR): UKW-Radiosender in Wien. Abgerufen am 1. Februar 2010.
  47. ↑ Nebengipfel: Kab-hegy. Abgerufen am 14. November 2009.
  48. ↑  Wolfgang Kos, Christian Rapp, Historisches Museum der Stadt Wien (Hrsg.): Alt Wien. Die Stadt, die niemals war. Katalog. 2. Auflage. Bd. 316 von Sonderausstellungen des Wien Museums, Czernin Verlag, Wien 2004, ISBN 3-7076-0202-8 (Volltext in der Google Buchsuche).</span>
  49. ↑  György SebestyĂ©n, Chris Gatz, Inge Santner-Cyrus: Wien. dtv MERIAN ReisefĂŒhrer. 1. Auflage. Orig.-Ausg., Nr. 3704, Deutscher Taschenbuch-Verlag, MĂŒnchen 1982, ISBN 3-423-03704-0, S. 106.</span>
  50. ↑ Dipl.-Ing. Dr. techn. Rudolf Koller, Stadtbaudirektor von Wien, Wien I, Neues Rathaus. (Zum Zeitpunkt des Artikels (1963) und damit wĂ€hrend der Bauzeit des Donauturms.)
  51. ↑ Österreichische Ingenieur-Zeitschrift – Zeitschrift des Österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines (ÖIAV: Website)

48.240236111116.4100944444Koordinaten: 48° 14â€Č 25″ N, 16° 24â€Č 36″ O

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