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Doris Fiala

Doris Fiala

Doris Fiala-Goldiger (* 29. Januar 1957 in ZĂĽrich, heimatberechtigt ebenda) ist eine Schweizer Unternehmerin und Politikerin (FDP).

Nach einem Abschluss der Handelsmittelschule mit Diplomabschluss hat sie sich in der Reise- und Ernährungsbranche weitergebildet (Hotelfachschule Lausanne, Institut für Ernährung Zürich) bevor sie am SAWI Biel die PR-Qualifikationen erwarb. 2000 hat sie ihre Firma, eine Agentur für Öffentlichkeitsarbeit, in Zürich gegründet. Seit Sommer 2008 ist sie Präsidentin des Kunststoff Verbandes Schweiz.[1]

Von 2000 bis 2007 war sie Mitglied des Gemeinderats (Parlament) der Stadt Zürich. Im April 2004 wurde sie Präsidentin der FDP des Kantons Zürich. Sie folgte damals auf den zurückgetretenen Ruedi Noser, wobei sie sich gegen Filippo Leutenegger durchsetzte (123:98). Zuvor präsidierte sie die FDP der Stadt Zürich.

Doris Fiala wurde bei den Wahlen vom 21. Oktober 2007 als Nationalrätin in die Bundesversammlung gewählt, bei den Wahlen vom 23. Oktober 2011 wurde sie wiedergewählt. Sie gehört dort der Kommission Wissenschaft, Bildung und Kultur und der Aussenpolitischen Kommission an. Seit Januar 2008 ist sie Schweizer FDP-Abgeordnete in der Parlamentarischen Versammlung des Europarates und Mitglied deren Migrations- und Flüchtlingskommission sowie der ELDR–Fraktion.[2]

Im April 2008 gab sie das Präsidialamt der kantonalen FDP an Beat Walti weiter. Dies als Eingeständnis ihrer persönlichen Niederlage, als die FDP Zürich Ueli Maurer von der SVP erfolglos bei der Ständeratswahl von 2007 unterstützte.[3] Während ihrer Präsidentschaft wurden mehrere kantonale Volksinitiativen lanciert, u. a. «Easy Swiss Tax» mit radikaler Neugestaltung des Steuersystems, die von der FDP-Schweiz als Kernforderung übernommen wurde.[4]

Im Januar 2012 wurde Fiala zur Präsidentin der Aids-Hilfe Schweiz gewählt.[5] Im März 2012 wurde bekannt, dass Fiala bei einem 20 Prozent Pensum einen Lohn von 50'000.- Franken pro Jahr bezieht. Die Höhe des Betrags stiess auf grosse Kritik von verschiedener Seite, unter anderem von der Stiftung Zewo, die das Gütesiegel für Spendenorganisationen vergibt.[6][7] Der Vorstand der Aids-Hilfe Schweiz stellt sich hinter Fiala.[8]

Sie ist verheiratet mit einem Chemieingenieur, sie haben einen Sohn (* 1983) und zwei Töchter (* 1985, 1989).[9] Fiala wohnt in Zürich.

Weblinks

Einzelnachweise

  1. ↑ Doris Fiala wird Präsidentin des KVS. In: kleinreport.ch vom 2. Juli 2008
  2. ↑ Sessionsbericht aus dem Europarat, 2008
  3. ↑ Aufbruch zu neuen Ufern, Fialas Rede bei der ZĂĽrcher FDP, 10. April 2008;  ZĂĽrcher FDP-Präsidentin Doris Fiala tritt zurĂĽck, NZZ, 28. November 2007
  4. ↑ Die FDP steigt mit drei Initiativen in den Wahlkampf, NZZ, 30. Oktober 2006.
  5. ↑ Doris Fiala ist Präsidentin der Aids-Hilfe. In: Die Südostschweiz vom 21. Januar 2012
  6. ↑ Patrick Kühnis: Fiala kassiert 50'000 Franken für Herzensangelegenheit. In: Tages-Anzeiger vom 1. März 2012
  7. ↑ Jvo Cukas: «Frau Fiala muss ihr Engagement zeitlich begrenzen». In: Tages-Anzeiger/Newsnet vom 1. März 2012
  8. ↑ Vorstand der Aids-Hilfe Schweiz stützt Präsidentin Fiala. In: NZZ Online vom 9. März 2012
  9. ↑ Personendaten auf fiala.ch
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