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Doris Leuthard (bürgerlich Doris Leuthard Hausin[1]; * 10. April 1963 in Merenschwand, heimatberechtigt in Sarnen und Merenschwand) ist eine Schweizer Politikerin (CVP). Sie übernahm für das Jahr 2010 das Amt der Bundespräsidentin der Schweizerischen Eidgenossenschaft.
Von 1999 bis 2006 war sie Nationalrätin, von 2004 bis 2006 Parteipräsidentin der CVP. Seit dem 1. August 2006 ist sie Mitglied der Schweizer Regierung, des Bundesrats, und steht dem Eidgenössischen Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) vor. Von 2006 bis 2010 war sie Vorsteherin des Eidgenössischen Volkswirtschaftsdepartements (EVD). 2009 war sie Vizepräsidentin des Bundesrats und 2010 war sie Bundespräsidentin.
Inhaltsverzeichnis |
Doris Leuthard wuchs als ältestes von vier Geschwistern auf. Ihr Vater war viele Jahre Gemeindeschreiber von Merenschwand und sass im Grossen Rat des Kantons Aargau. Nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit in Merenschwand und Muri besuchte sie die Kantonsschule Wohlen. Sie studierte Rechtswissenschaft an der Universität Zürich und machte Studienaufenthalte in Paris und Calgary. 1991 erhielt sie das Rechtsanwaltspatent.
Ihre politische Karriere begann 1993, als sie zur Schulrätin des Bezirks Muri gewählt wurde. 1997 folgte die Wahl in den Grossen Rat des Kantons Aargau. Durch diese Tätigkeiten wurde sie rasch bekannt. 1999 kandidierte sie sowohl für den Nationalrat als auch für den Ständerat. Ihr Wahlkampf sorgte für Aufsehen, da der damalige Parteisekretär der CVP Aargau, Reto Nause, Tausende von Duschmittel-Beuteln mit ihrem Porträt bedrucken und verteilen liess. Die Aargauer Zeitung kreierte die Schlagzeile «Duschen mit Doris», die zum inoffiziellen Wahlkampfspruch wurde.[2] Zwar reichte es nicht für die Wahl zur Ständerätin, doch Leuthard erreichte bei der Wahl in den Nationalrat eines der besten Ergebnisse des gesamten Kantons.
Im Jahr 2000 gab sie ihre Mandate als Schul- und Grossrätin ab und wurde Vizepräsidentin sowohl der Kantonalpartei als auch der CVP Schweiz. Im Nationalrat gehörte sie der Kommission für Wirtschaft und Abgaben an. Nach dem Rücktritt von Parteipräsident Philipp Stähelin leitete Doris Leuthard die Partei interimistisch während einiger Monate. Am 18. September 2004 wurde sie schliesslich zur Parteipräsidentin der CVP gewählt.
Am 14. Juni 2006 wurde Doris Leuthard in einer Einzelkandidatur mit 133 von 234 gültigen Stimmen als Nachfolgerin von Joseph Deiss in den Bundesrat gewählt (siehe Bundesratswahl 2006), ihr Nachfolger im Nationalrat ist Markus Zemp, das Parteipräsidium übernahm Christophe Darbellay.
Am 10. Dezember 2008 wählte die Vereinigte Bundesversammlung Doris Leuthard mit 173 von 198 gültigen Stimmen zur Vizepräsidentin für das Jahr 2009. Am 2. Dezember 2009 wurde Doris Leuthard mit 158 von 183 gültigen Stimmen zur Bundespräsidentin des Jahres 2010 gewählt.[3]
| Vorgänger | Amt | Nachfolger |
| Joseph Deiss | Mitglied im Schweizer Bundesrat seit 2006 |
— |
Alain Berset | Didier Burkhalter | Doris Leuthard | Ueli Maurer (Vizepräsident 2012) | Johann Schneider-Ammann | Simonetta Sommaruga | Eveline Widmer-Schlumpf (Bundespräsidentin 2012)
Wilhelm Matthias Naeff | Josef Munzinger | Jakob Dubs | Jean-Jacques Challet-Venel | Eugène Borel | Joachim Heer | Johann Jakob Scherer | Karl Schenk | Emil Welti | Simeon Bavier | Adolf Deucher | Josef Zemp | Robert Comtesse | Ludwig Forrer | Louis Perrier | Robert Haab | Marcel Pilet-Golaz | Enrico Celio | Josef Escher | Giuseppe Lepori | Willy Spühler | Rudolf Gnägi | Roger Bonvin | Willi Ritschard | Leon Schlumpf | Adolf Ogi | Moritz Leuenberger | Doris Leuthard
Friedrich Frey-Herosé | Wilhelm Matthias Naeff | Josef Munzinger | Constant Fornerod | Josef Martin Knüsel | Johann Jakob Scherer | Karl Schenk | Joachim Heer | Numa Droz | Louis Ruchonnet | Adolf Deucher | Adrien Lachenal | Ludwig Forrer | Josef Anton Schobinger | Edmund Schulthess | Hermann Obrecht | Walther Stampfli | Rodolphe Rubattel | Thomas Holenstein | Friedrich Traugott Wahlen | Hans Schaffner | Ernst Brugger | Fritz Honegger | Kurt Furgler | Jean-Pascal Delamuraz | Pascal Couchepin | Joseph Deiss | Doris Leuthard | Johann Schneider-Ammann
Adalbert Wirz | Eugène Deschenaux | Josef Räber | Ernst Perrier | Eduard Guntli | Raymond Evéquoz | Emil Nietlispach | Pierre Aeby | Josef Escher | Max Rohr | Jean Bourgknecht | Ettore Tenchio | Franz-Josef Kurmann | Hans Wyer | Flavio Cotti | Eva Segmüller | Carlo Schmid | Anton Cottier | Adalbert Durrer | Philipp Stähelin | Doris Leuthard | Christophe Darbellay
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Leuthard, Doris |
| KURZBESCHREIBUNG | Schweizer Politikerin (CVP) |
| GEBURTSDATUM | 10. April 1963 |
| GEBURTSORT | Merenschwand |