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| Douai | ||
|---|---|---|
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| Region | Nord-Pas-de-Calais | |
| Département | Nord | |
| Arrondissement | Douai | |
| Kanton | Hauptort von 4 Kantonen | |
| Gemeindeverband | Communauté d’agglomération du Douaisis | |
| Koordinaten | 50° 22′ N, 3° 5′ O50.37083333333.0791666666725Koordinaten: 50° 22′ N, 3° 5′ O | |
| Höhe | 25 m (16–38 m) | |
| Fläche | 16,88 km² | |
| Einwohner | 42.461 (1. Jan. 2009) | |
| Bevölkerungsdichte | 2.515 Einw./km² | |
| Postleitzahl | 59500 | |
| INSEE-Code | 59178 | |
| Website | www.ville-douai.fr | |
Douai [dwɛ] (niederl. Dowaai, ältere Form Douay, lat. Duacum) ist eine nordfranzösische Stadt mit 42.461 Einwohnern (Stand 1. Januar 2009) im Département Nord der Region Nord-Pas-de-Calais und ist Sitz einer Unterpräfektur.
Inhaltsverzeichnis |
Die Stadt liegt am Fluss Scarpe, 200 km von Paris entfernt, 40 km südlich von Lille und 25 km von Arras.
Douai entstand auf dem Gebiet einer römischen Festung.
Seit 1369 gehörte es zur Grafschaft Flandern, die ihrerseits zum Königreich Frankreich gehörte. 1384 wurde Flandern und mit ihm Douai durch Heirat Teil der Territorien Herzog Philipps des Kühnen von Burgund, die 1477 wiederum durch Heirat größtenteils zum Herrschaftsgebiet von Kaiser Maximilian kamen, d.h. zum sog. burgundischen Kreis des Deutschen Reiches. Als dieser nach dem Tod von Kaiser Karl V. an die spanische Krone ging, wurde Douai mit Flandern ein Teil der spanischen Niederlande. Nachdem Flandern 1672 im sog. Devolutionskrieg von Ludwig XIV. erobert wurde, gehört die Stadt zu Frankreich.
1562 wurde eine Universität in Douai gegründet, zu deren Studenten unter anderem der spätere Präsident des Reichskammergerichts Moritz von Büren gehörte. Sie wurde 1887 nach Lille verlegt.
Im Ersten und Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt stark bombardiert. 1990 wurde das letzte verbliebene Bergwerk geschlossen.
Die Stadt liegt im nordfranzösischen Kohlebecken und lebte lange vom Steinkohlebergbau, von der Metall- und Fahrzeugindustrie. Douai ist ein Zentrum der chemischen Industrie. Außerdem befindet sich in Douai ein Werk der Automarke Renault. Hier werden die Modelle Mégane und Scénic produziert; 2009 stellten 4.900 Mitarbeiter rund 165.000 Autos her.[1]
Seit 1846 hat Douai einen Bahnhof auf der Strecke von der Hauptstadt nach Lille. Heute ist Douai durch den TGV direkt mit Paris verbunden; die Fahrzeit beträgt rund 75 Minuten. Die elektrische Straßenbahn Douai verkehrte von 1898 bis 1950.
Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Douai
Wahrzeichen der Stadt ist der Belfried, ein 1380 erbauter Turm, der zunächst als Wachtturm diente. Seit 2005 gehört er zum UNESCO-Welterbe Belfriede in Frankreich. In seinem Innern befindet sich seit 1391 ein Glockenspiel das heute mit 62 Glocken eines der größten Europas ist.
Das frühere Kartäuserkloster aus dem 16. Jahrhundert diente während der Französischen Revolution militärischen Zwecken und wurde im Zweiten Weltkrieg während der Bombardierung der Stadt beschädigt. Seit 1958 ist hier das Kunstmuseum Musée de la Chartreuse untergebracht.
Die Fêtes de Gayant, jährlich Anfang Juli (Wochenende nach dem 5. Juli) stattfindende Umzüge mit Figuren von Riesen, die bis über acht Meter hoch sind, wurden 2005 von der UNESCO als Teil der Umzüge der Riesen und Drachen in Belgien und Frankreich in die Liste der Meisterwerke des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit aufgenommen.
Seit 1878 hat Douai eine Hochschule für Ingenieure, die École des mines.
Douai ist verschwistert mit