Die Drei Prinzipien des Volkes (chinesisch 三民主義 sānmínzhǔyì) wurden vom Begründer der Republik China, Sun Yat-sen, im Jahre 1912 formuliert.
Sie lauten:
- 民族主義 mínzúzhǔyì („Nationalismus“)
- 民權主義 mínquánzhǔyì („Demokratie“)
- 民生主義 mínshēngzhǔyì („Volkswohl“)[1]
Er propagierte diese Prinzipien zum ersten Mal in einer Rede, die er am 16. Juni 1924 anlässlich der Eröffnungszeremonie der Whampoa-Militärakademie hielt. Ein Teil des Textes diente der Kuomintang als Vorlage für ein Parteilied, bevor daraus die Nationalhymne der Republik China wurde.
Literatur
- Thomas Weyrauch: Chinas unbeachtete Republik. 100 Jahre im Schatten der Weltgeschichte. Band 1: 1911–1949. Longtai, Giessen (i. e.) Heuchelheim 2009, ISBN 978-3-938946-14-5.
Einzelnachweise
- ↑ Kwan Kim-Gaul: Drachenthron und blaue Ameisen. Limes Verlag, Wiesbaden 1965. Übersetzung der Termini nach Mechthild Leutner (Hg.), Andreas Steen: Deutsch-chinesische Beziehungen 1911–1927. Vom Kolonialismus zur „Gleichberechtigung“. Berlin: Akademie Verlag, 2006, S. 269; Bernd Martin, Susanne Kuss: Deutsch-chinesische Beziehungen 1928–1937: „Gleiche“ Partner unter „ungleichen“ Bedingungen. Berlin: Akademie Verlag, 2003, S. 383; Thomas Heberer, Claudia Derichs (Hg.): Einführung in die politischen Systeme Ostasiens. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften, ²2008, S. 24 und 422; vgl. Horst-Dieter Gasde u.a.: Chinesisch-deutsches Wörterbuch. Berlin: Akademie-Verlag, 1985, S. 679f.; Xīn Hàn–Dé cídiǎn 《新汉德词典》 / Das neue chinesisch-deutsche Wörterbuch. Beijing, Shāngwù yìnshūguǎn 商务印书馆, 1985, S. 565.