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Drobeta Turnu Severin

Drobeta Turnu Severin
Szörényvár
Wappen von Drobeta Turnu Severin
Drobeta Turnu Severin (Rumänien)
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Basisdaten
Staat: Rumänien
Historische Region: Kleine Walachei
Kreis: Mehedinți
Koordinaten: 44° 38′ N, 22° 40′ O44.631111111122.66550Koordinaten: 44° 37′ 52″ N, 22° 39′ 54″ O
Zeitzone: OEZ (UTC+2)
Höhe: 50 m
Fläche: 68,24 km²
Einwohner: 107.882 (1. Juli 2007)
Bevölkerungsdichte: 1.581 Einwohner je km²
Postleitzahl: 220xxx
Telefonvorwahl: (+40) 02 52
Kfz-Kennzeichen: MH
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Gemeindeart: Munizipium
Bürgermeister: Constantin Gherghe (PD-L)
Postanschrift: Str. Mareșal Averescu, nr. 2
loc. Drobeta Turnu Severin, jud. Mehedinți, RO-220131
Webpräsenz:

Drobeta Turnu Severin (ung. Szörényvár), kurz Turnu Severin (deutsch „Turm Severin“; früher nur Severin), ist eine Stadt in Rumänien und liegt im Kreis Mehedinți. Die Stadt erhielt 1972 den Namenszusatz „Drobeta“, der an die Existenz der römischen Stadt Drobeta an dieser Stelle erinnern soll.

Inhaltsverzeichnis

Bevölkerung und Lage

Sie hatte im Jahr 2007 ungefähr 108.000 Einwohner.

Sehenswürdigkeiten

Zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten gehören die von einem der bedeutendsten römischen Architekten Apollodor von Damaskus in den Jahren 102 bis 105 erbaute Trajansbrücke, die Ruinen des dazugehörigen Militärlagers, die Grundmauern der mittelalterlichen katholischen St. Severin-Kathedrale, das Muzeul de Artă Drobeta Turnu Severin und das Museum Portile de Fier (dt.: Eisernes Tor).

Geschichte

Turnu Severin war eine mittelalterliche Kolonie, unter der Jurisdiktion des ungarischen Erzbistums Kalocsa.[1] Die Kolonie Turnu stand unter dem Patronat des Heiligen Severin von Noricum. Aus dem Jahr 1246 ist ein Bischof Gregorius von Severin erwähnt, der als erster der insgesamt zwölf Bischöfe des mittelalterlichen katholischen Bistums Severin gilt. Der rumänische Historiker Nicolae Iorga hat die Gründung des Bistums Severin auf 1238 datiert.[2]

Anderen Deutungen zufolge ist Turnu Severin eine romanisch-slawische Mischkonstruktion für „nördlicher Turm“.

Turnu Severin war im Mittelalter namensgebendes Verwaltungszentrum des ungarischen Banats von Severin („Kleine Walachei“ oder „Oltenien“), ehe es etwa 1330 an die Walachei fiel (vgl. Komitat Krassó-Szörény).

Im Sommer 1940 fanden im Ort Verhandlungen zwischen Ungarn und Rumänien um die Grenzfrage in Nordsiebenbürgen statt, ihr Scheitern endete im Zweiten Wiener Schiedsspruch.

Literatur

Deutsche Literatur über Turnu Severin im 19. Jahrhundert:

  • Aus fünf Jahrzehnten. Geschichte der Deutsch-Evangelischen Gemeinde Turn-Severin 1861–1911. Tip. E.J. Knoll, Turnu-Severin, 1911 in Evangelisches Zentralarchiv in Berlin (ZA 5091/107), Signatur: EZA Bibl. 81/154 in „Echo der Vortragsreihe“, Nummer 12/2007, Reschitz 2007.
  • Zentralarchiv der Evangelischen Kirche A.B. in Rumänien. Kultur- und Begegnungszentrum „Friedrich Teutsch“, Hermannstadt, Abtl. Kirchengemeinden, Bestand 179, Turn-Severin.
  • Constantin Dănescu: Șantierul Naval din Turnu Severin, Band 1, (1851–1950), Prier-Verlag, Turn-Severin 2004.
  • Karl Kurt Klein: Urkunden zur Geschichte evangelisch deutscher Diasporagemeinden im 19. Jahrhundert. Krafft & Drotleff, Hermannstadt 1927.
  • Julius Hering: Annalen der römisch-katholischen Pfarrei von Turn-Severin. In Echo der Vortragsreihe, Nummer 12/2006, Reschitz 2006.
  • Louie, de Bie: Die Römisch-Katholische Gemeinde zu Turn-Severin, ist sie oder nicht unabhängig? Tip. E.J. Knoll, Turnu-Severin 1889.

Persönlichkeiten, die in Turnu Severin geboren sind

Einzelnachweise

  1. ↑ http://www.drobetaturnuseverin.net/episcopia-catolica-severinului
  2. ↑ Nicolae Iorga: Istoria Bisericii Românești și a vieții religioase a Românilor, vol. I-iu, Vălenii de Munte 1908, 16.

Siehe auch

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