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EHF Champions League

Das Logo der EHF Champions League

Die Champions League ist der höchste Europapokal-Wettbewerb fĂŒr Handball-Vereinsmannschaften. Sie wird von der EuropĂ€ischen Handballföderation (EHF) ausgerichtet. Die Sieger der EHF Champions League können sich aufgrund des niedrigen Stellenwerts der Vereinseuropameisterschaft auch als beste Vereinsmannschaft Europas bzw. der Welt bezeichnen. Auch die IHF-Vereinsweltmeisterschaft wird von den großen Vereinen kaum beachtet und daher von ihnen nur mit Jugendmannschaften bzw. gar nicht besucht.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Sieger des Europapokals der Landesmeister
Saison Herren Damen
1956/57 Stadtauswahl von Prag –
1957/58 − –
1958/59 Redbergslids IK Göteborg –
1959/60 Frisch Auf Göppingen –
1960/61 – Știința Bukarest
1961/62 Frisch Auf Göppingen Sparta Prag HC
1962/63 Dukla Prag Trud Moskau
1963/64 – Rapid Bukarest
1964/65 Dinamo Bukarest HG Kopenhagen
1965/66 SC DHfK Leipzig SC Leipzig
1966/67 VfL Gummersbach Ćœalgiris Kaunas
1967/68 Steaua Bukarest Ćœalgiris Kaunas
1968/69 – Ćœalgiris Kaunas
1969/70 VfL Gummersbach Spartak Kiew
1970/71 VfL Gummersbach Spartak Kiew
1971/72 Partizan Bjelovar Spartak Kiew
1972/73 MAI Moskau Spartak Kiew
1973/74 VfL Gummersbach SC Leipzig
1974/75 ASK VorwÀrts Frankfurt Spartak Kiew
1975/76 RK Borac Banja Luka Radnički Belgrad
1976/77 Steaua Bukarest Spartak Kiew
1977/78 SC Magdeburg TSC Berlin
1978/79 TV Großwallstadt Spartak Kiew
1979/80 TV Großwallstadt Radnički Belgrad
1980/81 SC Magdeburg Spartak Kiew
1981/82 Honvéd Budapest Vasas Budapest
1982/83 VfL Gummersbach Spartak Kiew
1983/84 Dukla Prag Radnički Belgrad
1984/85 Metaloplastika Ć abac Spartak Kiew
1985/86 Metaloplastika Ć abac Spartak Kiew
1986/87 SKA Minsk Spartak Kiew
1987/88 ZSKA Moskau Spartak Kiew
1988/89 SKA Minsk Hypo Niederösterreich
1989/90 SKA Minsk Hypo Niederösterreich
1990/91 FC Barcelona TV LĂŒtzellinden
1991/92 RK Zagreb Hypo Niederösterreich
1992/93 RK Zagreb Hypo Niederösterreich
Sieger der Champions League
1993/94 CB Cantabria Santander Hypo Niederösterreich
1994/95 Bidasoa IrĂșn Hypo Niederösterreich
1995/96 FC Barcelona ĆœRK Podravka Koprivnica
1996/97 FC Barcelona Mar Valencia
1997/98 FC Barcelona Hypo Niederösterreich
1998/99 FC Barcelona Dunaferr SE
1999/00 FC Barcelona Hypo Niederösterreich
2000/01 SDC San Antonio Krim Ljubljana
2001/02 SC Magdeburg Kometal Skopje
2002/03 Montpellier HB Krim Ljubljana
2003/04 RK Celje Slagelse FH
2004/05 FC Barcelona Slagelse FH
2005/06 BM Ciudad Real Viborg HK
2006/07 THW Kiel Slagelse DT
2007/08 BM Ciudad Real Swesda Swenigorod
2008/09 BM Ciudad Real Viborg HK
2009/10 THW Kiel Viborg HK
2010/11 FC Barcelona Larvik HK

MĂ€nner

Im Jahre 1957 wurde der Europapokal der Landesmeister im Handball erstmals ausgetragen. Im ersten Jahr nahmen nur Auswahlen einzelner StÀdte an dem Wettbewerb teil, nicht aber einzelne Vereinsmannschaften. Seit der zweiten Austragung im Jahr 1959 nehmen an dem Wettbewerb nur noch Vereinsmannschaften teil. Den ersten Titel gewann die Stadtauswahl der tschechoslowakischen Hauptstadt Prag.

Eine jÀhrliche Austragung fand bis Mitte der 60er Jahre nicht statt. 1958, 1961 und 1964 wurde der Wettbewerb ausgesetzt, da in diesen Jahren eine Handball-Weltmeisterschaft ausgespielt wurde. 1969 wurde der Wettbewerb abgesagt, da etliche Mannschaften gegen die Besetzung der Tschechoslowakei protestierten. Seit 1970 wird der Wettbewerb bei den MÀnnern jÀhrlich ausgetragen.

Bis zum Beginn der 80er Jahre dominierten vorrangig deutsche Mannschaften den Pokalwettbewerb. Dabei konnten sowohl Vereine aus der DDR als auch aus der BR Deutschland die höchste TrophĂ€e im europĂ€ischen Vereinshandball gewinnen. 1970 und 1979 kam es dabei zu „deutsch-deutschen“ Finalbegegnungen. Der VfL Gummersbach avancierte in dieser Zeit mit fĂŒnf Titelgewinnen zum erfolgreichsten Verein in diesem Wettbewerb.

Ab Mitte der 80er Jahre prĂ€gten vor allem Mannschaften aus osteuropĂ€ischen LĂ€ndern, wie der UdSSR oder Jugoslawien, den Wettbewerb. 1994 erfolgte die Umbenennung von Europapokal der Landesmeister in EHF Champions League. Ab diesem Zeitpunkt begann auch die Vormachtstellung der spanischen Mannschaften, welche von 1994 bis 2001 in allen acht Europapokalwettbewerben triumphieren konnten. Allein der FC Barcelona konnte sich neben 1991 die TrophĂ€e von 1996 bis 2000 fĂŒnfmal in Folge sichern und löste mit insgesamt sechs Triumphen den VfL Gummersbach als Rekordsieger in diesem Wettbewerb ab. 2011 gewannen die Katalanen ihren achten Titel.

Die meisten Titel als Einzelspieler hat Andrei Xepkin gewonnen. Insgesamt sieben Mal war er zwischen 1996 und 2007 Champions-League-Sieger.

Frauen

Die Austragung des Europapokals der Landesmeister fĂŒr Frauen erfolgte erstmals 1961 und wird seitdem jĂ€hrlich ausgetragen.

Anfang der siebziger Jahre begann dabei die Vormachtstellung der sowjetischen Mannschaft von Spartak Kiew, welche insgesamt 20 Jahre andauern sollte. Dabei stand Spartak 15 Mal im Endspiel, wobei sie 13 Mal als Sieger das Parkett verließen. 1989 verloren die Frauen aus Kiew ihr bislang letztes Finale gegen den österreichischen Vertreter Hypo Niederösterreich, ĂŒber den sie die beiden Jahre zuvor noch triumphieren konnten.

Die Niederlage von Spartak Kiew gegen die Mannschaft aus Österreich lĂ€utete gleichzeitig eine Wachablösung im europĂ€ischen Vereinshandball ein. WĂ€hrend der Stern der sowjetischen Mannschaften zu erlöschen begann, konnten die Damen aus dem österreichischen Maria Enzersdorf in den folgenden neun Wettbewerben bis zum Jahr 2000 jedes Mal das Halbfinale erreichen â€“ und bis auf 1997 und 1999 auch das Finale. Mit insgesamt acht Pokaltriumphen prĂ€gte dabei Hypo Niederösterreich in den neunziger Jahren diesen Europapokalwettbewerb ebenso deutlich, wie es Spartak Kiew in den Jahren zuvor getan hatte.

Obwohl in der letzten Zeit vor allem dĂ€nische Mannschaften die EHF Champions League fĂŒr sich entscheiden konnten, besitzen heutzutage soviele Mannschaften wie noch nie das Potential, den höchsten der europĂ€ischen Vereinswettbewerbe gewinnen zu können.

Vermarktung

Die Umbenennung 1994 in EHF Champions League erfolgte hauptsĂ€chlich aus wirtschaftlichen und MarketinggrĂŒnden. Alle Werbe-, Marken- und Medienrechte der Champions League ĂŒbertrug die EHF 2008 an ihre Tochterfirma, die EHF Marketing GmbH, die diese Rechte an Dritte vergibt bzw. verkauft.

Im Vorfeld der Saison 2006/2007 schloss die EHF einen Fernsehvertrag mit dem europĂ€ischen Spartensender Eurosport ab. Der Vertrag enthĂ€lt die Übertragungsrechte an allen Spielen der EHF Champions League, die auch an Dritte weiterverkauft werden können. Die Produktion der Fernsehbilder der Europapokalspiele ĂŒbernimmt die EHF selbst. Damit ist eine geregelte, regelmĂ€ĂŸige Live-Übertragung der Champions-League-Spiele fĂŒr drei Jahre gesichert. Die Spiele werden sowohl auf Eurosport 1 (frei empfangbar) als auch auf Eurosport 2 (Bezahlfernsehen) ĂŒbertragen. Bisher wurden in Deutschland nur vereinzelt Spiele in den dritten Programmen ĂŒbertragen.

Durch die EinfĂŒhrung einer zweiten Gruppenphase zur Saison 2007/08 erhoffen sich die EHF und die Handballvereine zum einen eine höhere AttraktivitĂ€t der Champions League, zum anderen auch eine höhere Planungssicherheit fĂŒr die Vereine durch mehr garantierte Spiele und damit auch höhere Fernseh- und Zuschauereinnahmen. Die Zuschauereinnahmen aus ihren Heimspielen können die Vereine mit Heimrecht komplett behalten, anders als bei anderen Pokalspielen, bei denen die Zuschauereinnahmen zwischen beiden Vereinen 50:50 aufgeteilt werden.

Bei allen Spielen, von der ersten Gruppenphase bis zum Finale, wird auf einem einheitlichen Boden der französischen Firma Gerflor gespielt. Diese können sich die teilnehmenden Vereine kaufen oder von der EHF fĂŒr Heimspiele ausleihen.

Auch der Ball ist bei allen Spielen gleich. Es handelt sich um einen Handball der Marke adidas.

Namensrechte

Die EHF Marketing GmbH vergab im September 2010 die Namensrechte an der EHF Champions League der MĂ€nner fĂŒr drei Jahre an die Velux Gruppe; ab Beginn der Gruppenphase wird der Wettbewerb daher VELUX EHF Men’s Champions League heißen. Das Finale der letzten vier Mannschaften im Mai 2011 in Köln wird unter dem Namen VELUX EHF FINAL4 ausgetragen[1].

WerbeflÀchen

Die EHF hat die Agentur Sportfive mit der Vermarktung der WerbeflÀchen beauftragt.

Auf dem Spielfeld sind maximal zehn WerbeflĂ€chen erlaubt. In der ersten Gruppenphase werden von der Agentur lediglich die WerbeflĂ€chen in den SechsmeterrĂ€umen und zwei Banden an der LĂ€ngsseite vergeben. Weitere sechs BodenwerbeflĂ€chen und die restlichen Werbebanden stehen den Heimvereinen zur freien Vermarktung zur VerfĂŒgung. Sie dĂŒrfen jedoch keine WerbeflĂ€chen an Firmen vermitteln, die in Konkurrenz zu den Premiumsponsoren der EHF stehen.

Ab der zweiten Gruppenphase werden alle WerbeflĂ€chen zentral vermarktet. Es gibt sechs Sponsorenpakete, die an Unternehmen (z.B. Intersport, Interwetten) vergeben werden. Ein Sponsorernpaket verbleibt bei den Vereinen zur Weitergabe an eigene Sponsoren. Alle anderen WerbeflĂ€chen mĂŒssen abgeklebt werden.

Modus

An dem Wettbewerb nehmen derzeit (Stand zur Saison 2008/09) in der Regel 40 Mannschaften teil, von denen 24 fĂŒr die erste Gruppenphase gesetzt werden. Weitere 16 Teams spielen eine Qualifikationsrunde im K.-o.-System, aus der sich die acht Sieger ebenfalls fĂŒr die erste Gruppenphase qualifizieren. Die acht Verlierer nehmen an der zweiten Runde des EHF-Pokals teil. Seit EinfĂŒhrung des Champions League-Systems wurde der Modus mehrmals grundlegend reformiert.

1993 bis 2003

Von 1993 bis 2003 nahmen 32 Mannschaften an dem Wettbewerb teil. Dieses waren die Landesmeister der besten 31 LĂ€nder der EHF-LĂ€nderrangliste sowie der jeweilige Titelverteidiger. In mehrere K.-o.-Runden war eine Gruppenphase eingebettet.

Von der Saison 1993/94 bis zur Spielzeit 1995/96 wurde nach dem Achtelfinale eine Gruppenphase mit zwei Vierergruppen gespielt, deren Sieger das anschließend Endspiel bestritten. Ab 1996/97 bis einschließlich der Saison 1999/2000 erfolgte nach zwei K.-o.-Runde eine Gruppenphase mit vier Gruppen zu je vier Mannschaften anstelle eines Achtelfinales. Die jeweils beiden Gruppenbesten zogen in das Viertelfinale ein, ab dem es wieder im K.-o.-System weiterging.

In der Saison 2000/2001 wurden erstmals die Vertreter der besten sieben LĂ€nder der EHF-LĂ€nderrangliste (eine 3-Jahres-Wertung) sowie der Titelverteidiger fĂŒr die Gruppenphase gesetzt, so dass an den vorherigen Runden weniger Teams teilnahmen als zuvor. Gespielt wurden weiterhin vier Gruppen zu je vier Mannschaften, aus denen sich jeweils zwei Mannschaften fĂŒr das Viertelfinale qualifizierten.

2003 bis 2008

Seit der Saison 2003/04 nehmen 40 Mannschaften an der Champions League teil, davon unterschiedlich viele Mannschaften aus den 31 bestplatzierten LĂ€ndern der EHF-LĂ€nderrangliste (unter Ausnahme von Montenegro). Die Anzahl der Vereine, die ein Land melden darf, richtet sich nach seiner Platzierung in der Rangliste. Die beiden LĂ€nder auf den ersten beiden PlĂ€tzen dĂŒrfen drei Mannschaften, die vier nĂ€chstbesten LĂ€nder jeweils zwei Mannschaften melden. Den folgenden 25 LĂ€ndern steht ein Platz in der Champions League zu. Der Titelverteidiger wird dem Kontingent seines Landes hinzugerechnet und ist in jedem Fall fĂŒr die Gruppenphase der kommenden Spielzeit startberechtigt.

Nach der eingangs erwĂ€hnten Qualifikationsrunde findet eine Gruppenphase mit acht Gruppen ĂĄ vier Mannschaften statt, aus denen die beiden besten Mannschaften sich fĂŒr die nĂ€chste Runde qualifizieren. Die Gruppendritten sind fĂŒr die vierte Runde des Europapokals der Pokalsieger startberechtigt, die Gruppenvierten scheiden aus. Bis zur Saison 2006/07 folgte auf diese Gruppenphase das Achtelfinale der K.-o.-Runde mit Hin- und RĂŒckspiel.

Seit der Saison 2007/08 findet an Stelle der Achtel- und Viertelfinalspiele eine zweite Gruppenphase statt, in der vier Gruppen zu je vier Mannschaften gebildet werden, deren Gruppensieger sich fĂŒr das anschließende Halbfinale qualifizieren, das genau wie das Endspiel mit Hin- und RĂŒckspiel gespielt wird.

Anfangs plante die EHF ein Final-Four-Turnier, da dies aber an einem neutralen Ort stattfinden sollte, wurde dieses Vorhaben auf Druck der europĂ€ischen Topteams nicht durchgesetzt. Die Vereine befĂŒrchteten hohe Zuschauer- und damit Einnahmeeinbußen.

Auch bei den Frauen wurde die EinfĂŒhrung einer zweiten Gruppenphase beschlossen. Ab 2007 schließt sich nach der ersten Gruppenphase mit vier Gruppen Ă  vier Klubs eine zweite mit zwei Gruppen Ă  vier Mannschaften an. Die Halbfinale und das Finale werden im K.-o.-System mit Hin- und RĂŒckspiel gespielt. Damit soll eine Harmonie zwischen MĂ€nner- und Frauenwettbewerb geschaffen werden.

Saison 2008/2009

Zur Saison 2008/2009 wurde der Modus der EHF Champions League nochmals ĂŒberarbeitet.

Es waren weiterhin 40 Mannschaften teilnahmeberechtigt von denen 24 direkt fĂŒr die erste Gruppenphase qualifiziert waren. Die verbleibenden 16 Mannschaften spielten in einer Qualifikationsrunde im K.-o.-System die restlichen acht StartplĂ€tze aus. Die unterlegenen acht Mannschaften nahmen an der zweiten Runde des EHF-Cup teil.

Gruppenphase

Die 32 qualifizierten Mannschaften spielten in acht Vierergruppen die Gruppenphase im Modus „Jeder gegen Jeden“ mit Hin- und RĂŒckspiel. Die Ersten und Zweiten aus jeder Gruppe qualifizierten sich fĂŒr die Hauptrunde und wurden in die gleichen Hauptrundengruppen gesetzt. Die Dritten der Gruppenphase nahmen an der vierten Runde des Europapokals der Pokalsieger teil, die Viertplatzierten schieden aus.

Hauptrunde

In der Hauptrunde wurde in vier Vierergruppen nach dem gleichen Modus wie in der ersten Gruppenphase gespielt. Allerdings spielten Mannschaften, die bereits in der Gruppenphase gegeneinander gespielt haben, nicht noch einmal gegeneinander. Hier wurden die Ergebnisse aus der Gruppenphase ĂŒbernommen und entsprechend gewertet. FĂŒr die nĂ€chste Runde qualifizierten sich die Gruppenersten und Gruppenzweiten.

K.-o.-Runde

Die acht qualifizierten Mannschaften aus der Hauptrunde ermittelten in Viertelfinale, Halbfinale und Finale den Champions-League-Sieger. Es wurde im K.-o.-System mit Hin- und RĂŒckspiel gespielt.

Seit der Saison 2009/2010

Die Qualifikation wird in Dreier- oder Vierergruppen gespielt. Zudem gibt es eine Wildcard Gruppe, dort nehmen vier Teams teil die nach Meinung der EHF das Spielniveau der Champions League erhöhen sollen. Der Gruppenerste jeder Gruppe qualifiziert sich fĂŒr die Gruppenphase. Die Ausscheidenden Teams nehmen je nach Platzierung an der 2. oder 3. Runde im EHF-Pokal teil.

Die Anzahl der am Wettbewerb teilnehmenden Mannschaften in der Gruppenphase wurde von 32 auf 24 reduziert. In der Gruppenphase spielen die Mannschaften in vier Gruppen zu je sechs Mannschaften. Jede Mannschaft spielt gegen jeden seiner Gruppengegner ein AuswÀrts- und ein Heimspiel, sodass jedes Team zehn Spiele zu bestreiten hat. Die besten vier Mannschaften einer Gruppe kommen ins Achtelfinale, die Zwischenrunde wurde somit wieder abgeschafft.

Ab dem Achtelfinale wird in Hin- und RĂŒckspiel nach dem K.-o.-Prinzip gespielt. Das Halbfinale und Finale wird in einem Final-Four-Turnier ausgespielt, in diesen beiden Runden wird die Entscheidung somit in einem einzigen Spiel gefĂ€llt. Das Final Four wird jedes Jahr neu ausgeschrieben, somit haben verschiedene Hallenanbieter die Möglichkeit das Event in ihre Arena zu holen. Die SpielstĂ€tte des Final Four ist seit der Saison 2009/10 die Lanxess Arena in Köln.[2] Am 14. November 2011 gab die EHF bekannt, dass das Final Four bis 2014 in der Lanxess Arena in Köln stattfinden wird.[3]

Entscheidung bei Punktgleichheit

Wenn nach Beendigung aller Gruppenspiele in der Vorrunde oder Hauptrunde zwei oder mehrere Mannschaften punktgleich sind, werden nach einer bestimmten Reihenfolge die endgĂŒltigen Platzierungen bestimmt. Zuerst wird der direkte Vergleich der punktgleichen Mannschaften gegeneinander einbezogen. Die Mannschaft, die die meisten Punkte im direkten Vergleich erreicht hat, wird die höchste Position erhalten. Sollte auch hier Punktgleichheit bestehen, entscheidet die beste Tordifferenz und, sollte auch dies bei mehreren Mannschaften gleich sein, die Anzahl der insgesamt im direkten Vergleich geworfenen Tore, welche Mannschaft welche Position erhĂ€lt. Erst wenn auch die Parameter des direkten Vergleichs keine Entscheidung bringen, wird die Tordifferenz aller Spiele gegen die Gruppengegner und dann die Anzahl der geworfenen Tore in den Gruppenspielen zur Entscheidungsfindung hinzugezogen. FĂŒr die Hauptrunde ist es möglich, dass die Platzierung in der Vorrunde oder die Anzahl der Punkte, die in der Vorrunde erreicht wurden, entscheidend ist.

FĂŒr den Fall, dass immer noch keine Entscheidung gefunden ist, wird von der EHF ein Losentscheid angesetzt.

PrÀmien

Der THW Kiel erhielt als Champions League Sieger 2007 ein Gesamtpreisgeld von 515.000 Euro. Die Reform der Champions League zur Saison 2007/2008 enthielt auch eine neue Preisgeldregelung. Bisher wurden nur fĂŒr das Weiterkommen Preisgelder ausgeschĂŒttet, ab der Saison 2007/2008 werden ab der zweiten Gruppenphase erstmals PunkteprĂ€mien ausgeschĂŒttet. Damit soll verhindert werden, dass bereits ausgeschiedene Mannschaften mit einem B-Team antreten. Auch die Gesamthöhe der ausgeschĂŒtteten Preisgelder wurde nochmals erhöht. So kann der Sieger 2008 insgesamt 100.000 Euro mehr einnehmen als in den Jahren zuvor.

Die Preisgelder werden folgendermaßen verteilt:

Runde Preisgeld fĂŒr das Erreichen PrĂ€mie fĂŒr ein Unentschieden PrĂ€mie fĂŒr einen Sieg
erste Gruppenphase 15.000 Euro — —
zweite Gruppenphase 15.000 Euro 7.500 Euro 15.000 Euro
Viertelfinale 20.000 Euro 10.000 Euro 20.000 Euro
Halbfinale 40.000 Euro 15.000 Euro 30.000 Euro
Finale 45.000 Euro 20.000 Euro 40.000 Euro
Sieg 150.000 Euro — —

Wenn der Champions-League-Sieger alle Spiele ab der zweiten Gruppenphase gewinnen sollte, ergibt sich folgende AufschlĂŒsselung:

  • 15.000 Euro aus der ersten Gruppenphase
  • 75.000 Euro aus der zweiten Gruppenphase (15.000 + 60.000 PunkteprĂ€mie)
  • 60.000 Euro aus dem Viertelfinale (20.000 + 10.000 pro Punkt)
  • 100.000 Euro aus dem Halbfinale
  • 125.000 Euro aus dem Finale
  • 150.000 Euro fĂŒr den Sieg

Pokal

Der ehemalige Pokal der EHF Champions League.

Der Pokal der EHF Champions League ist ein Wanderpokal. Die Siegermannschaft darf ihn fĂŒr ein Jahr behalten, muss ihn aber vor den Finalspielen der Folgesaison wieder an die EHF abgeben. Im Gegenzug dazu erhĂ€lt der Verein eine Replikation des Pokals. Gewinnt eine Mannschaft die Champions League fĂŒnfmal oder dreimal in Folge, darf sie den Pokal behalten.

Teilnehmer

Die Anzahl der Teilnehmer, die eine Nation in der EHF Champions League stellen darf, ergibt sich aus der EHF-Rangliste. Je besser die Nation platziert ist, desto mehr Mannschaften sind fĂŒr die Champions League startberechtigt.

  • 1 Startplatz erhĂ€lt der Titelverteidiger
  • jeweils 3 StartplĂ€tze erhalten die beiden erstplatzierten VerbĂ€nde (insgesamt 6 StartplĂ€tze)
  • jeweils 2 StartplĂ€tze erhalten die VerbĂ€nde der PlĂ€tze 3–6 (insgesamt 8 StartplĂ€tze)
  • jeweils 1 Startplatz erhalten die VerbĂ€nde der PlĂ€tze 7–15 (insgesamt 9 StartplĂ€tze)
  • jeweils 1 Startplatz erhalten die Sieger der Qualifikationsrunden, an denen jeweils eine Mannschaft aus den VerbĂ€nden der PlĂ€tze 16–31 teilnehmen (insgesamt 8 StartplĂ€tze)
  • ab Position 32 erhalten die VerbĂ€nde keinen Startplatz in der Champions League

Erfolgreichste Teams

FĂŒr eine Liste der erfolgreichsten Vereinsmannschaften der Damen und Herren siehe Liste der Endspiele der EHF Champions League.

Championsleague-Siege nach Nationen (Herren)

Rang Nation letzter Titel Titel
1. DeutschlandDeutschland Deutschland (auch als Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) 2009/10 16
2. SpanienSpanien Spanien 2010/11 14
3. RumĂ€nien 1965RumĂ€nien RumĂ€nien 1976/77 03
TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 1983/84 03
WeissrusslandWeißrussland Weißrussland (als SowjetunionSowjetunion UdSSR) 1989/90 03
KroatienKroatien Kroatien (auch als Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien ) 1992/93 03
7. SerbienSerbien Serbien (als Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) 1985/86 02
RusslandRussland Russland (als SowjetunionSowjetunion UdSSR) 1987/88 02
9. SchwedenSchweden Schweden 1958/59 01
Bosnien und HerzegowinaBosnien und Herzegowina Bosnien und Herzegowina (als Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) 1975/76 01
Ungarn 1957Ungarn Ungarn 1981/82 01
FrankreichFrankreich Frankreich 2002/03 01
SlowenienSlowenien Slowenien 2003/04 01

Den letzten Titel in der Saison 2010/11 holte sich der spanische Verein FC Barcelona. In den letzten sieben Jahren kamen nur deutsche und spanische Vereine in den Genuss, den Titel in HĂ€nden halten zu dĂŒrfen. In den letzten 18 Jahren konnte nur zwei mal der Titel in andere LĂ€nder geholt werden. Diese waren in der Saison 2002/03 der französische Verein Montpellier HB und in der Saison 2003/04 der slowenische Verein RK Celje. Die spanischen Vereine konnten bisher vierzehn mal ĂŒber den Gewinn der TrophĂ€e jubeln, davon allein der FC Barcelona acht mal, der damit fĂŒr mehr als die HĂ€lfte aller gewonnenen Titel verantwortlich ist. Die spanischen und deutschen Vereine sind die großen Gewinner dieses Wettbewerbes. Auch andere Nationen kamen zu Gewinnen der Champions League. So konnten rumĂ€nische, tschechische, weißrussische und kroatische Vereine jeweils drei mal den Pott holen. Die serbischen und russischen Vereine schafften jeweils zwei Gewinne. Und Schweden, Bosnien und Herzegowina, Ungarn, Frankreich und Slowenien konnten jeweils einmal den Sieg in der höchsten europĂ€ischen Spielklasse feiern. Der schwedische Verein Redbergslids IK Göteborg konnte den Titel in der Saison 1958/59 holen. Damit ist Schweden das am lĂ€ngsten wartende Land, auf eine Wiederholung des Champions League Titels. Den ersten Titel der Champions League, damals noch Europapokal der Landesmeister, holte sich die Tschechen, die mit einer Prager Stadtauswahl an den Start gingen.

Championsleague-Siege nach Nationen (Damen)

Rang Nation letzter Titel Titel
1. UkraineUkraine Ukraine (als SowjetunionSowjetunion UdSSR) 1987/88 13
2. OsterreichÖsterreich Ă–sterreich 1999/00 08
3. DanemarkDĂ€nemark DĂ€nemark 2009/10 07
4. DeutschlandDeutschland Deutschland (auch als Deutschland Demokratische Republik 1949DDR DDR) 1990/91 04
5. LitauenLitauen Litauen (als SowjetunionSowjetunion UdSSR) 1968/69 03
SerbienSerbien Serbien (als Jugoslawien Sozialistische Föderative RepublikJugoslawien Jugoslawien) 1983/84 03
7. RumĂ€nienRumĂ€nien RumĂ€nien 1963/64 02
UngarnUngarn Ungarn 1998/99 02
SlowenienSlowenien Slowenien 2002/03 02
RusslandRussland Russland (auch als SowjetunionSowjetunion UdSSR) 2007/08 02
11. TschechoslowakeiTschechoslowakei Tschechoslowakei 1961/62 01
KroatienKroatien Kroatien 1995/96 01
SpanienSpanien Spanien 1996/97 01
MazedonienMazedonien Mazedonien 2001/02 01
NorwegenNorwegen Norwegen 2010/11 01

Den letzten Titel in der Saison 2010/11 holte sich der norwegische Verein Larvik HK und konnte damit den 1. Titel in der Geschichte der Champions League fĂŒr eine norwegische Frauen-Mannschaft holen. Seit sieben Jahren stand auch wieder ein spanischer Verein im Finale, doch reichte es nicht zum Titelgewinn. In den letzten acht Jahren kamen fast nur dĂ€nische Vereine in den Genuss, den Titel in HĂ€nden halten zu dĂŒrfen. Bis auf Larvik HK in dieser Saison und der russische Verein Swesda Swenigorod in der Saison 2007/08. Das war fĂŒr Russland auch die zweite TrophĂ€e in der Königsklasse. Zwischen der Saison 1988/89 und 1999/00 konnte ein österreichischer Vereine insgesamt acht mal den Champions League Titel holen. Davor war der Ukrainische Verein Spartak Kiew das Maß aller Dinge. Dieser Verein konnte den Titel dreizehn mal holen und ist damit in der Champions League der erfolgreichste Verein in der Geschichte. Der Verein holte die Titel, zwischen der Saison 1969/70 und 1987/88, in die damalige Sowjetunion. Damit ist es auch das Land mit den meisten Champions League Titeln, allerdings nur bei den Frauen. Auch andere Nationen kamen zu gewinnen in der Champions League. Insgesamt drei deutsche Mannschaften konnten vier mal den Pott nach Deutschland holen. Die litauischen und serbischen Vereine konnten den Titel jeweils drei mal in ihre damaligen HeimatlĂ€nder holen. Zu jeweils zwei Titeln kamen Vereine aus RumĂ€nien, Ungarn, Slowenien und Russland. Einen Champions League Sieg konnten Vereine aus Tschechien, Kroatien, Spanien und Mazedonien feiern. Wobei es bei einigen LĂ€ndern vorkommen kann, dass sie beim Gewinn des Pokales noch einer anderen NationalitĂ€t angehörten. Der tschechische Verein Sparta Prag HC konnte den Titel in der Saison 1961/62 holen. Damit ist Tschechien das am lĂ€ngsten wartende Land, auf eine Wiederholung des Champions League Titels der Frauen. Den ersten Titel der Champions League, damals noch Europapokal der Landesmeister, holte sich ein rumĂ€nischer Verein.

Einzelnachweise

  1. ↑ www.eurohandball.com: „The VELUX Group to become title sponsor“, 7. September 2010
  2. ↑ Cologne to stage EHF CL Final Four
  3. ↑ VELUX EHF FINAL4 bleibt bis 2014 in Köln

Siehe auch

Weblinks

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