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| Ed. Züblin AG | |
|---|---|
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| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| Gründung | 1898 |
| Sitz | Stuttgart, Deutschland |
| Leitung | Vorstand:
|
| Mitarbeiter | 13.302 (2010) |
| Umsatz | 2.419 (Mio Euro im Jahr 2010) |
| Produkte | Bauunternehmen |
| Website | www.zueblin.de |
Die Ed. Züblin AG ist eines der großen deutschen Bauunternehmen mit Niederlassungen und Tochtergesellschaften im In- und Ausland. Sie gehört zum Konzern der österreichischen STRABAG SE. Der Geschäftsbericht 2010 weist eine Gesamtleistung in Höhe von 2.419 Millionen Euro für den Konzern aus; die Gesellschaft verfügt dabei über einen Anteil von 32 Prozent an Auslandsbauleistungen. Die Zahl der Mitarbeiter beträgt 13.302[2]
Inhaltsverzeichnis |
Beteiligungen hat das Unternehmen an der
Das Züblin-Haus ist der Unternehmenssitz in Stuttgart-Möhringen. Der Bürobau in Stahlbeton-Fertigteilbauweise wurde von 1983 bis 1984 nach Plänen des Architekten Gottfried Böhm und des Bauingenieurs Jörg Schlaich erbaut. Der glasüberdachte Innenhof dient mehrmals jährlich als Ort für Musikveranstaltung und Schauspielaufführungen.
1898 wurde das „Ingenieur-Bureau für Cement-Eisenconstructionen“ durch den Schweizer Ingenieur Eduard Züblin in Straßburg/Elsaß gegründet. 14 Jahre später wurde das Einzelunternehmen umgewandelt in die „Ed. Züblin & Cie. Kommanditgesellschaft“, und die „Ed. Züblin & Cie. AG“ wurde in Zürich vollzogen. 1919 fand die Gründung der „Ed.Züblin & Cie. Aktiengesellschaft“ mit deutschem Personal aus dem Stammhaus in Straßburg statt. Unternehmenssitz war Stuttgart. Der Unternehmensname (Firma) wurde 1951 erneut in „Ed. Züblin Aktiengesellschaft“ geändert.
Nach der Insolvenz der Walter Bau AG 2005 stimmte das Bundeskartellamt der Übernahme der Aktienmehrheit an der Züblin AG durch die Bauholding Strabag zu, um „schweren Schaden für die Ed. Züblin AG abzuwenden”.[3] 2006 übernahm die Züblin AG den Hoch- und Ingenieurbau der deutschen Strabag AG, einschließlich der Dywidag Bau GmbH.
2011 erwarb Züblin die Gesellschaft BFB Behmann Feuerfestbau GmbH in Bremen und Schwedt/Oder. Behmann ist eine mittelständische Unternehmensgruppe mit einer Bauleistung von rund 20 Mio. € in den Geschäftsfeldern Feuerfestbau, Schornsteinbau und technische Isolierung und ergänzt die bereits bestehenden Aktivitäten der Züblin Gesellschaft Ooms-Ittner-Hof.
Rückwirkend zum 1. Januar 2011 erwarb Züblin die NE Sander Gruppe und stärkt damit ihre Stahlbau-Aktivitäten. Die Gesellschaft ist vor allem in der Konstruktion, Fertigung und Montage von Stahlbrücken, Stahlwasserbauten sowie Stahlhoch- und Industriebauten tätig. Die Produktion von Schiffsbauteilen, die Errichtung und Sanierung von Krananlagen sowie Reparatur- und Instandhaltungsarbeiten zählen ebenfalls zum Leistungsspektrum.[4]
Ed. Züblin AG erwarb 2011 ebenfalls Teile der insolventen Wolfer & Goebel Projekt und Bau GmbH, Stuttgart, und sicherte damit nahezu 100 Arbeitsplätze.[5]
1989 wurde der Bauingenieur und Prokurist der Züblin AG Eugen Becker im Zusammenhang mit dem Bau der IG Metall Bildungsstätte in Lohr wegen Beihilfe zur Untreue durch die Große Strafkammer des Landgerichts Frankfurt verurteilt.[6][7] Auswertungen der bei Becker beschlagnahmten Unterlagen ergaben, dass die Züblin AG durch ihn systematisch Bestechungsgelder an Mitarbeiter der jeweiligen Auftraggeber und an Bevollmächtigte der Bauherren auszahlte.[8]
Bis Ende 1998 soll ein staatlicher Bauleiter für Staudammprojekte in Südafrika 2 Mio. DM an Bestechungsgeldern durch das mit dem Bau beauftrage Unternehmenskonsortium erhalten haben. Mehr als 800 000 DM sollen dabei von der Züblin AG gekommen sein, was der damalige Vorstandsvorsitzende Manfred Nußbaumer allerdings dementierte.[9]
In den Jahren 2006 und 2007 hielt die Züblin AG wegen Mängeln Zahlungen an ein Subunternehmen zurück, das Arbeiter aus Osteuropa beschäftigte.[10]
Laut einem Bericht von Human Rights Watch missachten die Unternehmen Al Jaber, Arabtec, Saif Bin Darwish, Abu Dhabi National Hotels(ADNH), Leighton International und die Ed. Züblin AG bei den Bauarbeiten auf der zu den Vereinigten Arabischen Emiraten gehörenden Insel Saadiyat die dort geltenden Arbeiterschutzgesetzte und -rechte, indem sie für Überstunden den gleichen Lohn wie für normale Arbeitsstunden zahlen.
Auch wenn keine Arbeitsschutzgesetze verletzt werden, wird kritisiert, dass Arbeiter der Ed. Zueblin AG gezwungen werden, ihren Reisepass abgeben, zu dem sie jedoch laut Unternehmen jederzeit Zugang haben. Auch der Tageslohn ungelernter Kräfte von $8 wird in dem Bericht gerügt.[11]
Vom 22. August bis zum 24. November 1944 wurden 1700 ungarischen Jüdinnen im Alter zwischen 14 und 46 Jahren als Zwangsarbeiterinnen beim Ausbau des Frankfurter Flughafens eingesetzt.[12][13][14]