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| Edelkastanie | ||||||||||||
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| Edelkastanie (Castanea sativa) | ||||||||||||
| Systematik | ||||||||||||
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||
| Castanea sativa | ||||||||||||
| Mill. |
Die Edelkastanie (Castanea sativa), auch Esskastanie, ist der einzige europĂ€ische Vertreter der Gattung Kastanien (Castanea) aus der Familie der BuchengewĂ€chse (Fagaceae). Sie ist ein sommergrĂŒner Baum und bildet stĂ€rkereiche NussfrĂŒchte. In SĂŒd- und Westeuropa wird sie wegen dieser essbaren FrĂŒchte und als Holzlieferant angebaut. Die FrĂŒchte werden als Kastanien, Keschtn (SĂŒdtirol)[1], Maronen oder Maroni, in der Schweiz hĂ€ufig Marroni, bezeichnet. Vom Mittelalter bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Edelkastanie in den Bergregionen SĂŒdeuropas das Hauptnahrungsmittel der Landbevölkerung. Im 20. Jahrhundert gingen die BestĂ€nde durch den Befall mit dem Kastanienrindenkrebs stark zurĂŒck, erholten sich jedoch Ende des 20. Jahrhunderts wieder.
Inhaltsverzeichnis |
Edelkastanien sind sommergrĂŒne BĂ€ume, selten wachsen sie strauchförmig. Sie werden durchschnittlich 20 bis 25 Meter hoch, die Maximalhöhe liegt bei 35 Meter. Der Stammdurchmesser (BHD) liegt meist bei ein bis zwei Meter. Sehr alte BĂ€ume können vier Meter erreichen, in ExtremfĂ€llen auch sechs Meter. Der Stamm ist gerade und krĂ€ftig, die Verzweigung beginnt meist in geringer Höhe, wobei wenige starke Ăste gebildet werden. Die Krone ist weit ausladend und hat eine rundliche Form. Ăber 100 Jahre alte BĂ€ume werden oft hohl.[2] Edelkastanien erreichen ein Alter von 500 bis 600 Jahren. In Mitteleuropa werden sie kaum ĂŒber 200 Jahre alt, in Westeuropa können sie bis 1.000 Jahre alt werden[2]. Der gröĂte bekannte Baum ist der Castagno dei Cento Cavalli (Kastanienbaum der hundert Pferde) auf Sizilien.
Das Wurzelsystem der Edelkastanien ist sehr krĂ€ftig ausgeprĂ€gt. Sie bilden eine Pfahlwurzel, diese dringt allerdings nicht sehr tief in den Boden ein. Es gibt relativ wenige Seitenwurzeln, die aber intensiv verzweigt sind und den Boden vertikal und horizontal gut erschlieĂen. SĂ€mlinge bilden in ihrem ersten Jahr eine bis 40 Zentimeter lange Pfahlwurzel, der im zweiten und dritten Jahr die Seitenwurzeln folgen.
Die jungen Zweige sind hell rotbraun gefĂ€rbt und tragen etliche runde bis elliptische, weiĂliche Lentizellen. Die Rinde junger Triebe ist von einem Reifbelag bedeckt, der spĂ€ter meist verschwindet. Die Blattnarben zeichnen sich auf den Zweigen als leicht erhabene Dreiecke mit drei Gruppen von LeitbĂŒndelspuren ab. Im Zentrum der Zweige befindet sich ein Mark, das im Querschnitt fĂŒnfeckig, seltener dreieckig ist.
Junge Ăste haben eine glatte, rötlichbraune Rinde mit lĂ€nglichen, quer verlaufenden Lentizellen. Auch bei jungen StĂ€mmen ist sie noch glatt, jedoch silbrig-grau. Im Alter wird sie graubraun und reiĂt auf. Es bildet sich eine dicke Borke mit breiten Streifen, die meist spiralig um den drehwĂŒchsigen Stamm laufen. Fast immer ist es eine linksdrehende Spirale. Die Borke ist mit einem Tanningehalt von vier bis zwölf Prozent des Trockengewichts sehr reich an Gerbstoffen.
Das Holz der Edelkastanie ist ringporig und mittelschwer. Es hat eine Rohdichte (bei 15 % Feuchte) von 0,63 Gramm je Kubikzentimeter. Das Splintholz ist schmal und weiĂlich gelb. Es ist deutlich vom braunen Kernholz abgegrenzt. Die Jahresringe sind deutlich zu erkennen. Holzstrahlen sind zahlreich vertreten, gleichmĂ€Ăig aufgebaut, ein- oder zweireihig und werden 15 bis 30 Zellreihen hoch. Das Holz weist einen hohen Tanningehalt von bis zu 13 % des Trockengewichts auf.
Die Winterknospen sind acht bis zehn Millimeter lang, leicht gestaucht und rötlich. Sie haben zwei bis drei Knospenschuppen. Die Knospen stehen einzeln an den Triebspitzen oder als Seitenknospen in spiraliger Anordnung (wie spĂ€ter auch die BlĂ€tter). Die Verzweigung der Edelkastanie erfolgt sympodial: die Endknospen sterben im Herbst ab, die nĂ€chsttiefere Seitenknospe ĂŒbernimmt im FrĂŒhjahr das LĂ€ngenwachstum des Triebes.
Die BlĂ€tter erscheinen aufgrund der Drehung ihrer Blattstiele zweizeilig angeordnet. Der Blattaustrieb erfolgt Ende April bis Anfang Mai. Die zunĂ€chst leicht behaarten BlĂ€tter verkahlen rasch. Die LĂ€nge der BlĂ€tter betrĂ€gt 12 bis 20 Zentimeter, die Breite drei bis sechs Zentimeter, der Blattstiel misst 1,5 bis 2,5 Zentimeter. Die beiden linearen, 1,5 bis zwei Zentimeter langen NebenblĂ€tter fallen frĂŒh ab. Die Blattform ist elliptisch bis lanzeolat, die Blattspitze ist kurz zugespitzt, die Blattbasis ist rundlich bis keilförmig. Der Blattrand ist gezĂ€hnt bis gekerbt, die ZĂ€hne enden in einer kleinen, nach vorne gerichteten Spitze. Die BlĂ€tter sind etwas ledrig, die Oberseite ist glĂ€nzend tiefgrĂŒn und kahl, die Unterseite ist heller, hier treten die 12 bis 20 Aderpaare klar hervor. Die HerbstfĂ€rbung ist gelbbraun, direkt vor dem Abfallen braun.
Die Edelkastanien sind einhĂ€usig getrenntgeschlechtig (monözisch), ihre mĂ€nnlichen und weiblichen Organe befinden sich in getrennten BlĂŒten, aber auf einer Pflanze. Die BlĂŒten stehen in 20 bis 25 Zentimeter langen, gelben, kĂ€tzchenĂ€hnlichen BlĂŒtenstĂ€nden. Diese sind meist rein mĂ€nnlich, die in der Spitzenregion der diesjĂ€hrigen Triebe stehenden tragen an der Basis auch weibliche BlĂŒten.
Die rein mĂ€nnlichen BlĂŒtenstĂ€nde stehen an der Basis junger Triebe. Sie bestehen aus rund 40 köpfchenartigen TeilblĂŒtenstĂ€nden, die an der langen, beweglichen BlĂŒtenstandsachse angeordnet sind. Jeder TeilblĂŒtenstand wiederum besteht aus sieben EinzelblĂŒten. Die zweigeschlechtigen BlĂŒtenstĂ€nde tragen an der Basis achselstĂ€ndige Zymen. Jede Zyme enthĂ€lt drei weibliche BlĂŒten, die zusammen von einer schuppigen Scheide umgeben sind. Die oberen TeilblĂŒtenstĂ€nde sind mĂ€nnlich und tragen je zwei BlĂŒten. Diese zweigeschlechtigen BlĂŒtenstĂ€nde stehen immer an diesjĂ€hrigen Trieben und bestehen aus ein bis vier weiblichen und 15 bis 20 mĂ€nnlichen TeilblĂŒtenstĂ€nden.
Jede BlĂŒte ist von ihrer Anlage her zwittrig, jedoch entwickelt sich nur jeweils ein Geschlecht auch weiter. Die mĂ€nnlichen BlĂŒten besitzen eine sechszĂ€hlige BlĂŒtenhĂŒlle (Perigon) und acht bis zwölf StaubblĂ€tter. Der reichlich produzierte Pollen riecht intensiv durch die Bildung von Trimethylamin. Die weiblichen BlĂŒten haben ebenfalls ein sechszĂ€hliges, behaartes Perigon. Der Fruchtknoten ist unterstĂ€ndig und besteht aus sechs (bis acht) FruchtblĂ€ttern, die ebensoviele FĂ€cher bilden, wobei im Zentrum eine krĂ€ftige SĂ€ule (Columella) steht. Er trĂ€gt ebenso sechs (selten vier bis neun) starre, an der Basis behaarte Griffel. Jeder FĂ€cher besitzt zwei zentralwinkelstĂ€ndige Samenanlagen. Nur eine Samenanlage pro Fruchtknoten entwickelt sich zum Samen.
Die FrĂŒchte sind glĂ€nzende, dunkelbraune NĂŒsse. Die FrĂŒchte eines TeilblĂŒtenstandes sind von einem stacheligen Fruchtbecher (Cupula) umgeben, der sich aus der schuppigen Scheide entwickelt. Die Stacheln sind anfangs grĂŒn und zur Reife gelbbraun. Bei der Wildform hat der Fruchtbecher einen Durchmesser von fĂŒnf bis sechs Zentimeter, bei Kulturformen kann er bis zehn Zentimeter erreichen. Bei Vollreife öffnet sich der Fruchtbecher mit vier Klappen und entlĂ€sst die ein bis drei FrĂŒchte. Bei manchen Sorten fĂ€llt auch der Fruchtbecher mitsamt den darin enthaltenen NĂŒssen ab.
Das Perikarp der FrĂŒchte ist ledrig und gleichmĂ€Ăig braun oder gestreift. An der Basis der Frucht befindet sich ein weiĂlicher Fleck, die Trennstelle, an der sich die Frucht von der Cupula löst. Sie entspricht einem Querschnitt durch den stark verdickten, stark verkĂŒrzten BlĂŒtenstiel. Mit freiem Auge zu erkennen ist hier der LeitbĂŒndelring. Die LeitbĂŒndel sind am Perikarp hĂ€ufig als LĂ€ngsrippen zu erkennen. Das Ende der Frucht ist zugespitzt und besteht aus den PerigonblĂ€ttern und den verholzten NarbenĂ€sten. Im Inneren liegt dem Perikarp ein behaartes Endokarp an. Die ScheidewĂ€nde des Fruchtknotens haben sich aufgelöst, die Columella ist durch den Samen zur Seite gedrĂ€ngt. Der Samen hat eine hĂ€utige, gerbstoffreiche Schale. Das Innere des Samens wird vollstĂ€ndig vom Embryo eingenommen, der ĂŒberwiegend aus zwei groĂen KeimblĂ€ttern besteht. Die Keimwurzel (Radicula) befindet sich nahe der Fruchtspitze. Die OberflĂ€che des Embryos ist mehr oder weniger glatt oder gefurcht. Dadurch reicht die Samenschale teilweise ins Innere des Embryos und lĂ€sst sich dann schlecht entfernen.
Die Ausbreitung der âPlumpsfrĂŒchteâ erfolgt durch Eichhörnchen, SiebenschlĂ€fer, KrĂ€hen und HĂ€her. Die Tiere verstecken NahrungsvorrĂ€te im Boden, vergessene FrĂŒchte keimen dann im FrĂŒhjahr aus.[3] Aus Samen gekeimte BĂ€ume tragen erstmals mit etwa 25 bis 35 Jahren FrĂŒchte.
| Inhaltsstoff | Einheit | frisch[4] | getrocknet[5] |
|---|---|---|---|
| Wasser | g | 50-63 | 11 |
| StĂ€rke | g | 23â27 | 41,7 |
| Zucker (v.a. Suc) | g | 3,6â5,8 | 16,1 |
| Nahrungsfasern | g | 8,2â8,4 | 13,8 |
| Proteine | g | 2,5â5,7 | 6,0 |
| Fett | g | 1,0â2,2 | 3,4 |
| Vitamin A | mg | 12 | k.A. |
| Vitamin B1 | mg | 0,1â0,2 | 0,2 |
| Vitamin B2 | mg | 0,2â0,3 | 0,4 |
| Vitamin C | mg | 6â23 | k.A. |
| Niacin | mg | 1,1 | 2,1 |
| Kalium | mg | 395â707 | 738 |
| Phosphor | mg | 70 | 131 |
| Magnesium | mg | 31â65 | k.A. |
| Schwefel | mg | 48 | 126 |
| Calcium | mg | 18â38 | 56 |
Die NĂŒsse haben einen hohen Gehalt an den Kohlenhydraten StĂ€rke und Saccharose. Der hohe Zuckergehalt zusammen mit dem hohen Wassergehalt frischer FrĂŒchte macht sie leicht verderblich. Der hohe Kohlenhydratgehalt unterscheidet die Kastanien von den meisten anderen NĂŒssen, die vorwiegend Fette beinhalten. Der Proteinanteil ist frei von Prolamin und Glutenin, Kastanienmehl ist daher nur in Mischung mit anderem Mehl backfĂ€hig. Der Gehalt an fĂŒr den Menschen essentiellen AminosĂ€uren ist hoch. Der Proteingehalt ist höher als in Kartoffeln, aber geringer als in Getreide. Der Fettgehalt ist gering, hat aber einen hohen Anteil an Linol- und LinolensĂ€ure (550â718 Milligramm LinolsĂ€ure und 78â92 Milligramm LinolensĂ€ure je 100 Gramm Frischmasse[4]). Der Kalium-Gehalt ist hoch, der Natriumgehalt sehr niedrig (9 Milligramm je 100 Gramm Frischmasse[4]). An Vitaminen sind nur zwei Vitamine der B-Gruppe in gröĂeren Mengen vorhanden: Riboflavin (B2) und NicotinsĂ€ure (B3), die auch temperaturstabil sind.[5]
Die Edelkastanie blĂŒht relativ spĂ€t, im Juni nach der Laubbildung. Die Pflanzen sind proterandrisch, die mĂ€nnlichen BlĂŒten öffnen sich bis sieben oder zehn Tage vor den weiblichen, abhĂ€ngig von der Sorte. Die eingeschlechtlichen KĂ€tzchen blĂŒhen vor den zwittrigen, ein PhĂ€nomen, das Duodichogamie genannt wird. Ein Baum produziert rund einen Monat lang Pollen.
Die Art der BestĂ€ubung ist in der Literatur umstritten. Manche Autoren bezeichnen die Edelkastanie als windbestĂ€ubt, andere als insektenbestĂ€ubt, wieder andere nennen beide BestĂ€ubungsarten. Die Bildung von Nektar, klebriger Pollen, steife, aber weiche StaubblĂ€tter und der starke Geruch der KĂ€tzchen entsprechen einer Anpassung an InsektenbestĂ€ubung. Neben Bienen wurden 134 weitere Insektenarten aus sechs Ordnungen, vorwiegend KĂ€fer, beobachtet. Insekten besuchen jedoch fast ausschlieĂlich mĂ€nnliche BlĂŒten. WindbestĂ€ubung kann ĂŒber Distanzen von 20, ja sogar 100 Kilometer erfolgen. Allerdings ist die Pollendichte nur innerhalb von 20 bis 30 Meter einigermaĂen ausreichend.
Nach M. Conedera befindet sich die Edelkastanie in einem Ăbergangsstadium von Insekten- zu WindbestĂ€ubung. InsektenbestĂ€ubung erfolgt demnach vor allem bei feuchter Witterung, der Pollen ist dann klebriger.[6]
Die Edelkastanie ist selbstinkompatibel, eine Pflanze kann sich nicht selbst bestĂ€uben, es ist FremdbestĂ€ubung nötig. Viele kultivierte Sorten sind allerdings mĂ€nnlich-steril, sie bilden keinen funktionsfĂ€higen Pollen. In diesem Fall mĂŒssen in den Plantagen in regelmĂ€Ăigen AbstĂ€nden pollenspendende BĂ€ume anderer Sorten gepflanzt werden.
Da die Edelkastanie seit der Antike im gesamten Mittelmeerraum wie auch den nördlich angrenzenden Gebieten angebaut wird, lĂ€sst sich ihr natĂŒrliches Verbreitungsgebiet nicht genau feststellen. Als Nordgrenze des natĂŒrlichen Verbreitungsgebiets werden von Bottacci (2006) die PyrenĂ€en und der AlpensĂŒdrand angenommen, weiterhin die Gebirge Bosniens, die Rhodopen und der Kaukasus. Sie kommt auch in Kleinasien, im nördlichen Syrien sowie in den Nordbereichen des Atlas vor.
Die Höhengrenze liegt in den Alpen und im Apennin bei 1000 Meter, auf Sardinien und Sizilien bei 1500 Meter, in Spanien bei 1600 Meter und im Kaukasus bei 1800 Meter.
GroĂflĂ€chige Pflanzungen gibt es in ganz Frankreich, im SĂŒden Englands und Irlands, in der Ungarischen Tiefebene bis zum Schwarzen Meer im Gebiet etwa sĂŒdlich der Donau. Vereinzelte Pflanzungen und BestĂ€nde gibt es nördlich der Alpen bis Deutschland und SĂŒdskandinavien. Nördlich des 48. bis 50. Breitengrad reifen die FrĂŒchte nicht regelmĂ€Ăig, hier wird die Edelkastanie als Holzlieferant und als Parkbaum gepflanzt.
Im östlichen Verbreitungsgebiet gibt es drei Regionen mit jeweils einheitlichem Genpool: Nordost-TĂŒrkei, dieses Gebiet dĂŒrfte das Refugium der Art wĂ€hrend der letzten Eiszeit gewesen sein; ein Genpool in Griechenland; ein Genpool im Bereich der tĂŒrkischen MittelmeerkĂŒste, von dem die europĂ€ischen BestĂ€nde abstammen. Diese genetischen Untersuchungen stĂŒtzen frĂŒhere Annahmen, dass alle europĂ€ischen BestĂ€nde (mit Ausnahme Griechenlands) in den letzten rund 2000 Jahren mit kleinasiatischen Pflanzen begrĂŒndet wurden.[7]
In der Schweiz liegt ihr Schwerpunkt im Tessin. Daneben kommt sie im Jura, um den Genfer See, im Wallis, am VierwaldstĂ€tter und am Zuger See vor. In Ăsterreich ist sie verbreitet im HĂŒgelland der sĂŒdlichen Steiermark und des angrenzenden Burgenlands zu finden. In Deutschland liegen die Hauptvorkommen in der Pfalz, an Nahe, Saar und Mosel. DarĂŒber hinaus ist sie auch in der Oberrheinischen Tiefebene, im westlichen Schwarzwald, im Odenwald, am Unter-Main und im Taunus recht hĂ€ufig.[2]
An der AlpensĂŒdseite in SĂŒdtirol, in Höhenlagen zwischen 700 und 900 Meter besetzt die Edelkastanie eine wichtige touristische Rolle in der regionalen Direktvermarktung.
Die Edelkastanie bevorzugt temperat-humide, ozeanische Klimabedingungen sowie saure Böden. Sie ist wĂ€rmeliebend und eine submontan-mediterrane Baumart. Die Jahresmitteltemperatur sollte zwischen 8 und 15 °C liegen bei warmen Herbsten und mindestens sechs Monaten ĂŒber +10 °C. Sie ist sehr empfindlich gegen SpĂ€tfröste. FĂŒr eine gute Entwicklung benötigt sie eine WĂ€rmesumme der Tagesmittelwerte von 3600 Gradtagen.
Hinsichtlich der benötigten NiederschlĂ€ge gilt die Edelkastanie als mesophil: gute Entwicklung bringt sie bei NiederschlĂ€gen zwischen 600 und 1600 mm pro Jahr. Eine verregnete BlĂŒtezeit im Juni vertrĂ€gt sie schlecht. In dĂŒrregefĂ€hrdeten Lagen, in Gebieten mit ausgeprĂ€gter Sommertrockenheit, sowie auf staunassem Boden gedeiht sie nicht. Die Edelkastanie ist eine Lichtbaumart und wird bei zunehmender geographischer Breite noch lichtbedĂŒrftiger.
Der beste Boden fĂŒr die Edelkastanie ist frisch, locker und tiefgrĂŒndig mit einem hohen Kalium- und Phosphor-Gehalt. Auf Ă€lteren, tiefgrĂŒndigen Kalkböden mit genĂŒgend verfĂŒgbarem Kalium und Phosphor und einem Kalkgehalt unter 20 % kann sie gedeihen, ansonsten meidet sie Kalk. Auf schweren, tonigen Böden gedeiht sie nicht. Sehr gut geeignet sind phosphorreiche vulkanische Böden.
Die zwei wichtigsten Krankheiten wurden durch Pilze verursacht. Der Kastanienrindenkrebs (Cryphonectria parasitica) wurde 1938 aus Amerika eingeschleppt und hat in den folgenden Jahrzehnten groĂe Teile der KastanienbestĂ€nde vor allem in SĂŒdeuropa vernichtet. Durch die biologische BekĂ€mpfung mit hypovirulenten StĂ€mmen ist die Edelkastanie nicht mehr in ihrem Bestand bedroht und beginnt sich in vielen Gebieten wieder zu erholen.
Die Tintenkrankheit, ausgelöst durch die Phytophthora-Arten Phytophthora cambivora und Phytophthora cinnamomi, befĂ€llt BĂ€ume bevorzugt auf feuchteren Böden. Das Mycel dringt in die Wurzeln ein und fĂŒhrt zu Blattwelke, fehlender Fruchtbildung bis zum Absterben der Krone. An der Stammbasis bilden sich hĂ€ufig schwarze Exsudate, die zum Namen der Krankheit gefĂŒhrt haben.
Die ĂŒbrigen Krankheiten haben eine wesentlich geringere Bedeutung. Die BlĂ€tter werden vom Pilz Mycosphaerella maculiformis befallen, die FrĂŒchte von Rhacodiella castaneae, Phoma endogena, Botrytis cinerea, Fusarium roseum und Penicillium expansum. Seit den 1950er Jahren tritt das Kastanienmosaikvirus (ChMV) auf, das vor allem im Sommer zu Blattnekrosen fĂŒhren kann. Die Edelkastanie ist jedoch relativ wenig anfĂ€llig.
Von den Insekten, die sich von der Edelkastanie ernĂ€hren, hat der Esskastanienbohrer (Curculio elephas) die gröĂte wirtschaftliche Bedeutung. Er frisst das Innere der FrĂŒchte, wie auch der SpĂ€te Kastanienwickler (Cydia splendana) und der FrĂŒhe Kastanienwickler (Pammene fasciana) und Xyleborus dispar.[8] Seit 2002 ist auch die Kastaniengallwespe in Europa nachgewiesen[9].
Die Edelkastanie wird innerhalb der Gattung Kastanien (Castanea) in die Sektion Eucastanon gestellt, die durch drei FrĂŒchte pro Cupula ausgezeichnet ist. In diese Sektion gehören auch die beiden anderen als Schalenobst genutzten Arten Chinesische Kastanie (Castanea mollissima) und Japanische Kastanie (Castanea crenata).[10]
Die Rosskastanien (Aesculus) sind nicht mit den Kastanien verwandt, der gleiche Name beruht auf der oberflĂ€chlichen Ăhnlichkeit ihrer FrĂŒchte mit dem Fruchtstand der Kastanien (brauner Kern in stacheliger HĂŒlle).
Es gibt mehrere hundert Sorten, die meist nur kleinrĂ€umig angebaut werden und hĂ€ufig an das Lokalklima angepasst sind. Allein in Frankreich sind ĂŒber 700 Sorten registriert.[11] Die Vermehrung der Sorte erfolgt ĂŒberwiegend vegetativ durch das Aufpfropfen auf Unterlagen.
| Land | Ernte |
|---|---|
| China (Castanea mollissima) | 850.000 |
| SĂŒdkorea (Castanea crenata) | 76.447 |
| TĂŒrkei | 53.814 |
| Italien | 52.000 |
| Portugal (Castanea crenata) | 29.133 |
| Japan (Castanea crenata) | 23.100 |
| Griechenland | 20.946 |
| Frankreich (teilweise Hybriden) | 9.670 |
| Spanien | 9.500 |
| Nordkorea | 8.000 |
Der Anbau der Edelkastanie erfolgt in unterschiedlichen Formen: [13][2]
Die Welternte an Kastanien betrug 2006 1,17 Mio. Tonnen[12], wovon allerdings nur rund 151.000 Tonnen auf die Edelkastanie entfielen. In Ostasien sowie in Portugal werden vorwiegend Castanea mollissima und Castanea crenata angebaut.[14] In Europa werden neben der Edelkastanie auch Hybriden aus dieser und der Japanischen Kastanie angebaut, diese sind resistenter gegen Kastanienrindenkrebs, aufgrund ihres frĂŒheren Austriebs aber empfindlicher gegen SpĂ€tfröste.
Das Wort Maroni wird nicht einheitlich verwendet. HĂ€ufig werden damit einfach besonders groĂe FrĂŒchte bezeichnet. In Frankreich ist marron definiert fĂŒr FrĂŒchte, bei denen keine Samenhaut eingewachsen ist und weniger als 12 % der NĂŒsse gespalten sind, die Samenhaut also die beiden KeimblĂ€tter einzeln umschlieĂt. In Italien wiederum werden mit marroni groĂe Sorten von herausragender QualitĂ€t, lĂ€nglicher Form, und rötlicher, glĂ€nzender Schale mit dichten Streifen und einer kleinen Narbe bezeichnet. Sie sind sĂŒĂ, nicht gespalten und nicht hohl sowie leicht zu schĂ€len. Maroni bilden darĂŒber hinaus meist nur eine, seltener zwei FrĂŒchte pro Fruchtbecher, sind dadurch runder. Die meisten Maroni-Sorten sind mĂ€nnlich steril.[5]
Frische Kastanien sind leicht verderblich und mĂŒssen zur Lagerung vorbehandelt werden. Eine traditionelle, heute nur mehr in der TĂŒrkei ĂŒbliche Methode ist die âRicciaiaâ, bei der die Kastanien in den Fruchtbechern zu Haufen geschichtet werden, hier fermentieren und dadurch fĂŒr einige Monate haltbar werden. Heute industriell weit verbreitet ist die Hydrotherapie: die FrĂŒchte werden fĂŒr einige Tage in kaltem Wasser eingelegt, die MilchsĂ€uregĂ€rung fĂŒhrt zu einer Konservierung der Kastanien, anschlieĂend werden sie getrocknet. Weitere Konservierungsmethoden sind Trocknen, gekĂŒhlte Lagerung, Begasung mit Methylbromid, Lagerung unter Kohlendioxid-AtmosphĂ€re und Tiefgefrieren.
Das Holz der Edelkastanie hat einen warmen, goldbraunen Ton. Verglichen mit Eichenholz fehlen Markstrahlen, so dass die Maserung nicht so stark ausgebildet ist. Es ist leicht zu bearbeiten und im Freien auch ohne chemische Behandlung weitgehend witterungs- und fĂ€ulnisbestĂ€ndig. Da der Faserverlauf meist gerade ist, kann es verhĂ€ltnismĂ€Ăig gut gebogen werden.[15] Es nimmt Politur, Beizen, Lack und Farbe gut an.[2]
Holz von Hochwald-BĂ€umen wird zu Möbeln verarbeitet, zu Fenster- und TĂŒrrahmen, Telegraphenmasten und Ă€hnlichem. Kleinere Hölzer aus dem Niederwald werden zu GartenzĂ€unen, verschiedensten Pfosten, Wein- und LikörfĂ€ssern verarbeitet. Im Gegensatz zu heute hatte auch die Holzkohlenerzeugung und die Nutzung als Feuerholz frĂŒher eine recht groĂe Bedeutung.[16] Das Holz wird auĂerdem fĂŒr Eisenbahnschwellen, Decken- und Dachbalken genutzt und bei Hang- und Lawinenbauten sowie im Schiffbau eingesetzt.[2]
Die Borke wurde in der Vergangenheit zum Ledergerben verwendet.[17]
Kastanien haben eine breite Verwendungspalette. Als Halbfertigprodukte werden geschĂ€lte Maroni und Kastanien, sowie KastanienpĂŒree hergestellt, sie werden weiterverarbeitet, bevor sie an den Endverbraucher gelangen. Die Palette an Fertigprodukten ist wesentlich gröĂer: ganze geschĂ€lte Kastanien werden vor allem in Frankreich zum Kochen im Haushalt verwendet, sie dienen hĂ€ufig als Beilage. Kastanien können auch in Wasser, trocken oder vakuumverpackt sein, tiefgefroren, oder in Zuckersirup eingelegt. GroĂe Maroni (55 bis 65 StĂŒck pro kg) werden kandiert, das heiĂt langsam in Zuckersirup gekocht. Diese dienen unter anderem als Grundlage fĂŒr die Herstellung von Marrons GlacĂ©s, glasierten Maroni. Weitere Produkte sind Maroni in Alkohol, Maronenkrem, Mehl und Flocken. Mehl wird aus getrockneten und geschĂ€lten Kastanien hergestellt und meist mehrfach gemahlen. In der Vergangenheit war es sehr weit verbreitet und in vielen Gebieten ein Hauptnahrungsmittel. Heute wird es zu Gnocchi, Pasta, Brot, Polenta und GebĂ€ck verarbeitet. Flocken werden in FrĂŒhstĂŒcks-MĂŒslis verwendet. In Frankreich und Italien wird aus Kastanien Likör hergestellt, auf Korsika und in der Schweiz Bier.[5]
Kastanien sind glutenfrei, das Mehl kann daher von Zöliakie-Patienten als Getreide-Ersatz verwendet werden.[5] Kastanien werden gekocht oder geröstet als Beilage verwendet oder als Salatzutat. Sie werden zu Huhn, Truthahn, Schwein, Gans und Hase als Beilage gereicht oder auch zum FĂŒllen verwendet. Als SĂŒĂigkeit werden Kastanien zu den erwĂ€hnten marrons glacĂ©s, zu Vermicelles, Mousse, SoufflĂ©, Creme und Eiscreme verarbeitet. Traditionelle Desserts sind castagnacci (Kastanienbrot), necci (Pfannkuchen), Pudding und ballotte (Kastanien in Fenchelwasser gekocht). Weit verbreitet sind geröstete Kastanien, die auch auĂerhalb der Anbaugebiete im Winter auf StraĂen verkauft werden.[5]
Kastanienhonig ist bernsteinfarben oder noch dunkler und aromatisch. In traditionell bewirtschafteten WĂ€ldern können verschiedenste Speisepilze geerntet werden, die einen Zuverdienst fĂŒr die Kastanienbauern darstellen. Die BlĂ€tter werden zu einem kleinen Teil fĂŒr die Produktion von After-Shave-Lotionen und zum FĂ€rben von Stoffen verwendet.[5]
Traditionell ist die Schweinemast mit Kastanien, besonders in Spanien, SĂŒditalien und auf Korsika. Aus ihrem Fleisch wird vorwiegend Salami hergestellt.[5] Traditionell wurden die abgefallenen BlĂ€tter als Streu sowohl als DĂŒnger oder Einstreu in Stallungen verwendet. Die BlĂ€tter werden auch in der Volksmedizin bei Husten, zur Wundbehandlung und bei Durchfall eingesetzt.[2]
Die Edelkastanie hat wĂ€hrend der letzten Eiszeiten ihr Areal mehrmals vergröĂert und verkleinert. Im kaukasisch-armenischen Gebiet wurde sie bereits in prĂ€historischer Zeit gegessen sowie das Holz verarbeitet. Die Kultivierung als Obstbaum dĂŒrfte in der Zeit zwischen 9. und 7. Jahrhundert v. Chr. erfolgt sein im Gebiet zwischen Kaspischem und Schwarzem Meer. Von hier verbreitete sie sich rasch nach Kleinasien, Griechenland und auf den Balkan.
In der griechischen Antike wurde die Edelkastanie verbreitet kultiviert, in Sparta etwa wurden daraus schwarzes Brot, Mehl und Suppen hergestellt. ErwĂ€hnt werden Kastanien in den Werken von Jesaja, Homer, Xenophon und Hippokrates. Griechen, Phönizier und Juden handelten die FrĂŒchte im ganzen Mittelmeergebiet. In GroĂgriechenland (Magna Graecia), besonders in Kalabrien, wurde die Edelkastanie angepflanzt.
Die Römer verbreiteten die Edelkastanie im ganzen Römischen Reich bis nach Britannien, neben Kastanien und Holz wurden auch der Honig und als Medizin Rinde, BlĂ€tter und BlĂŒten verwendet. Viele Schriftsteller beschĂ€ftigten sich unter verschiedensten Aspekten mit der Edelkastanie, so Plinius der Ăltere, Columella, Vergil, Ovid und Dioskurides. Augustus' Koch Apicius ĂŒberlieferte Kochrezepte. Generell stand die Edelkastanie in hohem Ansehen.
Im frĂŒhen Mittelalter war die Edelkastanie im sĂŒdlichen Europa eine wichtige Nahrungspflanze. Der Langobarden-König Rothari fĂŒhrte sie 641 in seiner Liste der geschĂŒtzten BĂ€ume auf, Ende des 8. Jahrhunderts befahl Karl der GroĂe im Capitulare de villis ihren Anbau auf Königsgut. Im 10. Jahrhundert waren die castagnatores eine eigene Form der Bauern. Klöster lieĂen in vielen Mittelgebirgslandschaften Edelkastanien pflanzen. Kastanien waren zu dieser Zeit jedoch nur ein Grundnahrungsmittel von vielen. Sie wurden frisch und getrocknet, roh oder gekocht, geröstet oder als Mehl verspeist. In Berggebieten war sie besonders im Winter eine wichtige Kohlehydratquelle. Im 11. bis 13. Jahrhundert intensivierte sich aufgrund des Bevölkerungswachstums der Kastanienanbau in den Gebieten, wo kein Getreide angebaut werden konnte, Kastanien wurden immer mehr das Brot der Armen. Die wichtigste Konservierungsmethode war damals das Trocknen, teilweise durch RĂ€uchern. Das Mehl war ein bis zwei Jahre haltbar. Im 12. Jahrhundert kam in der Lombardei das Wort Marroni auf, mit dem Kastanien der besten QualitĂ€t, groĂ, sĂŒĂ, schmackhaft und leicht zu schĂ€len, bezeichnet wurden.
Gegen Ende des Mittelalters wurden Kastanien mit schlechter Verdauung, Kopfschmerzen, BlĂ€hungen und verstĂ€rktem Sexualtrieb assoziiert. Daher wurden sie als Nahrung fĂŒr die arbeitende Bevölkerung und zur Schweinemast angesehen, weniger als Nahrung fĂŒr die höheren StĂ€nde.
Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert stieg der Anbau von Edelkastanien weiter an. Zentren waren die Gebirge der Iberischen Halbinsel, Zentral- und SĂŒd-Frankreich, Korsika, Zentral- und Nord-Italien, Tessin und der Balkan. UnabhĂ€ngig vom jeweiligen Land Ă€hnelten sich die Kastanien-Kulturen, die von Emmanuel Le Roy Ladurie Internationale der Armut und der Kastanie genannt wurde. Die Kastanie war in diesen Gebieten vielfach die praktisch einzige Nahrungsquelle. Je nach Region wurden ein bis zwei BĂ€ume fĂŒr die ganzjĂ€hrige ErnĂ€hrung einer erwachsenen Person veranschlagt[2].
Ein RĂŒckgang der Kastanienkultur setzte im 19. Jahrhundert mit der Industrialisierung und der beginnenden Landflucht ein, in der zweiten HĂ€lfte des Jahrhunderts setzte die Tintenkrankheit den BestĂ€nden zu. Auf der anderen Seite stieg der Export in die Vereinigten Staaten sowie nach Zentral- und Nordeuropa. Dies konnte den groĂflĂ€chigen Niedergang der KastanienwĂ€lder nicht aufhalten, denen zusĂ€tzlich Entwaldung und die Gerbstoffindustrie zusetzten. In Italien ging die AnbauflĂ€che von 650.000 Hektar 1911 auf rund 250.000 in den 1980er Jahren zurĂŒck. Ein weiterer Faktor fĂŒr den RĂŒckgang war der Kastanienrindenkrebs, dem groĂe Teile der EdelkastanienbestĂ€nde zum Opfer fielen. Seit der Mitte der 1990er Jahre erholen sich die ĂŒberlebenden BestĂ€nde durch das Auftreten von Hypovirulenz wieder. Die AnbauflĂ€chen wachsen wieder.
Der Artikel beruht vorwiegend auf folgenden Unterlagen:
Einzelnachweise
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