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Eduard Anthes (* 5. Juni 1859 in Brensbach; † 7. Februar 1922 in Darmstadt) war ein deutscher Prähistoriker.
Inhaltsverzeichnis |
1873–1877 besuchte Anthes das Gymnasium in Darmstadt und leistete anschließend seinen Militärdienst als Einjähriger. Anschließend studierte er in Leipzig Theologie und Klassische Philologie, promovierte 1884 und legte 1885 die Staatsprüfung für das Lehramt in den Fächern Latein, Griechisch, Deutsch, Geschichte und Geographie für untere und mittlere Klassen ab. Er erhielt sofort eine Anstellung am Ludwig-Georgs-Gymnasium in Darmstadt und wechselte dort 1894 zum Neuen Gymnasium. 1897 wurde er zum Gymnasialprofessor ernannt.
Eduard Anthes beschäftigte sich in seiner Freizeit intensiv mit der heimischen Vor- und Frühgeschichte. So wurde er 1892 zum Streckenkommissar der Reichs-Limes-Kommission ernannt. Nachdem im Großherzogtum Hessen 1902 das erste, moderne Denkmalschutzgesetz Deutschlands in Kraft getreten und auf dessen Grundlage ein Denkmalrat gebildet worden war, wurde er zu dessen Mitglied bestellt.
1909 folgte seine Bestellung als hauptberuflicher „Denkmalpfleger für Altertümer“ (heute: Bodendenkmalpfleger oder archäologischer Denkmalpfleger). Er war damit vermutlich der erste hauptamtliche archäologische Denkmalpfleger in Deutschland überhaupt.
Am 18. März 1919 erhielt er die Venia legendi für Archäologie an der TH Darmstadt.
Seit 1991 verleiht der Verein von Altertumsfreunden im Regierungsbezirk Darmstadt e. V. (gegründet 1964) alle zwei Jahre den Eduard-Anthes-Preis für Archäologie in Verbindung mit dem Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst. Hiermit werden Dissertationen junger Archäologen, die über die Vor- und Frühgeschichte des deutschen Mittelgebirgsraums zwischen oberem Neckar und norddeutscher Tiefebene geforscht haben, ausgezeichnet. Der Preis ist mit 5.000 Euro dotiert.
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Anthes, Eduard |
| KURZBESCHREIBUNG | deutscher Archäologe |
| GEBURTSDATUM | 5. Juni 1859 |
| GEBURTSORT | Brensbach |
| STERBEDATUM | 7. Februar 1922 |
| STERBEORT | Darmstadt |