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| Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich | |
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| Verliehen von Republik Österreich | |
| Art | Ehrenzeichen |
| Voraussetzung | Staatsoberhaupt / keine |
| Verliehen für | besondere Verdienste um die Republik Österreich |
| Status | wird verliehen |
| Daten | |
| Stiftungsjahr | 1952 (1922 1.Rep.) |
| Stifter | Nationalrat |
| Rangfolge | |
| Vergleichbare Auszeichnung in der Rangfolge | Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland
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| Nächste niedrigere Auszeichnung | Österreichisches Ehrenzeichen für Wissenschaft und Kunst Militärverdienstzeichen Bundes-Ehrenzeichen |
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Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ist eine staatliche Auszeichnung der Republik Österreich, die insgesamt 15 Ordensstufen umfasst.
Inhaltsverzeichnis |
Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ist die wichtigste staatliche Ehrung, die gegenwärtig in Österreich vergeben wird. Es wurde mit Bundesgesetz vom 2. April 1952 durch den Nationalrat gestiftet. Die Vergabe der verschiedenen Stufen erfolgt durch den Bundespräsidenten oder in seinem Namen. Das Ehrenzeichen in seinen verschiedenen Stufen kann für besondere Verdienste in allen Gebieten verliehen werden, besonders auf politischem, wirtschaftlichem, kulturellem, geistigem oder auch ehrenamtlichem Gebiet. Personen, denen das Ehrenzeichen verliehen wird, sind befugt, sich als dessen Besitzer (nicht als Eigentümer) zu bezeichnen.
Außer dem hier besprochenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich existieren in Österreich noch zahlreiche weitere Auszeichnungen des Bundes und der neun Bundesländer.
Ein gleichnamiges Ehrenzeichen war bereits am 4. November 1922 zur Zeit der Ersten Republik (1918–1933) gestiftet worden.
Das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich umfasst heute 15 Stufen, wobei die einzelnen Insignien je nach Klasse unterschiedliche Formen (Kreuze, Sterne, Medaillen) aufweisen. Diese Aufteilung wurde 1953 durch das BGBl. Nr. 54/1953 festgeschrieben:
Der Groß-Stern ist ausschließlich Staatsoberhäuptern vorbehalten. Ausländischen Staatsoberhäuptern wird er mitunter im Rahmen von Staatsbesuchen verliehen. Österreichische Bundespräsidenten sind ab dem Tag der Amtsübernahme auf Lebenszeit Besitzer dieses Ordens.
Das Große Goldene Ehrenzeichen am Bande erhalten meist der Bundeskanzler, die Minister und der Nationalratspräsident, das Große Silberne Ehrenzeichen am Bande wird häufig an Staatssekretäre oder Landeshauptleute verliehen. Aus diesem Grund finden sich unter den Besitzern der höchsten Stufen des Ehrenzeichens überdurchschnittlich viele aktive und ehemalige Politiker. Die Dekoration am Bande ist auch für ausländische Botschafter, gewöhnlich aus Anlass des Endes ihrer Mission in Österreich, üblich.
Leitende Beamte eines Ministeriums (z.B. Sektionschef) bzw. einer Landesregierung (z.B. Landesamtsdirektor) werden meist mit dem Großen Goldenen oder Silbernen Ehrenzeichen mit dem Stern sowie mit dem Großen Goldenen oder Silbernen Ehrenzeichen ausgezeichnet. Üblich ist es, an Abgeordnete zum Nationalrat nach zehnjähriger Amtszeit das Große Goldene Ehrenzeichen zu vergeben, auch an Nicht-Beamte werden solche Dekorationen verliehen, so erhielt z. B. der Architekt Hans Hollein zum 75. Geburtstag das Große Goldene Ehrenzeichen.
Das im unteren Mittelfeld rangierende Große Ehrenzeichen wird standardmäßig an Hofräte und Ministerialräte, meist zum 60. Geburtstag, verliehen, das Goldene Ehrenzeichen wird — zumeist aus ähnlichem Anlass — an höherrangige Beamte des gehobenen Dienstes verliehen, sofern diese nicht die Verleihung des Berufstitels »Regierungsrat« vorziehen, bzw. seit der Verleihung eines solchen bereits mindestens fünf Jahre (sogen. „Interkalarfrist“) „verdienstvoll“ vergangen sind. Auch Künstler erhalten öfters diese Stufen der Auszeichnung.
Das am unteren Rande der Skala stehende Goldene Verdienstzeichen wird oft an Bürgermeister mittelgroßer oder kleiner Städte und Gemeinden sowie an Beamte im Fachdienst beim Übertritt in den Ruhestand verliehen, das Silberne Verdienstzeichen an Vizebürgermeister. Die Goldene Medaille wird etwa auch an Sport- oder Vereinsfunktionäre sowie Polizeiinspektoren beim Übertritt in den Ruhestand verliehen. Hingegen wird die im Statut vorgesehene Bronzene Medaille heute überhaupt nicht mehr ausgegeben.
Abgeordnete zum Nationalrat oder Landtag erhalten das jeweilige Ehrenzeichen üblicherweise nach einer Zugehörigkeit von zehn Jahren.
Die Goldene Medaille kann ebenso wie die Silberne Medaille am roten Bande verliehen werden und fungiert dann als Lebensrettungsmedaille 1. bzw. 2. Klasse. Allerdings wird die Silberne Medaille am roten Bande seit Jahrzehnten nicht mehr verliehen.
Diese Aufstellung soll die Verleihungspraxis für das Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich beispielhaft illustrieren. Wesentlich umfangreicher (wenn auch keineswegs vollständig) ist die Liste der Träger des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich.
Hergestellt wurden die einzelnen Stufen des Ehrenzeichens für Verdienste um die Republik Österreich lange Jahre von der Firma Anton Reitterer in der Schubertgasse 26 im 9. Wiener Gemeindebezirk, inzwischen werden sie von der Firma Friedrich Orth in der Bürgerspitalgasse 8 im 6. Wiener Gemeindebezirk produziert.