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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Höhe: | 193 m ü. NN | |
| Fläche: | 12,31 km² | |
| Einwohner: |
3.321 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 270 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79356 | |
| Vorwahl: | 07663 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 030 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Hauptstraße 43 79356 Eichstetten am Kaiserstuhl | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Michael Bruder | |
| Lage der Gemeinde Eichstetten am Kaiserstuhl im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
Eichstetten am Kaiserstuhl ist eine Gemeinde im Südwesten von Baden-Württemberg in der Nähe von Freiburg im Breisgau.
Inhaltsverzeichnis |
Eichstetten ist ein südbadisches Winzerdorf. Es liegt im Oberrheinischen Tiefland, am Ostrand des Kaiserstuhls. Es liegt in der wärmsten Gegend Deutschlands, eingebettet in ein Tal, das sich von der bewaldeten Eichelspitze durch sonnige Reblagen und Gemüsefelder bis in die Niederung hinabzieht. Am Fuß des Kaiserstuhls wird der Ort von der Alten Dreisam durchflossen.
Eichstetten liegt etwa 3,5 Kilometer Luftlinie von der Bundesautobahn 5 (Karlsruhe - Basel) entfernt. Ebenfalls ist eine gute S-Bahn-Anbindung an die Kaiserstuhlbahn vorhanden, die den Ort an Werktagen halbstündlich anfährt. Mit ihr ist in gut 15 Minuten das Stadtzentrum von Freiburg zu erreichen.
Zur Gemeinde gehören das Dorf Eichstetten und die Höfe Au(stucken)mühle und Herrenmühle.[2]
Eichstetten wird erstmals 737 urkundlich erwähnt. Es ist eine Gründung der Alemannen, worauf die Endung „stetten“ hinweist.
Der Zusatz am Kaiserstuhl im Gemeindenamen wurde am 1. Oktober 1997 wirksam.[3]
Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 64,6 % (2004: 65,6 %) zu folgendem Ergebnis:
| FWV | 59,4 % | - 4,1 | 8 Sitze | ± 0 |
| SPD | 20,5 % | + 2,7 | 2 Sitze | ± 0 |
| FDP/DVP | 20,1 % | + 1,3 | 2 Sitze | ± 0 |
Das Wappen ist ein gespaltenes Schild. Vorne ist mit einem roten Schrägbalken auf goldenem Grund das landesherrliche Wappen von Baden abgebildet. Der hintere Teil zeigt einen grünen aufgerichteten Eichenzweig mit einer Eichel und vier Blättern auf silbernen Grund. Dieses "redende" Bild steht für den Ortsnamen Eichstetten und hat sich aus den historischen Siegeln entwickelt.
Eichstetten betreibt seit den 1990er Jahren eine intensive Förderung Bürgerschaftlichen Engagements und einen lokalen Agenda 21-Prozess. Daraus entstanden Projekte in den verschiedensten Politikfeldern; das auch überregional bekannteste ist die stark ehrenamtlich getragene Seniorenwohnanlage „Schwanenhof“. Diese Aktivitäten brachten Eichstetten im Jahr 2003 einen ersten Platz des bundesweitem Wettbewerb „Zukunftsfähige Kommune“ der Deutschen Umwelthilfe in der Kategorie kleiner Gemeinden.
Jährlich finden zwei große Jahrmärkte statt und alle zwei Jahre laden die Vereine zum großen, weithin bekannten „Schwiboge-Wifescht“ in Höfen und Kellern ein, wo der Besucher mit regionalen Spezialitäten und Eichstetter Weinen verwöhnt wird. Auch unterm Jahr bieten die zahlreichen Vereine viele interessante Veranstaltungen an.
Nahe des östlichen Ortsausgangs von Eichstetten befindet sich die historische Fünf-Bogen-Brücke, welche die Landesstraße 116 auf knapp 33 Metern über die Alte Dreisam führt. Das Bauwerk wurde 1784 errichtet, der Scheitelstein eines Bogens trägt allerdings die Jahreszahl 1745. Die Fundamente der Brücke gehen auf das 16. Jahrhundert zurück. Die Ränder der etwa fünf Meter umspannenden Korbbögen sind ans Sandstein, Brüstungen so wie Stirn und Flügelwände zum Großteil aus Gneis.[4] Aufgrund der gestiegenen Verkehrsbelastung wurde die Brücke 1950 mit Zugstangen, Betonverstärkungen und einer abgedichteten Stahlbetonschicht stabilisiert.
Seit Juli 2006 steht auf der Eichelspitze ein insgesamt 42,5 Meter hoher Aussichtsturm, von dem man einen einmaligen Rundumblick auf Kaiserstuhl, Schwarzwald und Vogesen hat. Er ist über einen als Rundweg konzipierten Geopfad[5] zu erreichen. Die Eichelspitze erreicht man auch gut vom Vogelsang-Pass (277m) zwischen Bötzingen und Vogtsburg.
Auf dem Gipfel der Eichelspitze wurde eine spätmittelalterliche, aus Küche und Schlafraum bestehende Eremiten-Einsiedlei mit angrenzender St. Erhards-Kapelle nachgewiesen.[6] Der Gebäudekomplex war Teil des in Sichtweite, gut zwei Kilometer Luftlinie entfernt gelegenen St. Petersklosters auf dem Neunlinden-Buck (555 m), das Hesso von Baden-Hachberg einigen Pauliner-Ordensbrüdern 1387 übertrug. Von dem einst von einem Graben umgebenen Gebäudekomplex von ungefähr 16 auf 9 Meter (mittels Georadar nachgewiesen) ist heute noch ein Mauerrest von 4m Breite und 2,5m Höhe zu sehen. Die bauliche Struktur des Bruderhäusles ist seit der Eröffnung des Fundortes als Bodendenkmal durch eine Lage oberirdischer Granitblöcke nachgebildet.[7]
Eichstetten ist durch seine starke landwirtschaftliche Ausrichtung geprägt. Es ist mit ca. 100 ha einer der großen Bio-Anbaugemeinden Baden-Württembergs. Auf dieser Fläche werden Wein, Gemüse und Obst nach verschiedenen Methoden der ökologischen Landwirtschaft angebaut. Unter dem Motto „Genießen beim Erzeuger“ können die Produkte direkt beim Erzeuger in Hofläden gekauft werden. Auf nahezu 400 ha wird in der Gemeinde Wein angebaut.
Am nordöstlichen Ortsausgang von Eichstetten befindet sich ein 380 kV/220 kV-Umspannwerk der EnBW Energie Baden-Württemberg, von dem auch eine Leitungsverbindung nach Frankreich besteht. Der Stromkonzessionsvertrag wurde am 1. Oktober 2009 für die Dauer von 20 Jahren mit der EnBW erneuert. [8]
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