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Dieser Artikel gibt die Einwohnerentwicklung von Düsseldorf tabellarisch und graphisch wieder.
Am 31. Dezember 2009 betrug die „Amtliche Einwohnerzahl“ für Düsseldorf nach Fortschreibung des Landesbetriebes Information und Technik NRW 586.217 (nur Hauptwohnsitze und nach Abgleich mit den anderen Landesämtern).[1]
Inhaltsverzeichnis |
Die Einwohnerzahl von Düsseldorf stieg im Mittelalter und der frühen Neuzeit nur langsam. Durch die zahlreichen Kriege, Seuchen und Hungersnöte ging sie immer wieder zurück. Mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert setzte ein starkes Bevölkerungswachstum ein. Lag die Einwohnerzahl der Stadt 1800 bei 12.102 (ohne Außenbürgerschaft), so überschritt diese schon 1882 die Grenze von 100.000, wodurch Düsseldorf zur Großstadt wurde.
Am 1. April 1909 kam es zur Eingliederung der Stadt Gerresheim (14.434 Einwohner 1905) und zahlreicher Gemeinden mit zusammen 63.000 Einwohnern in das Stadtgebiet. Die Bevölkerungszahl stieg zwischen 1905 und 1910 um 105.454 Personen auf 359.000 Einwohner.
Bei der Volkszählung vom 5. Dezember 1917 wurde eine ortsanwesende Gesamtbevölkerung von 390.793 Personen ermittelt. Darunter waren nach Angaben der Volkswirtschaftlichen Abteilung des Kriegsernährungsamtes 14.339 Militärpersonen und 1.684 Kriegsgefangene. Durch die Eingemeindung der Stadt Kaiserswerth und weiterer Gemeinden am 1. August 1929 wuchs die Einwohnerzahl um 36.400 auf 479.000.
Deutlich sichtbar sind die Auswirkungen des Zweiten Weltkrieges. Im Jahre 1940 fielen die ersten Bomben auf Düsseldorf. Die alliierten Luftangriffe forderten bis 1945 mehr als 5.000 Tote unter der Zivilbevölkerung. Etwa die Hälfte der Gebäude wurden zerstört und rund 90 Prozent beschädigt. Insgesamt verlor Düsseldorf durch Evakuierung, Flucht, Deportationen und Luftangriffe rund 57 Prozent seiner Bewohner (306.000 Personen). Die Bevölkerungszahl sank von 541.000 im Mai 1939 auf 235.000 im März 1945.
Danach siedelten sich viele ins ländliche Umland evakuierte Menschen und Flüchtlinge in Düsseldorf an. Auch der Zustrom von Vertriebenen aus den deutschen Ostgebieten verstärkte den raschen Anstieg der Einwohnerzahlen. Im Jahre 1951 hatte die Stadt wieder so viele Einwohner wie vor dem Krieg.
1962 erreichte die Bevölkerungszahl mit 705.391 ihren historischen Höchststand. Am 1. Januar 1975 brachte die Eingliederung der Städte Monheim am Rhein und Angermund sowie weiterer Gemeinden einen Einwohnerzuwachs von 56.920 Personen, darunter allein aus Monheim 37.294. Die Einwohnerzahl stieg auf 675.000. Aufgrund des Gesetzes über Gebietsänderungen im Neugliederungsraum Düsseldorf wurde Monheim mit Wirkung vom 1. Juli 1976 wieder ausgegliedert und zur eigenständigen Stadt erklärt.
Ende 2008 stand die Stadt mit 584.217 Einwohnern unter den deutschen Großstädten an achter, innerhalb Nordrhein-Westfalens an vierter Stelle. Damit sank die Einwohnerzahl seit 1962 um 17,2 Prozent (121.174 Personen), sie wird aber in Zukunft wieder anwachsen: Für 2025 prognostiziert der Landesbetrieb Information und Technik NRW für Düsseldorf einen Anstieg auf dann 588.400 Einwohner.
Die folgende Übersicht zeigt die Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand. Bis 1804 handelt es sich meist um Schätzungen, danach um Volkszählungsergebnisse (¹) oder amtliche Fortschreibungen der Stadtverwaltung (bis 1970) und des Statistischen Landesamtes (ab 1971). Die Angaben beziehen sich ab 1834 auf die „Zollabrechnungsbevölkerung“, ab 1871 auf die „Ortsanwesende Bevölkerung“, ab 1925 auf die Wohnbevölkerung und seit 1987 auf die „Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung“. Vor 1834 wurde die Einwohnerzahl nach uneinheitlichen Erhebungsverfahren ermittelt.
(jeweiliger Gebietsstand)
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¹ Volkszählungsergebnis
(jeweiliger Gebietsstand)
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¹ Volkszählungsergebnis
Quelle: Stadt Düsseldorf
(jeweiliger Gebietsstand)
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¹ Volkszählungsergebnis
Quellen: Stadt Düsseldorf (bis 1970), Landesbetrieb Information und Technik NRW (ab 1971)
(jeweiliger Gebietsstand)
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Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW
In ihrer 2009 veröffentlichten Publikation „Wer, wo, wie viele? – Bevölkerung in Deutschland 2025“, in der die Bertelsmann Stiftung Daten zur Entwicklung der Einwohnerzahl für alle Kommunen ab 5.000 Einwohner in Deutschland liefert, wird für Düsseldorf ein Anstieg der Bevölkerung zwischen 2006 und 2025 um 1,5 Prozent (8.934 Personen) vorausgesagt.
Ein noch stärkeres Wachstum zeichnen die Schätzungen der Stadtverwaltung Düsseldorf von 2007. Für das Jahr 2015 liegt die Prognose des Amtes für Statistik und Wahlen in der Modellrechnung A bei 590.000 Einwohner und in der Modellrechnung B bei 600.000 Einwohner.[2] Höhere Wachstumsraten lässt die Bevölkerungsprognose des Landesbetriebes Information und Technik NRW von 2009 erwarten: Danach ist für den 1. Januar 2030 von einem Anstieg der Einwohnerzahl auf 645.600 auszugehen, 64.500 mehr als 2008, dem Basisjahr der Prognose.[3]
Die Einwohnerzahl entwickelte sich in den letzten Jahren um einiges positiver als in den 1990er Jahren, in denen die Bevölkerung um etwa 7.000 Einwohner zurückging. Seit 1998 stieg die Bevölkerung kontinuierlich an, bis 2009 um knapp 18.000 Einwohner.
Absolute Bevölkerungsentwicklung 2006–2025 – Prognose für Düsseldorf (Hauptwohnsitze):[4]
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Quelle: Bertelsmann-Stiftung
| Bevölkerung | Stand 31. Dezember 2008 |
|---|---|
| Einwohner mit Hauptwohnsitz | 584.217 |
| davon männlich | 278.075 |
| weiblich | 306.142 |
| Deutsche | 478.585 |
| davon männlich | 226.437 |
| weiblich | 252.148 |
| Ausländer | 105.632 |
| davon männlich | 51.638 |
| weiblich | 53.994 |
| Ausländeranteil in Prozent | 18,1 |
Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW
Die Tabelle zeigt die größten Gruppen der melderechtlich mit Hauptwohnsitz in Düsseldorf registrierten Ausländer.[5]
| Rang | Staat | Bevölkerung (31. Dezember 2007) |
|---|---|---|
| 1. | Türkei | 15.017 |
| 2. | Griechenland | 10.464 |
| 3. | Italien | 6.835 |
| 4. | Serbien und Montenegro¹ | 6.595 |
| 5. | Polen | 6.499 |
| 6. | Marokko | 5.035 |
| 7. | Japan | 4.978 |
| 8. | Russland | 3.562 |
| 9. | Mazedonien | 3.519 |
| 10. | Kroatien | 3.449 |
| 11. | Ukraine | 3.210 |
| 12. | Spanien | 2.934 |
| 13. | Frankreich | 2.900 |
| 14. | Großbritannien | 2.378 |
| 15. | Niederlande | 2.347 |
| 16. | Bosnien und Herzegowina | 1.888 |
| 17. | Österreich | 1.869 |
| 18. | China | 1.610 |
| 19. | Portugal | 1.474 |
| 20. | Iran | 1.445 |
¹ Obwohl sich Montenegro bereits 2006 von Serbien loslöste, wurden die Bürger beider Staaten 2007 noch gemeinsam erfasst.
Quelle: Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf
Die folgende Übersicht zeigt die Altersstruktur vom 31. Dezember 2006 (Hauptwohnsitze).
| Alter von – bis | Einwohnerzahl | Anteil in Prozent |
|---|---|---|
| 0–5 | 29.868 | 5,2 |
| 6–14 | 42.410 | 7,3 |
| 15–17 | 14.997 | 2,6 |
| 18–24 | 40.767 | 7,1 |
| 25–29 | 41.464 | 7,2 |
| 30–39 | 95.851 | 16,6 |
| 40–49 | 94.641 | 16,4 |
| 50–59 | 71.362 | 12,4 |
| 60–64 | 32.029 | 5,5 |
| über 65 | 114.116 | 19,8 |
| Gesamt | 577.505 | 100,0 |
Quelle: Landesbetrieb Information und Technik NRW
Die Einwohnerzahlen beziehen sich auf den 31. Dezember 2006 (Hauptwohnsitze).[6]
| Name | Fläche in km² |
Einwohner- zahl |
Einwohner je km² |
Ausländer- zahl |
Anteil in % |
|---|---|---|---|---|---|
| Stadtbezirk 01 | 11,35 | 73.939 | 6.514 | 15.157 | 20,5 |
| Stadtbezirk 02 | 7,18 | 55.741 | 7.763 | 11.092 | 19,9 |
| Stadtbezirk 03 | 24,20 | 108.271 | 4.474 | 23.494 | 21,7 |
| Stadtbezirk 04 | 12,77 | 38.988 | 3.053 | 6.876 | 17,6 |
| Stadtbezirk 05 | 50,90 | 32.051 | 630 | 3.823 | 11,9 |
| Stadtbezirk 06 | 19,49 | 58.783 | 3.016 | 9.725 | 16,5 |
| Stadtbezirk 07 | 27,91 | 43.755 | 1.568 | 4.765 | 10,9 |
| Stadtbezirk 08 | 21,04 | 56.436 | 2.681 | 8.161 | 14,5 |
| Stadtbezirk 09 | 36,57 | 88.798 | 2.428 | 13.553 | 15,3 |
| Stadtbezirk 10 | 5,59 | 25.096 | 4.489 | 2.629 | 10,5 |
| Düsseldorf | 217,00 | 581.858 | 2.681 | 99.275 | 17,1 |
Quelle: Amt für Statistik und Wahlen der Landeshauptstadt Düsseldorf