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Elisabeth von Janota-Bzowski (* 23. November 1912 in Kiel) ist eine deutsche Künstlerin und Grafikerin. Sie hat zahlreiche Briefmarken entworfen und berühmte Politiker für US-Magazine porträtiert. Sie lebt in Düsseldorf.
Inhaltsverzeichnis |
Elisabeth von Janota-Bzowski wird in Fachkreisen oft nur „die Janota“ genannt. Ihre Eltern entdeckten schon früh ihr Talent und ermöglichten ihr mit zehn Jahren Mal- und Zeichenunterricht. Mit 17 verkaufte sie bereits ihre ersten Bilder. Ihre Karriere führte sie auch in die Vereinigten Staaten.
Dort arbeitete sie in der Werbebranche für den amerikanischen Tabakkonzern R. J. Reynolds, die Hotelkette InterContinental oder auch für die Chemiekonzerne DuPont und Bayer. Sie entwarf Porträts bekannter Politiker für große Magazine. Die Bilder erschienen unter anderem auf den Titelseiten des US-Magazins Time, der Vogue und des Spiegel. Für das Time Magazine zeichnete sie Bilder von Franz Josef Strauß, Gerald Ford und US-Außenminister Henry Kissinger. In Deutschland machte sie sich in den 60er Jahren einen Namen, indem sie als Grafikerin an den Werbekampagnen der Unternehmen Burda, C&A und Henkel mitarbeitete.
In Deutschland ist Elisabeth von Janota-Bzowski vor allem für ihre Briefmarkenentwürfe bekannt. Ihre Kunst ziert zahlreiche Briefmarken der Deutschen Post. Ihre Briefmarkenentwürfe zeigen viele Porträts, etwa von Martin Luther, Goethe oder Anne Frank. Viele dieser Porträts sind mit einer derartigen Detailtreue gezeichnet, dass man denken könnte, man halte eine Fotografie in Briefmarkenform in den Händen. Ihr bislang letzter Briefmarkenentwurf erschien 2002 anlässlich des 125. Geburtstags von Hermann Hesse.
1983 arbeitete sie an einem Kunstblatt für die Flaggenserie der Vereinten Nationen mit, in dem Werke von Marc Chagall, Salvador Dalí und Andy Warhol erschienen. „Die Janota“ zeichnete das Haupt eines weißen Pferdes als Symbol des Friedens: „Seine Kraft, seine friedliebende Natur, seine Treue in Gefahr, seine Ausdauer und Kameradschaft an der Seite des Menschen sind ein hohes ethisches Beispiel.“[1], erzählte sie. Sein Haupt ist mit Bändern geschmückt, die die Farben der fünf Kontinente tragen und an dem Emblem der Vereinten Nationen angesteckt sind. Ihre Gedanken erklärte sie damals so: „In seiner Stärke ist die Vision der UNO als Gemeinschaft der Völker symbolisiert. Es gehören Mut und Kraft, Energie und Ausdauer dazu, den Frieden zu verwirklichen.“ [2] Einige Zeit später erschienen anlässlich des 40-jährigen Bestehens der Vereinten Nationen zwölf Briefmarken berühmter Künstler – unter anderem war es ihr Bild des symbolträchtigen und anmutigen Pferdes, das ausgewählt wurde.
Im Michel-Katalog finden sich zahlreiche Briefmarken mit ihren Entwürfen, etwa von Wilhelm Hauff, Anne Frank, Elly-Heuss-Knapp, Johann Wolfgang von Goethe, Johann Peter Hebel oder auch ihre Europamarken zur Geschichte des Post- und Fernmeldewesens.
Das Düsseldorfer Auktionshaus Felzmann, das bereits drei wertvolle Audrey Hepburn-Marken versteigerte, sicherte sich exklusiv zahlreiche Entwürfe von Elisabeth von Janota-Bzwoski. Sie zeigen den Weg vom ersten bis zum fertigen Entwurf ihrer Briefmarken. Dabei sind etwa die Entwürfe des Pferdehauptes für das Faltblatt der Vereinten Nationen, für Anne Frank, die Folkloretänzer mit Trachten aus dem Schwarzwald und Friesland sowie die Sondermarke, die sie anlässlich des 250. Geburtstag von Clemens Brentano entwarf.
Elisabeth von Janota-Bzowski wird oft mit den Worten zitiert: „Eine Briefmarke ist ein Mini-Plakat, und ein Plakat ist ein Telegramm. Die Botschaft muss unmittelbar, schnell und vollständig erfasst werden. Deshalb ist die Aufgabe stets dieselbe: Jedes Thema so einprägsam wie nur möglich zu gestalten.“[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Janota-Bzowski, Elisabeth von |
| KURZBESCHREIBUNG | deutsche Briefmarkenkünstlerin |
| GEBURTSDATUM | 23. November 1912 |
| GEBURTSORT | Kiel |