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Elsa Beskow

Elsa Beskow (geborene Maartman; * 11. Februar 1874 in Stockholm; † 30. Juni 1953 in Djursholm) war eine schwedische Kinderbuchautorin, Malerin und Illustratorin.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Elsa Beskow wird als Tochter des GeschĂ€ftsmannes Bernt Maartman (1841–1889) und der Lehrerin Augusta Fahlstedt (1850–1915) geboren. Sie hatte fĂŒnf jĂŒngere Geschwister. Als der Vater Konkurs anmelden muss und kurz danach stirbt (1889), zieht die Mutter mit ihren Kindern in den Haushalt ihrer Schwestern. Diese leiteten eine Vorschule im Sinne der ReformpĂ€dagogik. Die Tanten standen spĂ€ter PortrĂ€t fĂŒr Elsa Beskows Buch Tante Braun, Tante GrĂŒn und Tante Lila.

Elsa Beskow studierte von 1890 bis 1895 Zeichnen an der Konstfack in Stockholm, dort lernte sie Natanael Beskow kennen, den sie 1897 heiratete. Das Paar bekam sechs Söhne, darunter Bo Beskow.

Ab 1894 publizierte Elsa Beskow in der Kinderzeitschrift „Jultomten“, die damals eine sehr hohe Auflage erreichte und wesentlich zu einem beginnenden Bekanntheitsgrad der Arbeiten Elsa Beskows beitrug. 1897 veröffentlichte sie ihr erstes Buch Sagan om den lilla, lilla gumman / Das MĂ€rchen von der kleinen, kleinen Frau; mehr als 30 BĂŒcher sollten folgen, die in zahlreiche Sprachen ĂŒbersetzt wurden.

Werk

Elsa Beskows Stil war den Werken von Hans Christian Andersen und Zacharias Topelius verbunden. Ihre zahlreichen KinderbĂŒcher hat sie selbst illustriert. Daher wird sie als erste schwedische Bilderbuchautorin angesehen. Alle BĂŒcher sind auf phantasievolle Weise kindgerecht, aber wenig realistisch. Viele von ihnen zĂ€hlen zur klassischen schwedischen Kinderliteratur und werden auch weiterhin gelesen. Die Namen einiger Figuren sind in Schweden ĂŒberall bekannt und als Begriffe in den schwedischen Wortschatz eingeflossen. Beispiele dafĂŒr sind: „Tant Grön, Tant Brun och Tant Gredelin“ (Tante GrĂŒn, Tante Braun und Tante Lila).

Viele BĂŒcher sind in Gedichtform abgefasst, und bei einigen sollen die Kinder selbst den passenden „Endreim“ der zweiten Zeile finden, wie z.B. in „Hattstugan“ (HuthĂ€uschen). Solche Wortspiele lassen sich natĂŒrlich schlecht in eine andere Sprache transferieren. Andere BĂŒcher sind aber auch in Deutschland bekannt, z.B. „Puttes Ă€ventyr i blĂ„bĂ€rsskogen“ (HĂ€nschen im Blaubeerwald) das 1903 in deutscher Übersetzung publiziert wurde. In vielen BĂŒchern kommen kleine WichtelmĂ€nnchen bzw. Wichtelkinder und andere Sagenwesen vor.

Auszeichnungen

Werkverzeichnis

  • ab 1894 diverse BeitrĂ€ge fĂŒr die Kinderzeitschrift „Jultomten“
  • Sagan om den lilla, lilla gumman / Das MĂ€rchen von der kleinen, kleinen Frau. (1897)
  • Barnen pĂ„ Solbacka. (1898)
  • Puttes Ă€ventyr i blĂ„bĂ€rsskogen / HĂ€nschen im Blaubeerwald. (1901)
  • Mors lilla Olle. (1903), Illustrationen, Text von Alice TegnĂ©r
  • Blommornas bok. (1905), Illustrationen, Text von Jeanna Oterdahls
  • GnĂ€llmĂ„ns. (1905)
  • Olles skidfĂ€rd / Olles Reise zu König Winter. (1907)
  • Tummelisa / DĂ€umelinchen. (1908), Illustrationen, Text von Hans Christian Andersen
  • Blondchen in BlĂŒten. (1908), Illustrationen, Text von Georg Lang
  • Tomtebobarnen / Die Wichtelkinder. (1910)
  • Pelles nya klĂ€der / Pelles neue Kleider. (1912)
  • Blomsterfesten i tĂ€ppan / Blumenfest. (1914)
  • Görans bok. (1916)
  • Tant Grön, Tant Brun och Tant Gredelin / Tante Braun, Tante GrĂŒn und Tante Lila. (1918)
  • Muntergök / Spaßvogel. (1919)
  • Lasse liten i trĂ€gĂ„rden / Klein-Lasse im Garten. (1920)
  • Lillebrors segelfĂ€rd. (1921)
  • Bubbelemuck. (1921)
  • BorgmĂ€star Munte. (1922), Illustrationen, Text von Alice TegnĂ©r
  • Sagan om den lilla hinden / Das MĂ€rchen von dem kleinen Reh. (1924)
  • Tant Bruns födelsedag. (1925)
  • Årets saga. (1927)
  • Petter och Lotta pĂ„ Ă€ventyr. (1929)
  • Hattstugan. (1930)
  • SolĂ€gget / Das Sonnenei. (1932)
  • Landet LĂ„ngthĂ€rifrĂ„n. (1932)
  • Sagan om den nyfikna abborren / Das neugierige Fischlein. (1933)
  • SessalĂ€tts Ă€ventyr / Lissys Abenteuer. (1934)
  • Ocke, Nutta och Pillerill / Schabernack im Wichtelwald. (1939)
  • Duktiga Annika / Annika. (1941)
  • Farbror BlĂ„s nya bĂ„t / Onkel Blaus neues Boot. (1942)
  • ABC-resan. (1945)
  • Petters och Lottas Jul / Weihnachten mit Peter und Lotta. (1947)
  • Herr Peter. (1949)

Literatur

  • Edvard von Krusenstjerna: Natanael och Elsa Beskow, studier och minnesbilder. Norstedts, Stockholm 1965
  • Gunvor HĂ„kansson: Elsa Beskow och Astrid Lindgren. 1967
  • Margareta Sjögren: Elsa Beskow och hennes vĂ€rld. BonnierFakta, Stockholm 1983
  • Stina Hammar: SolĂ€gget: Fantasi och verkligheit i Elsa Beskows konst. Albert Bonniers, Stockholm 2002

Weblinks

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