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Emomalii Rahmon

Emomalii Rahmon am 3. November 2001

Emomalii Rahmon (tadschikisch/russisch Эмомалии Раҳмон; ‏امامعلی رحمان‎ (in arabischer Schrift); * 5. Oktober 1952 in Danghara, Provinz Kulob) ist seit 1994 Staatspräsident von Tadschikistan.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Nach dem Studium der Wirtschaftswissenschaften war er als Parteisekretär in einem landwirtschaftlichen Betrieb tätig. Mit Hilfe des Präsidenten Rahmon Nabijew (Раҳмон Набиев) stieg er später zum Direktor einer Sowchose in seiner Heimatregion auf. Am 20. November 1992 wurde er vom Parlament zum Vorsitzenden des Obersten Sowjets des unabhängig gewordenen Staates Tadschikistan gewählt und schließlich und am 6. November 1994 zum Präsidenten. Die Opposition und ausländische Beobachter kritisierten die Wahlen wegen Unregelmäßigkeiten. Am 6. November 1999 wurde er für eine weitere, nun 7jährige, Amtsperiode als Präsident bestätigt. Am 5. November 2006 gewann Rahmon die Wiederwahl gegen sechs andere Gegenkandidaten. Am 26. März 2007 änderte Emomalij Scharifowitsch Rahmonow, wie er bis dato hieß, seinen Namen in Emomalii Rahmon. Dies sei, laut Rahmon, Teil der neuen Identitätsfindung Tadschikistans.

Präsidentenpalast in Duschanbe

Religion und Politik

Rahmon ist ein sunnitischer Muslim und hat seine Pilgerfahrt nach Mekka im März 1997 absolviert. Er setzt sich für enge Beziehungen zwischen den islamischen Ländern in der Region ein, insbesondere zu Iran und Afghanistan.

Die internationale Staatengemeinschaft hat wiederholt die Regierung Rahmon wegen Verletzungen von Menschenrechten und der Pressefreiheit angeprangert [1]

Im Rahmen des Treffens der Organisation der Islamischen Konferenz im Jahre 2010 in Dushanbe sprach sich Rahmon gegen den "Mißbrauch" des Islam zu politischen Zwecken aus. "Terrorismus und Terroristen haben keine Nation, kein Land und keine Religion." Rahmon fügte hinzu: "Durch Benutzung des Begriffs 'islamischer Terrorismus' wird nur der Islam diskreditiert, dies entwürdigt die reine und friedfertige Religion des Islam[2]."

Aus Angst vor wachsendem Islamismus unterzeichnete Rahmon Anfang August 2011 ein Gesetz, das im muslimisch geprägten Tadschikistan Jugendlichen unter 18 Jahren den Besuch von Moscheen verbietet. Eltern drohen langjährige Haftstrafen, falls ihre Kinder an religiösen Zeremonien teilnehmen. Ausgenommen sind nur Beerdigungen[3].

Quellen

Einzelnachweise

  1. Vgl. U.S. Dept. of State: "2008 Human Rights Reprots: Tajikistan"
  2. Top Islamic Body Holds Foreign Minister Meeting In Dushanbe, Radio Free Europe, 18. Mai 2010
  3. Vgl.: Tadschikistan verbietet Kindern Moschee-Zutritt, Neue Zürcher Zeitung, 3. Aug. 2011

Weblinks

 Commons: Emomalii Rahmon – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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