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| EnBW Energie Baden-Württemberg AG | |
|---|---|
| Rechtsform | Aktiengesellschaft |
| ISIN | DE0005220008 |
| Gründung | 1997 |
| Sitz | Karlsruhe, Deutschland |
| |
| Mitarbeiter | 20.296 (31. Dez. 2011)[1] |
| Umsatz | 18,789 Mrd. EUR (2011) |
| Produkte | Energie, Umweltdienstleistungen |
| Website | www.enbw.com |
Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG ist ein börsennotiertes Energieversorgungsunternehmen mit Sitz in Karlsruhe. Das Unternehmen ist nach E.ON und RWE das drittgrößte Energieunternehmen in Deutschland.[2]
Inhaltsverzeichnis |
Die ersten Bestrebungen, die Energieversorgung im deutschen Südwesten auf eine neue, gemeinsame Basis zu stellen, nahmen Ende der 1980er Jahre konkrete Formen an. Die vier großen Energieversorgungsunternehmen in Baden-Württemberg – (Badenwerk AG, Energie-Versorgung Schwaben AG (EVS), Neckarwerke und die Technischen Werke der Stadt Stuttgart (TWS) – gründeten im Februar 1989 die Stiftung "Energieforschung Baden-Württemberg“. Damals musste die Energiebranche angesichts der absehbaren europaweiten Liberalisierung der Energiemärkte effiziente Strukturen bei Produktion, Verteilung und Vertrieb schaffen. In den Folgejahren kam es zu ersten Fusionsverhandlungen zwischen Badenwerk und EVS. Die für 1993 angepeilte, vom Bundeskartellamt genehmigte Fusion kam aber zunächst nicht zustande, weil der Aufsichtsrat des Badenwerks sie stoppte.
Gleichwohl wurden die Pläne weiterverfolgt und Regeln für die Ausübung des Stimmrechts der öffentlichen Anteilseigner in den beteiligten Gesellschaften geändert. Das führte im Frühjahr 1995 zur Gründung der Stimmbindungsgesellschaft 'Energieverbund Baden-Württemberg' (EBW). Die Fusion wurde im August 1996 auf den Weg gebracht, als die Vorstände von Badenwerk und EVS einige Teams und einen gemeinsamen Steuerungsausschuss bildeten (besetzt mit Vorstandsmitgliedern aus beiden Unternehmen), die sich mit organisatorischen und betriebswirtschaftlichen Fragen der Fusion beschäftigten und konkrete Pläne zur Umsetzung entwickelten.
Ende 1996 gründeten die Fusionspartner je eine Gesellschaft, in die das jeweilige Betriebsvermögen eingebracht wurde und die die Betriebsführung des operativen Geschäftes übernahm. Der endgültige Beschluss zur Verschmelzung der Unternehmen sollte, so der Plan, am 20. August 1997 in gleichzeitig stattfindenden Hauptversammlungen gefällt und rückwirkend zum 1. Januar 1997 wirksam werden.
Am 13. Dezember 1996 wurden die Fusionsverträge der Neckarwerke und der Technischen Werke der Stadt Stuttgart (TWS) zur Neckarwerke Stuttgart AG (NWS) unterzeichnet.
Auf außerordentlichen Hauptversammlungen am 27. Februar billigten die Anteilseigner das Fusionskonzept und die vorgenommen Vermögensumschichtungen und Gesellschaftsneugründungen zur Vorbereitung der Fusion von Badenwerk und EVS.
Die Hauptversammlungen von Badenwerk und EVS beschlossen am 20. August 1997 die Fusion der beiden baden-württembergischen Energieunternehmen. Der Name des neuen Unternehmens lautete Energie Baden-Württemberg AG, abgekürzt EBW. Die Aktien der Badenwerk Holding AG (Verhältnis 1:1) und der EVS Holdings AG (Verhältnis 1:1,58) wurden in EBW-Aktien umgetauscht. Zum Vorstand der neuen EBW wurden berufen: Gerhard Goll (Vorsitzender), Dr. Karlheinz Bozem (stellv. Vorsitzender), Hans-Jürgen Arndt und Dr. Hartmut Bilger.
Der EBW-Vorstand teilte im Dezember 1997 die Entscheidungen zur Neuordnung des Konzerns mit: Es sollten als eigenständige Tochtergesellschaften der Holding eine Kraftwerksgesellschaft, eine Transportnetzegesellschaft, eine Stromhandelsgesellschaft und eine Vertriebsgesellschaft gegründet werden. Badenwerk und EVS blieben als Regionalgesellschaften bestehen.
Im Januar 1998 wurde aus marketingtechnischen Gründen der abgekürzte Name des Konzern von "EBW" in "EnBW" geändert. Eine erste Werbekampagne unter dem neuen Namen wurde gestartet.
Im Juli 1999 fusionierten die bis dahin noch existieren Gesellschaften EnBW Badenwerk und EnBW EVS zur EnBW Regional AG (REG). Damit war die Fusion auch im operativen Geschäft abgeschlossen.
Die beiden Tochtergesellschaften der ehemaligen EVS Ueberlandwerk Jagstkreis AG in Ellwangen und die Mittelschwäbische Überlandzentrale AG in Giengen an der Brenz beschlossen im Juli 1999 rückwirkend zum Jahresbeginn den Zusammenschluss zur EnBW Ostwürttemberg DonauRies AG (ODR).
Im Januar 2000 verkaufte das Bundesland Baden-Württemberg seinen Aktienanteil von zunächst 25,1 % für 2,4 Milliarden € an den staatsdominierten französischen Stromkonzern Électricité de France (EdF).
Im September 2001 kaufte die EnBW 29,9 Prozent der Aktien der Stadtwerke Düsseldorf AG.
Im Oktober 2003 erfolgte der Zusammenschluss der EnBW mit der Neckarwerke Stuttgart AG.
Im Dezember 2005 kaufte EnBW weitere 25,05 Prozent der Stadtwerke-Düsseldorf-Aktien für 361 Millionen Euro. Mit nun 54,95 Prozent erlangte sie so die Mehrheit an den Stadtwerken Düsseldorf.
Im Juli 2009 beteiligte sich EnBW mit 26 Prozent am Oldenburger Energiekonzern EWE AG. Der Einstieg erfolgte in Form eines Aktienkaufes und einer Kapitalerhöhung.[3]
Am 9. Dezember 2009 gab EnBW bekannt, von der gemeinsam mit BKW FMB Energie betriebenen Projektentwicklung für ein Kohlekraftwerk in Dörpen im Emsland Abstand zu nehmen, nachdem der ortsansässige Papierhersteller UPM Nordland Papier eine Kraft-Wärme-Kopplung mit dem geplanten Kraftwerk abgelehnt hatte.[4][5] Gegen den Bebauungsplan waren im Sommer 2009 insgesamt mehr als 8.000 Einwendungen erhoben worden.[6]
Deutlich mehr als die Hälfte des Gewinns stammte 2010 aus dem Betrieb der vier konzerneigenen Kernkraftwerke.[7] Die Bundesregierung änderte wenige Tage nach dem Beginn der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 ihre Atompolitik radikal: sie beschloss im März 2011 ein Atom-Moratorium, gemäß dem 8 der 17 deutschen Kernreaktoren - auch die beiden EnBW-Kernkraftwerke Philippsburg I und Neckarwestheim I - ausgeschaltet wurden. Sie blieben auch nach dem Ende des Moratoriums ausgeschaltet und verloren durch den deutschen Atomausstieg im Augustz 2011 ihre Betriebserlaubnis. Dadurch brach der EnBW-Gewinn deutlich ein.[8] [9] [10]: Im ersten Halbjahr 2011 wies EnBW einen Verlust von 590 Millionen Euro aus[11]; der amtierende baden-württembergische Finanzminister Nils Schmid (SPD) muss nun auch für 2012 die Zinsen i.H.v. 110 Mio. Euro für den fremdfinanzierten Rückkauf der EnBW-Anteile aus dem Landeshaushalt einkalkulieren.[12]
Im Juli 2011 kündigte EnBW – wie zuvor bereits zwei andere deutsche Stromkonzerne, RWE und E.ON – an, gegen die Brennelementesteuer gerichtliche Klage einzureichen.[13] Im Januar 2012 urteilte das Finanzgericht Baden-Württemberg in Stuttgart in zwei Beschlüssen, diese sei verfassungsgemäß und europarechtskonform. EnBW wird voraussichtlich den Bundesfinanzhof anrufen, wo bereits Beschwerden gegen die Entscheidungen der Finanzgerichte Hamburg und München anhängig sind. Eine endgültige Klärung der Rechtslage steht also noch aus; möglicherweise werden erst das Bundesverfassungsgericht oder der Gerichtshof der Europäischen Union abschließend über die Brennelementesteuer urteilen. Voraussichtlich wird der Rechtsstreit Jahre andauern. [14]
Im Zuge der Energiewende will der verstaatlichte Konzern künftig nur noch in Windkraft an Land und auf See sowie in Gaskraftwerke investieren, sobald der Bau des letzten Kohlekraftwerks in Karlsruhe abgeschlossen ist. EnBW soll, nach dem Willen der neuen Landesregierung, „raus aus der Konfrontation, rein in die Kooperation“ und zum "Ökoversorger" werden. [15]
Anfang November 2011 zeichnete sich ein Rechtsstreit um den Verkauf von Anteilen (48%) an der Leipziger Verbundnetz Gas (VNG) ab. Der 2009 von der EnBW mit einem Anteil von 26% gekaufte Oldenburger Versorger EWE AG möchte diese abstoßen. In diesem Zusammenhang verschärfte sich die Diskussion um die Vertragsverlängerung[16] des Vorstandschefs Hans-Peter Villis.[17] Schließlich wurde bekannt, dass dieser seinen Ende September 2012 auslaufenden Vertrag nicht zu verlängern beabsichtigt.[18]
Ende 2010 - die Bundesregierung hatte kurz zuvor eine Laufzeitverlängerung für die seinerzeit 17 aktiven deutschen Kernkraftwerke beschlossen - kaufte das Land Baden-Württemberg 45% der EnBW-Anteile für insgesamt 4,7 Milliarden EUR auf Kredit von der EdF zurück.[19] Zinsen in Höhe von 110 Mio. Euro[12] sollten – so der damalige Ministerpräsident Mappus – aus kalkulierten Dividenden des Konzerns in Höhe von 170 Mio. Euro[12] bezahlt werden.
Im Oktober 2011 beanstandete der Staatsgerichtshof Baden Württemberg die Umgehung des Parlaments beim Rückkauf der EnBW-Anteile mittels Notbewilligungsrecht durch die damalige Regierung, unterzeichnet von Finanzminister Willi Stächele, als Verstoß gegen die Verfassung.[20] Unter politischen Druck trat Stächele daraufhin am 12. Oktober 2011 vom Amt des Landtagspräsidenten zurück. In der Folge flammte die Diskussion um das Zustandekommen des Rückkaufs der EdF-Anteile erneut auf.[21][22]
Am 16. Februar 2012 legte der baden-württembergische Finanzminister und Vizeministerpräsident Nils Schmid (SPD) einen Tag vor Fristablauf Schiedsklage vor der Handelskammer Paris ein. Dieser Vorgang fällt sofort unter die Pflicht zur Veröffentlichung an den Börsen. Mit ihm soll geklärt werden, ob die EdF einen überhöhten Preis für den Rückverkauf der EnBW-Anteile bekommen hat. Die Möglichkeit eines solchen Schiedsverfahrens war im Kaufvertrag festgelegt worden; die EdF hatte allerdings bereits zwei Mal eine Verlängerung der Klagefrist abgelehnt. Sollte der Rückkaufpreis über dem damaligen Marktwert der Anteile gelegen haben, könnte ein Verstoß gegen das europäische Beihilferecht vorliegen: bei zwischenstaatlichen Vereinbarungen ist die Verhandlung von Kaufpreisen nicht frei. Das Schiedsgericht aus einem Vertreter beider Seiten und einem gemeinsam bestellten Vorsitzenden hat Befugnisse und Kompetenzen wie ein ordentliches Gericht.[23]
Auch der Rechnungshof Baden-Württemberg prüft die Höhe des Rückkaufpreises. Es ist strittig, ob der gewährte, von der vermittelnden Bank Morgan Stanley akzeptierte, so genannte Paketzuschlag gerechtfertigt war, da die dabei angenommenen Synergieeffekte ausbleiben. Für eine tiefgehende Prüfung des Verkaufspreises durch die Bank (so genanntes „Due Diligence“-Verfahren) sei zu wenig Zeit gewesen, es wurde lediglich eine Prüfung öffentlich zugänglicher Dokumente des Verkäufers („Fairness Opinion“) vorgenommen.[23]
Ende Februar 2012 teilte die EdF der baden-württembergischen Staatsregierung mit, dass sie auf Mappus´ Schweigepflicht bezüglich der bis dato geheim gehaltenen und weiter geheim zu haltenden Rückkaufsvertragsbestandteile beharre.[24] Die südwestdeutsche Landesregierung geht davon aus, dass Mappus zum größten Teil des Vertrags Stellung nehmen kann und soll, da die meisten Teile mittlerweile öffentlich zugänglich geworden seien; er selbst will dies auch.[25]
Der Vorstand der EnBW-Holding:
Die wichtigsten EnBW-Kerngesellschaften:
Hauptaktionäre der EnBW waren bis zum 18. Februar 2011 mit 45,01% die Électricité de France (EdF) sowie mit 45,01% die Oberschwäbischen Elektrizitätswerke (OEW). Ein Konsortialvertrag zwischen den beiden Haupteigentümern übertrug die unternehmerische Führung an die EdF. Er sollte bis 2012 gelten. Des Weiteren wurde vereinbart, dass kein Partner mehr Anteile als der andere besitzen dürfe, und dass wichtige Entscheidungen nur im Einvernehmen zu treffen seien.
Am 6. Dezember 2010 gab die Landesregierung Baden-Württemberg bekannt, dass sie die Anteile der EDF für 4,67 Mrd. Euro (41,50 Euro pro Aktie) zurückkaufen wird, um sie anschließend an der Börse zu platzieren.[28] Die Übernahme erfolgt über die NECKARPRI GmbH, die zu 100 Prozent dem Land Baden-Württemberg gehört. Diese Gesellschaft unterbreitet auch allen anderen Aktionären ein Übernahmeangebot in Höhe von 41,50 Euro pro Aktie. Am 15. Dezember 2010 genehmigte der Landtag Baden-Württembergs dafür nachträglich eine Landesbürgschaft in Höhe von 5,9 Milliarden Euro.[29][30] Die OEW planen nicht, ihre Anteile an diese Landesgesellschaft zu verkaufen.
Seit dem 18. Februar 2011 besitzt das Land Baden-Württemberg über seine 100 % Tochter Neckarpri GmbH den Aktienanteil der EdF. Somit hält Neckarpri 45,01 Prozent der Aktien an der EnBW Energie Baden-Württemberg AG und verfügt damit über Stimmrechte aus 112.517.569 Stammaktien.
Neben der Neckarpri GmbH (mit 45,01 Prozent) halten (Stand: 18. Februar 2011) die OEW Energie-Beteiligungs GmbH (OEW) ebenfalls 45,01 Prozent der EnBW-Aktien, die Badische Energieaktionärs-Vereinigung (BEV) hält 2,54 Prozent, der Gemeindeelektrizitätsverband Schwarzwald-Donau (G.S.D.) 1,28 Prozent, der Landeselektrizitätsverband Württemberg (LEVW) 0,54 Prozent, der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) 0,69 Prozent sowie weitere kommunale Aktionäre 0,78 Prozent der EnBW-Aktien. Die EnBW selbst hält 2,30 Prozent; 1,85 Prozent der EnBW-Aktien sind im Streubesitz. Da im Rahmen des Verkaufs des EdF-Anteils rund 3,08 Prozent der weiteren Aktionäre von ihrem Verkaufsrecht zum mit den Franzosen vereinbarten Wert Gebrauch machen wollten, erhöhte sich der Anteil von Neckarpri und OEW auf jeweils rund 46,55 Prozent.[31]
| Anteil | Anteilseigner |
|---|---|
| 46,55 % | OEW Energie-Beteiligungs GmbH |
| 46,55 % | NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH* |
| 2,45 % | Badische Energieaktionärs-Vereinigung |
| 2,30 % | eigene Anteile |
| 0,95 % | Gemeindeelektrizitätsverband Schwarzwald-Donau |
| 0,70 % | Neckar-Elektrizitätsverband |
| 0,11 % | Landeselektrizitätsverband Württemberg |
100 Prozentige Tochtergesellschaft des Landes Baden-Württemberg
| Kennzahl | 2010[32] | 2009[33] | +/- in % |
|---|---|---|---|
| Stromabsatz | 146,9 Mrd. kWh | 119,7 Mrd. kWh | 22,7 |
| Gasabsatz | 63,6 Mrd. kwh | 65,8 Mrd. kWh | -18,5 |
| Umsatz | 17,5 Mrd. Euro | 15,6 Mrd. Euro | +12,5 |
| EBITDA | 2,84 Mrd. Euro | 2,62 Mrd. Euro | +8,5 |
| EBIT | 2,12 Mrd Euro | 1,88 Mrd. Euro | +12,1 |
| Konzernüberschuss | 1,17 Mrd. Euro | 0,88 Mrd. Euro | +12,4 |
| Ergebnis je Aktie | 4,06 Euro | 3,60 Euro | +12,2 |
| Mitarbeiter | 20.450 | 20.914 | -2,2 |
Nach §42 EnWG zur Stromkennzeichnung sind seit dem 15. Dezember 2005 alle Energieversorgungsunternehmen in Deutschland verpflichtet, die Herkunft ihres Stroms zu veröffentlichen. Für die deutsche EnBW Vertrieb GmbH und den gesamten EnBW-Konzern ergeben sich damit folgende Werte:
| bundesweiter Durchschnitt |
EnBW Vertrieb GmbH[34] (2010) |
EnBW Konzern[32] (2010) | |
|---|---|---|---|
| Erneuerbare Energieträger | 16 % | 24 % | 10,5 % |
| Kernenergie | 25 % | 47 % | 51 % |
| Fossile Energieträger + sonstige | 59 % | 29 % | 34,5 % |
| Radioaktiver Abfall (mg/kWh) | 0,7 | 1,3 | |
| CO2-Emissionen (g/kWh) | 506 | 235 |
Der von EnBW und somit auch von ihrer Tochter Yello vertriebene Strom enthielt bis zur Abschaltung der EnBW-Kernkraftwerke Neckarwestheim 1 und Philipsburg 1 am 6. August 2011 den größten Anteil an Kernkraft aller großen deutschen Energieversorger. Der Strommix hatte einen geringen Ausstoß an CO₂ und einen überdurchschnittlichen Anteil an erneuerbaren Energien, der vor allem aus großen Wasserkraftwerken kommt. Der Strommix des EnBW-Konzerns erzeugte somit eine überdurchschnittliche Menge radioaktiver Abfälle, trug aber – für einen Nicht-Ökostrom-Tarif – wenig zum Treibhauseffekt bei, da beim Uranbergbau weniger CO₂ emittiert wird als bei der Verstromung von Kohle.
In einer im Winter 2006 laufenden Anzeigenkampagne versuchte die EnBW, Kernkraft als „grüne“ Energiequelle zu bewerben und dadurch längere Laufzeiten für das Kernkraftwerk Neckarwestheim durchzusetzen. In der Anzeige sieht man eine Baumgruppe, deren Teile wie ein Reaktor mit dazugehörigen Kühltürmen geformt sind. Dies wurde als Greenwashing oder eine moderne Form von „Neusprech“ kritisiert.
Die EnBW versteht sich als Partner und Förderer des Sports in Baden-Württemberg und unterstützt zahlreiche Sportvereine und -verbände sowie Veranstaltungen des Breitensports.
So hat die EnBW im Sommer 2010 nach Ablauf des Fünfjahresvertrages als Trikotsponsor die Zusammenarbeit mit dem Fußballbundesligisten VfB Stuttgart durch einen Dreijahresvertrag als Exklusiv-Partner fortgesetzt. Ebenso ist die EnBW Exklusiv-Partner des Karlsruher SC.[35]
Die EnBW ist seit 2010 Hauptsponsor des Handball-Bundesligisten Frisch Auf Göppingen, HBW Balingen-Weilstetten sowie des Basketball-Zweitligisten Kirchheim Knights, des Basketball-Bundesligisten EnBW Ludwigsburg und des Bruchsaler Fußballkreisligisten SV Philippsburg sowie der EnBW TV Rottenburg.
Die EnBW unterstützt als Sponsor und Mitveranstalter seit 2002 die Tour de Ländle und als Namensgeber und Sponsor die EnBW-Oberliga Junioren im Bereich Fußball.[36] Zudem werden gefördert Veranstaltungen des badischen und Schwäbischen Turnerbundes sowie eine Vielzahl von Breitensportveranstaltungen wie den Stuttgart Lauf oder den EnBW Oberschwaben Pokal. Als Haupt- und Presentingsponsor unterstützte die EnBW auch die Schacholympiade 2008 in Dresden
Zusätzlich war die EnBW nationaler Förderer der FIFA WM 2006 in Deutschland.
Das kulturelle Engagement der EnBW umfasst Partnerschaften mit renommierten Institutionen, wie dem Stuttgarter Ballett, dem Festspielhaus Baden-Baden, dem Kunstmuseum Stuttgart und dem ZKM Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und auch eigene Ausstellungsreihen mit regionalen und überregionalen Kunstschaffenden. Die EnBW engagiert sich zudem auch für Bildung, Wissen, Soziales sowie Umwelt und sie betreibt zahlreiche eigene Programme wie die EnBW-Energiekiste, die Energie-Exponate, Schulwettbewerbe und ist z.B. Partner und Namensgeber des Ehrenamtspreises Impuls im Rahmen des Wettbewerbs 'Echt Gut! Ehrenamt in Baden-Württemberg'. Außerdem führt die EnBW in Kooperation mit der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg das Amphibienschutzprogramm „Impulse für die Vielfalt“ durch.
Weiteres Kultur- und Gesellschaftssponsoring (Bildung, Wissen, Soziales, Umwelt)
Seit 1998 vergibt die EnBW an Bildende Künstler und Künstlerinnen mit Bezug zum alemannischen Sprachraum den EnBW-Förderpreis.
Die EnBW beschäftigt sich seit 2008 mit verschiedenen Themen im Bereich Elektromobilität. [37]Dabei geht es bislang um die Entwicklung und den Betrieb einer Ladeinfrastruktur (Ladesäulen, Abrechnungssysteme, Integration in Smart Grid) sowie der Erprobung der Altagstauglichkeit elektrisch angetriebener Fahrzeuge (E-Bike, Elektroauto, Elektrofahrräder).
Konkret war bzw. ist die EnBW an folgenden Projekten beteiligt
Zahlreiche Leitungen, die einst von der Energie-Versorgung Schwaben (EVS) errichtet wurden, verfügen über mindestens ein Luftkabel zur Nachrichtenübertragung, welches girlandenförmig am Erd- oder einem Hilfsseil montiert ist.
49.0058048.436678Koordinaten: 49° 0′ 21″ N, 8° 26′ 12″ O