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Entenvögel

Entenvögel
Stockenten-Paar (Anas platyrhynchos)

Stockenten-Paar (Anas platyrhynchos)

Systematik
Unterstamm: Wirbeltiere (Vertebrata)
Klasse: Vögel (Aves)
Ordnung: GÀnsevögel (Anseriformes)
Familie: Entenvögel
Wissenschaftlicher Name
Anatidae
Vigors, 1825

Die Familie der Entenvögel (Anatidae) ist die artenreichste aus der Ordnung der GĂ€nsevögel (Anseriformes). Sie umfasst 47 Gattungen und etwa 150 Arten. Zu dieser Gruppe gehören so bekannte Typen von Wasservögeln wie die Enten, GĂ€nse und SchwĂ€ne. Vielleicht abgesehen von den HĂŒhnervögeln hat keine andere Vogelgruppe so zahlreiche Wechselbeziehungen zum Menschen: Allein fĂŒnf Arten wurden domestiziert, Entenvögel werden wegen ihres Fleisches, ihrer Eier und ihrer Federn gejagt und gehalten, und in vielerlei Form haben sie Eingang in MĂ€rchen, Sagen und Comics erhalten.

Inhaltsverzeichnis

Merkmale

Alle Entenvögel sind mehr oder weniger stark an ein aquatisches Leben angepasst. Ihr langer, breiter Körper gibt ihnen beim Schwimmen Auftrieb, die FĂŒĂŸe sind mit SchwimmhĂ€uten versehen (Ausnahme: Hawaiigans) und setzen weit hinten am Körper an. Dadurch wirkt der Gang an Land etwas ungeschickt, doch sind Entenvögel beim Laufen lĂ€ngst nicht so unbeholfen wie viele Seevögel. Der Hals ist oft auffĂ€llig lang – vor allem bei den GĂ€nsen und SchwĂ€nen, aber auch bei einigen Enten.

Die GrĂ¶ĂŸe der Entenvögel reicht von 30 cm (Zwergenten) bis 180 cm (Trompeterschwan), das Gewicht liegt zwischen 230 g und 22,5 kg. Die FlĂŒgelspannweite eines Trompeterschwans kann 240 cm betragen.

Das Gefieder ist sehr dicht und wird mit dem Sekret der gut entwickelten BĂŒrzeldrĂŒse regelmĂ€ĂŸig eingeölt, um es wasserabweisend zu machen. Viele Entenvögel sind außerordentlich farbenfroh. Dies trifft in besonderem Maße auf die Enten der Unterfamilie Anatinae zu, die oft ein Gefieder in leuchtenden Farben haben, wĂ€hrend bei den GĂ€nsen weiße, braune und graue Grundfarben ĂŒberwiegen. Meistens gibt es hier einen ausgeprĂ€gten Geschlechtsdimorphismus, bei dem die MĂ€nnchen prĂ€chtig gefĂ€rbt sind, die Weibchen aber unscheinbar graubraun. Am Ende der Brutzeit durchlaufen Entenvögel eine Mauser, bei der sie kurzzeitig flugunfĂ€hig werden und bei der sich MĂ€nnchen mit dem so genannten Schlichtkleid oft in der FĂ€rbung vorĂŒbergehend den Weibchen angleichen. Das Jugendgefieder Ă€hnelt meistens dem Weibchengefieder. Eine bemerkenswerte Ausnahme vom ĂŒblichen FĂ€rbungsschema ist die Paradieskasarka, die als einziger Entenvogel einen umgekehrten Geschlechtsdimorphismus mit farbenprĂ€chtigeren Weibchen hat.

Oberhalb der Augen haben alle Entenvögel SalzdrĂŒsen, durch die aufgenommenes Salz wieder ausgeschieden werden kann. Das hochschnĂ€blige Profil mariner Arten wie der Eiderenten lĂ€sst sich damit erklĂ€ren, dass dem ausgeschiedenen Salz ein besserer Abfluss ĂŒber den Schnabel ermöglicht werden soll.

HöckerschwÀne sind heute die in Europa bekanntesten SchwÀne

Entenvögel haben einen verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig breiten Schnabel, dessen RĂ€nder mit Lamellen versehen sind. Ein Stockentenschnabel weist oberseits 36 bis 54, unterseits 72 bis 80 Lamellen auf. Bei den Entenvögeln, die sich von Kleinstlebewesen ernĂ€hren, dienen die Lamellen als Filterapparat. Durch den halb offenen Schnabel wird Wasser eingesaugt, das dann durch die Lamellen hinausgepresst wird. Oft finden sich Modifikationen der ursprĂŒnglichen Lamellenstruktur, so bei den SĂ€gern, bei denen die Lamellen zu kleinen ZĂ€hnen umgebildet sind, die das Festhalten der Fischbeute erleichtern. Der Schnabel der Entenvögel ist oft bunt gefĂ€rbt, vor allem bei MĂ€nnchen im Brutkleid nimmt er leuchtende Farben an. Der Oberschnabel hat eine verhornte Spitze. Er ist mit Tastsinneszellen dicht besetzt.

Die FlĂŒgel der Entenvögel sind kurz und krĂ€ftig. Wegen des verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig hohen Gewichts der Vögel und der geringen FlĂŒgelflĂ€che ist ein permanenter FlĂŒgelschlag erforderlich und es sind keine Gleitphasen möglich. Um sich in die Luft zu erheben, mĂŒssen vor allem die grĂ¶ĂŸeren Arten einige Meter auf der WasseroberflĂ€che laufen. Einmal in der Luft, können Entenvögel ausdauernd weite Strecken zurĂŒcklegen, zum Teil in Höhen bis zu 8000 m. Eine Ausnahme sind drei Arten der Dampfschiffenten, die völlig flugunfĂ€hig geworden sind.

Der Schwanz ist meistens sehr kurz und viereckig, manchmal auch leicht gerundet. Nur Ruderenten sind verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig langschwĂ€nzig. Die wichtigste Funktion des Schwanzes ist die Steuerung im Flug.

Entenvögel schwimmen mit abwechselnden SchlĂ€gen der FĂŒĂŸe. Auch tauchen können alle Entenvögel, obwohl sie diese FĂ€higkeit in sehr unterschiedlichem Maße nutzen. Manche tun es nur im Notfall, andere wie Tauch-, Meer- und Ruderenten bei der tĂ€glichen Nahrungssuche.

Bei der Betrachtung der inneren Organe ist das vergrĂ¶ĂŸerte Herz oft tauchender Enten auffĂ€llig. Der Muskelmagen ist bei den GĂ€nsen vergrĂ¶ĂŸert, um die faserhaltigen Pflanzen zerkleinern zu können; eine noch stĂ€rkere VergrĂ¶ĂŸerung findet man bei Meerenten, die Molluskenschalen aufnehmen. Die Pflanzenfresser unter den Entenvögeln haben zudem große BlinddĂ€rme.

Die meisten Entenvögel sind sehr stimmfreudig. Bekannt ist hierbei das Quaken der Schwimmenten. Nur weibliche Enten quaken, wĂ€hrend MĂ€nnchen andere Laute, zum Beispiel dĂŒnne Pfeiflaute von sich geben. GĂ€nse sind fĂŒr das laute Schnattern, PfeifgĂ€nse und HalbgĂ€nse meistens fĂŒr pfeifende Lautgebungen bekannt. Am weitesten können die Rufe der SchwĂ€ne tragen. Der Trompeterschwan hat am Stimmkopf und entlang der Luftröhre blasenförmige Resonanzkammern (Bullae), die die LautstĂ€rke der Schreie enorm verstĂ€rken. Allein die Ruderenten sind wenig stimmfreudig und abgesehen von Zisch- und Grunztönen nahezu stumm.

Verbreitung und Lebensraum

Tafelenten gehören zu den in Mitteleuropa hÀufigeren Tauchenten

Entenvögel sind auf allen Kontinenten mit Ausnahme von Antarktika verbreitet. Sie kommen in allen Klimazonen von der hocharktischen Tundra bis zu den tropischen RegenwĂ€ldern vor. Dabei findet man sie an allen Arten von aquatischen Habitaten. Die meisten Arten brĂŒten allerdings am SĂŒĂŸwasser und kommen nur auf dem Zug und im Winter ans Meer; das gilt selbst fĂŒr die meisten der so genannten Meerenten. Mit der Rostgans und der Streifengans gibt es zwei Arten, die im Gebirge selbst noch in 5000 m Höhe anzutreffen sind.

WĂ€hrend tropische und subtropische Arten meistens Standvögel sind, unternehmen viele Entenvögel der gemĂ€ĂŸigten und vor allem der polaren und subpolaren Zonen ausgedehnte Wanderungen. Bekannt sind vor allem die ZĂŒge der arktischen GĂ€nse, die mehrere tausend Kilometer zurĂŒcklegen, um ihre Winterquartiere zu erreichen.

Lebensweise

Man findet unter den Entenvögeln sowohl tag- als auch nachtaktive Arten. Die meisten sind jedoch nicht festgelegt und vor allem in der DĂ€mmerung aktiv. Oft schlafen Entenvögel auf dem Wasser, wobei sie den Kopf unter einen FlĂŒgel stecken. Einen großen Teil des Tages verbringen sie mit der Pflege des Gefieders, das mit dem Sekret der BĂŒrzeldrĂŒse regelmĂ€ĂŸig eingeölt wird. Auch die nicht tauchenden Arten benetzen ihr Gefieder regelmĂ€ĂŸig mit Wasser, indem sie mit den FlĂŒgeln heftig auf die WasseroberflĂ€che schlagen.

WĂ€hrend nur wenige Arten in Kolonien brĂŒten, findet man Entenvögel außerhalb der Brutzeit oft in großen Ansammlungen. Diese können auch mehrere Arten umfassen – so mischen sich Schwimmenten und Tauchenten oft unter andere Arten des gleichen Tribus. Nur drei Arten sind strikte EinzelgĂ€nger: die Saumschnabelente, die BlauflĂŒgelgans und die Sturzbachente.

ErnÀhrung

Unter den Entenvögeln haben sich sehr unterschiedliche ErnĂ€hrungstypen herausgebildet, so dass sich kaum etwas Gemeinsames sagen lĂ€sst. GĂ€nse und SchwĂ€ne sind vor allem herbivor. Bei den SchwĂ€nen dient der lange Hals dazu, den Wassergrund zu erreichen und dort an Wasserpflanzen zu gelangen. Adulte GĂ€nse suchen meistens auf dem Land nach GrĂ€sern, Samen, KrĂ€utern und Moosen – dagegen sind ihre Jungen oft Insekten- und Krebstierfresser. Auch HalbgĂ€nse sind meistens Pflanzenfresser, manche sogar ausschließlich.

Der breite Schnabel der Löffelente ist fĂŒr das Filtern von Kleinstlebewesen spezialisiert

Die Schwimmenten grĂŒndeln mit Hilfe ihrer Schnabellamellen im flachen Wasser. Den Bodenschlamm suchen sie nach Wasserinsekten, Krebstieren und Pflanzenteilen ab. Bei der Löffelente ist der Lamellenapparat so verfeinert, dass sie zu einem Planktonfilterer geworden ist. Auch Tauchenten und Ruderenten grĂŒndeln, meistens aber tauchen sie zum Grund. Dort fressen sie vor allem Wasserpflanzen, manchmal auch Insekten und Krebstiere. Unter den Meerenten und SĂ€gern findet man ebenfalls viele Vertreter, die nach Kleintieren tauchen. Die SĂ€ger sind spezialisierte FischjĂ€ger, die Eiderenten fressen vor allem Mollusken.

Der tĂ€gliche Nahrungsbedarf der Entenvögel betrĂ€gt etwa 10 % des Eigengewichts. Die Pflanzenfresser nehmen auch Sand und kleine Steine auf, um den Muskelmagen beim Zerkleinern der schwer verdaulichen Nahrung zu unterstĂŒtzen (Gastrolithen).

Manche Entenvögel betĂ€tigen sich auch als Kleptoparasiten. Schnatterenten sieht man gelegentlich beim Überfall auf BlĂ€sshĂŒhner, denen die Nahrung geraubt wird. Ebenso attackieren Pfeifenten in gleicher Absicht Tauchenten. Meistens sind Entenvögel allerdings Opfer von Kleptoparasitismus, vor allem durch Möwen.

Fortpflanzung

Die meisten Entenvögel brĂŒten nicht in Kolonien. Ausnahmen sind hier vor allem die GĂ€nse der Tundra, da Kolonien in einer weiten, offenen Landschaft noch den verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig besten Schutz vor RĂ€ubern bieten. Kolonien von Entenvögeln sind selten ĂŒbermĂ€ĂŸig groß und umfassen in der Regel einige Dutzend bis hundert Paare.

Monogamie ist die Regel, und mit der Afrikanischen Ruderente und der Höckerglanzgans sind ĂŒberhaupt nur zwei Arten bekannt, die davon abweichend in Polygamie leben. Bei den meisten Enten suchen die Individuen in jeder Brutsaison einen neuen Partner. Dagegen verpaaren sich GĂ€nse und SchwĂ€ne fĂŒr das Leben. Bei einer Gruppe von HöckerschwĂ€nen konnte festgestellt werden, dass von den erfolgreich brĂŒtenden Tieren 97 % im Folgejahr mit demselben Partner brĂŒteten. Zum Zusammenfinden der Paare gehört ein Balzzeremoniell, das bei jenen Arten komplexer ist, die sich jĂ€hrlich neu verpaaren.

Junge Stockenten im Nest

FĂŒr den Nestbau ist gewöhnlich das Weibchen zustĂ€ndig. Bei SchwĂ€nen und PfeifgĂ€nsen ist auch das MĂ€nnchen beteiligt, beim Koskorobaschwan und bei der HĂŒhnergans baut allein das MĂ€nnchen das Nest. Selten ist das Nest mehr als eine Vertiefung im Boden, die mit Vegetation ausgelegt wird. Ausgepolstert wird das Nest oft auch mit Daunenfedern der Brust, die sich das Weibchen hierfĂŒr ausrupft. Damit wird gleichzeitig der Brutfleck freigelegt.

Etwas komplexer sind die Nester vieler SchwĂ€ne, die sehr große Nester aus GrĂ€sern, Wasserpflanzen und Zweigen bauen. Trotz ihrer Ausmaße sind diese Nester schwer zu lokalisieren, da sie der Vegetation der Umgebung gleichen. Mit den PfeifgĂ€nsen, SĂ€gern und Moschusenten gibt es auch BaumbrĂŒter unter den Entenvögeln. GĂ€nsesĂ€ger und Schellenten brĂŒten in Baumhöhlen.

Es werden vier bis dreizehn Eier gelegt, wobei SchwĂ€ne und GĂ€nse die kleinsten und Schwimm- und Tauchenten die grĂ¶ĂŸten Gelege haben. Das Gewicht der Eier liegt zwischen 27 g (Zwergenten) und 345 g (Höckerschwan). GebrĂŒtet wird fĂŒr einen Zeitraum von 22 bis 40 Tagen. Die lĂ€ngste Brutdauer haben hier wiederum die SchwĂ€ne. Besonders kurz ist der Zeitraum bei Schwimmenten, aber auch bei arktischen GĂ€nsen, die wegen der extremen Bedingungen ihres Lebensraums die Zeit fĂŒr Brut und Jungenaufzucht so kurz wie möglich halten mĂŒssen.

Eine bemerkenswerte Ausnahme ist die sĂŒdamerikanische Kuckucksente, die kein eigenes Nest baut, sondern ihre Eier in die Nester von BlĂ€sshĂŒhnern und anderen Enten legt. Die Jungen schlĂŒpfen nach 21 Tagen und verlassen nur ein bis zwei Tage spĂ€ter das Nest. Sie sind sofort vollkommen selbststĂ€ndig. Im Gegensatz zum namensgebenden Kuckuck verschonen sie die Eier des Wirtes, dessen Brut somit nicht geschĂ€digt wird. WĂ€hrend die Kuckucksente ein obligatorischer Brutparasit ist, der nie ein eigenes Nest baut, kommt gelegentlicher intraspezifischer Brutparasitismus bei mehreren Arten vor.

Ein Höckerschwan auf seinem Nest

Auch bei anderen Entenvögeln sind die Jungen sofort lauf- und schwimmfĂ€hig. Sie werden jedoch noch einige Wochen von den Elternvögeln begleitet. Bei den Entenvögeln, die alljĂ€hrlich neue Paare bilden, ĂŒbernimmt diese Aufgabe allein das Weibchen. Bei lebenslang monogamen Arten sind beide Elternvögel fĂŒr die BrutfĂŒrsorge zustĂ€ndig. Die Rolle besteht vor allem darin, die Jungvögel zu NahrungsgrĂŒnden zu fĂŒhren und sie zu bewachen. SchwĂ€ne transportieren die Jungen oft auf dem RĂŒcken. Diese Begleitung dauert in der Regel vier bis zehn Wochen, kann aber in manchen FĂ€llen erheblich lĂ€nger wĂ€hren. So begleiten junge GĂ€nse ihre Eltern noch manchmal auf dem Zug und bleiben in den Winterquartieren mit ihnen zusammen.

40 bis 60 % der Entenvögel sterben vor dem Erreichen der Geschlechtsreife, die bei den meisten Arten nach einem Jahr eintritt. Auch danach haben Entenvögel eine verhĂ€ltnismĂ€ĂŸig geringe Lebenserwartung. Sie betrĂ€gt nur zwei bis drei Jahre bei Enten, fĂŒnf Jahre bei GĂ€nsen. SchwĂ€ne haben eine höhere Lebenserwartung. Dies sind jedoch nur Mittelwerte, die auch weit ĂŒberschritten werden können. So lebte eine Stockente 29 Jahre, eine Graugans 26 Jahre.

Stammesgeschichte

Entenvögel sind seit dem OligozĂ€n bekannt, doch sind Fossilien aus dieser Zeit extrem rar. Erst im MiozĂ€n kam es zu einer explosiven Radiation. Alle großen rezenten Tribus sind bereits aus dem MiozĂ€n belegt.

Einige grĂ¶ĂŸere Taxa sind heute ganz ausgestorben. Die Presbyornithidae, Cnemiornithidae (NeuseelandgĂ€nse), Romainvillidae, Cygnopteridae und Paranyrocidae werden hier nicht bei den Entenvögeln, sondern als eigenstĂ€ndige Familien parallel zu ihnen eingeordnet. Folgende fossile und subfossile Taxa bleiben bei den Entenvögeln:

  • Dendrocheninae – Die zwei Gattungen Mionetta und Dendrochen sind aus dem MiozĂ€n Nordamerikas und Europas bekannt und Ă€hnelten rezenten PfeifgĂ€nsen. Mionetta blanchardi nistete wohl an Kalksteinklippen in Frankreich, Dendrochen robusta an FlĂŒssen der subtropischen Savannen von South Dakota.
  • Thambetochenini (Moa-Nalos) – Eine den GĂ€nsen zugeordnete Tribus mit vier Arten, die auf den Hawaii-Inseln endemisch waren. Die großen, flugunfĂ€higen Vögel wurden noch vor Ankunft der EuropĂ€er von den polynesischen Einwohnern Hawaiis ausgerottet.
  • Finschs Ente (Chenonetta finschi) war eine flugunfĂ€hige Ente Neuseelands.

Systematik

Entenvögel bilden zusammen mit den Wehrvögeln, der Spaltfußgans und einigen ausgestorbenen Taxa die Ordnung der GĂ€nsevögel. Die Verwandtschaft dieser Taxa ist heute unbestritten und wurde in morphologischen und genetischen Analysen eindeutig bewiesen. Dabei sind die Entenvögel die Schwestergruppe der Spaltfußgans, und beide zusammen sind die Schwestergruppe der Wehrvögel.[1]

Die mÀnnliche Mandarinente gehört zu den farbenprÀchtigsten Entenvögeln
Die Maskenruderente gehört zu den stammesgeschichtlich sehr alten Enten

Innerhalb der Familie wurde traditionell eine Einteilung in GÀnse und Enten vorgenommen. Den GÀnsen wurden hierbei auch die PfeifgÀnse und SchwÀne, den Enten auch die HalbgÀnse zugeordnet. In neueren Systematiken erhalten die PfeifgÀnse oft den Status einer eigenen Unterfamilie, bei Sibley und Monroe sogar einer eigenen Familie.[2] Die folgende Systematik richtet sich nach Kear 2005 und erhebt auch Affenenten, Ruderenten und HalbgÀnse in den Rang von Unterfamilien:

Die Lappenente (Biziura lobata) und die ausgestorbene Chatham-Ente (Pachyanas chathamica) sind „incertae sedis“, d. h. sie lĂ€sst sich keinem der genannten Taxa mit Sicherheit zuordnen.

Oft findet sich in Systematiken auch eine Tribus der Glanzenten, die hier den Schwimmenten zugeordnet wurden.

Auf Analysen der mitochondrialen DNA von 2002 basiert das folgende Kladogramm, das allerdings der oben dargestellten Systematik widerspricht:[3]


Entenvögel  

PfeifgÀnse


     

GĂ€nse


     

HalbgÀnse


     

Meerenten und SĂ€ger


     

Glanzenten


     

Schwimmenten


     

Tauchenten








Menschen und Entenvögel

Die Nilgans gehörte zu den ersten von Menschen domestizierten Entenvögeln
Laufenten benötigen große FlĂ€chen und ganzjĂ€hrig offenes Wasser

Neben den HĂŒhnervögeln sind die Entenvögel gewiss die Vögel mit den engsten Wechselbeziehungen zum Menschen. Mehrere Arten wurden domestiziert, sie tauchen als Gestalten in Mythen, MĂ€rchen, Opern und Comic-Strips auf, und ihr Fleisch, ihre Eier und ihre Federn werden genutzt.

Jagd

Seit jeher werden Entenvögel wegen ihres Fleisches bejagt. Auf altĂ€gyptischen Wandzeichnungen findet man die Speerjagd auf Spießenten bildlich dargestellt. Die Schwierigkeit, flugfĂ€hige Wasservögel ohne Schusswaffen zu bejagen, fĂŒhrte zur Entwicklung von Köderfallen. Die bekannteste ist die Entenkoje, die bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts verbreitet war. Hier diente eine Lockente dazu, die Enten in eine Reuse zu locken. Oft war auch ein abgerichteter Hund beteiligt, der die Enten hineinlockte. Hier machten sich die JĂ€ger das Verhalten von Enten zunutze, in der Gruppe einen vermeintlichen Feind anzugehen. Heute werden solche Fallen kaum noch genutzt. Die Jagd mit Schusswaffen wird noch hĂ€ufig praktiziert, allerdings mehr als „Sport“ als zur Deckung eines Nahrungsbedarfs.

Domestikation

FĂŒnf Arten von Entenvögeln sind vom Menschen domestiziert worden: die Stockente, die Graugans, die Schwanengans, die Moschusente und die Nilgans. Die Nilgans ist dabei die einzige dieser Arten, die heute nur noch wild vorkommt. Die heutigen HausgĂ€nse stammen von zwei anderen Arten ab: In Europa wurde die Graugans domestiziert, in China die Schwanengans. GĂ€nse zu domestizieren war ein sehr nahe liegender Schritt. Ähnlich wie Rinder, Schafe, Kamele und Rentiere leben sie ĂŒberwiegend von Pflanzen, die der Mensch nicht selbst verwerten konnte. In Ägypten war es schon im Alten Reich ĂŒblich, NilgĂ€nse zu halten. Sie spielte eine Rolle im Ă€gyptischen Schaffungsmythos und wurde außerdem mit dem Gott Geb assoziiert. Trotzdem wurde sie regelmĂ€ĂŸig gegessen und nach Art anderer GĂ€nse auch gestopft, um die begehrte Fettleber zu erhalten. Nach der Eroberung durch die Perser (525 v.Chr.) finden sich keine ErwĂ€hnungen der Nilganszucht mehr.[4]

Die Hausente stammt von der Stockente ab. Die Domestizierung erfolgte offenbar zweimal unabhĂ€ngig voneinander: in Europa und SĂŒd-Ostasien. Man schĂ€tzt, dass dies vor ungefĂ€hr 3000 Jahren geschah, also erheblich spĂ€ter als bei HĂŒhnern und GĂ€nsen. WĂ€hrend in Europa die sogenannten Landenten erzĂŒchtet wurden, zu denen auch die Pekingente gehört, die der Stammform im Habitus noch stark Ă€hneln, aber sehr viel schwerer sein können, wurde in Asien eine steile Körperhaltung herausgezĂŒchtet, die bei der ursprĂŒnglich auch aus Asien, vermutlich Malaysia stammenden Laufente zu sehen ist. Landenten eignen sich vor allem als Fleischlieferanten, die Pinguinenten, so der Sammelbegriff fĂŒr Enten mit steiler Körperhaltung, sind hingegen gute Eierleger. Die Entenzucht ist heute in Europa von nachrangiger Bedeutung, nicht aber in Ostasien, wo Enten zu den wichtigsten Nutztieren gehören.

Die Moschusente wurde ursprĂŒnglich in Peru domestiziert. Der Zeitpunkt lĂ€sst sich heute nicht mehr ermitteln, lag aber lange vor der spanischen Eroberung. Ihre Haustierform ist die Warzenente, die bis auf ihre GrĂ¶ĂŸe und Gefiederfarbe der Wildform gleicht, im Gegensatz zu den allermeisten Hausentenrassen, die von der Stockente abstammen, hat sie ihre FlugfĂ€higkeit beibehalten, weswegen sie auch „Flugente“ genannt wird. Die Bezeichnung „Warzenente“ rĂŒhrt von den warzenartigen WĂŒlsten her, die an der Schnabelwurzel an der Kopfoberseite sitzen.

Neben diesen tatsĂ€chlich zu Haustieren gewordenen Entenvögeln gibt es zahlreiche halbdomestizierte Arten, die als Parkvögel weltweit eingefĂŒhrt wurden. Dies hat zur Folge, dass sich Entenvögel außerhalb ihres ursprĂŒnglichen Verbreitungsgebiets ausbreiten. Bekanntestes Beispiel ist der Höckerschwan, der im 16. Jahrhundert in Mitteleuropa eingefĂŒhrt wurde und heute als „der Schwan“ an sich gilt; spĂ€ter wurde er auch in Nordamerika, Australien und Neuseeland eingefĂŒhrt. Auch der schwarze Trauerschwan, ein heimischer Vogel Australiens, ist in manchen Regionen Europas als Parkvogel heimisch geworden, und in Neuseeland vermehrte er sich nach der Einschleppung durch den Menschen im 19. Jahrhundert geradezu explosiv. Andere Beispiele fĂŒr nichteuropĂ€ische Entenvögel, die augenblicklich in Teilen Europas heimisch werden, sind die Mandarinente, die Brautente, die Kanadagans und die Nilgans.

Leda und der Schwan, Kopie eines verschollenen Bildes von Michelangelo, 1530

Federn

Federn von Entenvögeln werden zu mehreren Zwecken verwendet. Heute ist das BefĂŒllen von Matratzen und Kissen die bekannteste Verwendung. Besonders begehrt sind hier die Daunen der Eiderenten, die besonders leicht sind und sehr wĂ€rmeisolierend wirken. Üblicherweise werden Eiderdaunen zweimal wĂ€hrend einer Brutzeit gesammelt: einmal direkt nach dem Nestbau, so dass die Enten sie ersetzen mĂŒssen, und dann noch einmal nach dem Verlassen des Nestes. Weitere wichtige Verwendungen waren lange Zeit die Nutzung als Schreibfeder und die Befiederung von Pfeilen. FĂŒr beide Zwecke galten GĂ€nsefedern als besonders geeignet.

Mythologie, MĂ€rchen, Comic und Technik

Mechanische Ente
Donald Duck ist heute der wahrscheinlich bekannteste fiktive Entenvogel
„Rubber Duck“ (Ente als KĂŒhlerfigur)

Die Beliebtheit der Entenvögel spiegelt sich auch in zahlreichen Mythen, Sagen und MĂ€rchen wider. In der keltischen Mythologie finden sich oft SchwĂ€ne, die in Wahrheit verzauberte Menschen sind. Ein Beispiel hierfĂŒr sind die Kinder des Lir, die 900 Jahre in Schwanengestalt umherirrten. Das Motiv wird auch in der Lohengrin-Geschichte aufgegriffen, wo der Schwan der verschollene Herzog von Brabant ist.

In der griechischen Mythologie findet sich das Schwanenmotiv ebenfalls hĂ€ufig. So hat sich Göttervater Zeus der Leda in Schwanengestalt genĂ€hert und sie geschwĂ€ngert, woraufhin sie zwei Eier legte, aus denen vier Kinder entsprangen, unter diesen auch Helena. Eine weitere Sage erzĂ€hlt von Kyknos, dem Geliebten des Phaeton. Über den Tod seines Freundes war er so untröstlich, dass er jahrelang am Ufer des Eridanus auf und ab wanderte, bis er letztlich als Schwan an den Himmel versetzt wurde (Sternbild Schwan).

Im Buddhismus wird die Ente als Sinnbild fĂŒr die UnterdrĂŒckung des Bösen angesehen; verarbeitet wurde dies unter anderem von Hans GĂĄl in seiner Oper Die heilige Ente. In China gilt sie darĂŒber hinaus in einigen Landesteilen auch als Symbol fĂŒr HomosexualitĂ€t sowie den Penis. Speziell die Mandarinente steht indes wegen ihrer ausgeprĂ€gt monogamen Lebensweise fĂŒr eheliche Treue.[5]

Auch GĂ€nse finden sich oft in ErzĂ€hlungen. Am bekanntesten sind wohl die Ereignisse bei der keltischen Eroberung Roms (387 v. Chr.), als die schnatternden GĂ€nse auf dem Kapitol die BĂŒrger vor den Angreifern warnten. Neueren Datums ist Selma Lagerlöfs Geschichte von Nils Holgersson und den WildgĂ€nsen.

Der französische Automatenbauer Jacques de Vaucanson konstruierte, baute und vermarktete im 18. Jahrhundert eine Mechanische Ente, die heute als sein Meisterwerk gilt. Der Citroën 2CV wird auch als Ente bezeichnet.

Die heute wohl bekanntesten fiktiven Entenvögel hat Walt Disney erfunden. Mit Donald Duck, Gustav Gans und anderen bewohnt ein ganzes Volk von Enten und GÀnsen die fiktive Stadt Entenhausen. Andere bekannte Comic-Enten sind Daffy Duck, eine Figur der Warner Bros., und Alfred Jodocus Kwak.

Bedrohung und Schutz

33 Arten stehen auf der Roten Liste der IUCN, was fĂŒr ein artenreiches Taxon mit relativ großen Vögeln ein vergleichsweise geringer Anteil ist.

Mehrere Arten sind bereits ausgestorben, darunter die Moa-Nalos Hawaiis und die neuseelĂ€ndische Halbgans Euryanas finschi. Letztere wurde wie der Neuseelandschwan wahrscheinlich bereits von den Maori ausgerottet. Die ökologische Nische des Neuseelandschwans haben inzwischen aus Australien eingefĂŒhrte TrauerschwĂ€ne eingenommen.

In jĂŒngerer Zeit ausgestorben oder erheblich vom Aussterben bedroht sind:

  • die Labradorente (Camptorhynchus labradorius) brĂŒtete in Labrador und ĂŒberwinterte in Neuengland. Durch massenhaften Abschuss in den Überwinterungsgebieten wurde die Art ausgerottet, das letzte Exemplar wurde 1875 bei New York geschossen.[6]
  • der AucklandsĂ€ger (Mergus australis) war bei seiner Entdeckung 1840 auf die subantarktischen Auckland-Inseln beschrĂ€nkt, doch Fossilfunde zeigten, dass er in historischer Zeit auch auf dem Festland Neuseelands beheimatet war. Weil er im Gegensatz zu anderen SĂ€gern beinahe flugunfĂ€hig war, wurde er auf den Auckland-Inseln ein leichtes Opfer der von Menschen eingeschleppten Hunde, Katzen und Ratten. 1902 wurde das letzte Mal ein Exemplar gesehen.[7]
  • die Rosenkopfente (Rhodonessa caryophyllacea) war in Assam, Myanmar und Bangladesch verbreitet; seit 1949 wurde sie nicht mehr gesehen. Die IUCN stuft sie als vom Aussterben bedroht ein, da ein Überleben in unzugĂ€nglichen SĂŒmpfen Myanmars fĂŒr möglich gehalten wird; zudem gab es 2003 wieder einen nicht verifizierten Bericht ĂŒber eine Sichtung dieser Art.[8]
  • die Schopfkasarka (Tadorna cristata) Ostasiens wurde seit 1964 nicht mehr gesehen. Da es immer wieder nicht verifizierte Berichte ĂŒber ein Überleben der Art im Nordosten Chinas gibt, steht sie bei der IUCN nach wie vor im Status vom Aussterben bedroht.[9]
  • die Madagaskar-Moorente (Aythya innotata) galt zwischenzeitlich als ausgestorben, doch 2006 konnte die Art wiederentdeckt werden. Die Art gilt wegen der extrem geringen Individuenzahl ihrer Population als vom Aussterben bedroht.[10]
  • die Campbell-Ente (Anas nesiotis) ist ebenfalls vom Aussterben bedroht. Sie lebt nur auf Dent Island, einem 23 Hektar großen Eiland nahe der Campbell-Insel. Offenbar war sie einst weiter verbreitet und konnte auf Dent ĂŒberleben, weil nur diese Insel von eingeschleppten Ratten verschont geblieben ist. Da ein versehentliches Einschleppen von Ratten auf Dent wahrscheinlich ein rasches Aussterben zur Folge hĂ€tte, wurden 1999 einige Exemplare der Art auf Codfish Island freigesetzt.[11]
  • der DunkelsĂ€ger (Mergus octosetaceus) kommt mit weniger als 250 Individuen noch im SĂŒden Brasiliens und im Norden Argentiniens vor. Dieser sehr territoriale SĂ€ger besetzt große Reviere am Lauf von stromschnellenreichen FlusslĂ€ufen und ist auf klares Wasser angewiesen. Holzeinschlag, der Bau von Wasserkraftwerken und der Abbau von Rohstoffen in seinem Verbreitungsgebiet haben dazu gefĂŒhrt, dass immer weniger geeigneter Lebensraum zur VerfĂŒgung steht.[12]

Quellen und weiterfĂŒhrende Informationen

Einzelnachweise

Die Informationen dieses Artikels entstammen zum grĂ¶ĂŸten Teil den unter Literatur angegebenen Quellen, darĂŒber hinaus werden folgende Quellen zitiert:

  1. ↑ Bradley C. Livezey: A phylogenetic analysis of basal Anseriformes, the fossil Presbyornis, and the interordinal relationships of waterfowl. In: Zoological Journal of the Linnean Society 1997, Nr. 121, S. 361–428
  2. ↑ Charles Sibley, Burt Monroe: Distribution and Taxonomy of the Birds of the World. Yale University Press, 1990. ISBN 0-300-04969-2
  3. ↑ Carole Donne-GoussĂ©, Vincent Laudet, Catherine HĂ€nni: A molecular phylogeny of anseriformes based on mitochondrial DNA analysis. In: Molecular Phylogenetics and Evolution 2002, Bd. 23, Nr. 3, S. 339–356
  4. ↑ Janet Kear: Man and Wildfowl, T & A D Poyser, London 1990, ISBN 0-85661-055-0, S. 22 und S. 23
  5. ↑ Wolfram Eberhard, Lexikon chinesischer Symbole, MĂŒnchen 1983
  6. ↑ Camptorhynchus labradorius in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  7. ↑ Mergus australis in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  8. ↑ Rhodonessa caryophyllacea in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  9. ↑ Tadorna cristata in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  10. ↑ Aythya innotata in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  11. ↑ Anas nesiotis in der Roten Liste gefĂ€hrdeter Arten der IUCN. Abgerufen am 12. November 2008
  12. ↑ Hartmut Kolbe; Die Entenvögel der Welt. Ulmer, 1999, ISBN 3-8001-7442-1, S. 316–317

Literatur

  • Janet Kear (Hrsg.): Ducks, Geese and Swans. Oxford University Press, 2005, ISBN 0-19-854645-9
  • Josep del Hoyo u. a.: Handbook of the Birds of the World. 1. Band (Ostrich to Ducks). Lynx Edicions, 1992, ISBN 84-87334-10-5

Weblinks

 Commons: Entenvögel â€“ Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
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