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| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Hessen | |
| Regierungsbezirk: | Darmstadt | |
| Landkreis: | Odenwaldkreis | |
| Höhe: | 250 m ü. NN | |
| Fläche: | 62,67 km² | |
| Einwohner: |
13.331 (31. Dez. 2010)[1] | |
| Bevölkerungsdichte: | 213 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 64711 | |
| Vorwahlen: | 06062, 06061 (Ernsbach) | |
| Kfz-Kennzeichen: | ERB | |
| Gemeindeschlüssel: | 06 4 37 006 | |
| LOCODE: | DE ERB | |
| Stadtgliederung: | 12 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: |
Neckarstraße 3 64711 Erbach | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Harald Buschmann (CDU) | |
| Lage der Stadt Erbach im Odenwaldkreis | ||
Erbach ist die Kreisstadt des Odenwaldkreises in Hessen.
Inhaltsverzeichnis |
Erbach liegt in 200 bis 560 Meter Höhe im Odenwald im Tal der Mümling.
Erbach grenzt im Norden an die Stadt Michelstadt, im Osten an den Markt Kirchzell (Landkreis Miltenberg in Bayern), im Süden an die Gemeinde Hesseneck und die Stadt Beerfelden sowie im Westen an die Gemeinde Mossautal (alle drei im Odenwaldkreis). Eine für 2009 vorgesehene Fusion mit der Nachbarstadt Michelstadt wurde im November 2007 durch einen Bürgerentscheid verhindert. Es wird nun vorerst nach Möglichkeiten gesucht, die Zusammenarbeit der Gemeinden zu vertiefen.[2]
Seit den Eingemeindungen im Rahmen der Gebietsreform von 1972 besteht die Kreisstadt Erbach aus elf Ortsbezirken:
| Stadtteil | Fläche | Einwohner | Anmerkungen |
|---|---|---|---|
| Bullau | 9,98 km² | 410 | mit dem Weiler Eutergund |
| Dorf-Erbach | 4,08 km² | 1.610 | mit dem Weiler Habermannskreuz |
| Ebersberg | 3,59 km² | 250 | |
| Elsbach | 3,01 km² | 120 | |
| Erbach | 10,89 km² | 8.410 | mit dem Weiler Roßbach |
| Erlenbach | 4,28 km² | 900 | |
| Ernsbach-Erbuch | 9,08 km² | 240 | Stadtteile Ernsbach und Erbuch |
| Günterfürst | 4,08 km² | 760 | |
| Haisterbach | 5,88 km² | 420 | mit dem Weiler Marbach |
| Lauerbach | 2,27 km² | 400 | |
| Schönnen | 5,53 km² | 320 |
Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis: [3]
| Parteien und Wählergemeinschaften' | % 2011 |
Sitze 2011 |
% 2006 |
Sitze 2006 |
% 2001 |
Sitze 2001 |
</div> | |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SPD | Sozialdemokratische Partei Deutschlands | 30,7 | 9 | 37,9 | 12 | 35,4 | 13 | |
| CDU | Christlich Demokratische Union Deutschlands | 27,0 | 8 | 36,7 | 11 | 39,3 | 14 | |
| GRÜNE | Bündnis 90/Die Grünen | 18,1 | 6 | 7,9 | 3 | 7,4 | 3 | |
| ÜWG | Überparteiliche Wählergemeinschaft der Kreisstadt Erbach e.V. | 14,8 | 5 | 13,5 | 4 | 17,9 | 7 | |
| FDP | Freie Demokratische Partei | 5,7 | 2 | 4,0 | 1 | – | – | |
| REP | Die Republikaner | 3,8 | 1 | – | – | – | – | |
| Gesamt | 100,0 | 31 | 100,0 | 31 | 100,0 | 37 | ||
| Wahlbeteiligung in % | 46,0 | 52,4 | 55,4 | |||||
Von 1919 bis 1933 war Wilhelm Dengler (SPD) Bürgermeister in Erbach. Bei der Wahl am 26. März 2006 wurde Harald Buschmann (CDU) mit 51,8 Prozent der Stimmen als Bürgermeister im Amt bestätigt. Bei der Wahl am 11. März 2012 traten Martina Köllner (SPD) und Christa Weyrauch (Grüne) gegen Amtsinhaber Buschmann (CDU) an. Da keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erringen konnte wurde eine Stichwahl zwischen Buschmann und Köllner angesetzt.[4]
| Amtszeit | Name | Partei |
|---|---|---|
| 1919–1933 | Wilhelm Dengler | SPD |
| 1945 | Wilhelm Dengler (eingesetzt) | SPD |
| 1945–1960 | Leonhard Volk | |
| 1960–1987 | Werner Borchers | ÜWG |
| 1988–1994 | Dieter Haver | CDU |
| 1994–2000 | Uwe Hartmann | SPD |
| seit 2000 | Harald Buschmann | CDU |
Blasonierung: In Rot ein blauer Schrägwellenbalken, der mit drei sechsstrahligen roten Sternen belegt ist. Die drei Sterne sind den zwei Weißen und einem Roten der Grafen Erbach (bis 1806 Regenten des Odenwalds) nachempfunden.
Erbach besitzt vier Städtepartnerschaften in Europa. Dies sind:
Landratsamt des Odenwaldkreises
Fachwerkhäuser an der Mümling
Denkmal des Grafen Franz I. vor dem Schloss
Siehe Hauptartikel: Schloss Erbach (Odenwald)
Die alte gräfliche Burg der Grafen von Erbach wurde im 18. Jahrhundert zu einem Schloss ausgebaut. Bedeutend sind die dort untergebrachten Sammlungen des Schlosses des Grafen Franz I. (1754–1823), die auch in ihrer originalen Präsentation bis heute erhalten sind.
Zum Schloss-Ensemble gehört auch die ebenfalls spätbarocke Orangerie mit dem Schlossgarten.
Nördlich des Schlosses befindet sich der mittelalterliche Kern Erbachs. Seit dem 14. Jahrhundert sind hier die Höfe der Burgmannen nachweisbar, von denen sich Teile bis heute im Bereich der Straße Städtel erhalten haben. Baugeschichtlich am bedeutendsten ist das sogenannte Templerhaus, Sitz der Familie Echter (Städtel 15a/ 21). Die sogenannte Habermannsburg (Städtel 26), Sitz der Familie von Habern, schließt nordwestlich an die Nebengebäude des Schlosses an. Das Burgmannenhaus Pavey bildet den nordwestlichen Abschluss der Burgsiedlung und lehnte sich an die Stadtbefestigung an.
Im Bereich der Orangerie und des Schlossgartens konnte eine Bürgerinitiative in den 1970er Jahren deren Abriss und den Bau eines Hotelhochhauses anstelle der Orangerie verhindern.
Das am 28. Juli 2005 von seinem Sockel gestürzte und dabei zerbrochene Denkmal des Grafen Franz I. – letzter regierender Graf – auf dem Schlossplatz wurde mit Unterstützung zweier Darmstädter Künstlerinnen und Erbacher Bürger instandgesetzt und wiederaufgerichtet. Finanziert wurde die Restauration durch Zuschüsse vom Landesamt für Denkmalpflege sowie mit Spendengeldern.
Eine geologische Besonderheit ist das vollständige Versickern des Erdbachs innerhalb der Gemarkung Dorf-Erbach. Der Erdbach tritt bei Stockheim, einem Ortsteil von Michelstadt, wieder ans Tageslicht. Es gibt mehrere Stellen, an denen der Bach versickert. Messungen mit Farbzusätzen ergaben, dass das Wasser für seinen Weg durch das Versickerungsgebiet bis zu 23 Stunden benötigt. Dies lässt auf ein ausgeprägtes Gangsystem mit Seen schließen, das auf ca. 400 Metern bis jetzt erforscht werden konnte. Das Erdbach-Höhlensystem bildet als eine der größten Karsterscheinungen im südhessischen Raum ein eindrucksvolles und seltenes geologisches Naturdenkmal. (→ Hauptartikel: Erdbach (Mümling))
Der Erbacher Wiesenmarkt hieß bis in die 1960er Jahre Eulbacher Markt oder Eulbacher Wiesen(Vieh-)markt, weil er ursprünglich in Eulbach, seit 1972 Stadtteil von Michelstadt, als regional sehr bedeutender Vieh-, Pferde- und Bauernmarkt stattfand. 1824 wurde der Markt auf eine Freifläche am nördlichen Stadtrand von Erbach verlegt.
Am Eingang des Wiesenmarktes liegt das Schützenhaus. Hier trafen sich 1848 die demokratischen Revolutionäre und auf dem benachbarten Marktgelände fand im selben Jahr die historische Odenwälder Volksversammlung unter der Leitung des Michelstädter Revolutionärs und Rechtsanwalts Ludwig Bogen statt.
Bis um 1960 war der Vieh- und Pferdemarkt mit den begleitenden Pferderennen und anderen Pferdesportarten der Hauptbestandteil des Eulbacher Marktes. Die Erbacher Trabrennbahn war Teil des Marktgeländes.
Das Deutsche Elfenbeinmuseum Erbach besteht seit 1966 und ist einzigartig in Europa, stellt es doch fast ausschließlich Elfenbeinkunst aus. Auch kann man ortsansässige Schnitzer bei ihrer künstlerischen Arbeit beobachten.
Franz I. (1754–1823), letzter regierender Graf, führte im Jahre 1783 die Elfenbeinschnitzerei ein. Von daher trägt auch die Stadt den Beinamen Elfenbeinstadt. Viele Künstler ließen sich daraufhin dort nieder und noch heute kann man ihre Werke und ihre Tätigkeit im ortsansässigen Elfenbeinmuseum (eröffnet 1966) bewundern. Da seit 1989 aus Tierschutzgründen der Handel mit Elfenbein weitgehend verboten wurde, werden heute vergleichbare Materialien wie zum Beispiel Tierhörner verwandt. Als Material sehr beliebt sind prähistorische Mammutstoßzähne, die immer wieder in Sibirien gefunden werden. Bis auf eine leicht andere Farbe sind sie den Elefantenstoßzähnen vergleichbar.
Erbach liegt an der B 45, B 47 und an der Odenwaldbahn (Frankfurt–Darmstadt/Hanau–Erbach–Eberbach). Eine seit den 1970er Jahren projektierte B45-Umgehungsstraße ist wieder in die Investitionsplanung des Landes Hessen aufgenommen worden.
Erbach ist Sitz des Landratsamtes des Odenwaldkreises. In Erbach befindet sich mit der Polizeidirektion Erbach das südlichste Revier im Odenwald, auch die Arbeitsagentur hat eine Zweigstelle in der Stadt.
Bad König | Beerfelden | Brensbach | Breuberg | Brombachtal | Erbach | Fränkisch-Crumbach | Hesseneck | Höchst i. Odw. | Lützelbach | Michelstadt | Mossautal | Reichelsheim (Odenwald) | Rothenberg | Sensbachtal
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