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| Marbach Landeshauptstadt Erfurt
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| Koordinaten: | 51° 0′ N, 10° 59′ O50.993055555610.9794444444229Koordinaten: 50° 59′ 35″ N, 10° 58′ 46″ O |
| Höhe: | 229 m ü. NN |
| Fläche: | 5,14 km² |
| Einwohner: | 3.750 (31. Dez. 2010)(Veröffentlichung der Stadt Erfurt) |
| Eingemeindung: | 1. Juli 1950 |
| Postleitzahl: | 99092 |
| Vorwahl: | 0361 |
| Lage von Marbach in Erfurt | |
Marbach ist ein Ortsteil der Thüringer Landeshauptstadt Erfurt.
Inhaltsverzeichnis |
Der Ort befindet sich im Westen von Erfurt. Westlich von Marbach liegt auf einer Anhöhe der Erfurter Stadtteil Salomonsborn. Im Süden erstreckt sich eines der größten Kleingartengebiete Erfurts. Östlich und nördlich der Ortslage sind Ackerflächen und die Bundesstraße 4. Außer einem Dorfteich verfügt der Ort über kein größeres Gewässer.
Marbach wurde 1211 unter dem Namen Martbech erstmals urkundlich erwähnt. Bis ca. 1300 gehörte Marbach den Grafen zu Gleichen, die den Ort später an mehrere Grundbesitzer weitergaben. Im Dreißigjährigen Krieg wurde Marbach fast komplett zerstört. Die Einwohner flüchteten nach Erfurt, kehrten aber nach Kriegsende nach Marbach zurück und bauten den Ort wieder auf. Ab 1830 nahm die Zahl der Marbacher Bevölkerung stetig zu, sodass zwischen 1854 und 1862 eine Straße in Richtung Erfurt errichtet wurde. Am 11. April 1945 kamen bei einem US-amerikanischen Angriff auf Marbach in Richtung Erfurt viele Zivilisten ums Leben. 17 von ihnen wurden in einem Gemeinschaftsgrab auf dem Friedhof Marbach beigesetzt. Am 1. Juli 1950 wurde der Ort schließlich nach Erfurt eingemeindet.
Seit einigen Jahren hat Marbach eine eigene Fußballmannschaft, die Sport-Freunde Marbach,[5] die seit ihrer Gründung schon dreimal aufgestiegen sind und nun in der Bezirksliga spielen. Darüber hinaus gibt es eine 2. Männermannschaft (seit 2008/2009 1.Stadtklasse), eine Seniorenmannschaft sowie Junioren in der G-Bambini, F-Junioren und D-Junioren.
In Marbach wohnen die Ex-Rot Weiß Erfurt-Spieler Ronny Hebestreit vom Halleschen FC und Andre Tews, jetzt SF Marbach, sowie die Eltern des Fußball-Nationalspielers Clemens Fritz.
Zu DDR-Zeiten waren viele Marbacher in der Landwirtschaft beschäftigt und arbeiteten in der örtlichen LPG. Mittlerweile gibt es im Ort zahlreiche kleine und mittelständische Unternehmen, einen Kindergarten und außerdem diverse Einkaufsmöglichkeiten sowie eine Gastwirtschaft.
Über die 1862 fertiggestellte Schwarzburger Straße besteht eine schnelle Verbindung in die Erfurter Innenstadt. Die Erfurter Verkehrsbetriebe bedienen Marbach mit den Stadtbuslinien 90 und 95. Die Linie 90 verkehrt vom Erfurter Domplatz über Marbach nach Salomonsborn, während die Linie 95 zwischen Marbach und dem Erfurter Norden verkehrt.
Auf Grund seiner Nähe zur Erfurter Innenstadt ist Marbach als Wohnort sehr beliebt, sodass in den letzten zehn Jahren zahlreiche Neubaugebiete entstanden. Seit 1990 stieg die Bevölkerungszahl von knapp 1.000 auf heute ca. 3.750.
Zwischen 1926 und 1967 hatte Marbach einen Eisenbahnanschluss an der Kleinbahn Erfurt–Nottleben.
Nach der Wende im Jahr 1989 wurde in Marbach eine Ortschaftsverwaltung gebildet. Außerdem wurde damals kurzzeitig über eine Loslösung von Erfurt diskutiert, die Pläne wurden aber letztendlich wieder verworfen. Ortsbürgermeister ist seit 1994 Michael Siegel (CDU).
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