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Eric Pleskow (* 24. April 1924 in Wien, Österreich) ist Filmproduzent und ehemaliger Präsident der Filmproduktionsgesellschaften United Artists und Orion Pictures.
Inhaltsverzeichnis |
Eric Pleskow ist der Sohn einer jüdischen Kaufmannsfamilie in Wien. Nach dem „Anschluss“ Österreichs und der „Arisierung“ der elterlichen Wohnung musste er mit seiner Familie 1939 in die USA emigrieren. Dort wurde er 1943 zum Militär einberufen und kam aufgrund seiner Fremdsprachenkenntnisse zur Abwehr. Nach dem Zweiten Weltkrieg kehrte Pleskow wieder nach Europa zurück und führte Verhöre in Entnazifizierungsverfahren. Dank einer kurzen Einführung in Filmschnitt, die er noch vor seiner Einberufung absolviert hatte, wurde er 1945 Filmoffizier. Als solcher wurde er mit dem Wiederaufbau der Bavaria Studios beauftragt.
Pleskow blieb danach dem Filmgeschäft treu. Ab 1951 war er bei United Artists für den Verleih amerikanischer Filme in Europa und Südafrika zuständig und begann, erste Filme zu produzieren. 1973 wurde er Präsident von United Artists. Unter ihm gelang es diesem Filmstudio, drei Jahre hintereinander den Oscar für den besten Film zu gewinnen (1975 für Einer flog über das Kuckucksnest, 1976 für Rocky und 1977 für Der Stadtneurotiker).
1978 verließ Pleskow United Artists und gründete Orion Pictures, deren Führung er bis 1992 innehatte. Die größten Erfolge des Studios unter Pleskows Führung waren Amadeus, Der mit dem Wolf tanzt, Das Schweigen der Lämmer, Platoon und Terminator.
Seit 1998 ist Pleskow Präsident des Wiener Filmfestivals Viennale. Im Februar 2007 wurde er zum Ehrenbürger der Stadt Wien ernannt. 2009 erhielt er das Große Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich.[1]
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Pleskow, Eric |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichischer Filmstudio-Präsident |
| GEBURTSDATUM | 24. April 1924 |
| GEBURTSORT | Wien, Österreich |